AT125917B - Auswechselbares Kathoden- oder Röntgenstrahlen durchlässiges Fenster für Entladungsröhren. - Google Patents

Auswechselbares Kathoden- oder Röntgenstrahlen durchlässiges Fenster für Entladungsröhren.

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AT125917B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Auswechselbares Kathoden- oder Röngenstrahlen durchlässiges Fenster   filr Eilt-     ladungsrohren.   



   Bei Kathodenstrahlenrohren mit   Lenardfenster wird   bis heute eine möglichst   dünne   Metallfolie aus Nickelo, Aluminim, Beryllium oder deren Legierungen mit Kupfer oder Zinn 
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 Kathodenstrahlen durch die Membran absorbiert werden. Ebenso wird in-letzter Zeit der Versuch gemacht, auch die durch den Anprall an die Anode oder   Antikathode erzeugten Röntgen-   strahlen nicht durch eine Glaswand, sondern durch eine geeignete Metallmembran nach aussen zu senden. Für beide Zwecke muss die Metallmembran an einen Metallring angelötet und dieser Ring mit einem Ende in Glas eingeschmolzen sein. Die technischen Versuche zeigen. dass solche Membranen insbesondere für Lenardstrahlenrohre   äusserst schnell zerstäuben, wo-   durch gleichfalls das teure Rohr verloren geht.

   In vielen Fällen beobachtete man, dass insbesondere bei sehr dünnen Membranen aus leichtem Metall nach 10-24   Stunden   die Abnutzung so gross ist, dass an eine weitere Verwendung solcher Rohre gar nicht zu denken ist. Die   mehrmalige Umschmelzung sowie   die dadurch entstehenden Kosten sind so gross und lästig, dass an eine   technische   Verwendung dieser Rohre bis heute nicht zu denken war. obwohl eine Reihe von chemischen Reaktionen mit solchen Strahlen ausführbar sind. 



   Vorliegende Erfindung betrifft eine neue Metallmembran sowie ein Verfahren zur hochvakuumdichten Befestigung und Verwendung derselben in Entladungsrohren. 



   Gemäss der Erfindung wird das   hochvakuumdichte     Anschliessen des dünnen Metallfensters   dadurch erzielt, dass die dünne Metallplatte von 0-005 bis 0-01   mm oder   etwas mehr an den Kanten mit einer ringförmigen Zusatzverstärkung - der innerer Druchmesser der Ringverstärkung ist hiebei ebenso gross wie der Querschnittt des Entladungsrohres - aus einem guten,   zähen.     duktilen Metall, wie Silber. Kupfer, auch Gold, sowie deren Legierungen   miteinander oder mit 
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 Charakter des Apparates durch Galvanoplastik oder ein   Spritzverfahren usw. vorgenommen   werden.

   Als weitere Notwendigkeit,   um   Erfolg zu haben. ist die Fläche des unteren Ansatzringes (welcher in das Entladungsrohr eingeschmolzen ist)   sowie die untere   Seite der ver-   stärkten   Metallmembran hoehpoliert und die polierten Stellen aufeinandergelegt. Dann werden zwischen dem Oberring und der verstärkten Metallmembranfläche ein oder mehrere Drahtringe von 0-5 bis 2   rmn   oder etwas mehr, am besten aus verplatiniertem oder vergoldetem Klaviersaitendraht   (welche als Verdichtungsringe"in der   weiteren Beschreibung bezeichnet werden) verwendet, worauf der obere dicke Befestigungsring aufgelegt und mittels Bolzen mit Muttern die zwischen zwei Befestigungsringen liegende Metallmembran angezogen wird.

   Die verstärkten Teile der   dünnen   Membran verhindern, dass dieselbe an   den Stahlringdruckstellen   entzweigequetscht wird ; die Ringe   drücken   sich stark in das Metall hinein und dadurch wird zwischen der polierten Membranfläche und der darunter   befindlichen   gleichfalls polierten Ringunterlage eine periodische ringförmige Abdichtung erzielt. Wie die praktischen Versuche zeigten, erreicht man bei genügender Presskraft der Bolzen auch hei Hochvakuum ohne jedes   Zwisehenverdichtungs-   mittel ein absolutes Abdichten.

   Laut diesem Abdichtungssystem ist die Anwendung einer 

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 weiteren   Zusatzverdiehtung gleichfalls möglich, wenn   man die Membran des Rohres vor dem Anziehen durch Bolzen, wie vorstehend beschricben, in folgender Weise verstärkt :
Die Membran wird auf ihrer glatten Seite. z. B. mit einem ganz   dünnen   Silber-oder Kupferamalgam, in dem das Quecksilber mit Metall   übersättigt   ist, nur in der äusseren Hälfte der Ringbreite   amalgamiert.

   Wenn   nun an den Stellen, wo kein Amalgam vorhanden ist, ein Teil vergoldeter Stahlringe zum punktförmigen Verdichten der Metallfläche - direkt Metall an Metall, ohne Amalgam-angewendet wird. so erhält man dadurch eine volle Sicherheit gegen das Eindringen von Zusatzverdiehtungsmitteln wie Quecksilberdampf usw.. die sich hinter den Ringen befinden, in den Hochvakuumraum. Ebenso wie man dies mit Amalgam vornimmt, kann es auch mit Ramsayfett und anderen für Verdichtungszwecke bekannten hochschmelzenden organischen Fetten geschehen. In der Praxis genügt aber eine Verdichtung mit   Stahldrahtringen   allein, wenn die ganzen   Flächen   glatt poliert sind. 



   Durch obige   Ausführungsweise   ist die   Membran   hochvakuumdicht befestigt   und kann   aus beliebigem Metall bestehen. z. B. aus Aluminium, Beryllium, insbesondere mit vergoldeter oder platinierter   Aussenfläche   (um dieselbe vor chemischen Angriffen zu schützen). Sollte einmal die Membran durchbrennen, so kann sie in kürzester Zeit durch eine in   Reserve gehaltene neue   
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 zuschmelzen. 



   Selbstverständlich müssen bei diesem Verfahren die Rohre offen verwendet und direkt an die Hochvakuumpumpe angeschlossen werden. Die durchlässige Membranfolie ist äusserst billig und leicht auswechselbar und kann auch ans Metallen wie Beryllium, Magnesium und Aluminium oder deren Legierungen miteinander oder mit Zinn als   Memhranplatte hergestellt   werden. Bekanntlich lassen sich vorstehend genannte Metalle sehr schwer löten und es war bis heute keine Möglichkeit vorhanden, sie insbesondere in der angewendeten   Folienstärke   in der Praxis zu verwenden, da man nicht weiss, wie die Metalle zu löten sind. Auch waren sie infolge des schnellen Angreifens durch Säuren oder Alkalien für chemische Reaktionen nicht zu verwenden. 



  Durch Anwendung des Prinzips einer schützenden Doppelschicht aus Gold oder Platin von nur   0#005 bis 0:001 mm   ist auch diese Frage gelöst. 



   Die   einzuschmelzende   Kappe selbst kann mit Löchern von 1 bis 3 mm in Siebfom durchstanzt sein, auf denen die Membran liegt. Die Seitenkanten der Kappe können dicker und breiter sein und gleichzeitig als Unterlage für die durchlässige Metallfolie   sowie auch für die   
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 dieser Erfindung vakuumdicht anziehen, dienen. 



   Der Anschluss einer solchen Membran an den positiven Pol einer elektrischen Stromquelle wird nach bekannten Methoden ausgeführt und die Apparate für die   Ausführung der   chemischen Reaktionen können auf dem oberen Ansatzring angelötet oder durch Gummiringe am Ansatz befestigt werden. Die Einrichtung selbst kann für alle bekannten Beta-sowie 
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Claims (1)

  1. vanoplastischem oder anderem Wege mit zähem, genügend hochschmelzendem Metall verdichtet werden und unter Anwendung einer ingförmigen Abdichtung in periodischen Serien in Form von Drahtringen-ohne oder unter Anwendung weiterer bekannter Vprdichtungsmittd - durch Zuhilfenahme von Bolzen mit Muttern zwischen zwei verstärkten Ringansätzen (von welchen der eine in das Glas des Entladungsrohres eingeschmolzen ist) hochvakuumdicht an- EMI2.4
AT125917D 1929-12-03 1929-12-03 Auswechselbares Kathoden- oder Röntgenstrahlen durchlässiges Fenster für Entladungsröhren. AT125917B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743765C (de) * 1941-08-10 1944-01-03 Aeg Strahlenaustrittsfenster, insbesondere fuer Roentgenroehren
DE1036407B (de) * 1955-05-04 1958-08-14 Max Planck Gesellschaft Roentgenroehre

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE743765C (de) * 1941-08-10 1944-01-03 Aeg Strahlenaustrittsfenster, insbesondere fuer Roentgenroehren
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