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Dämpfungsvorrichttung für Balkenwaagen.
Die Erfindung bezieht sich auf Dämpfungsvorrichtungen für Balkenwaagen, bei denen das Dämpfungsmittel eine zähe Flüssigkeit, beispielsweise Öl. ist. Obgleich Flüssigkeitsdämpfungs- vorrichtungen die besten Ergebnisse liefern, haben diese Vorrichtungen jedoch den Nachteil, dass die Zähigkeitsschwankungen der verwendeten Flüssigkeit, die eine Folge der Temperatur- veränderungen sind, die Wirkungsweise der Dämpfungsvorrichtung beeinträchtigen.
Um diese
Nachteile zu beheben, sind schon Vorschläge gemacht worden, um die Dämpfungsvorrichtung bei Änderung der Temperatur jeweilig von Hand einzustellen, auch wurde vorgeschlagen, die
Dämpfungsvorrichtung so durchzubilden, dass sie sich selbsttätig den Zähigkeitsänderungen der
Flüssigkeit infolge der Temperaturänderungen anpasst, indem der Abstand zwischen einem
Bremskolben mit Durchlassöffnungen und einer über den Öffnungen liegenden Platte verändert wird.
Erfindnngsgemäss besteht entweder die Platte oder der Kolben oder ein zwischen die
Platte und den Kolben eingefügter Teil aus einem Bimetall, das in weiterer Ausbildung des
Erfindungsgedankens elastisch ist und dessen Formveränderungen infolge der Temperaturveränderungen eine selbsttätige Anpassung der Dämpfungsvorrichtung an die sehwankenden Zähigkeitsverhältnisse der Dämpfungsflüssigkeit ermöglichen.
In der Zeichnung zeigt : Fig. 1 die Seitenansicht einer Balkenwaage mit der erfindungs- gemässen Dämpfungsvorrichtung, Fig. 2 einen Schnitt im vergrösserten Massstabe durch die Dämpfungsvorrichtung selbst, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2, Fig. 4 einen Schnitt im grösseren Massstabe durch den Kolben gemäss Fig. 2, Fig. 5, 6 und 7 zeigen andere Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes, und Fig. 8 ist ein Schaubild der bimetallischen Platte, die bei den in Fig. 2, 3 und 4 gezeigten Ausführungsformen verwendet wird.
Die Waage, an der die erfindungsgemässe Dämpfungsvorrichtung angebracht ist. ruht nach dem Ausführungsbeispiel auf einem Sockel 1, auf dem ein aufrecht stehendes Gehäuse 2 und ein zylindrisches Gehäuse 3, das die selbsttätige Lastausgleiehs-und Anzeigevorrichtung aufnimmt, angeordnet sind. Auf dem Sockel 1 ist ein Träger 4 befestigt, in dem ein Waagebalken 5 gelagert ist, der einen Arm 6 mit der Warenplatte 7 trägt. Im Sockel 1 ist auch ein Zylinder 8 angeordnet, der eine zähe Flüssigkeit, beispielsweise Öl, enthält. An dem Balken 5 ist eine Stange 9 angelenkt, deren unteres Ende mit dem Kolben 10 verbunden ist.
Dieser geht, wenn der Balken 5 schwingt, innerhalb der Flüssigkeit im Zylinder 8 auf und nieder. Der Kolben 10 ist scheibenförmig und sein Durchmesser ist etwas kleiner als der Innendurchmesser des Zylinders 8. Er wird so aufgehängt, dass er nicht mit der Innenwand des Zylinders 8 in Berührung kommt. Auf das obere Ende der Stange 9 ist eine Murer 11 geschraubt, deren unteres Ende eine Ausnehmung aufweist, in die das obere Ende einer die Stange 9 lose umgebenden Hülse 1/2 eingreift. Diese erstreckt sich durch eine Öffnung des Zylinderdeckels 13 hindurch nach unten. Die Öffnung ist so bemessen, dass die Hülse 12 ihre Wände nicht berührt.
Um Staub und Feuchtigkeit vom Bremstopf fernzuhalten, legt sich eine Scheibe 14 knapper um die Hülse 12 als die Öffnung des Deckels 13, ohne jedoch die Bewegung des Kolbens zu stören.
Das untere Ende der Stange 9 ist von einem kurzen Rohrstutzen 15 umgeben, innerhalb dessen sich, ebenfalls das untere Ende der Stange umgebend, eine Druckfeder 16 befindet,
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welche sich mit ihrem unteren Ende gegen die obere Seite des Kolbens 1U legt, während ihr oberes Ende an der Unterseite einer Platte 17 angreift und diese gegen das untere Ende der Hülse 12 und dadurch die Hülse 1,'2 gegen den Boden der Ausnehmung der Mutter 11 drückt. Der Kolben 10 ist mit einer oder mehreren Öffnungen 18 versehen, die von hochgezogenen Rändern 19 eingefasst sind. Die Platte 17 gestattet einen verengten Durchlass für die Flüssigkeit von der einen Seite des Kolbens 10 nach der ändern.
Durch Verstellen der
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Unterseite der Platte 17 verändert und so der freie Weg für die Flüssigkeit eingestellt werden.
Die Mutter 11 kann mittels einer Schraube. 30 festgestellt werden, die in eine auf dem oberen Ende der Kolbenstange 9 befestigte Kappe 21 eingesetzt ist.
Nimmt bei Temperaturanstieg die Zähigkeit des Dämpfungsmittels ab. so schwingt der Waagebalken zu frei und kommt nicht rasch in der Wiegestellung oder in der Nullstellung zur Ruhe. Nimmt bei Temperaturerniedrigung die Zähigkeit des Dämpfungsmittels zu, so wird
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werden erfindungsgemäss dadurch ausgeglichen. dass die Platte 17 nach Art bimetallischer Thermostatlamellen aus einer Schicht eines Metalls mit hoher Ausdehnungszahl und einer Schicht eines Metalls oder einer Legierung mit niedriger Ausdehnungszahl besteht. wobei die beiden Schichten fest miteinander verbunden sind.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2-4 ist die Platte 17 in der aus der Fig. 8 ersichtlichen Weise gestaltet : hiebei befindet sich das Metall mit der höheren Ausdehnungszahl oben. Steigt die Temperatur des Dämpfungsmittels, so bewirkt die grössere Ausdehnung des oberen
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die Temperatur, so werden durch die grössere Zusammenziehung der oberen Metallschicht die Enden der Platte 17 von den Rändern 19 wegbewegt und ein grösserer Durchfluss des Dämpfungsmittels zugelassen. Der Querschnitt der Spalte zwischen den Rändern 1 Y und der Platte 17 ist kleiner als der Querschnitt der Öffnungen 18 ; daher ändert sich der Durchgangsquerschnitt für die Flüssigkeit ungefähr ebenso wie der Abstand der Platte 17 von den
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der Platte 17 frei hindurchgeht.
Bei selbsttätigen Neigungswaagen sind die beweglichen Teile so angeordnet. dass sie innerhalb gewisser Grenzen unter Gewichtsausgleichung ausschwingen und das Gewicht von Lasten anzeigen, die ungefähr von Null bis zum Höehstbetrag innerhalb des Bereiches der Waage verändert werden können. Die Bewegungen des Triebwerkes über die Nullstellung und
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belastung der Waage überschreiten. selten auf die Warenaufnahmeschale gelegt werden : hingegen kommen solche Stösse an der Nullgrenze der Bewegung nahezu nach jeter Wägung vor, wenn die Last von der Platte abgehoben wird.
Um den Stoss bei der Rückkehr in die Nullstellung auf einen Kleinstbetrag zu bringen. sind der Bremskolben und die Platte so durchgebildet, dass sich der Durchlass für die Flüssigkeit selbsttätig verengt, um eine solche plötzliche Zurüekbewegung zu verhüten. Bei der Ausführungsform nach Fig. @ und 8 ist die Platte 17 so gestaltet, dass sie sich unter einer plötzlichen Aufwärts- oder Zurückbewegung des Kolbens verbiegt und den Durchgangsquerschnitt zwischen der Unterseite der Platte 17
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ist es bei Wegnahme der Last an plötzlicher Rückkehr in die Nullstellung gehindert.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist der Kolben 10 a in seiner Mitte mit einer
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Auch bei dieser Ausführungsform besteht die flache Platte 17 (t aus einem Bimetall, dessen Schicht mit der grösseren Ausdehnungszahl oben liegt. Steigt die Temperatur, so verbiegt sich Platte 17sot. und der Spalt zwischen dem Rande der Platte und des Bremskolbens 10 a wird enger. Ferner federt die Platte 17 a nach unten gegen den Kolben 10 a bei dessen aufwärts
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und dem Kolben 10 a zu sichern, ist in eine an der Platte 17 (t befestigte Hülse 24 a eine Schraube. 25 a eingesetzt, die bis in die Nähe der oberen Fläche des Kolbens 10 a vorragt.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 sind der Kolben 10 b und die Platte 17 b flasch, und die Ränder der Öffnungen 18 b haben die Gestalt kurzer Hülsen 19 b. Die von der Temperatur abhängige Einstellung des Flüssigkeitsdurchganges wird mittels eines gebogenen bimetallischen Streifens 26 b bewirkt, der zwischen dem Kolben 10 b und der Platte 177, liegt und in seiner Mitte eine Öffnung aufweist. durch die die Kolbenstange 9 b hindurchgeht.
Auch bei dieser Ausführungsform befindet sich die Schicht der Platte 26 b mit der grösseren Ausdehnungszahl oben. Steigt die Temperatur, so bewirkt die grössere Ausdehnung der or m Schicht eine Streckung des Streifens 26 b. Hipdnreh wird der elastischen Platte 17 b, deren Enden durch die Enden des Streifens 26 b von den Hülsen 19 b weggedrückt werden, gestattet, nach unten zu federn und den Flüssigkeitsdurchgang durch die Öffnungen 18 b zu drosseln.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 besteht der Kolben 10 c selbst aus einem Bimetall.
Die Platte 17 c ist glockenförmig, damit sie genügend stark ist und Raum für die Druckfeder 16 c geschaffen wird. Bei dieser Ausführungsform befindet sich die, die grössere Ausdehnungszahl aufweisende Schicht des Metalles unten. Steigt die Temperatur, so dehnt sich diese Schicht stärker aus ; dadurch wird der Aussenteil des Kolbens 10 c nach oben gegen die untere Seite des Aussenrandes der Platte, 97 c bewegt und dadurch die Flüssigkeitsstromung durch die Öfl'nung 18 c gedrosselt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Dämpfungsvorrichtung für Balkenwaagen, bei welcher mittels einer von der Temperatur beeinflussten Vorrichtung der Abstand zwischen einem Bremskolben mit Durchlassöffnungen und einer über den Öffnungen liegenden Platte verändert wird, dadurch gekennzeichnet, dass entweder die Platte (17 oder dz oder der Bremskolben (10 c) oder ein zwischen die Platte (17 und den Bremskolben (M) eingefügter Teil (26 b) aus einem Bimetall besteht.