AT126638B - Wärmeaustauscher, insbesondere für Dampferzeuger. - Google Patents

Wärmeaustauscher, insbesondere für Dampferzeuger.

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AT126638B
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August Theodor Dr Ing Herpen
Erwin Dr Ing Schuetz
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August Theodor Dr Ing Herpen
Erwin Dr Ing Schuetz
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  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Wärmeaustauscher, insbesondere für Dampferzeuger. 



   Es ist bekannt, dass durch Anwendung hoher Gasgeschwindigkeiten der   Wärmeübergang   eines gasförmigen Mediums an eine Wand, beispielsweise der   Wärmeübergang   der Rauchgase 
 EMI1.1 
 Tatsache beschränkt sich der heutige stationäre Kesselbau meist auf Geschwindigkeiten, die mit Zugstärken weit unter 50 mm WS erreichbar sind. 



   Praktische oder theoretische Versuche zur   Ermittlung der, günstigsten Zugstärke" sind   noch nicht bekanntgeworden. Im folgenden soll das   Ergebnis wärmetheoretiseher Untersuchungen   und Berechnungen, welches die Anwendung   weit höherer Zugstärken,   als sie bisher verwendet worden sind, nahelegt, näher erläutert werden. Die Schlussfolgerungen, welche zur Anwendung besonders hoher Zugstärken führen, bilden den Kernpunkt der vorliegenden Erfindung. 



   In Fig. 1 der Zeichnung sind beispielsweise für einen Dampferzeuger von bestimmter Leistung die   Heizftächengrossen   in Abhängigkeit von der Rauchgasgeschwindigkeit für verschiedene Wirkungsgrade als dünn ausgezogene Linien dargestellt. Man ersieht aus den Kurven, dass die erforderlichen Heizflächen mit steigender Geschwindigkeit geringer werden. 



   Eine zweite Kurvenschar in Fig. 2 der Zeichnung zeigt den Anstieg des Zugwiderstandes mit wachsender Geschwindigkeit für Dampferzeuger von den aus Fig. 1 ersichtlichen   Abmes-   sungen. Da der Zugwiderstand gegenüber der Zuggeschwindigkeit bezüglich des Wärmeüberganges eine eindeutige Grösse darstellt, wurde ersterer den Darstellungen zugrunde gelegt, denn es ist beispielsweise bei einer bestimmten Rauchgasgeschwindigkeit der Wärmeübergang bei einem im Querstrom durchflossenen Heizröhrensystem erheblich höher als bei einem im Parallelstrom durchflossenen Röhrensystem. Es wird somit, um gleich Wärmeübergangseffekte oder auch gleiche Zugwiderstände, zu erzielen im vorstehenden Fall eine erheblich voneinander abweichende Rauchgasgeschwindigkeit anzuwenden sein. 



   Aus den Zugwiderstandskurven lassen sich nun die   Ventilatorleislllngen   in Abhängigkeit von der Rauchgasgeschwindigkeit errechnen. 



   Wenn infolge des Wärmeaufwandes für die Ventilatorarbeit kein Mehrverbrauch an Brennstoff entstehen soll, so muss natürlicherweise der Wirkungsgrad des Kessels um den Betrag, der für die zusätzliche Gewinnung der Ventilatorenergie erforderlich ist, gesteigert werden. Wenn die Ventilatorarbeit beispielsweise   lao   der Kesselleistung beträgt und der effektive Kesselwirkungsgrad 83% betragen soll, so muss der tatsächliche Wirkungsgrad des Kessels (der "indizierte Wirkungsgrad)
83 + 1-5.   0'83 = 84'25%   betragen. 



  Die   zusätzliche Wärmeausnutzung von '35"/o bedingt   ihrerseits   einevergrösserung   der Heizfläche. 



   Der erforderliche Mehrbetrag an Heizfläche ist in Fig. 1 auf den dünn ausgezogenen Kurven aufgetragen und durch strichpunktierte, stark ausgezogene Kurven dargestellt. Der Abstand zwischen beiden Kurven-in Fig. 1 schräg schraffiert-gibt die Grösse der Heizfläche an, welche für die Ventilatorleistung notwendig ist, unter Beibehaltung des effektiven Wirkungsgrades des Kessels. 



   Die so erhaltenen strichpunktierten Kurven weisen ein Minimum auf, welches die, günstigste   Geschwindigkeit"bzw. günstigste Zugstärke   angibt, bei welcher die   Kesselheizfläche   den kleinsten Wert erreicht. 

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 EMI2.1 
 



   Da der   Heizflächengewinn   in unmittelbarer Nähe des Minimums wegen des flachen Verlaufs der Kurven nicht mehr erheblich ist, arbeitet der Kessel mit RÜcksicht auf die Abmessungen des Ventilators am günstigsten mit niedrigeren Geschwindigkeiten als sie dem Minimum entsprechen. 



   Aus dieser theoretischen Untersuchung und der Kurvendarstellung leitet sich nun die neue Erkenntnis ab, dass zur Erzielung geringster   Heizflächenabmessungen   mit   Zugstärken   gearbeitet werden muss, die ein Mehrfaches der bisher üblichen Zugstärken betragen, dass auch, um geringste Heizflächenabmessungen für solch hohe Zugwiderstände zu erreichen, naturnotwendig die Heizflächen selbst weitgehendst unterteilt und in ihren Abmessungen verkleinert werden müssen. Nur bei verhältnismässig engrohrigem Heizröhrensystem mit möglichst enger Rohrteilung können derartige Zugwiderstände wirtschaftlich ausgenutzt werden. Es werden somit in den Kubikmeter Raum erheblich mehr Quadratmeter Heizfläche untergebracht werden können infolge der Anordnung relativ enger Rohrdurchmesser und engster Heizflächenunterteilung.

   Der praktische Anwendungsbereich wird zwischen 150 und 250   mm   TVS liegen, es können aber auch noch höhere Zugstärken ohne weiteres angewendet werden. 



   Bei diesem Verfahren spielt die Ventilatorleistung und dadurch auch der Wirkungsgrad des Ventilators eine erhebliche Rolle, je besser der Wirkungsgrad des Ventilators, um so höher 
 EMI2.2 
 



   Es ergibt sieh bei näherer Untersuchung, dass insbesondere bei   Wasserröhrenkesseln   der Wärmeübergang mit enger werdendem Rohrquerschnitt und mit enger werdender Teilung rascher wächst wie der Zugverlust, so dass der günstigste   Wärmeübergangseffekt   bei Anwendung einer Zugstärke der oben beschriebenen Grösse erzielt wird, unter gleichzeitiger Verwendung engster Teilungen. 



   Der Nutzen solch hoher Zugstärken wird sich aber nur bei geeigneten Kesselkonstruktionen in vollen Masse zeigen, d. h. es kommen für den vorliegenden Zweck insbesondere Kessel mit nur einem Zuge ohne tote Ecken und ohne Richtungswechsel in Frage. Beispielsweise erscheint 
 EMI2.3 
 turmartigen Schacht aufweist, in welchem die Rohre eines Verdampfers den Rauchgasstrom vielfach unterteilen. 



   Insbesondere sei darauf hingewiesen, dass nach vorliegender Erfindung gebaute Kesselkonstruktionen mit ihren eng zusammengebauten, vielfach aufgeteilten Heizflächen sich auch bei   forciertem   Betriebe wesentlich günstiger verhalten, wie die zur Zeit gebräuchlichen Kessel-   konstruktionen-beispielsweise Sektional-oder Steilrohrkessel-,   da der   Wirkungsgrad   nicht in so erheblichem Masse   beeinflusst wird.   Die Abgastemperatur solcher Kessel steigt somit bei forciertem Betriebe nicht so stark an, wie bei den gebräuchlichen Kesselkonstruktionen. 



   Für das Verfahren als solches ist es an und für sich gleichgültig, ob Zug oder Druckwirkung für die Überwindung des Kesselwiderstandes angewendet wird. So kommt beispielsweise für Brennstoffe, bei denen eine unmittelbare Zugänglichkeit des Feuerraumes nicht gefordert wird, insbesondere für gasförmige Brennstoffe, eine Druckbeheizung in Frage, bei der die Verbrennungsluft und der Brennstoff unter Druck zugeführt werden. Hiebei kann die Brennkammer unter einen höheren als den   atmosphärischen   Druck gesetzt werden. 



   Als Notwendigkeit ergibt sieh die Massregel, dass das Gehäuse derartiger   Wärmeaustauscher   möglichst luftdicht gestaltet wird. 
 EMI2.4 
 oder Druckstärken im Verdampferteil des Kessels, die wesentlich höher wie die zur Zeit üblichen sind. wobei für die Feuerung des Kessels die normalen auch bisher   üblichen     Zugverhältnisse   beibehalten sind. Um die Geschwindigkeit der den Röhrenverdampfer durchziehenden Rauchgase entsprechend zu erhöhen, muss der freie Querschnitt für die Rauchgase vermindert werden. 



  Dies geschieht vorteilhaft durch eine sehr enge Teilung, d. h. ein Engerstellen der Verdampfungrohre, oder aber durch den Einbau von Zwischenkörpern in den zwischen den   Verdampfungs-   rohren vorhandenen Raum zwecks Verengung des freien Durchgangsquerschnittes. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Ortsfester Wärmeaustauscher, insbesondere als einzügiger Wasserrohrkessel ausgebildeter Dampferzeuger, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizfläche pro m3 Raum durch enge Rohr- EMI2.5 keit und damit der Zugwidersland so erhöht wird, dass der Zugwiderstand ein Mehrfaches des bei den derzeitigen Kegelgrössen gebräuchlichen, meist unter 50 MMK F < S'liegenden Widerstandes ist, dass dabei aber die Feuerung mit normalen Zuggeschwindigkeiten betrieben wird.
    <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 eines besonders günstigen Wirkungsgrades Zugstärken bis zur Grössenordnung von etwa 250 mm WS und noch darüber bei unmittelbar gefeuerten Wärmeaustauschern verwendet werden, wobei aber die Feuerung mit normalen Zuggesehwindigkciten betrieben wird. EMI3.2
AT126638D 1928-06-30 1928-06-30 Wärmeaustauscher, insbesondere für Dampferzeuger. AT126638B (de)

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