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Einrichtung zur Erzielung verschiedenartiger Beleuchtungseffekte.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung für Kinos, Theater oder Reklameetablissements, die teils zur Hervorrufung farbiger Beleuchtungseffekte dient und teils das allmähliche Verdunkeln bzw. Erhellen sowohl der Bühne als auch des Zuschauerraumes bewirkt. Erreicht wird der angegebene Zweck im'wesentlichen dadurch, dass eine Anzahl verschiedenfarbiger Lampen mit unterteilten Glühfäden miteinander verbunden ist und durch einen hiezu geeigneten Schalter allmählich derart unter Strom gesetzt wird, dass. während die Glühfadenunterteilungen einer brennenden Lampe nach und nach verlöschen, die der nächstfolgenden, andersfarbigen aufleuchten, so dass die Farbtöne der Beleuchtung fast unmerklich miteinander verschmelzen.
In Übereinstimmung mit der vorbeschriebenen Anordnung können mehrere Gruppen solcher Lampen vorgesehen sein, die parallel geschaltet sind. Die Anzahl der Glühfadenunterteilungen kann verschieden gehalten sein, wodurch die Wirkung der dadurch hervorgerufenen Beleuchtungs- oder Verdunkelungseffekte erhöht wird.
Die Zeichnungen veranschaulichen den Gegenstand der Erfindung in mehreren Darstellungen, u. zw. zeigen Fig. 1 das Schaltungsschema eines Lampensatzes in Verbindung mit dem dazugehörigen Kontroller, Fig. 2 eine Draufsicht des Kontrollers in vergrösserter Darstellung, Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Kontroller, Fig. 4 die Anordnung mehrerer Lampensätze in Verbindung mit dem dazugehörigen Walzenschalter, Fig. 5-7 konstruktive Darstellungen des Walzenschalters und der dazugehörigen Hilfsvorrichtungen, Fig. 8 eine Ausführungsform der zur Verwendung kommenden Lampen im Längsschnitt, Fig. 9 eine Unteransicht derselben Lampen. Fig. 10 und 11 zeigen einen zur Verwendung kommenden Einzelteil der Lampe und Fig. 12 und 13 eine zweite Ausführungsform der zur Verwendung kommenden Lampen im Längs-und Querschnitt.
Die in Fig. 1 dargestellte Einrichtung besteht aus den vier Lampen L, L2, L3 und L4 und dem Kontroller A. Die Glühfäden der Lampen sind in mehrere Abschnitte, in der vorliegenden Ausführungsform sieben, eingeteilt, die durch Kontakte 1-8 und Leitungen b mit dem Kontroller A derart verbunden sind, dass sie unabhängig voneinander aufleuchten und verlöschen können. Die Kontakte 8 sind mit den Anfangskontakten 1 der nächstfolgenden Lampe und mit dem Kontroller A durch Leitungen L verbunden.
Wie Fig. 2 zeigt, sind die Kontaktklemmen a, die mit den Kontakten 1-8 der unterteilten Glühfäden verbunden sind, in einem Kreise angeordnet und können durch die Arme und A4 und deren Bürsten aB und a4 unter Strom gesetzt werden. Der letzte Kontakt 8 der Lampe L4 ist an einen drehbaren Schalter C angeschlossen, der mit den Kontakten a derart verbunden ist, dass nach erfolgter allmählicher Verdunkelung die Beleuchtung vollständig aussetzt.
Die rückwärtige Verlängerung des Armes steht in Berührung mit dem Ring At, an den der Hauptleitungsdraht al angeschlossen ist, während die Verlängerung des Armes A4 mit dem negativen Ring A2 verbunden ist, der an die Leitung a2 angeschlossen ist und gemeinsam mit der Leitung al durch den Schalter B ein-und ausgeschaltet werden kann. Die
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verbunden werden können, durch das auch die Winkelstellung der beiden Arme reguliert werden kann.
Im vorliegenden Beispiel stehen beide Arme in einem Winkel von 900 zueinander, wodurch der Arm A3 mit dem Kontakt 1 und der Arm A4 mit dem Kontakt 8 der Lampe Li verbunden ist, so dass sämtliche Glühfäden dieser Lampe unter Strom stehen. Sobald der Arm A4 bis zum nächsten Kontakt a gedreht wird, ist der erste Glühfaden der Lampe L2 gleichfalls erleuchtet, wodurch, da es sich um eine andersfarbige Lampe handelt, bereits eine Variation des Farbtones erfolgt, die jedoch so geringfügig ist, dass sie noch nicht bemerkt wird. Wenn die beiden Arme A3 und A4 gemeinsam bewegt werden, so ist während dieses eben beschriebenen Vorganges der Arm A3 gleichfalls um eine Kontaktlänge a weitergerückt, so dass der Glühfaden zwischen 1 und 2 der Lampe L'erloschen ist.
Je weiter nun die Arme A3 und A4 im Kreise bewegt werden, desto mehr erlischt die Lampe Li und leuchtet die Lampe L2 auf, so dass nach einer Vierteldrehung beider Arme sämtliche Glühfäden der Lampe L2 unter Strom stehen. Das Licht hat also eine allmähliche Abstufung ins Dunkle erfahren. Nimmt man beispielsweise an, die Lampe L'hätte gewöhnliches weisses Licht, die Lampe L2 wäre gelb, die Lampe L3 rot und die Lampe L4 blau, so würde bei weiterer Bewegung der Arme das Licht immer mehr verdunkelt und schliesslich ganz und gar verlöschen, während in umgekehrter Richtung ein allmähliches Aufleuchten erfolgt.
In gleicher Weise, wie in der eben beschriebenen Einrichtung. können mehrere parallel geschaltete Sätze solcher Lampen vorgesehen sein, wie aus dem in Fig. 4 dargestellten Schema ersichtlich ist. Die Klemmkontakte d, die durch Leitungen g mit dem unterteilten Glühfaden m der Lampen LI-L4 verbunden sind, sind hier in einer Reihe angeordnet. Die Stromzufuhr findet durch die an den beiden äusseren Kontakten angeschlossenen Leitungen al und a2 statt, während die End-und Anfangskontakte zwei aufeinanderfolgender Lampen durch Leitungen 11, 12 und 13 verbunden sind.
Auf dem Deckel des Walzenschalters D (Fig. 7) sind in dem Befestigungsblock D'die Kontaktklemmen d eingelassen und mit den Kontakthebeln D2 verbunden, die durch eine mit Nocken hs versehene, auf einer Welle Hui sitzende Nockenscheibe H vermittels der Schnecke IJ2, die durch die Knöpfe Ki (Fig. 6) bis K4 bewegt werden kann, auf der Oberfläche der Walze D3 abgehoben werden kann.
Die Kontaktwalze D3 besteht aus nicht leitendem Material. Auf ihrer Oberfläche sind in schwalbenschwanzförmigen Nuten Kontaktstreifen d'0 eingelassen, durch die die Kontakthebel D2 miteinander verbunden werden und deren Länge so gehalten ist (Fig. 4), dass die Lampen Li bis L4 und sämtliche damit parallel geschalteten Lampengruppen nacheinander aufleuchten bzw. verlöschen.
Um Illuminationen jeder Art wirkungsvoller und möglichst. vielseitig gestalten zu können, können die Kontaktstreifen du0 in der aus dem unteren Teil des Schemas ersichtlichen Weise angeordnet sein. Steht z. B. die Kontaktreihe 45 in Berührung mit den Hebeln D2, so leuchten eine Lampe weiss, zwei gelb, zwei rot und zwei blau. Bei der nächsten Bewegung leuchten eine gelb, drei rot und drei blau usw.
Die in Fig. 8-11 dargestellte Lampe ist von kugeliger Form. Die einzelnen Glühfädenunterteilungen m sind in Sternform angeordnet und mit federnden Kontakten mi (Fig. 8) verbunden, die ihrerseits an die von den Kontakthebeln D2 (Fig. 4) kommenden Leitungen g angeschlossen sind.
Die in Fig. 12 und 13 dargestellte Lampe ist von länglicher, röhrenförmiger Gestalt.
Der unterteilte Glühfaden m erstreckt sich entsprechend dieser Gestalt in einer Richtung. Ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen, können Variationen aller Art getroffen werden, sowohl hinsichtlich der Schaltungen, der Kontroller, als auch der Ausführungsform der zur Verwendung kommenden Lampen. So können beispielsweise die verschiedenen Färbungen einerseits dadurch erzielt werden, dass das Lampenglas gefärbt wird, oder anderseits dadurch, dass die Lampen mit Gasen gefüllt sind, die auf die elektrische Beleuchtung in verschiedenfarbiger Weise reagieren. Desgleichen können statt der Lampen magnetisch betätigte Röhren oder Hebel bedient werden, um Flüssigkeiten, Pulver oder Gase zu mischen.
Das Anwendungsgebiet der Erfindung ist sehr reichhaltig. So kann sie ausser den in der Einleitung benannten Zwecken auch für Stromunterbrecher, leuchtende Räder und ähnliche Schauzwecke verwendet werden. Verschiedene Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich auch für wissenschaftliche Zwecke, z. B. Farbenphotographie und Farbenzerlegung.
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