AT127467B - Beim Auflaufen des Anhängers auf den Zugwagen wirkende Bremsvorrichtung. - Google Patents
Beim Auflaufen des Anhängers auf den Zugwagen wirkende Bremsvorrichtung.Info
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Description
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Beim Auflaufen des Anhängers auf den Zugwagen wirkende Bremsvorrichtung.
Bei den bisher bekanntgewordenen Bremseinrichtungen für Anhängefahrzeuge, bei welchen die Auflaufkraft des Anhängers zu seinem Abbremsen ausgenutzt wird, greifen die Arme der Zugstange oder Deichsel des Anhängers an Hebelarmen an, die auf durchgehenden im Fahrzeuggestell gelagerten Wellen befestigt sind. Hiemit ist jedoch der Nachteil verbunden, dass insbesondere bei einseitig und ungleichmässig sowie stossweise auf die Arme der Zuggabel wirkenden Kräften ein Verdrehen der Hebelarme zueinander und ein Lösen derselben auf der Welle eintritt, so dass die angestrebte einwandfreie Bremswirkung, d. h. ein gleichzeitiges und gleichmässiges Wirken der Bremsen an den Rädern, aufhört.
Die Bremsvorrichtung nach der Erfindung vermeidet die durchgehende Welle zur Befestigung der die Stosskraft auf das Bremsgestänge übertragenden Hebelarme, an welchen die Zugstange angreift.
Sie verwendet hiefür erfindungsgemäss freischwingend aufgehängte Hebel und kuppelt die Hebel durch Gestänge so miteinander, dass die beiden Hebel eine gleichzeitige und gleiehwegige Schwingbewegung ausführen müssen, so dass an den Rädern stets eine gleichgrosse und gleichzeitige Bremswirkung eintritt.
Gestatten die Raumverhältnisse nicht, das Kupplungsgestänge dieser Hebel weit nach rückwärts zu verlegen, so kann dieses Gestänge erheblich verkürzt, beispielsweise durch eine die Hebel verbindende Querstange ersetzt werden. In diesem Falle ist es, damit ein einseitiges Verschwingen der Verbindungsstange nicht eintreten kann, notwendig, die Hebel sehr breit aufzulagern.
Weiter kann auch die Zuggabel bzw. Deichsel nur als Zug-und Lenkvorrichtung dienen, während zur Übertragung der Stosskraft des Anhängers auf das Bremsgestänge ein besonderes an der Zuggabel angelenktes Gestänge dient ; ebenso kann auch die gabelförmige Deichsel durch eine einfache Deichsel ersetzt sein.
Schliesslich wird die Erfindung ausser in einigen Konstruktionsmerkmalen, die aus der Beschreibung und der Zeichnung ohne weiteres hervorgehen, darin gesehen, dass die Stosskraft von der Zuggabel aus über die freischwingenden Hebel unmittelbar durch eine oder mehrere Druckstange auf den Bremsbalken übertragen wird, der seinerseits unmittelbar oder mittelbar an der Radachse mittels Zugstangen aufgehängt ist.
Um die beim Anfahren bzw. Abbremsen der Fahrzeuge auf die Arme der Zugdeichsel wirkenden Stösse weitgehendst abzufangen, ist ein bei Auflaufbremsen an sich bekannter Stossdämpfer im Gelenk des Hebels, welcher die freischwingenden Hebel durch ein Verbindungsgestänge kuppelt, eingebaut.
Je nachdem, ob das Zugorgan als Zugdeichsel oder als Zuggabel ausgebildet ist, wird die rein konstruktive Durchbildung der Bremsvorrichtung zu wählen sein, sie wird sich auch danach richten müssen, ob eine Aussen-oder eine Innenbackenbremse zum Einbau kommt.
Auf der Zeichnung sind einige beispielsweise Durchbildungen der Bremsvorrichtung nach der Erfindung in ihrer Nutzanwendung als Vorderradbremsen dargestellt, u. zw. veranschaulicht die Fig. 1 und 2 die Bremsvorrichtung einer Aussenbackenbremse und die Fig. 3 und 4 einer Innenbackenbremse in der Seitenansicht und in der Draufsicht mit einer am hinteren Ende des Drehgestelles schwingbar aufgehängten Steuergabel. Die Fig. 5 und 6 zeigen die Bremsvorrichtung in Verbindung mit einer Aussenbackenbremse und Verwendung einer Zuggabel in der Seitenansicht und in der Draufsicht ; die Steuergabel für die freischwingenden Hebel ist wesentlich verkürzt und sind die Hebel durch eine Querstange verbunden.
Schliesslich stellen die Fig. 7 und 8 die Bremsvorrichtung in Verbindung mit einer Aussenbackenbremse bei Verwendung einer besonderen Zuggabel in der Seitenansicht und in der Draufsicht dar.
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mit dem Bremsbalken e, der die Bremsbacken/* trägt und durch Zugstangen g am Drehgestell c aufgehängt ist, durch Druckstangen h unmittelbar verbunden, die etwa tangential zur Bremsscheibe liegen.
An den beiden Hebelarmen d sind ausserdem die Arme i angelenkt, die gabelförmig zusammengeführt, an einem ebenfalls am Drehgestell e gelenkig aufgehängten Hebelarm k angreifen.
Bei der Nutzanwendung der Bremsvorrichtung für Innenbackenbremsen fallen, wie die Fig. 3 und 4 zeigen, die Druckstangen h fort, und es greift dafür eine Zugstange o bei p an dem Hebel k an, die die ihr erteilte Bewegung vermittels eines Ausgleichshebels q auf die Bremswellen r der Innenbackenbremsen s überträgt.
Damit ein selbsttätiges Anziehen der Bremsen bei abgehängter Zuggabel a eintritt, sind an den
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arm d aus und schwingt so weit zurück, bis die Bremsbacken angezogen werden.
Die Gelenkverbindung I des Hebels k ist gleichzeitig durch den Einbau elastischer Zwischenlagen zwischen den Lagerböcken und dem Hebel als Stossdämpfer ausgebildet.
Zur Hubbegrenzung der Hebel d besitzen diese über den Aufhängepunkt b hinausragende Verlängerungen m, die sich in der Endstellung der Hebel gegen feste Widerlager n anlegen.
Die in den Fig. 5 und 6 dargestellte Bremsvorrichtung weicht insofern von den unter Hinweis auf die Fig. 1-4 beschriebenen Bremsvorrichtungen ab, als die beiden freischwingend aufgehängten Hebel d durch eine Querstange u miteinander verbunden sind und in der Mitte dieser Querstange der bei I im Drehgestellt freischwingend aufgehängten Hebel k vermittels erheblich verkürzter Steuerstangen i'
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den Reibflächen des Hebels und den Lagerböcken elastische Zwischenlagen eingespannt sind.
Bei der Bremsvorrichtung nach den Fig. 7 und 8 greifen die Arme der Zuggabel a an den Hebelarmen d an. Am vorderen Ende der Zuggabel ist ausserdem bei v die Stange i" angelenkt, welche an dem freischwingend aufgehängten Hebel k bei w angreift. Die diesem Hebel k von der Stange i"aus erteilte Schwingbewegung wird durch die Druckstange 7b auf den Bremsbalken e bzw. die Bremsbacken {übertragen.
Ist das Zugorgan nicht als Zuggabel, sondern als Deichsel ausgebildet, dann ist entweder die Deichsel a oder die Stange t"so weit über den Gelenkpunkt hinaus nach rückwärts zu verlängern und in einer am Drehgestell e befestigten Führung längs verschiebbar zu führen, dass sowohl die Deichsel a als auch die Stange i"beim Lenken das Drehgestell c mitnimmt ; in Fig. 7 und 8 gestrichelt angedeutet.
Die Arbeits- und Wirkungsweise der beschriebenen Bremseinrichtungen ist die folgende : 1. Bremseinrichtung nach den Fig. 1 und 2, 5 und 6 sowie 7 und 8.
Wird die Zuggabel a gezogen, dann verschwingt der Hebel d um seinen Aufhängepunkt b und zieht durch die Zugwirkung die Druckstangen h und hebt damit die Bremsbacken f von den Bremsflächen ab, d. h. die Bremse wird gelöst. Da am Hebel k das Gestänge i, 1 :' bzw. das verkürzte Gestänge i' der Verbindungsstange u angreift, so wird ein stossfreies Anfahren durch die Wirkung des vorbeschriebenen Stossdämpfers k-l erreicht, welcher auch die beim Fahren auftretenden Stösse abfängt.
Läuft der Anhänger auf den Zugwagen auf, dann drückt die Zugstange a die Hebel d und das
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insbesondere durch das Durchdrücken des Kniehebels d-h gegen die Bremsflächen gepresst, an welche sie sich ausserdem noch infolge der gewählten Aufhängung ansaugen, d. h. der Anhänger wird abgebremst.
Durch die am Hebel k und an den Hebeln d angelenkten Verbindungsarme i wird erreicht, dass die beiden Bremsbacken f gleichmässig und gleichzeitig wirken.
II. Bremsvorrichtung nach den Fig. 3 und 4.
Wird bei dieser Bremsvorrichtung die Gabel i infolge Auflaufens des Anhängers nach rückwärts gedrückt, dann zieht die Zugstange o den Ausgleichshebel q an und die Bremswellen r veranlassen das Anziehen der Innenbackenbremsen s.
III. Bremsen des abgehängten Anhängers.
Ist der Wagen abgehängt, so fällt die Zuggabel a nach unten und legt sich auf die von den Hebeln d getragenen Anschläge t auf und verschwingt die Hebel d infolge der einseitigen Belastung nach rückwärts, so dass die vorbeschriebenen Bremswirkungen eintreten. Wird die Zuggabel a wieder am Zugwagen eingehängt, also angehoben, dann werden die Anschläge t entlastet und die Bremswirkung hört beim Anziehen der Zuggabel a auf.
Ist bei der Bremse nach Fig. 7 und 8 der Anhänger abgehängt, dann fällt die Zuggabel a, indem sie um den Aufhängezapfen schwingt, nach unten und übt hiebei einen Druck auf das an ihrem vorderen Ende angelenkte Gestänge i"aus, so dass der Hebel k um seinen Aufhängepunkt l schwingt und den Bremsbalken e in die Bremsstellung überführt. Wird die Zuggabel a wieder angehängt, also angehoben, dann wird die Bremssteuerstange i" nach vorn gezogen und die Bremswirkung hört auf.
Die vorbeschriebenen Bremseinrichtungen können selbstverständlich sowohl als Vorderradbremse, wie auch als Hinterradbremse ausgebildet sein.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Beim Auflaufen des Anhängers auf den Zugwagen wirkende Bremsvorrichtung, bei der die Arme der gabelförmigen Deichsel des Anhängers an Hebeln angreifen, die mit der Anhängebremse verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass diese Hebel (d) jeder für sich freischwingend aufgehängt und über einen freischwingend aufgehängten Hebel (k) gekuppelt sind.2. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die freischwingenden Hebel (d) durch ein gabelförmiges Gestänge (i) miteinander gekuppelt sind, das an dem freischwingenden Hebel (k) angreift (Fig. 1----4).3. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die freischwingenden Hebel (d) durch eine Verbindungsstange (u) miteinander gekuppelt sind, welche an einem freischwingenden Hebel (k) angelenkt ist (Fig. 5 und 6).4. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuggabel (a) nur als Zug-und Lenkeinrichtung dient und die Stosskraft des Anhängers ein an ihrem vorderen Ende und an dem freischwingenden Hebel (k) angelenktes Gestänge (i") auf den Bremsbalken überträgt (Fig. 7 und 8).5. Bremsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die freischwingenden Hebel (d), an denen die Arme der Zuggabel (a) angreifen und der mit diesen durch ein Gestänge gekuppelte freischwingend Hebel (k) am Drehgestell (e) des Anhängers aufgehängt sind.6. Bremsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stosskraft des Anhängers von der Zuggabel bzw. der Deichsel (a) aus über den bzw. die schwingbaren Hebel (d) unmittelbar durch eine oder mehrere Druckstange (h) auf den Bremsbalken (e) übertragen wird.7. Bremsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die schwingbaren Hebel (d), an welchen die Zuggabel bzw. die Deichsel (a) angreift, mit den am Bremsbalken (e) angreifenden Druckstange (h) Kniehebel bilden.8. Bremsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die am Bremsbalken (e) angreifenden Druckstange (h) etwa tangential zur Bremsscheibe liegen und der Bremsbalken (e) an Zungstangen (g) aufgehängt ist, die etwas ausserhalb der Mitte der Radachse am Fahrzeugbzw. Drehgestell (c) angelenkt sind.9. Bremsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängung (I) des freischwingenden Hebels (k), an welchen das Kupplungsgestänge (i, i', i") angreift als Stossdämpfer bekannter Art ausgebildet ist.10. Bremsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebel (d) oder die Verbindungsstangen (i) Anschläge (t) od. dgl. besitzen, auf welche sich die Zuggabel (a) bei abgehängtem Wagen auflegt und dadurch ein Ausschwingen der Hebel (d) und damit ein selbsttätiges Bremsen des abgehängten Anhängers herbeiführt.11. Bremsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass entweder die Deichsel (a) oder das die Stosskraft übertragende Gestänge (i") oder beide über die Aufhängehebel (d oder hinaus verlängert und im Drehgestell (e) des Radsatzes, gegen seitliches Ausschwingen verhindert, längsverschiebbar sind (Fig. 7 und 8).12. Bremsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die freischlingenden Hebel (d), an welchen die Zuggabel bzw. die Deichsel (a) angreift, sich in der Zustellung gegen Anschläge (n) anlegen.
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