AT127596B - Verfahren zur elektrolytischen Alkali-Chlorgewinnung. - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Alkali-Chlorgewinnung.

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AT127596B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur elektrolytischen   Alkali-Chlorgewinnung.   
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 erzielt man mit einem   Alkalielhloriddiaphragma, das durch   Giessen von Platten   gewünschter   Dicke aus geschmolzenem Alkalichlorid hergestellt wird. Dabei hat sich auch ein eventueller geringer Zusatz von geschmolzenem Ätzalkali zur Chloridschmelze bestens bewährt. Die so hergestellten Platten werden einer Auslaugung des Ätzalkalis durch gesättigte Alkalichloridlösung unterzogen, wodurch eine entsprechende Porosität und damit verminderte Badspannung bei der Elektrolyse erreicht wird. 



   Im allgemeinen wurden bisher mit Stromdichten von 5 bis 10   A/dm2   und Spannungen von 3 bis 7 V,   Laugenkonzentrationen von 12 bis 200/0 bei Stromausbeuten von 85 bis 950/0 erhalten.   



  Die Nachsättigung des zirkulierenden Elektrolyten kann mit Vorteil in Kolonnenapparaten durchgeführt werden, deren Behälter für die Aufnahme des pulvrigen Nachsättigungssalzes vorteilhaft ebenfalls aus gegossenem Alkalichlorid hergestellt werden, was sich insbesondere für die Nachsättigung des Anolyten empfiehlt. 



   Die Vorteile bzw. die neuen Effekte des Verfahrens bestehen darin, dass, was zunächst das Diaphragma anbelangt, dasselbe in jeder Lage angeordnet werden kann, was auf seiner bedeutenden Festigkeit beruht, dass es in beliebigen Dicken und Formen hergestellt werden kann, dass es gegenüber Chlor und Alkali unangreifbar ist, ein billiges Ausgangsmaterial darstellt und keine Fremdstoffe enthält und mit beiträgt, bei geeigneter Führung des Prozesses weit höhere Alkalikonzentrationen erzielen zu lassen als bei allen andern Diaphragmenverfahren. Weiters besteht die Möglichkeit, die Porosität des Diaphragmas variieren zu können. 



  Für hohe Stromdichten und Erzielung einer hohen Laugenkonzentration ist eine weitere Bedingung des Verfahrens die Aufrechterhaltung der Sättigungskonzentration nicht nur des Anolyten, sondern auch des   Katholyten.   Durch die Möglichkeit der rationellen Anwendung hoher Stromdichten ist eine bedeutende Abkürzung der Zeit möglich, die zur Erreichung einer gewünschten höheren Laugenkonzentration nötig ist. Es ist auch einleuchtend, dass mit diesem Verfahren ein kontinuierlicher Prozess leicht durchführbar ist, indem beim Durchlauf einer ganzen Apparatenbatterie am Ende derselben die   gewünschte   Laugenkonzentration bereits vorhanden ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur elektrolytischen   Alkali-und Chlorgewinnung   aus wässeriger Lösung mit Anwendung eines Diaphragmas, mit leerem oder gefülltem Kathodenraum, dadurch gekennzeichnet, dass ein Diaphragma zur Anwendung gelangt, das ausschliesslich aus Alkalichlorid besteht und das in verschiedener Art in gewünschte feste Form gebracht werden kann, beispielsweise durch Pressen, Stampfen, Giessen eines Salzbreies oder einer feuerflüssigen Schmelze.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Salzdiaphragma als Hauptbestandteil Alkalichlorid enthält und mit geringen Mengen eines entsprechenden Zusatzes versetzt wird, beispielsweise Zement, Ziegelmehl, Wasserglas bzw. Kieselsäure, Wasserglasasbest, Ätzalkali u. a., sei es, dass diese Mittel beigemischt oder als Anstrich oberflächlich im feuchten oder trockenen Zustande aufgebracht werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Alkalichlorid in der Schmelze mit wasserfreiem Ätzalkali, fest oder geschmolzen, in entsprechendem Masse versetzt und in Formen gegossen wird mit nachherige mehr oder minder vollkommener Auslaugung des Ätzalkair mit Alkalichloridlösung vor oder während der Elektrolyse, wodurch die gewünschte Porosität erhalten wird, und dass man das bei teilweiser Auslaugung zurückgebliebene Ätzalkali mit konzentrierter Salzsäure in Chlorid umsetzt.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Katholyt zirkulieren gelassen wird.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass nicht nur der Anolyt. sondern auch der Katholyt auf Sättigungskonzentration erhalten werden, wobei die Nachsättigung innerhalb oder ausserhalb des Elektrolysiergefässes durch Zirkulation in zwischengeschalteten Nachsättigungsgefässen bewirkt wird.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolysentrog oder Teilräume desselben mit gegossenem Alkalichlorid ausgekleidet werden und auch bei den Nachsättigungsvorrichtungen dieses Material zur Anwendung gelangt.
AT127596D 1931-03-23 1931-03-23 Verfahren zur elektrolytischen Alkali-Chlorgewinnung. AT127596B (de)

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