<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Maschine zum Aufbringen von Bremsbelag, um in einfacher und billiger Weise dauerhafte Bremsschuhe, insbesondere Automobilbremsschuhe, zu erzeugen, sowie die Schaffung einer glatten Bremsfläche, ohne die Notwendigkeit, den Belag abschleifen zu müssen.
Das Verfahren wird insbesondere bei starren Bremsschuhen mit Auswärtsbewegung verwendet. Das gewöhnliche Verfahren zur Herstellung solcher Bremsschuhe besteht darin, dass ein T-Eisen in einer Presse entsprechend gebogen und hierauf die gebogene Umfangsfläche des so gebildeten Bremsschuhes zum Zwecke der Glättung abgedreht wird. Hierauf wird ein Ende eines Bremsbelagabschnittes auf den Schuh angenietet, der Belag von Hand aus um den Umfang des Schuhes gestreckt und nun werden die weiteren Niete eingesetzt. Bekanntlich dehnt sich beim Einsetzen der Niete der Belag um ein geringes Mass, wodurch sich der # Belag zwischen den Nieten vom Umfang des Schuhes etwas abhebt.
Nach dem Aufnieten des Belages auf den Schuh werden die Unregelmässigkeiten seiner Oberfläche auf einer Schleifwelle abgeschliffen, wodurch der Schuh der Bremstrommel in entsprechendem Masse angepasst wird. Dieses Verfahren zum Aufbringen des Bremsbelages hat mehrere Nachteile. Das Ab- schleifen zerstört die Struktur des Belagkupfers, wodurch seine Lebensdauer vermindert wird ; ferner ist dadurch, dass der Belag nur an den Nietstellen am Schuh gut aufliegt, eine nachgiebige Bremsfläche gebildet, wodurch die Bremsen beim Anziehen klappern.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren werden diese Nachteile behoben, d. Ii. es wird eine glatte Bremsfläche ohne Schleifarbeit geschaffen und der Bremsbelag wird an dem ganzen Umfang des Bremsschuhes derart festhaften, dass eine nicht nachgiebige Bremsfläche gebildet ist, so dass beim Anziehen der Bremsschuhe diese nicht klappern. Bei dem erfindungsgemässen Verfahren wird nämlich der Bremsbelag in einer Presse unter hohem Druck auf den Bremsschuh aufgebracht und auf diesen angenietet, während der Belag noch unter Druck steht.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt die Seitenansicht einer Maschine, welche nach dem erfindunggemässen Verfahren arbeitet, Fig. 2 eine Vorderansicht dieser Maschine, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1, Fig. 4 zeigt schematisch die Anordnung der Ventile und Leitungen zum Betrieb der Maschine und Fig. 5 zeigt schaubildlich einen Bremsschuh mit nach dem erfindungsgemässen Verfahren aufgebrachten Bremsbelag.
Das Verfahren besteht im allgemeinen darin, dass der Bremsschuh und der Belag in einer Presse mit einer zylindrischen Patrize und Matrize mittels eines hydraulischen Kolbens eingeklemmt. worauf die Nietlöcher in dem Belag und dem Schuh mittels einer elektrischen Bohrmaschine gebohrt werden und der Belag auf den Schuh mittels einer hydraulischen Nietmaschine angenietet wird. wobei sowohl das Bohren als auch das Nieten erfolgt, während Schuh und Belag eingeklemmt sind. Die auf den Belag wirkende Matrize entspricht dabei einem Teil der Bremstrommel, auf welche der Bremsschuh zu wirken hat.
In den Zeichnungen bezeichnet 10 ein Gehäuse, in welchem eine hydraulische Pumpe, Entlastungsventile sowie Kontrollventils angeordnet sind. Das Gehäuse 10 ist mit einem Paar Deckeln J'J'versehen, so dass die genannten Teile zugänglich sind. Auf der Oberseite des
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
angeordnet. An dem rückwärtigen Ende des Zylinders ist ein Zylinderkopf 14 ill ge\vöhn- licher Weise angeordnet. An dem vorderen Teil des Zylinders ist eine halbzylindrische Matrize 15 angeordnet, deren glatte janenfläche der gewünschten Form des Bremsschuhbelages entspricht.
An dem vorderen :'-Ende des Plungers 13 ist ein halbzylindrisoher Teil j ! ss angeordnet, welcher als Halteteil für, den in'Fig. 5 dargestellten Bremsschuh 17 dient und der als Patrize wirkt.
Aus dieser Figur ist ersichtlich, dass der Bremsschuh 17 aus einem entsprechend gebogenen Stück T-Eisen besteht, an dessen Stegenden Bohrungen 18 zur Verbindung des Schuhes mit der Bremse vorgesehen sind. Auf der ganzen Umfangsfläche des Schuhes ist der Bremsbelag 19 mittels der Niete 20 befestigt. Bei dem dargestellten Beispiel sind zur Befestigung des Belages zwölf gleichmässig in zwei Reihen angeordnete Niete verwendet. Der Steg der Schuhe 17 wird in einen bogenförmigen Schlitz 21 des Halteteiles 16 eingesetzt.
Die Matrize 15 ist mit einer Mehrzahl von Führungsbohrungen 22 versehen, welche zur Einführung des Versenkbohrers und der Nietvorrichtung dienen. Diese Bohrungen 22 sind in zwei Reihen zu sechs, entsprechend den Nieten des fertigen Schuhes, angeordnet.
Der Halteteil 16 ist mit einer Anzahl von radialen, verstellbaren Ambossen 23 versehen, welche dazu dienen, die Niete gegen die Innenseite des Bremsschuhes zu pressen. Die Ambosse sind verstellbar angeordnet, so dass die Führung des Versenkbohrers durch den Schuh durchtreten kann, ohne auf den Amboss aufzutreffen. Eine vertikale Welle 24 ist mit einer auf die Ambosse 23 wirkenden Hauptkurbel 25 versehen. Eine Anzahl Glieder 26 verbindet die inneren Enden der Ambosse 23 mit der Kurbel 25, so dass, wenn die Kurbel eine Teildrehung macht, die Ambosse vom Bremsschuh weg nach innen gezogen werden ; wird die Welle 24 in entgegengesetzter Richtung gedreht, so werden die Ambosse durch die Glieder 26 nach aussen gegen den Bremsschuh gepresst. An dem oberen Ende der Welle 24 ist eine Kurbel 27 zur Betätigung der Ambosse vorgesehen.
Das innere Ende des Plungers 13 ist mit einer Längsbohrung 28 versehen, in welcher ein stationärer Kolben 29 sitzt. An dem Zylinderkopf 14 ist eine in die Bohrung 28 sich erstreckende Stange 30 angeordnet, durch welche der Kolben 29 in Stellung gehalten wird. Am inneren Ende des Plungers 13 ist ein Stopfbüchsendeckel 31 angeordnet, welcher mit der Stange 30 und dem Kolben 29 zusammenwirkend, das Zurückführen des Plungers 13 in den Zylinder 12 bewirkt. In der Stange 30 ist eine Bohrung 32 vorgesehen, durch welche in den Raum zwischen dem Stopf- büchsendeckel 31 und dem Kolben 29 Öl unter Druck eingeleitet wird, wodurch der Plunger 13 in dem Zylinder 12 nach rückwärts geführt wird.
Im Plunger 13 ist eine Bohrung 33 vorgesehen, welche das innere Ende der Bohrung 28 mit dem rückwärtigen Ende des Zylinders 12 verbindet, wodurch der Druck zwischen dem inneren Ende der Bohrung 28 und dem Kopf des Plungers 13 ausgeglichen wird.
Wenn nun Öl zwischen den Zylinderkopf 14 und den Plunger 13 eingepresst wird.
EMI2.2
nach rückwärts gedrückt. Auf diese Weise kann der Plunger durch entsprechende Betätigung geeignet angeordneter Ventile wunschgemäss hin und her bewegt werden.
An der vorderen Seite des Gehäuses 10 ist mittels Schraubenbolzen 35 ein vertikaler Zylinder 34 angeordnet, in welchem ein Plunger 36 hin und her beweglich ist. Auf der Vorderseite des Gehäuses 10 ist überdies in der Achsrichtung des Zylinders 34 ein Zapfen 37 angeordnet. Auf dem oberen Ende des Plungers 36 und auf dem Zapfen 37 sitzt eine gabelförmige Konsole 38 derart, dass sie um den Halteteil 16 um 1800 schwingbar ist.
Ebenso sitzt eine zweite, gabelförmige Konsole 39 um 1800 schwingbar auf dem oberen Ende des Plungers 36 und dem Zapfen 37. Ein Rohr 41 ist mit dem unteren Teil des Zylinders 34 verbunden, so dass, wenn durch dieses Rohr Öl gepresst wird, der Kolben 36 und damit die Konsolen 38,39 bis zu einem Anschlag 42 gehoben werden. Das obere Ende der Konsole 38 ist mit einer Plattform 40 versehen, auf welcher ein Nietvorrichtungskopf 43 angeordnet ist.
Dieser Kopf ist mit einer horizontalen Bohrung 44 versehen, in welcher ein hin und her gehender Kolben 45 angeordnet ist. Am äusseren Ende des Kopfes 43 sitzt ein Zylinderdeckel 46, am inneren Ende ein Führungsstück 47. Am Kolben 45 ist ein Nietschaft 48 angeordnet, welcher sich durch das Führungsstück 47 in eine solche Lage erstreckt, dass er in die Bohrungen 22 der Matrize 15 eintreten kann.
Die Teile sind so bemessen und angeordnet, dass, wenn der Plunger 36 im Zylinder 34 unten steht, der Nietschaft 48 in der Richtung der unteren Reihe der Bohrungen 22 liegt und um den Kolben 36 derart schwingbar ist, dass er mit allen Bohrungen 22 der unteren Reihe zusammenwirken kann. Wenn durch das Rohr 41 Z Öl gepresst wird, hebt sich der Plunger 36 bis zum Anschlag 4, 3, wodurch der Schaft 48 in eine Stellung gehoben wird, in welcher er
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
pressen kann.
Die Konsole 39 trägt eine Plattform 49, auf welcher ein elektrischer Bohrkopf 50 verschiebbar angeordnet ist. Durch einen Handhebel 51 wird ein (nicht dargestelltes) Zahngetriebe zur Hin-und Herbewegung des Bohrkopfes betätigt.
Beide Konsolen 38 und 39 werden durch den Plunger 36 gleichzeitig nach oben oder unten bewegt, so dass der Nietkopf und der Bohrkopf mit den entsprechenden Bohrungen 22 zusammenarbeiten. Wenn die Konsole 38 mit dem Nietkopf 43 nach links gegen das Gehäuse 10 ausgeschwungen wird, kann der Bohrkopf 50 über alle Bohrungen 22 geschwungen werden und ebenso kann, wenn die Konsole 39 mit dem Bohrkopf 50 nach rechts gegen das Gehäuse ausgeschwungen ist. der Nietkopf 43 über alle Bohrungen 22 geschwungen werden.
Die Ölpumpen zur Betätigung der verschiedenen Kolben dieser Einrichtung sind in Fig. 4 nur schematisch dargestellt, da sie normale Getriebepumpen mit direktem Antrieb sind. Ein Pumpengehäuse 52 ist an der rückwärtigen Seite des Gehäuses 10 angeschraubt : am äusseren Ende des Gehäuses 52 ist ein Elektromotor 53 angeordnet. Eine Motorwelle 54 erstreckt sich in das Innere des Gehäuses zum direkten Antrieb von drei Getriebepumpen. An erster Stelle ist eine Niederdruckpumpe 55 angeordnel, hierauf folgt eine Hochdruckpumpe 56 und schliesslich eine Mitteldruckpumpe 57. Die verschiedenen Druckstufen und Volumen, welche durch diese Pumpen erzielt werden, werden durch Entlastungsventile und die Abmessungen der Pumpentriebe geregelt.
Eine gemeinsame Saugleitung 58 versorgt die drei Pumpen vom unteren Teil des Gehäuses 10 aus, welcher als Ölbehälter ausgebildet ist, mit Öl. Die Mitteldruckpumpe 57 ist mit einem gewöhnlichen Druckregulierungsventil 59. das auf einen Öldruck von ungefähr 50/-y eingestellt ist, versehen. Zur Betätigung des Plungers 36 ist ein durch den Handhebel 60 einstellbares, ausbalanciertes Kolbenventil vorgesehen. Im Gehäuse 10 ist ein Ventilgehäuse 61 mit einem hin und her gehenden Plunger 62 angeordnet, welcher den Ölzufluss zu dem an das Gehäuse 61 angeschlossenen Rohr 41 regelt. Die Pumpe 57 ist durch ein Rohr 63 mit dem Gehäuse 61 verbunden, so dass Öl unter Mitteldruck dem Zylinder 34 zugeführt wird.
Das Ausflussrohr 64 ist so angeordnet, dass das durch das Ventil 61 zurückgeleitete Öl in den Behälter zurückfliesst. Wenn der Plunger 62 die in Fig. 4 gezeigte Lage einnimmt, kann das Öl von der Pumpe 57 nicht in den Zylinder 34 fliessen, so dass die Bohr-und Nieteinrichtungen
EMI3.2
Plunger 36 mit dem Bohr-und dem Nietkopf gehoben wird. Die Konsole 38 ist zur Betätigung der Nietvorrichtung mit einem ausbalancierten Ventil versehen. In einem Ventilgehäuse 66, das mit dem unteren Teil des Nietkopfes 43 verbunden ist, ist ein Kolbenschieber 65 verschiebbar angeordnet. Ein biegsames Rohr 69 verbindet das Ventil 66 mit dem Rohr 63 der Pumpe 57, so dass Öl unter Mitteldruck dem Ventil 66 zugeführt wird. Ein zweites biegsames Rohr 70 dient für die Rückleitung des Öls vom Nietkopf in den Gehäusebehälter.
Die Anordnung dieser biegsamen Rohre (Schläuche) ist wegen der schwingbaren Anordnung des Nietkopfes erforderlich.
Wenn das Ventil 66 die in Fig. 4 gezeigte Lage einnimmt. tritt Öl durch das Rohr 69 in das Ventil, um den Kolbenschieber 65 herum, ein und durch die Verbindung 68 zu dem vorderen Ende des Zylinders 43. Der Kolben 45 wird jetzt nach rückwärts gedrückt und das Öl vom äusseren Ende des Zylinders wird durch die Verbindung 67 und den Schlauch 70 in den Behälter entleert. Ein Handhebel 71 ist zur Hin-und Herbewegung des Kolbensehiebers 65 vorgesehen. Wird der Kolbenschieber 65 nach innen bewegt, so wird Öl unter Druck durch den Schlauch 69 und durch die Verbindung 67 zu dem äusseren Ende des Zylinders 43 geführt.
Der Kolben 45 bewegt sich dann nach vorne, während das Öl vom inneren Ende des Zylinders durch die Verbindung 68 und den Schlauch 70 entleert wird.
Es können verschiedene Typen von ausbalancierten Ventilen angewendet werden, auf welche sich der Erfindungsschutz nicht erstreckt.
Die Wirkungsweise des Klemmplungers 13 weicht von der normalen Wirkungsweise insofern ab, als Öl unter niedrigem Druck verwendet wird, um den Plunger in die Stellung zu bringen, in welcher der Bremsbelag auf den Schuh zum Anliegen kommt und Öl unter hohem Druck verwendet wird, um den Schuh gegen die Matrize 15 zu drücken, und dadurch die Unregelmässigkeiten des Belages 19 auszugleichen. Die Niederdruckpumpe 55 ist mit einem Regulierventil 72 versehen, welches normal auf einen Öldruck von ungefähr 10 kg/cm2 eingestellt ist. Die Hochdruckpumpe 56 ist gleichfalls mit einem Regulierventil 73 versehen, welches normal auf einen Druck von ungefähr 250 eingestellt ist. Ein Paar Rohre 74 bzw. 75 führen von den Ventilen 72 bzw. 73 zu einem Ventilkörper 76, welcher am oberen Teil des Gehäuses 10 angeordnet ist.
Im Ventilkörper 76 ist ein Kolbenschieber 77 hin und her führbar angeordnet, welcher durch einen Handhebel 78, der in entsprechend zugänglicher Lage auf der oberen Fläche des Gehäuses 10 sitzt, betätigbar ist. Ein Rohr 79 führt von der
<Desc/Clms Page number 4>
EMI4.1
Gehäuse 10, Die verschiedenen Ein'und Austrittsöffnungen des Ventilkörpers 76 sind derart bemessen, dass, wenn der Plunger von der in Fig. 4 gezeigten Lage nach links oder in die mit 1 bezeichnete Lage geführt wird, Öl durch die beiden Pumpen 55 bzw. 56 vermittels der Rohre 74 bzw. 75 in das Rohr 80 geführt wird, so dass der Plunger 13 nach vorwärts getrieben wird.
Der Druck dieses Öles beträgt natürlich nur 10 A/CH bzw. die durch das Ventil 72 eingestellte Grösse, es wird aber durch die zwei Pumpen eine grosse Ölmenge gefördert, so dass der Plunger 13 sich schnell in jene Lage bewegt, in welcher der Schuh 17 und der Belag 19 zwischen dem Halteteil t6 und der Matrize 15 eingeklemmt werden.
Das Ventil 76 wird nun nach aussen in die in Fig. 4 gezeigte Lage bewegt, in welcher nur Öl unter Hochdruck in das Rohr 80 eintreten kann. Das Öl unter Niederdruck wird dabei vom Rohr 74 durch die Öffnung 81 in den Ölbehälter entleert. Der Plunger 13 bewegt sich hierauf ein wenig oder genügend weit nach vorne, so dass die Ungleichmässigkeiten des Bremsbelages behoben bzw, niedergepresst werden. Das Bohren und Nieten des Belages erfolgt bei dieser Ventilstellung ; hierauf wird das Ventil weiter nach auswärts bis in die in Fig. 4 mit R bezeichnete Stellung verschoben, so dass das Öl mit Niederdruck vom Rohr 74 in das Rohr 79 und durch dieses in den Raum zwischen dem Stopfbüchsendeckel 31 und dem Kolben 29 geführt wird.
Das 01 mit Hochdruck vom Rohr 75 wird durch die Öffnung 81 in den Behälter entleert Durch diese Öffnung wird auch das Öl von der Rückseite des Plungers 13 entleert.
Der Plunger 13 wird hiedurch in den Zylinder 12 zurückgeführt, ein neuer Bremsschuh und ein neuer Bremsbelag wird in die Presse 16 eingesetzt und wird die angeführte Reihenfolge von Operationen wiederholt.
Gewünschtenfalls können geeignete Einrichtungen zur selbsttätigen Zuführung von Nieten zum Nietkopf 43 vorgesehen sein. Es können auch andere Einrichtungen als hydraulische benutzt werden, um den Belag und den Schuh unter grossen Druck zu setzen, während die Niete festgehalten sind.
Während der Handhebel 78 in der mit R bezeichneten Lage steht, wird ein Bremsschuh in den Halteteil 16 und ein Bremsbelag in die Matrize 15 eingesetzt. Hierauf wird der Handhebel in die Stellung 1 gebracht, bis der Halteteil, der Bremsschuh, der Belag und die Matrize 15 . aneinander anliegen. Nun wird der Handhebel für eine oder zwei Sekunden in die Stellung 2 gebracht, während welcher Zeit der Belag gegen die Matrize 15 gepresst ist. Die untere Gruppe der Nietlöcher wird nÅach Ausscllwingen der Konsole 39 in die den Bohrungen 22 der Matrize 15 entsprechenden Lagen versenkt. Der Handhebel 60 wird hierauf nach vorwärts bewegt und die obere Reihe von Nietlöchern gebohrt. Jetzt wird der Hebel 27 gedreht, wodurch die Ambosse 23 in eine entsprechende Lage gebracht werden, um die, obere Reihe der Niete zu setzen.
Nun wird der Hebel 60 in seine ursprüngliche Lage gebracht und die untere Nietreihe gesetzt.
Hierauf wird der Hebel 27 in seine ursprüngliche Lage zurückgebracht und der Hebel 78 in die Stellung R und kann mm der fertige Bremsschuh der Einrichtung entnommen und die Arbeit wiederholt werden,
EMI4.2
von Bremsbelag auf Bremsschuhe beschränkt,
Durch das Verfahren nach der Erfindung wird eine glatte Bremsnsche gewonnen, ohne dass der Belag geschliffen wird. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens liegt darin, dass der Belag in innigen Kontakt mit dem Umfang des Schuhes gebracht wird und dass er sich während der Nietarbeit nicht ausdehnen kann. Durch das innige und feste Aufliegen des Belages ist ein Klappern der Bremsen unmöglich gemacht. Auch darin liegt, wie bereits erwähnt, ein grosser Vorteil, dass durch den Wegfall der Sehleifarbeit die Struktur des Belages nicht zerstört und somit seine Lebensdauer verlängert wird.
In der Reihenfolge der einzelnen Stufen des beschriebenen Verfahrens können ebenso wie im Bau der Maschine Abänderungen vorgenommen werden ; ohne von dem Wesen der Erfindung abzuweichen.
PATENT-ANSPRÜCHE ;
1. Verfahren zum Aufbringen von Bremsbelag auf Bremsschuhe, dadurch gekennzeichnet. dass der Bremsschuh (17) und der Bremsbelag (19) in einer der gewünschten Form des Belages entsprechenden Presse (15, 16) eingeklemmt und in dieser Klemmstellung miteinander ver- bunden werden.