<Desc/Clms Page number 1>
Fraktionier- und Rektifizier- Vorrichtung.
Die Erfindung betrifft eine Rektifizier-und Fraktionier-Vorrichtung für Destillate von Erdölen sowie für die durch trockene Destillation von Kohlen, Schiefer, Torf, Holz usw. resultierenden flüssigen Anteile ; die Vorrichtung eignet sich auch für die Trennung von Gemischen von Fettsäuren, Alkoholen und sonstigen organischen Flüssigkeiten wie auch für die Trennung solcher Gemische oder nur einzelner ihrer Bestandteile von Wasser und sie bezweckt, die Gemische in möglichst reine und in engen Grenzen siedende Fraktionen zu zerlegen.
Die bisher für vorstehend genannte Zwecke verwendeten Apparate sind insofern wenig befriedigend, als sie häufig sehr kompliziert, daher sehr kostspielig und schwierig zu bedienen sind ; zumeist bestehen sie aus mehreren zusammenarbeitenden, breiten und hohen Kolonnen mit übereinanderliegenden Böden und mechanischen Widerständen. Die Vorrichtung gemäss der Erfindung ist von höchst einfacher, praktisch leicht herzustellender Bauart und bedeutet demnach für die Destillationstechnik einen wesentlichen Fortschritt.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise eine derartige Vorrichtung einfachster Art im Schnitt.
Sie besteht aus einem aus der Haube des Destillationsgefässes aufsteigenden entsprechend langen, spiralig-, sehrauben-oder kegelfederartig geformten Schlangenrohr r, von dessen Gewindegängen an entsprechenden Stellen Verbindungsstutzen v entweder in ein gemeinsames, zweckmässig zentral gelagertes Sammelrohr s oder direkt, etwa parallel zueinander, in das Destillationsgefäss abzweigen.
Zur Kontrolle bzw. zur Entnahme von Kondensat sind an geeigneten Stellen des Schlagenrohres Abzapfstellen vorgesehen. Damit der Dampf zwecks guter Kondensierung nicht in geradem Linienzug, sondern unter Wirbelströmung im Schlangenrohre aufwärts steigt, werden im Innern desselben an einzelnen Stellen Schnecken oder andere Lenkorgane angebracht.
Die Verbindungsstutzen werden so gewählt, dass sie einerseits ein vollkommenes Abfliessen der kondensierten Flüssigkeit gewährleisten, anderseits aber nicht dem Dampfgemisch Durchgang gewähren.
Falls es sich ergeben sollte, dass die Dämpfe, wenn auch in geringem Ausmasse, dennoch durch die Ableitungsstutzen in das Sammelrohr entweichen wollen, so wird es sich empfehlen, das Sammelrohr zu kühlen, wodurch die kondensierten Dämpfe zurückfliessen müssen.
Selbstverständlich können auch mehrere Vorrichtungen der beschriebenen Art derart zur Anwendung gelangen, dass das aus der ersten Vorrichtung abfliessende Kondensat in der nächsten weiter fraktioniert wird usw., was dadurch erreicht wird, dass das Sammelrohr der ersten Vorrichtung in das Destillationsgefäss der zweiten Vorrichtung mündet usw.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung lässt sich auch bei Vakuumdestillation anwenden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fraktionier-und Rektifizier-Vorrichtung, gekennzeichnet durch ein von einem Destillationgefäss aufsteigendes Schlangenrohr (r), von dessen Gewindegängen Ableitungsrohre (v) wegführen, die entweder mit dem Destillationsgefäss, etwa parallel zueinander, direkt verbunden sind oder in ein gemeinsames, ausserhalb des Schlangenrohres und vorteilhaft innerhalb seiner Windungen zentral gelagertes Sammelrohr (s) abzweigen, wodurch erreicht wird, dass Fraktionierung und Rektifizierung in einer einzigen Apparatur vor sich gehen.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.