AT12840U1 - Behältnis zum getrennten verpacken zweier produkte - Google Patents
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Abstract
Um ein Behältnis zur getrennten Aufnahme zweiter Produkte flexibler und leichter in der Handhabung zu machen, ist eine folienartige Membran (3) am äußeren Rand (4) des Aufnahmebechers (2) angeordnet, der becherförmige Deckel (5) ohne Öffnen des Aufnahmebechers (2) vom Aufnahmebecher (2) abnehmbar und der Aufnahmebecher (2) nach Abnahme des Deckels (5) durch Abziehen der ersten folienartigen Membran (3) öffenbar.
Description
österreichisches Patentamt AT12 840U1 2012-12-15
Beschreibung
BEHÄLTNIS ZUM GETRENNTEN VERPACKEN ZWEIER PRODUKTE
[0001] Die gegenständliche Erfindung betrifft ein Behältnis mit einem Aufnahmebecher für ein erstes Produkt, wobei der Aufnahmebecher durch eine erste folienartige Membran verschlossen ist, und mit einem Deckel, der ein zweites Produkt enthält und der lösbar mit dem Aufnahmebecher verbunden ist, wobei am Deckel ein Öffnungsteil angeordnet ist, der durch äußeren Druck und Deformation des Deckels die folienartige Membran durchstößt.
[0002] In der Nahrungsmittelindustrie ist es oftmals erwünscht, zwei komplementäre Produkte, wie z.B. Jogurt und Cerealien, gemeinsam in einer einzigen Verpackung zu verpacken. Dabei ist es aufgrund der Produkteigenschaften und der Anforderungen an die Lagerung aber nicht immer möglich, die beiden Produkte bereits vermischt abzupacken. Vielmehr ist es erwünscht und teilweise erforderlich, dass die Produkte erst unmittelbar vor dem Genuss vermischt werden. Dazu wurde bereits vorgesehen, ein Behältnis mit zwei Kammern zu verwenden, in denen jeweils ein Produkt getrennt vom anderen verpackt wird. Vor dem Genuss müssen beide Kammern geöffnet werden und anschließen der Inhalt einer der Kammern in die andere Kammer geschüttet werden. Dazu müssen die beiden Kammern entweder von einander trennbar sein, z.B. durch einen perforierten Mittelsteg, oder das Behältnis muss entlang des Verbindungssteges der beiden Kammern abknickbar sein, oder es wird ein Hilfsmittel benötigt, z.B. ein Löffel, um den Inhalt einer Kammer in die andere Kammer zu befördern. Solche Behältnisse sind für den Konsumenten aber unpraktisch, da der Mischvorgang einerseits umständlich ist und andererseits kaum vermieden werden kann, dass ein Teil des Inhalts einer Kammer beim Mischvorgang verschüttet wird.
[0003] Als Abhilfe dazu ist aus der EP 232 814 A1 ein Behältnis mit zwei Kammern zur Aufnahme unterschiedlicher, zu vermischender Produkte bekannt geworden, die durch eine Zwischenwand voneinander getrennt sind und die Zwischenwand entweder beim Aufreißen des Behältnisses oder durch äußeren Druck auf das Behältnis zerrissen wird, wodurch es zu einer Verbindung der Kammern und folglich einer Vermischung der beiden Produkte kommt. In einer Ausgestaltung des Behältnisses ist am Deckelteil, der ein Produkt enthält, ein Dorn angeordnet, der bei äußerem Druck gegen die im Inneren des Behältnisses angeordnete Zwischenwand gedrückt wird und diese durchstößt. Dabei muss die Außenwand des Behältnisses aber elastisch sein, was die Materialauswahl des Behältnisses einschränkt. Außerdem verbleibt die zerrissene Zwischenwand im Behältnis, was zum Einen das Vermischen der beiden Produkte behindert und zum Anderen auch den Verzehr des Inhalts erschwert. Ein weiterer Nachteil dieser Ausgestaltung des Behältnisses ist darin zu sehen, dass die beiden Produkte nach der Verpackung festgelegt sind. Ein einfacher Austausch eines Produktes durch ein anderes Produkt ist dabei nicht möglich, weil ein Öffnen des Behältnisses auch ein Vermischen der Produkte bewirkt.
[0004] Es sind z.B. aus der EP 1 072 530 A1 oder der US 2007/0023381 A1 weiters Behältnisse bekannt geworden, bei denen im Verschluss des Behältnis eine einen Zusatzstoff enthaltende Kammer integriert ist, die beim Öffnen des Verschlusses geöffnet wird, wobei sich der Inhalt der Kammer in das Behältnis ergießt. Da der Verschluss eines Behältnisses, typischenweise eines flaschenförmigen Behältnisses, aber klein im Verhältnis zum Behältnis ist, ist das verfügbare Volumen zur Aufnahme des Zusatzstoffes eingeschränkt, wodurch die Verwendung solcher Anordnung ebenfalls beschränkt ist. Insbesondere kommen solche Behältnisse zum Einsatz, wo eine geringe Menge eines flüssigen oder pulverförmigen Zusatzstoffes, wie z.B. ein Medikament oder ein Aromastoff, mit einem anderen Produkt vermischt werden soll. Darüber hinaus sind solche Verschlüsse aufwendig in ihrer Herstellung und auch in ihrer Anwendung.
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der gegenständlichen Erfindung, ein Behältnis zur getrennten Aufnahme von zwei Produkten anzugeben, das die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist. 1 /5 österreichisches Patentamt AT 12 840 U1 2012-12-15 [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, indem die folienartige Membran am äußeren Rand des Aufnahmebechers angeordnet ist und der becherförmige Deckel ohne Öffnen des Aufnahmebechers vom Aufnahmebecher abnehmbar ist und der Aufnahmebecher nach Abnahme des Deckels durch Abziehen der ersten folienartigen Membran öffenbar ist. Diese Ausführung des Behältnisses ermöglicht es auch einfache Weise die Produkte auszutauschen, was die Flexibilität der Verpackung erhöht. Außerdem kann der Deckel sehr einfach mit einem ausreichend großen Volumen ausgeführt werden, um größere Mengen des zweiten Produktes im Deckel aufnehmen zu können. Darüber hinaus wird dadurch eine sehr einfache und saubere Handhabung der Verpackung ermöglicht.
[0007] Wenn der Deckel zusätzliche durch eine zweite folienartige Membran, die vorzugsweise an der ersten folienartigen Membran anliegt, verschlossen ist, wird die Flexibilität der Verpackung noch weiter erhöht.
[0008] Die gegenständliche Erfindung wird nachfolgen unter Bezugnahme auf die Figuren, die schematisch und nicht einschränkend eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung zeigen, beschrieben. Dabei zeigt [0009] Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Behältnis im geschlossenen Zustand, [0010] Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Behältnis mit abgenommenen Deckel und [0011] Fig. 3 ein erfindungsgemäßes Behältnis im geöffneten Zustand.
[0012] Das in Fig. 1 dargestellte Behältnis 1 besteht aus einem Aufnahmebecher 2 zur Aufnahme eines ersten Produkts P1, z.B. Jogurt, der am äußeren offenen Rand 4 durch eine folienartige Membran 3 verschlossen ist. Typischenweise besteht die Membran 3 aus einer Aluminiumfolie, die mit dem Rand 4 verklebt oder verschweißt ist. Die Membran 3 kann aber auch aus Papier bzw. Kunststoff, oder anderen geeigneten Materialien, hergestellt werden, wobei als Kunststoff vorzugsweise solcher auf Basis von Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polyamid (PA) oder Polyethylenterephalat (PET) eingesetzt wird. Ferner können für die Membran 3 auch Folienverbunde aus verschiedenen Materialien, z.B. aus Aluminium/Aluminium, Alumini-um/Kunststoff, Kunststoff/Kunststoff, Papier/Aluminium oder Papier/Papier, eingesetzt werden. Am Aufnahmebecher 2 ist lösbar ein becherförmiger Deckel 5 zur Aufnahme eines zweiten Produkts P2, z.B. Cerealien, angeordnet. Dazu sind am Deckel 5 z.B. über den Umfang verteilt Noppen 6 vorgesehen, die den Rand 4 umgreifen. Es ist aber auch jede andere lösbare Verbindung möglich.
[0013] Am Deckel 5 ist ein Öffnungsteil 7, z.B. wie im dargestellten Beispiel ein Stempel, angeordnet, der sich in dessen inneres Aufnahmevolumen 8 erstreckt. Wenn der Deckel 5 am Aufnahmebecher 2 aufgesetzt ist, ist der Öffnungsteil 7 vorteilhaft beabstandet von der folienartigen Membran 3 angeordnet. Anstelle eines Öffnungsteiles 7 könnten natürlich gleichwertig auch mehrere Öffnungsteile vorgesehen sein. Der Öffnungsteil 7 könnte auch scharfe Kanten, Spitzen oder Schneiden, oder Ähnliches, aufweisen, um das Öffnen der Membran 3 zu erleichtern.
[0014] Der Deckel 5 kann auf diese Weise einfach vom Aufnahmebecher 2 entfernt werden, auch ohne den Aufnahmebecher 2 dadurch zu öffnen. Das erlaubt es auf einfache Weise die Produkte P1 und P2 durch andere Produkte auszutauschen, was die Flexibilität der Verpackung erhöht. Dadurch wird aber auch der Verpackungsprozess selbst erleichtert. Das wird noch erheblich erleichtert, wenn auch der Deckel 5 durch eine folienartige Membran 9 verschlossen ist, wie in Fig. 2 dargestellt. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die beiden folienartigen Membranen 3, 9 bei aufgesetzten Deckel 5 aneinander anliegend angeordnet sind. Die Membran 9 kann aus den gleichen Materialien oder Materialkombinationen wie die Membran 3 hergestellt sein.
[0015] Zum Vermischen der beiden Produkte P1, P2 und zum Öffnen des Behältnisses 1 wird, wie in Fig. 3 dargestellt, von außen manuell eine Kraft F auf den Deckel 5 ausgeübt, z.B. durch Druck mit einem Finger, wodurch sich der Deckel 5 deformiert und der Öffnungsteil 7 gegen die folienartige Membran 3 (gegebenenfalls auch gegen die folienartige Membran 9) gedrückt wird und diese durchstößt. Dadurch kann das zweite Produkt P2 aus dem Deckel 5 in den Aufnah- 2/5
Claims (2)
- österreichisches Patentamt AT 12 840 Ul 2012-12-15 mebecher 2 fließen, wie in Fig. 3 durch die Pfeile angedeutet, womit sich die beiden Produkte P1, P2 vermischen. Danach kann der Deckel 5 abgehoben werden und der Aufnahmebecher 2 durch Abziehen der folienartigen Membran 3 geöffnet werden. Dazu kann die folienartige Membran 3 auch mit einer Abziehlasche 10 ausgeführt sein, wie hinlänglich bekannt ist. [0016] Um den Durchstoßvorgang zu unterstützen, können an der Membran 3 und/oder der Membran 9 eine Sollbruchstelle oder mehrere Sollbruchstellen, z.B. in Form von Linien, gekreuzten Linien oder anderen Mustern, eingebracht sein. Solche Sollbruchstellen können z.B. mechanisch durch Klingen oder auch mittels Laser (vorzugsweise bei Kunststoffen oder Papier) eingebracht werden. Ansprüche 1. Behältnis mit einem Aufnahmebecher (2) für ein erstes Produkt (P1), wobei der Aufnahmebecher (2) durch eine erste folienartige Membran (3) verschlossen ist, und mit einem Deckel (5), der ein zweites Produkt (P2) enthält und der lösbar mit dem Aufnahmebecher (2) verbunden ist, wobei am Deckel (5) ein Öffnungsteil (7) angeordnet ist, der durch äußeren Druck und Deformation des Deckels (5) die folienartige Membran (3) durchstößt, dadurch gekennzeichnet, dass die folienartige Membran (3) am äußeren Rand (4) des Aufnahmebechers (2) angeordnet ist und der becherförmige Deckel (5) ohne Öffnen des Aufnahmebechers (2) vom Aufnahmebecher (2) abnehmbar ist und dass der Aufnahmebecher (2) nach Abnahme des Deckels (5) durch Abziehen der ersten folienartiqen Membran (3) öffenbar ist.
- 2. Behältnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (5) durch eine zweite folienartige Membran (9), die vorzugsweise an der ersten folienartigen Membran (3) anliegt, verschlossen ist. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 3/5
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