AT128870B - Kautschukartikel und Verfahren zu ihrer Herstellung. - Google Patents

Kautschukartikel und Verfahren zu ihrer Herstellung.

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AT128870B
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Dunlop Rubber Co
Anode Rubber Co Ltd
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Kautschukartikel   und Verfahren zu ihrer Herstellung. 



   Die Erfindung bezieht sich auf Streifen, Bänder oder Fäden aus Kautschuk oder ähnlichen pflanzlichen Stoffen, insbesondere auf Gummifäden mit rechtwinkeligem Querschnitt. 



   Bisher ergaben sich bei der Herstellung von Kautschukstreifen oder-faden, insbesondere solcher von rechtwinkeligem Querschnitt, Schwierigkeiten, vor allem die, vier oder alle Flächen der Einwirkung des Vulkanisationsmittels auszusetzen. 



   Bei der Herstellung von Streifen, Bändern und Fäden aus mastiziertem Kautschuk wurden daher die Platten, aus welchen die Streifen, Bänder oder Fäden geschnitten werden, vor dem Zerschneiden vulkanisiert. Wenn mastizierter Kautschuk vor der Vulkanisation geschnitten wird, so werden die Streifen und Fäden beim nachfolgenden Abziehen von der Schneidtrommel verzerrt. In Anbetracht der sehr klebrigen Beschaffenheit des mastizierten Kautschuks im unvulkanisierten Zustand lässt sich auch die Adhäsion zwischen den Schnittflächen sehr schwer beheben. 



   Die Streifen, Bänder oder Fäden gemäss der Erfindung sind dadurch gekennzeichnet, dass sie eine allseitig gleichmässig vulkanisierte Oberfläche und allseitig einen gleich grossen Reibungswiderstand besitzen. Zur Herstellung solcher Streifen, Bänder oder Fäden werden gemäss der Erfindung vorerst aus wässrigen Dispersionen oder Emulsionen von Kautschuk od. dgl. in an sich bekannter Weise Platten hergestellt, diese vor der Vulkanisierung geschnitten und dann erst die Streifen, Bänder oder Fäden vulkanisiert, so dass alle ihre Seiten mit dem Vulkanisationsmittel in Berührung kommen. 



   Da bei der Herstellung der Streifen, Bänder oder Fäden gemäss der Erfindung unvulkanisierte Platten geschnitten werden, die, unmittelbar aus Latex erhalten wurden, können die unvulkanisierten Streifen, Bänder oder Fäden infolge der grösseren Festigkeit des Latexkautschuks ohne Verzerrung von der Schneidtrommel abgezogen werden. 



   Die vergleichsweise geringe Adhäsion der äusseren Schnittflächen von unvulkanisierten Streifen, Bändern und Fäden, die aus Blättern geschnitten wurden, welche unmittelbar aus Latex erhalten worden sind, gestattet ferner ein Schneiden der Platten ohne Gefahr des Zusammenhaftens der Schnittflächen. 



   Die Platten können unmittelbar aus wässrigen, mit Zusätzen versetzten Kautschukdispersionen in bekannter Weise, z. B. auf einer Spreadingmaschine, in der erforderlichen Dick hergestellt werden. 



  Die unvulkanisierten Platten werden dann in irgendeiner bekannten Weise geschnitten, das Material allenfalls in Strähne gebracht und dann nach irgendeiner bekannten Methode vulkanisiert. 



   Der ungünstige Reibungswiderstand, der sich bei den in der üblichen Weise aus vulkanisierten Platten geschnittenen Fäden ergibt, wird hiedurch vermieden, so dass der Reibungswiderstand auf allen vier Seiten im wesentlichen gleich ist. 



   Die Herstellung der Platten kann beispielsweise nach der in der österr. Patentschrift Nr. 120385 beschriebenen Methode erfolgen. 



   Zur Herstellung der Platten können   natürliche   oder künstliche, wässrige Dispersionen von Kautschuk oder ähnlichen vegetabilischen Stoffen, wie Guttapercha, Balata usw., verwendet werden, u. zw. mit oder ohne Zusatz von wässrigen Dispersionen oder Emulsionen   kautschukähnlicher   Substanzen. Als solche kommen in Betracht : synthetischer Kautschuk oder Mineralkautschuk oder Kautschukersatz, wie Faktis, Kautsehukregenerat und-abfälle, oder auch Öle, z. B. Rapsöl oder vulkanisierte Öle, ferner Zelluloseester, Viskose oder Proteine, z. B. Kasein. 

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     Die Dispersionen können   konzentriert und/oder mit Zusätzen vermengt bzw. mit Zusätzen ver- mengt und dann konzentriert werden. 



   Als Zusatzstoffe können unter anderm. verwendet werden : Vulkanisationsmittel, wie Schwefel,
Füll-und Verstärkungsmittel, wie   Schlämmkreide,   Ton, Bariumsulfat, Lithopon, Lampenschwarz,   Gasruss,   Zinkoxyd, auch pulverisierter Ebonit oder Hartgummi, Farbstoffe, Konservierungsmittel und
Weichmachungsmittel. 



   Insbesondere eignen sich für das Verfahren die kompoundierten Konzentrate, die in der englischen
Patentschrift Nr. 290318 beschrieben sind. 



   Schliesslich können auch Dispersionen künstlieher Kautschukarten verwendet werden, u. zw. mit oder ohne die vorangeführten Beimengungen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Streifen, Bänder oder Fäden aus Kautschuk oder ähnlichen Stoffen, insbesondere Gummi- fäden mit rechtwinkligem Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine allseitig gleichmässig vulkanisierte Oberfläche und allseitig einen gleich grossen Reibungswiderstand besitzen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung von Streifen, Bändern oder Fäden nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass aus wässrigen Dispersionen der Ausgangsmaterialien vorerst Platten hergestellt, diese vor der Vulkanisation geschnitten und sodann die Streifen, Bänder oder Fäden, allenfalls in Form von Strähnen, vulkanisiert werden, so dass alle ihre Seiten in Berührung mit dem Vulkanisationsmittel kommen.
AT128870D 1929-09-13 1930-09-11 Kautschukartikel und Verfahren zu ihrer Herstellung. AT128870B (de)

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