AT129027B - Einrichtung zur Bereinigung von Wechselstromnetzen von störenden Hochfrequenzströmen. - Google Patents

Einrichtung zur Bereinigung von Wechselstromnetzen von störenden Hochfrequenzströmen.

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AT129027B
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Friedrich Dr Conrad
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Siemens Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zur Bereinigung von Weehselstromnetzen von störenden   Hochfrequenzströmen.   



   Bekanntlich entstehen bei funkenerzeugenden, netzgespeisten Apparaten, wie Motoren, Unterbrechen, Funkenstrecken, Schaltern u. dgl., hochfrequente Schwingungen, die sich über das speisende Netz verbreiten und andere Geräte, wie z. B. drahtlose Ernpfangseinrichtungen, empfindlich stören. Um diese hochfrequenten Schwingungen an der Ausbreitung über das Netz zu hindern, ist bereits vorgeschlagen worden, in Verbesserung der bekannten Sperrdrosseln eisengefüllte Hochfrequenz-Drosselspulen zu verwenden. Diese Einrichtungen erfüllen ihren Zweck bei   Gleichstromnetzen.   Es ist jedoch nicht möglich, die gleiche Abordnung für Wechselstromnetze zu verwenden, da solche Spulen einen sehr grossen Spannungsabfall des Netzfrequenzstromes hervorrufen würden, der z.

   B. bei   50periodigen   220-Voltnetzen bei Entnahme von nur 6 Ampere die Hälfte der Spannung ausmacht. Die Einschaltung solcher Spulen hinter den Stromzähler würde also die ganze Anlage ausser Betrieb setzen. 



   Gemäss der Erfindung werden diese Mängel dadurch beseitigt, dass man eine Einrichtung zum Fernhalten von hochfrequenten Schwingungen in Wechselstromnetzen derart ausbildet, dass in die Hin-und Rückleitungen zum Störschwingungen erzeugenden, einphasig gespeisten Gerät bzw. Anlageabschnitt Drosselspulen eingeschaltet sind, die auf einen gemeinsamen Eisenkern gewickelt und derart geschaltet sind, dass für den entnommenen Netzwechselstrom die Induktivitäten sich aufheben, jedoch für die sich auf den Leitungen fortpflanzenden   Störfrequenzen   wirksam bleiben. 



   Das ist möglich, weil die Störströme im Gegensatz zu den Netzströmen sich auf den beiden Leitungszweige praktisch gleichphasig verbreiten. Durch eine solche Anordnung wird die   Strahl-und Schwingungsfähigkeit   der Starkstromleiter bedeutend herabgesetzt.   Zweckmässig   ist es, die Eigenschwingung der Drosselspulen, die möglichst kapazitätsarm gewickelt sein müssen, in den Bereich der störenden Frequenzen zu legen. Der Einbau dieser Drosselspulen erfolgt sinngemäss an einer solchen Stelle des Netzes, dass man mit nur einem Drosselsatz die in der Anlage erzeugten Störfrequenzen am Austritt in das Netz verhindert. Man schaltet die Drossel deshalb vorzugsweise zwischen Steigleitung und Zähler. Sind jedoch besonders störende Geräte, wie z.

   B.   Hochfrequenzheilgeräte   mit langen Leitungen an den Zähler angeschlossen, so werden vorteilhaft in diese Leitungen noch besondere Drosselsätze unmittelbar am störenden Gerät eingeschaltet. 



   In der Zeichnung ist ein beispielsweises   Schaltungsschema   der Anordnung gezeigt. Es bedeuten darin 1 und 2 die Steigleitungen eines Wechselstromnetzes, von denen einzelne Leitungen zu verschiedenen Anlagen, z. B. denen eines Hauses, abgezweigt sind. Die Zweigleitungen 3, 4 führen über zwei Drosselspulen 6, 7, welche im Sinne des Netzwechselstromes gegeneinander auf einen gemeinsamen Eisenkern gewickelt sind. Der Eisenkern kann unterteilt sein und aus legierten Blechen bestehen oder als Massekern ausgebildet sein. Man kann den Kern offen oder geschlossen ausführen. Hinter der Drosselspulenanordnung liegt der   Zähler     5   und verschiedene Abzweigleitungen, an denen Stromverbraucher, welclle hochfrequente Schwingungen erzeugen, angeschlossen werden können.

   Der Verbraucher 8 hat eine besonders lange Zuleitung, die, wie die Abbildung zeigt. durch einen besonderen Drosselspulenansatz 9 schwingungsfähig gemacht wird,

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zum Fernhalten von hochfrequenten Schwingungen in Wechselstromnetzen, dadurch gekennzeichnet, dass in die Ein-und Rückleitungen zum Störschwingungen erzeugenden, einphasig gespeisten Gerät bzw. Anlageabschnitt Drosselspulen eingeschaltet sind, die auf gemeinsamen Eisenkern gewickelt und derart geschaltet sind, dass für den entnommenen Netzwechselstrom die Induktivitäten sich aufheben, jedoch für die sich auf den Leitungen fortpflanzenden Storfrequenzen wirksam bleiben.
    2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenfrequenz der Spulen der Storfrequenz angepasst ist. EMI2.1
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