AT129039B - Verfahren zur Verbindung von Platten und Stäben oder sonstigen Formkörpern für Elektrolysezwecke. - Google Patents

Verfahren zur Verbindung von Platten und Stäben oder sonstigen Formkörpern für Elektrolysezwecke.

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  Verfahren zur Verbindung von Platten und Stäben oder sonstigen Formkörpern für Elektrolysezweeke. 



   Bei der Verwendung von Graphitelektroden zur Elektrolyse wird gewöhnlich derart verfahren, dass die plattenförmigen Elektroden waagerecht im Bad gehalten werden, dadurch, dass in die Platten ein oder mehrere Graphitstäbe eingeschraubt sind, die die Platten tragen. Diese Stäbe dienen auch zur Stromzuführung. 



   Es war bereits bekannt und in der Praxis angewandt, die   Zuführungsstäbe   ganz oder teilweise zu paraffinieren. Diese Praxis wurde lediglich deshalb geübt, um die Kapillarwirkung aufzuheben und zu verhindern, dass der Elektrolyt hochsteigt und die   Metallanschlussschellen   zerstört. Auf die Verbindung zwischen Platten und Stäben oder andere Formkörper hatte diese lediglich zur Unterbindung der kapillaren Wirkung angewandte Paraffinierung keinerlei Einfluss. 



  Es zeigte sich vielmehr in gleicher Weise wie bei gänzlich   unimprägnierten   Elektroden die unangenehme Erscheinung, dass beim Arbeiten solcher Platten nebst eingeschraubten Stäben sich überall da, wo es kleine Zwischenräume zwischen Platte und Stab gab-also meist auf der Unterseite der Gewindegänge-, eine Zwischenelektrolyse auftrat, wobei die an sich schwachen Gewindegänge abgefressen wurden, so dass die Platten abfielen, lange bevor sie auch nur annähernd verbraucht waren. Durch das Abfallen der Platten wurden verschiedene Schäden hervorgerufen. 



   So brachte z. B. das Abfallen der Platte einen Ausfall der   Stromabgabefläche,   wodurch einerseits die Badspannung und anderseits die Stromdichte auf den noch verbleibenden Platten bedeutend anstieg. Diese beiden Umstände aber bewirken einen abnorm raschen Verbrauch der bis dahin noch intakten Platten ; es erhöhte sich also der Graphitverbrauch erheblich. 



   Die abgefallenen Platten waren zwar teilweise nochmals verwendbar dadurch, dass man ein neues grösseres Gewinde einschnitt, aber das verursachte Kosten für Arbeitslohn und ergab viel Bruch. Zudem musste dann auch die   Zuführung das   sind die   Stäbe-erneuert   werden, denn das Gewinde war zerstört und ein neues konnte nicht aufgeschraubt werden, weil die Stäbe dazu einerseits zu kurz, anderseits zu dünn geworden waren. Durch beide Umstände wurde eine weitere starke Erhöhung des Graphitverbrauches bedingt. 



   Diese Übelstände sollen nun durch das im folgenden beschriebene Verfahren beseitigt werden, u. zw. dadurch, dass die Stäbe mit einem schwer schmelzbaren Wachs oder anderem plastischen, aber   flüssigwerdenden   Material, das an sich den Einflüssen der bei der Elektrolyse auftretenden chemischen Reaktionen widersteht, getränkt werden. 



   Zu diesem Zweck wird ein entsprechendes Wachs, Ceresin etc. allein oder in Mischung von verschiedenen Sorten geschmolzen und die Stäbe nach vorausgegangener Erwärmung, insbesondere am Gewindeende, imprägniert. Da diese Arten von Wachsen und Mischungen selten ganz dünnflüssig werden, so werden sie niemals restlos aufgesaugt werden, sondern einen Überzug über das Gewinde bilden. 



   Diese mit einem Überzug über das Gewinde versehenen Stäbe werden nun in die Gewindelöcher der gleichfalls vorher erwärmten Platten eingeschraubt, nachdem unmittelbar vorher der Gewindenippel nochmals mittels Lötlampe oder Gebläseflamme hochgradig erhitzt und dadurch der Überzug so flüssig wie möglich wird. 



   Darauf werden die Stäbe rasch eingeschraubt und kräftig angezogen, was bewirkt, dass zwischen den oberen Flächen der Gewinde und Gewindegänge ein inniger Kontakt erfolgt und 

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 gleichzeitig das an den Gewindegängen anhaftende Wachs durch den   Druck weggepresst wird   und sich in den auf der Unterseite der Gewindegänge bildenden kleinen Hohlräumen sammelt, solche restlos ausfüllt und dort erstarrt (siehe die Figur). Da nun alle Hohlräume zwischen den Gewinden der Elektrolyseplatte und den Zuführungsstäben ausgefüllt sind, so können sogenannte Zwischenelektrolysen, die das Gewinde zerstören, nicht mehr auftreten und das Abfallen der Platte hört auf. 



   Es ist durch Versuche festgestellt   worden,   dass Platten, nach dem vorstehenden Verfahren montiert, fast restlos aufgebraucht werden können, wodurch-wie leicht   verständlich-   grosse Ersparungen an teuerem Graphitmaterial erzielt werden können. 



   Es wurde ferner festgestellt, dass die Übergangswiderstände zwischen Platte und Stab sich nicht erhöhen, im Gegenteil, es zeigte sich, dass die durchschnittliche Anfangsbadspannung um ein paar Zehntel   Volt, die durchschnittliche spätere Badspunnung   jedoch bedeutend-niedriger lag, u. zw. deshalb, weil von Anfang an Zwischenelektrolysen, die Strom für sich verbrauchen, ausgeschaltet werden und die im weiteren Verlauf immer mehr fühlbar wurden, weil sie gleichzeitig die Kontaktflächen zwischen Stab und Platte verkleinerten. Der Übergangswiderstand kann eine weitere Verringerung erfahren dadurch, dass dem zum Ausfüllen der schädlichen Zwischenräume verwendeten Wachs usw. feingemahlener Graphit als Füllmasse beigegeben wird, wodurch die Masse ganz oder teilweise leitend gemacht wird. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Verfahren zur Verbindung von Platten und Stäben oder sonstigen Formkörpern für Elektrolysezwecke, dadurch gekennzeichnet, dass alle, auch die unscheinbarsten Zwischenräume an den Verbindungsstellen mittels einer plastischen oder schmelzbaren Füllmasse ausgefüllt werden, um schädliche Zwischenelektrolysen zu vermeiden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllmasse schwerschmelzbare Wachse rein oder in. Mischungen verwendet werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Füllmassen, die einen Zusatz von feingemahlenem Graphit erhalten haben, um sie ganz oder teilweise leitend zu machen. EMI2.1
AT129039D 1931-01-22 1931-01-22 Verfahren zur Verbindung von Platten und Stäben oder sonstigen Formkörpern für Elektrolysezwecke. AT129039B (de)

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