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Sonnenk'aftmasehine und Bestrahler hiezu.
Die Vorrichtung bezweckt eine wirtschaftliche und einfache Ausnutzung der Sonnenstrahlen zum Betriebe von Kraftmaschine und zu andern technischen Zwecken.
Sie besteht aus der eigentlichen Kraftmaschine uud dem zugehörigen Facettenspiegelstrahler.
Die Kraftmaschine selbst besteht aus einer Anzahl zu einem radförmigen Gebilde a vereiniger Triebelemente b mit gemeinsamer Achse c und einer darauf befestigten Transmissionsscheibe cl (Fig. 1, 2 und 3).
Jedes Triebelement b bildet ein geschlossenes, um die Achse c drehbares Gefäss aus zwei gleichgrossen und gleichgeformten, durch eine Röhre e verbundenen, hohlen Zellen f und g.
Die Verbindungsröhre und ein kleiner Teil der Zellen sind mit einer Flüssigkeit gefüllt. Im übrigen ist der Gefässhohlraum mit einem Gase (z. B. Luft) und den Dämpfen der Absperrflüssigkeit gefüllt. Fig. 4,5, 6 und 7 zeigen als Beispiele drei Ausführungsarten.
Jedes Triebelement für sich würde eine Gleichgewichtslage einnehmen (z. B. Fig. 4), jedoch würde eine Erwärmung der Zelle f oder eine Abkühlung der Zelle g eine Verschiebung der Flüssigkeit bis zum Übertritt in letztere Zelle und die Bildung eines mechanischen Drehmomentes zur Folge haben. Das Triebelement würde aus der Lage Fig. 4 in die der Fig. 5 übergehen und dann, im gleichen Sinne sich weiterdrehen, in eine zu Fig. 4 gerade entgegen-
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Die Drehung würde ungleichmässig für jedes einzelne Triebelement sein, jedoch durch die feste Vereinigung vieler Elemente zu einem radförmigen Gebilde a wird sie gleichmässig und so lange anhalten, als Erwärmung der einen Seite der Kraftmaschine und Abkühlung der andern erfolgt.
Zweckmässig wird die zu kühlende Seite mit einem luftigen Deckel vor Bestrahlung geschützt (in der Zeichnung weggelassen). Kühlrippen und tropfendes Wasser können zur Abkühlung der einen Seite Verwendung finden.
In geeigneter und billiger Weise kann die für den Betrieb der Kraftmaschine benötigte Wärme durch den nachstehend beschriebenen Facettenstrahler (Fig. 11-14) geliefert werden.
Eine parallel zur Erdachse, also in der Ebene des Meridians liegende Welle h läuft in Kugellagern, welche an irgendeinem passenden Gestell angebracht sind. Es kann dies also, wie in Fig. 8-11, auf Säulen u oder in anderer Art geschehen.
Mit dieser Welle h sind verbunden :
1. Zwei gerade oder passend gebogene Arme i1 und i2, welche entweder in fester oder verstellbarer Verbindung einen leichten Rahmen k tragen, auf welchem fest oder verstellbar kleine Spiegelflächen bzw. Facetten rn in geeigneter Weise und Lage angebracht sind.
2. Ein Gegengewicht q gegen vorige, damit ihre leichte Beweglichkeit (Drehung) tunlichst ermöglicht werde.
3. Entweder ein Rädchen zur Verbindung mit einem Uhrwerk oder ein Automat, womit das ganze Spiegelsystem dem jeweiligen täglichen Sonnenstande nachgeführt wird, damit die Sonnenstrahlen s stets rechtwinkelig auf die Rahmenebene auffallen und von den Facetten rn nach einen Brennpunkt n reflektiert werden.
Doch ist ganz wesentlich, dass dieser Brennpunkt bei n oder noch weiter in der Verlängerungslinie der Welle h zu liegen kommt. Denn dann behält er bei jeder Drehung des
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ganzen Apparates, also zu allen Stunden des Tages, seine Stellung im Raume bei und daher können der Strahler und das bestrahlte Objekt (z. B. die Sonnenkraftmaschine oder ein Dampfkessel oder ein Schmelzofen oder ein Thermoelement oder ein anderes zu erwärmendes Objekt) an ihrer Stelle verbleiben.
Fig. 8 und 9 (Auf-und Grundriss) geben die Ansicht im Mittag und Fig. 10 und 11 die Ansicht früh sechs Uhr zur Zeit der Tag-und Nachtgleichen. Beide, Strahler und Motor, verbleiben an ihrer Stelle zunächst während der Dauer einer oder mehrerer Tage. Damit dies auch längere Zeit, das ganze Jahr hindurch, ermöglicht werde, wird der Spiegelrahmen k an den gebogenen Armen il und i2 so verstellt, dass bei jeder Stellung der Sonne zum Äquator die Sonnenstrahlen rechtwinkelig auf die Rahmenfläche auftreffen und von den Facetten rn nach dem gleichen Brennpunkt n geleitet werden.
Dazu ist es nötig, dass die Arme il und i2 nach den Radien ihrer Entfernung von Brennpunkt n gebogen sind. Rahmenfläche, auftreffende Strahlen und der Kegel der reflektierten Sonnenstrahlen sind dann stets in völlig gleicher Lage zueinander, bilden gewissermassen ein System, das entsprechend den Jahreszeiten um den fest an seinem Ort verbleibenden Brennpunkt n gedreht erscheint.
Fig. 8 zeigt die Stellung des Spiegelrahmen und der Strahlen in ausgezogenen Linien für die Tag- und Nachtgleiche, in punktierten Linien für die Sommerzeit, in gestrichelten Linien für die Winterzeit, stets zu Mittag.
Statt der gebogenen Arme il und i2 können auch gerade Arme verwendet werden, doch müssten dann die Facetten verstellbar sein (Fig.
PATENT-ANSPRÜCHE
1. Sonnenkraflmaschine, bestehend aus einer Anzahl geschlossener, auf gemeinsamer Achse festsitzender Gefässe, in denen durch einseitige Erwärmung oder Abkühlung der eingeschlossenen Gase oder Dämpfe Verschiebung einer Flüssigkeit und damit die Bildung eines Drehmomentes erfolgt.