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Verfahren zur Herstellung neuer wasserlöslicher Verbindungen der l-Phenylebinolin-i-carbonsällre und ihrer Derivate.
Die zur Heilung von Gicht und andern Krankheiten verwendete 2-Phenylchinolin-4-earbonsäure und ihre Derivate, z. B. die entsprechende Oxyphenylchinolindicarbonsäure, sind in Wasser unlösliche Stoffe. Diese Stoffe können wegen ihrer Unlöslichkeit nicht unmittelbar parenteral angewendet werden, was überall dort erwünscht ist, wo eine schnellere Wirkung notwendig ist, als sie sich bei peroralem Eingeben dieser Präparate einstellt.
Es ist schon der Vorschlag gemacht worden, wässerige Lösungen des 2-Phenylchinolin-4-carbonsauren Natriums herzustellen und diese wässerigen Lösungen dann an Stelle von interner Verwendung zu injizieren. Solche Injektionen hatten aber eine starke Reizwirkung zur Folge, denn die 2-Phenylchinolin- 4-carbonsäure ist eine schwache Säure und ihre Alkalisalze sind in wässerigen Lösungen natürlich stark hydrolitisch gespalten. Die grosse Schmerzhaftigkeit solcher natronalkaliseh reagierender Lösungen musste bisher durch Zusatz immer mehr oder weniger schädlicher Anästhetika aufgehoben werden.
Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung neuer Verbindungen der 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure und ihrer Derivate, welche nicht nur verhältnismässig leicht wasserlöslich sind, sondern auch schmerzlos injiziert werden können, ohne dass es notwendig wäre, Anästhetika zuzusetzen. Die neuen Präparate werden gemäss der Erfindung derart hergestellt, dass auf 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure oder ihre Derivate Äthylendiamin einwirken gelassen wird. Klinische Versuche haben gezeigt, dass nach einer intramuskularen Injektion von z. B. 2 CMt"einer 5% igen Losung des gemäss der Erfindung hergestellten Präparates die Gichtschmerzen rasch verschwinden, wobei die Injektion für den Patienten vollständig schmerzlos ist.
Beispiel 1 : 0'64 g eines 80%igen Äthylendiaminhydrates werden mit 2 cm3 Wasser verdünnt ; unter Erwärmung auf dem Wasserbade werden allmählich 2 g 2-[1/-Oxy-2'-carboxyphenyl]-chinolin- 4-carbonsäure eingetragen. Es tritt völlige Lösung ein. Beim Erkalten erstarrt die Lösung zu einer braungelben Masse. Nach Reinigung und Umkristallisierung wird das Produkt über Calciumchlorid im Vakuumexsikkator, sodann noch bei 450 getrocknet. Die gebildete Substanz, welche auf 1 Mol. Säure 1 Mol. Base enthält, stellt das 2- [1'-oxy-2'-carboxyphenyl]-chinolin-4-carbonsaure Monoäthylendiamin dar und hat folgende Eigenschaften : F = 980 ; Löslichkeit in kaltem Wasser1 : 4, in heissem Wasser 1 : 1 in Alkohol 1 : 6.
Beispiel 2 : 1'28 g eines 80% igen Äthylendiaminhydrates werden mit 2 et HO verdünnt ; unter Erwärmung auf dem Wasserbade werden allmählich 2 g 2-[1'-Oxy-2'-carboxyphenyl]-chinolin-4-carbon säure eingetragen. Es tritt völlige Lösung ein. Beim Erkalten erstarrt die Lösung allmählich zu einer lichtgelben Masse. Nach Reinigung und Umkristallisierung wird das Produkt über Calciumchlorid im Vakuumexsikkator sodann noch bei 450 getrocknet. Diese Substanz, welche auf 1 Mol. Säure 2 Mol. Base enthält, stellt das 2-[1'-Oxy-2'-carboxyphenyl]-chinolin-4-carbansaure-di-[monäthylendiamin] dar und hat folgende Eigenschaften : F = 1520 ; Löslichkeit in kaltem Wasser 1 : 1, in Alkohol l : 2.
Beispiel 3 : Zu 90 cm3 einer 88 em3 Wasser und etwa 2 g eines 80% igen Äthylendiaminhydrates enthaltenden Flüssigkeit werden 5 g 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure zugesetzt, worauf mit Wasser auf 100 cm3 aufgefüllt wird. Durch Erwärmen entsteht eine aminalkalisch reagierende klare Lösung, welche in 1 cm3 0'05 g 2-Phenylchinolin-4-earbonsäure enthält. Die Lösung lässt sich ohne Zersetzung in einer zugeschmolzenen Ampulle sterilisieren, ist vollständig stabil und kann schmerzlos intramuskular injiziert werden. Durch Abdampfen der Lösung wird die neue Verbindung in fester Form erhalten.
Die neue Verbindung kann gemäss der Erfindung auch direkt in fester Form derart gewonnen werden, dass ein Gemisch von Äthylendiaminhydrat und 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure oder eines ihrer Derivate ohne Wasserzusatz erwärmt und auskühlen gelassen wird.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung neuer wasserlöslicher Verbindungen der 2-Phenylchinolin-4-earbonsäure und ihrer Derivate, dadurch gekennzeichnet, dass auf 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure oder ihre Derivate Äthylendiamin einwirken gelassen wird.
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