AT129916B - Verfahren und Vorrichtung zur Granulierung von pulverförmigem Material. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Granulierung von pulverförmigem Material.

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AT129916B
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Niels Nielsen
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Niels Nielsen
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  Verfahren und Vorrichtung zur Granulierung von pulverförmigem Material. 



   Bei der Bereitung von pulverförmigen Rohmaterial zum Brennen von Zement nach dem Trockenverfahren hat es sich als vorteilhaft erwiesen, aus dem Pulver kleine Stücke herzustellen, die man als Granalien bezeichnet, bevor es in den Ofen eingeführt wird. Auf diese Weise wird der Verlust an Material in Staubform vermindert, und es werden auch bessere Bedingungen für die Wärmeübertragung auf das Brenngut geschaffen. Für die Umwandlung des pulverförmigen Rohstoffes in Granalien sind verschiedene Verfahren bekannt geworden. 



   Eines der bekanntesten Verfahren besteht darin, das Pulver unter Anfeuchtung in einer kurzen Transportschnecke zu bearbeiten. Hiebei ergeben sich jedoch keine besonders guten Granalien, sondern es wird nur eine kleinere Zahl   unregelmässig   durchfeuchtete Klumpen gebildet, während ein grösserer Teil des Pulvers die Mischschnecke in unverändertem Zustande verlässt. 



   Ein weiteres bekanntes Verfahren besteht darin, die Anfeuchtung und die Bildung der Granalien in einer umlaufenden Trommel vorzunehmen. Diesem Verfahren haftet der Nachteil an, dass das Material, besonders wenn reichlich Wasser zugesetzt wird, die Neigung zeigt, sich während der Anfeuchtung an den Wänden festzusetzen, und dass es schwierig ist, den richtigen Zusatz von Wasser in einer geschlossenen Trommel zu überwachen. 



   Vorliegende Erfindung bezweckt diese Nachteile der angeführten bekannten Verfahren zu vermeiden, dagegen ihre Vorteile sich nutzbar zu machen und besteht darin, dass die Anfeuchtung des pulverförmigen Materials während des Durchganges durch eine Mischschnecke erfolgt. Die Bildung der Granalien in einem für den Bestimmungszweck besonders geeigneten Zustande erfolgt durch Einführung des Gemisches aus nassem und trockenem Material, wie es in der Mischschnecke gebildet wird, in eine   Mischtrommel   oder durch Bewegung des gemischten Materials über eine geneigte Ebene, oder über ein in eine schwingende Bewegung versetztes bewegtes Sieb oder eine ähnliche Vorrichtung, wo das Gut einer rollenden Bewegung ohne weiteren Zusatz von Feuchtigkeit unterworfen wird. 



   Durch die Vereinigung der Arbeitsvorgänge, die bei den beiden genannten, bekannten Verfahren in Frage kommen, werden die Nachteile derselben vermieden, und es wird eine erheblich gesteigerte Gesamtwirkung erzielt. 



   Der gegenüber den bekannten Verfahren durch die Erfindung erzielte Fortschritt beruht darauf, dass sich an die unregelmässigen, feuchten Klumpen, die in der Mischschnecke entstehen, durch eine Rollbewegung der Klumpen in der Trommel zusätzlicher, pulverförmiger Rohstoff ansetzt, wodurch die Klumpen an Grösse zunehmen und widerstandsfähiger gegen mechanische Beanspruchungen werden und ausserdem die Neigung verlieren, sich an den Wänden der Trommel festzusetzen. 



   Eine   Ausführungsform   einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung ist schematisch in einem lotrechten Schnitt in der Zeichnung veranschaulicht. 



   Die Zeichnung zeigt eine   Anfeuchte-und Mischschnecke j,   die mit pulverförmigem Rohstoff aus einem Trichter 2 gespeist wird und der Wasser durch ein gelochtes Rohr 3   zufliesst,   das über der Mischschnecke in deren Längsrichtung angeordnet ist. An ihrem Auslassende ist die Mischschnecke mit einem schräg nach unten gerichteten Rohr 4 versehen, das in eine umlaufende Trommel 5 durch eine in der Stirnwand der Trommel vorgesehene Öffnung hineinragt. 



   Die Mischschnecke fördert das Gemisch aus unregelmässig   angefeuchteten   Klumpen und aus 
 EMI1.1 
 

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 sich drehenden Trommel ausführen, das Pulver dauernd an die Oberfläche der feuchten Klumpen ansetzt, wobei die Klumpen eine gleichmässigere runde Form annehmen, während das sich ansetzende Pulver ein Ankleben der nassen Klumpen an der Trommelwand verhindert. 



   Es ist nun schwierig, die ganze Materialmenge in einem einzigen Arbeitsgang in Granalienform überzuführen, und es kann daher   wünschenswert   sein, am Auslassende der Trommel eine Siebfläche od. dgl. vorzusehen, um den in Pulverform verbliebenen Rohstoff abzuscheiden. Bei der dargestellten Ausführungsform der Granulierungseinrichtung erfolgt die Abtrennung des pulverförmig gebliebenen Rohstoffes am Ende des Granulierungsvorganges dadurch, dass die Trommelwand am Auslassende der Trommel als   Siebfläche   6 ausgebildet ist. An Stelle dieses Mittels zur Abscheidung von pulverförmig gebliebenem
Gut können jedoch auch andere Siebvorrichtungen benutzt werden, z. B. ein Sieb, das ausserhalb der Trommel angeordnet ist. Es kann aber auch der ganze Trommelmantel als   Siebfläche   ausgebildet sein. 



  Durch eine Transporteinrichtung, die in der Richtung des Pfeiles zu fördern imstande ist, kann das abgeschiedene pulverförmige Gut in den   Fülltrichter   2 der   Anfeuchtc- und Mischschnecke zurückbefördert   und darauf einer erneuten Behandlung unterworfen werden. 



   Eine gewisse Vortrocknung der Granalien erhöht deren Festigkeit und kann z. B. in der Weise erfolgen, dass man heisse Luft durch die Trommel hindurchleitet oder diese Trommel von aussen erhitzt. 



   Die umlaufende Trommel 5, die in der Zeichnung dargestellt ist, kann durch irgendeine andere Vorrichtung ersetzt werden, durch welche das in der Mischschnecke behandelte Gut einer rollenden Bewegung ausgesetzt wird. Es könnte z. B. eine geneigte und gegebenenfalls in Schwingbewegung versetzte Ebene Verwendung finden, über die man die aus der Mischschnecke kommenden Klumpen laufen lässt, oder es könnte ein in Schwingung versetztes Sieb benutzt werden, das zu gleicher Zeit eine Abscheidung des nicht granulierten, pulverförmigen Rohstoffes herbeiführt. 



   Die Erfindung bezieht sich nicht nur auf das Granulieren von pulverförmigem Gut für die   Herstellung von Zement, sondern kann auch für andere Stoffe benutzt werden, deren Granulierung gewünscht wird.   



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Granulierung von pulverförmigem   Material durch Anfeuchtung   und Behandlung desselben in einer umlaufenden Trommel od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Anfeuchtung des pulverförmigen Materials während dessen Durchgang durch eine Mischschnecke erfolgt und dass hierauf das auf solche Weise gebildete Gemisch aus trockenem und angefeuchtetem Gut durch die umlaufende Trommel oder gegebenenfalls über eine geneigte Ebene, ein in eine schwingende Bewegung versetztes Sieb oder eine ähnliche Vorrichtung geführt wird, wo es einer rollenden Bewegung ohne weiteren Zusatz von Wasser unterworfen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das pulverförmige Material, das in der Mischtrommel oder auf der geneigten Ebene oder dem schwingenden Sieb od. dgl. nicht in Granalien übergeführt worden ist, von dem granulierten Produkt abgeschieden und wieder der Mischsehnecke zugeführt wird. EMI2.1 geleitet wird oder die letztere von aussen erhitzt.
    4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Vereinigung einer Mischschnecke mit einer umlaufenden Trommel oder mit einer geneigt angeordneten Ebene, einem in eine schwingende Bewegung versetzten Sieb od. dgl. zu der bzw. zu dem das Gut unmittelbar aus der Mischschneeke übertritt.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Austrittsende des Trommelmantels als Siebfläche ausgebildet ist.
AT129916D 1930-05-30 1931-05-21 Verfahren und Vorrichtung zur Granulierung von pulverförmigem Material. AT129916B (de)

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