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Elektrische Reihengluhlampe mit parallel zum Gliihfaden angeordnetem Widerstand.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf elektrische Reihenglühlampen und besonders auf die Anordnung, Ausbildung und Herstellung der in ihnen angebrachten Betriebssicherungen.
Bei Reihenglühlampen ist es bekannt Betriehssicherungen in der Lampe unterzubringen und zu dem Glühfaden parallel zu schalten. Solche Betriebssicherungen verhindern das Auslöschen sämtlicher in Reihe geschalteter Glühlampen falls eine der Lampen ausbrennt. Zu diesem Zwecke werden Betriebssicherungen so konstruiert, dass sie unter der Betriebsspannung der Lampe keinen oder nur einen vernachlässigbar geringen Strom durchlassen ; beim Ausbrennen der Lampe aber. in welchem Falle die gesamte Betriebsspannung auf ihnen auftritt, schlagen sie durch, werden leitend und überbrücken so die Unterbrechung des Stromkreises, oder schalten einen anderen Glühfaden ein und verhindern damit das Auslöschen sämtlicher Lampen.
Bisher wurden als solche Betriebssicherungen entweder mit dünnen nichtleitenden Oxydschichten überzogene metallische Leiter, oder gekörnte und sich lose berührende Massen schlechter Leiter wie z. B. Carborundum oder Erze verwendet. In Letzteren entwickeln sich aber grössere Wärmemengen bei ihrer Stromleitung im durchschlagenen Zustande, was ihre Verwendung in Glühlampen
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infolge der Erwärmung so vermindert, dass die übrigen Lampen überspannt brennen. Die mit Oxydschichten überzogenen Leiter haben den Nachteil, dass sie bei dem Einmontieren in die Lampe sehr leicht beschädigt werden.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, dass die Leiter in Spiralform verfertigt werden, die den mechanischen Inanspruchnahmen besser widerstehen ; die Unverletztheit der Oxydschicht wird dadurch gesichert, dass die benötigten Überbrückungen
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gut gereinigter Aluminiumdraht mit 0-5 ;// ; Steigung so gewunden, dass die einzelnen Windungen sich berühren. Die Steigung jeder zehnten Windung wird vergrössert um das nachfolgende Zerschneiden der Spirale zu erleichtern. Die so verfertigte Spirale wird mit dem Kern zu-
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Durchschlagsstärke entsteht.
Nach Beendigung der Oxydienmg wird die Spirale gewaschen, getrocknet und auf die benötigten Längen zerschnitten, dann wird ihre Isolierungsfahigkeit geprüft und zuletzt wird sie in die Lampe eingebaut.
Die spiralförmige Betriebssicherung wird immer im Sockel eingebaut, da sie dort vor Nässe und andern äusseren Einwirkungen besser geschützt ist ; ein Unterbringen in der Glocke ist nachteilig, da infolge der Erwärmung der Lampe die Oxydschicht verdampft und dadurch ein Verschlechtern des Vakuums sowie ein vorzeitiges Schwärzen der Lampe stattfindet. Die
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wendbar. So können bei einer Netzspannung von 550 Volt fünf Reihenglühlampen von 110 Volt 5-. 60. Watt mit der erfindungsgemässen Betriehssicherung verwendet werden.
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Bei Glühlampen von kleinerer Spannung wird das Ausbrennen der Lampe so signalisiert. dass auf dem Hilfsglühfaden ein Metallkörper z. B.
Silber oder Magnesium angebracht wird. der bei der Temperatur des Fadens verdampft und auf die Glocke sich in Form eines Spiegels nieder- schlägt. Bei Lampen, welche grössere Energiemengen aufnehmen, hauptsächlich bei solchen von grösserer Spannung ist diese Lösung nicht verwendbar, da die rasche Verdampfung des
Metallkörpers von Explosionserscheinungen begleitet ist. Bei solchen Lampen wird deshalb das
Ausbrennen des Hauptglühfadens in der oben beschriebenen Art signalisiert. Einige Ausführungs- arten der erfindungsgemässen Reihcnglühlampen werden an Hand der beigelegten Abbildungen erörtert.
Fig. 1 stellt eine Lampe mit einem Glühfaden dar, übersichtshalber in ungesockeltem Zu- stande, auf deren mit 2 bezeichneten Zuführungsdraht die Spirale 1 aufgeschoben und der andere Zuführungsdraht auf die Spirale aufgewickelt ist. Fig. 2 stellt eine Lampe mit zwei
Glühfäden dar, bei welcher der gemeinsame Zuführungsdraht der zwei Glühfäden 4 frei ist.
Die mit 1 bezeichnete Spirale ist auf dem zuführungsdraht 2 aufgeschoben und der Zuführungs- draht des Hilfsglühfadens 3 ist auf die Spirale aufgewickelt. Bei einer solchen Anordnung wird bei dem Ausbrennen des, zwischen den Zuführungsdrähten 4 und 2 geschalteten Glühfadens, der Hilfsglühfaden nach Durchschlagen der Spirale in den Stromkreis eingeschaltet.
Fig. 3 ist ein Längsschnitt der Betriebssieherung im eingebauten Zustande und im vergrössertem Mass- stabe. Fig. 4 stellt eine gesockelte einfadige Reihenglühlampe und die eingebaute Betriebssicherung dar. Fig. 5 ist eine andre ausführungsart der erfindungsgemässen Reihenglühlampe, bei welcher der Zuführungsdraht 3 auf die auf den Zuführungsdraht. 2 aufgeschobene Spirale 1
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eng umfasst. Das Durchschlagen erfolgt hier zwischen dem Band 5 und der Spirale 1. Ein weiterer Vorteil dieser Ausführungsart ist, dass zwecks Einmontierung der Betriebssicherung die Länge der Zuführungsdrähte nicht von der normalen Länge abweichen muss.
Fig. 6 ist ein Querschnitt durch die Linie Y--S in Fig. 5 im vergrösserten Massstabe,
Aus obigem geht jener bedeutende Vorteil der erfindungsgemässen Betriebssicherung hervor, dass bei ihrem Einbau in die Lampe der normale Aufbau derselben nicht geändert werden muss : jede normale Lampe kann vor der So. c'kelung mit dem Einbau einer entsprechenden Betriebssicherung zur Reihenschaltung geeignet gemacht werden, was aus Fabrikationsgründen sehr vorteilhaft ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Reihenglühlampe mit parallel zum Glühfaden angeordneten, mit Oxydschicht versehenem spiralförmigen Widerstand als Betriebssicherung dadurch gekennzeichnet,
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draht auf die Spirale aufgewickelt ist.