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Pumpwerk für Motorspritzen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Pumpwerk für Motorspritzen, bei welchem das Einfrieren der Pumpe dadurch verhindert wird, dass der Saugraum innerhalb eines Behälters angeordnet ist, dessen Inhalt durch entsprechende Verlegung des Motorauspuffrohres durch die Auspuffgase angewärmt wird, so dass bereits während der Fahrt der Motorspritze zur Brandstelle eine Erwärmung des gesamten Pumpwerkes erfolgt, wodurch etwa eingefrorene Teile der Pumpe, z. B. Ventile usw., schnell aufgetaut werden, so dass die Pumpe auch bei strengster Kälte betriebsfähig ist.
Auf der Zeichnung ist das neue Pumpwerk in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht des Pumpwerkes, Fig. 2 eine Vorderansicht des Pumpwerkes, beide teilweise im Schnitt.
Auf der Zeichnung ist nur das Pumpwerk an sich dargestellt, während alle übrigen Teile der Motorspritze, welche nicht zur Erfindung gehören, fortgelassen sind. Das Pumpwerk steht auf dem Chassis des Kraftwagens etwa über der Hinterradachse und erhält seinen Antrieb vom Motor aus durch Zwischenschaltung einer Kupplung, derart, dass die Einschaltung der Pumpe nur durch Einschaltung der Kupplung erfolgen kann, während das Abstellen der Pumpe durch Abstellen des Motors erfolgt.
Das Pumpwerk besteht aus einem auf einer Plattform des Chassis befestigten rechteckigen Behälter 1, in dessen Mitte in der Längsrichtung ein flacher, schmaler Kasten 2 befestigt ist, welcher allseitig geschlossen ist. In den Kasten 2 ist das Wasseransaugrohr 3 mit einem nach aufwärts gekrümmten Rohrteil 4 eingesetzt, so dass das Wasser wie ein Springbrunnen in den Kasten 2 eindringt. In den Kasten 2 sind von oben die Saugrohre 6 zweier Zylinder 5 eingesetzt, an welche noch zwei Saugrohre 7 angeschlossen sind, die ebenfalls in den Kasten 2 eingesetzt sind. Die Kolben 8 sind an Exzenter 9 angeschlossen, die geringfügig über einen gestreckten Winkel hinaus versetzt auf einer Welle 10 befestigt sind.
Durch diese Anordnung der Exzenter wird eine Totlage der Kolben 8 vermieden.
Die Zylinder 5 finden ein starkes Widerlager an einer Längsbohle 11, welche durch Zugschrauben, die nicht dargestellt sind. an den Boden des Behälters 1 angeschraubt ist, so dass das gesamte Pumpwerk im Betrieb unerschütterlich feststeht. Die Welle 10 ist durch Schnecken-oder Kettenradantrieb mit der Antriebsvorrichtung des Motors verbunden.
Zwischen den beiden Zylindern 5 sind übereinander zwei Satz Ventilgehäuse 12, 13 angeordnet, welche durch je eine Rohrkammer 14 bzw. 15 verbunden sind. Von der Rohrkammer 15 zweigt die Druckleitung 17 ab (Fig. 2), an welche in üblicher Weise ein Windkessel 18 angeschlossen ist. Aus Fig. 1 geht hervor, dass die Wirkung des Pumpwerkes eine Vierfache ist, so dass die Pumpe imstande ist, grosse Wassermengen in die Schlauchleitung zu drücken, wobei das Arbeiten der Pumpe noch dadurch unterstützt wird, dass in dem allseitig geschlossenen Kasten 2 ein Vakuum vorhanden ist.
In der Längsrichtung ist durch den Kasten 1 ein Rohr 19 hindurchgelegt, welches an das Auspuffrohr des Motors angeschlossen ist, so dass die gesamten Abgase des Motors durch das Pumpwerk hindurchgeführt werden, wodurch dieses stets so warm gehalten wird, dass ein Einfrieren von Teilen der Pumpe nicht erfolgen kann bzw. ein schnelles Auftauen dieser Teile
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Um auch in den Behälter 1 Wasser gelangen lassen zu können, ist an der Rohr- kammer 14 ein Hahn 20 angeordnet (Fig. 2). Dieses Wasser umspült den Kasten 2 und die Auspuffrohrleitung 19 und kann somit stark erwärmt werden, so dass es bei starker Kälte das Einfrieren der Pumpe verhütet. Das in dem Behälter 1 enthaltene Wasser wird nach Umstellung eines Dreiweghahnes 23 durch einen Saugkorb 21 angesaugt, der mit einem herausnehmbaren Siebboden 22 versehen ist.
Statt zwei Zylinder 5 zu benutzen, können auch drei, vier oder mehr Zylinder benutzt werden, die dann einfach-oder doppeltwirkend ausgebildet sein können.
Anstatt die Saugrohre 6 bis knapp über den Boden des Kastens 2 zu führen (Fig. 1), können sie auch bis auf den Boden des Kastens geführt sein (Fig. 2), wodurch erreicht wird, dass in den Kasten gesaugte Unreinigkeiten, wie Sand usw., nicht in die Pumpenzylinder gelangen können, da sie sich auf dem Boden des Kastens ablagern, weil das Wasser nur durch in den Rohren 6 gebildete Sauglöcher in die Rohre eindringen kann. Der Kasten 2 ist durch ein Handloch zugänglich, so dass er zeitweise gereinigt werden kann.