AT129997B - Verfahren zur Herstellung von Aufgüssen von Kaffee und Tee. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aufgüssen von Kaffee und Tee.

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  Verfahren zur Herstellung von Aufgüssen von Kaffee und Tee. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, Aufgüssen von Kaffeebohnen das Coffein und die Röstgifte dadurch zu entziehen, dass man den in üblicher Weise hergestellten Kaffeeaufguss durch ein aktives Adsorptionsmittel, z. B.   aktive Kohle, hindurchleitet. Uni zu   verhindern, dass auch ein Teil der aromatischen Stoffe von dem Adsorptionsmittel festgehalten werde, wurde vorgeschlagen, das   Adsorptionsmittel mit flüchtigen Stoffen zu beladen, u. zw. vorzugsweise   mit Rauchgasen, die bei der Veraschung von Harzen oder beim Rösten des Kaffees entstehen.

   Die in solchen Rauchgasen enthaltenen Stoffe müssen in Wasser   unlöslich   sein und dürfen sich während des Durchlaufens des Kaffeeaufgusses von der als Adsorptionsmittel verwendeten Kohle nicht trennen, weil sonst das   Kaffeegetränk     ungeniessbar werden \v (irde. Aber   auch bei   Befolgung   aller Vorsichtsmassnahmen ist auf diese Weise nicht zu   vermeiden, dass   der Geschmack des Kaffeegetränks in unangenehmer Weise geändert wird. 



   Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, zum Entgiften und zum Verbessern des Geschmacks von   Kaffeeaufgüssen   aktive Kohle dem gemahlenen Kaffee beizumischen und den Aufguss unter Verwendung dieses Gemisches von Kaffee und Kohle zu bereiten. Das Gemisch sollte in entsprechenden Mengenverhältnissen in den Handel gebracht werden, so dass es, so wie es ist, zum Bereiten des Aufgusses verwendet werden könnte. Wenn aber die aktive Kohle mit dem Kaffeemehl auch nur   verhältnismässig kurze   Zeit gemischt bleibt. so werden auch die flüchtigen Aromastoffe von der aktiven Kohle angezogen und durch deren katalytische Wirkung abgebaut oder zerstört. Das Gemisch von aktiver Kohle und Kaffeemehl ist daher schon kurze Zeit nach seiner Herstellung zur Bereitung eines   wohlschmeckenden Kaffeegetränkes   nicht mehr geeignet. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung wird nun zur Herabsetzung der   geschmackwidrigen   und schädlichen Anteile des Kaffees, also insbesondere des Coffeins und der   Röslbitterstoffe   eine vorbehandelte aktive Kohle verwendet, die mit Glyzerin und bzw. oder leicht wasserlöslichen nicht flüchtigen Kohlehydraten oder deren Karamelisationsprodukten vorbeladen worden ist. Die Kohle kann also mit Zuckerarten oder deren Karamelprodukten, Stärkearten oder deren   Röst- und Karamelprodukten.   soweit diese leicht wasserlösliche Stoffe darstellen. wässerigen Auszügen von gedörrten Pflanzen, vornehmlich solchen, die Zuckerstoffe enthalten, z. B. Rüben, Möhren, Feigen u. dgl. beladen werden.

   Alle diese Stoffe können einzeln oder in verschiedenen Mischungen untereinander verwendet werden. aber auch in Mischung mit Glyzerin, das auch wieder für sich allein verwendet werden kann. 
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 sie sich gegen diese Stoffe leicht aus. 



   Die so vorbehandelte aktive Kohle kann nun auch mit dem Kaffeemehl, wie dies ja schon vorgeschlagen worden ist. gemischt werden, worauf der   Kaffeeaufguss   mittels dieses Gemisches in der üblichen Weise zubereitet wird. Das Zumischen des Kaffeemehls zu dieser Kohle geschieht aber gemäss der vorliegenden Erfindung erst unmittelbar bevor der   Kafl'eeaufguss   bereitet wird, weil auf diese Weise die Aromastoffe des Kaffees unverändert bleiben und der Geschmack und das Aroma des Kaffees nicht leidet. 

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 EMI2.1 
 
1.

   Aktive Kohle wird, auf das Trockengewicht der Kohle bezogen, mit   40% Zucker   und   100/0 chemisch   reinstem Glyzerin vorbeladen und von der so vorbehandelten aktiven Kohle auf   40     g   gemahlenen Röstkaffee 10 g präparierte Kohle zugemischt und von dem Gemisch in der üblichen Weise ein Kaffeeaufguss von ungefähr 1 Liter hergestellt. Die Analyse des behandelten Kaffeeaufgusses zeigt im Vergleich zu dem gleichen Aufguss ohne Aktivkohle- 
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 Die Extraktstoffe werden nicht vermindert. 



     2.   Aktive Kohle wird mit dem wässerigen Auszug von Getreidekaffee (Malzkaffee), der ungefähr   40%   Feststoffe enthält, behandelt, wodurch die Kohle um ungefähr   30%   ihres Gewichtes zunimmt.. Diese mit den Extraktstoffen des Getreidekaffees, die durch den Röstprozess infolge der Karamelisation der Stärke gebildet worden sind, vorbehandelte Aktivkohle wird in der gleichen Weise, wie in Beispiel 1 geschildert, dem Kaffeemehl zugesetzt und die Analysen der   Kaffeeaufgüsse   ergeben ähnliche Werte wie gemäss Beispiel 1. 



   Die mit Zucker und Glyzerin vorbeladene Kohle gemäss Beispiel 1 zeigt auch bei der Herstellung eines Teeaufgusses, wobei dem Tee, welchem Tein und Bitterstoffe entzogen werden sollen, vorher ungefähr 1/4 des Gewichtes von der präparierten Kohle zugesetzt worden war, eine erhebliche Verfeinerung des Aufgusses. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Aufgüssen von Kaffee und Tee unter Abscheidung bzw. 



  Herabsetzung der geschmackswidrigen Anteile (Coffein, Tein, Röstbitterstoffe) mittels vorbehandelter aktiver Kohle, dadurch gekennzeichnet, dass man aktive Kohlen anwendet, die mit reinem Glyzerin und bzw. oder leicht wasserlöslichen, nicht flüchtigen Kohlehydraten oder ihren Karamelisationsprodukten vorbeladen sind.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die aktive Kohle dem Kaffeemehl vor Bereitung des Aufgusses zugemischt wird, dadurch gekennzeichnet, dass man die so vorbereitete aktive Kohle dem Kaffeemehl erst unmittelbar vor der Bereitung des Kaffeeaufgusses zumischt.
AT129997D 1930-12-17 1930-12-17 Verfahren zur Herstellung von Aufgüssen von Kaffee und Tee. AT129997B (de)

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