AT130831B - Einrichtung zur Konstanthaltung von Spannungen unter Vermittlung von Glimmlampen. - Google Patents

Einrichtung zur Konstanthaltung von Spannungen unter Vermittlung von Glimmlampen.

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  Einrichtung zur Konstanthaltung von Spannungen unter Vermittlung von Glimmlampen. 



   Glimmlampen, welche lediglich mit normalem Kathodenfall arbeiten, haben bekanntlich die Eigenschaft, dass die an ihren Elektroden liegende Spannung so lange konstant bleibt, bis die Oberfläche der Kathode voll mit Glimmlieht bedeckt ist. Die Stromdichte bleibt konstant, bis die Kathode vollständig mit der leuchtenden Glimmsehieht überzogen ist. Erst nach Erreichen dieses Zustandes beginnt auch die Stromdichte der Entladung und gleichzeitig die Elektrodenspannung anzusteigen. 



   Es ist auch bekannt, dass man diese Eigenschaft zur Ausmerzung der in allen Leitungsnetzen vorhandenen Spannungsschwankungen ausnutzen kann, so dass z. B. durch Verwendung von Glimmlampen in Rundfunk-Netzansehlussgeräten der Einbau von teuren Kondensatoren vermieden wird. Auch ist es möglieh, durch Anordnung besonderer Elektroden in der Glimmlampe mehrere verschieden hohe konstante Spannungen abzunehmen. 



   Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass die bisher benutzten Glimmlampen die Spannung nicht so vollkommen konstant halten, wie es im praktischen Betrieb nötig ist. Wohl werden die tiefen Frequenzen von der Glimmlampe ausgesiebt. Aber schon die in allen Liehtnetzen vorhandenen Oberschwingungen von einigen 100 Hertz gleicht sie nicht mehr aus. 



   Erfindungsgemäss ist es   möglich,   diesen Nachteil der bisherigen Ausführungen zu vermeiden. Der Grund für diesen Fehler ist nämlich die Trägheit der bisher als Träger der Glimmentladung benutzten Gase (Neon, Helium sowie das handelsübliche Gemisch von Neon und Helium). Die Trägheit dieser Gase ist bedingt durch ihre Eigenschaft, metastabile Zustände mit erhöhter Lebensdauer zu bilden bzw. sich erheblich träger als andere Gase unter Lichtemission zu rekombinieren. Benutzt man aber als Gasfüllung der Glimmlampe ein Gas, welches nicht diese Trägheitseigenschaften besitzt, so zeigt sich, dass auch Spannungsschwankungen hoher Frequenz von der Glimmlampe in Stromsehwankungen unter Konstanthaltung der Elektrodenspannung umgewandelt werden können. Solche trägheitsfreie Gase sind z. B. die Edelgase Argon, Krypton und Xenon. Auch der Wasserstoff bzw.

   Stickstoff kann trägheitsfrei Schwingungen bis zu 100.000 Hertz folgen, so dass es   möglich   ist, bei   Verm   endung dieser Gase die Gleichspannung in   Netzanschlussgeräten   sauber konstant zu halten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Konstanthaltung von Spannungen unter Vermittlung von Glimmlampen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Glimmlampe verwendet wird, deren Gasfüllung keine metastabilen Zustände bildet bzw. keine Rekombinationsträgheit besitzt. 

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Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Konstanthaltung von Spannungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Spannungsausgleieh verwandte Glimmlampe mit Argon, Krypton, Xenon, Wasserstoff oder Stickstoff oder Mischungen dieser Gase gefüllt ist.
    3. Einrichtung zur Herstellung mehrerer, konstanter Gleichspannungen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Glimmlampe mehrere Elektroden vorgesehen sind. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT130831D 1930-08-20 1931-08-13 Einrichtung zur Konstanthaltung von Spannungen unter Vermittlung von Glimmlampen. AT130831B (de)

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