AT13085U1 - Verbindungselement - Google Patents
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Abstract
Verbindungselement zur Verbindung von Bauelementen, insbesondere im Möbelbau, umfassend einen Verbindungsbolzen (4) mit einem Bolzenschaft (2) und einem Schaftfortsatz (6), sowie eine, den Schaftfortsatz (6) aufnehmende Hülse (5), wobei die Hülse (5) und der Bolzenschaft (2) in jeweilige Bohrungen der zu verbindenden Bauelemente einsetzbar sind. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass der Schaftfortsatz (6) einen ersten Abschnitt (14), dessen Außenfläche der ihr zugeordneten, ersten Innenfläche (15) der Hülse (5) entspricht, sowie einen zylindrischen, zweiten Abschnitt (13), dessen Außendurchmesser kleiner als der Innendurchmesser der ihm zugeordneten, zweiten Innenfläche (16) der Hülse (5) ist, umfasst, und die Hülse (5) mit nach innen abstehenden Rückhaltelappen (12) versehen ist, die im montierten Zustand am zweiten Abschnitt (13) des Schaftfortsatzes (6) anliegen.
Description
österreichisches Patentamt AT13 085U1 2013-05-15
Beschreibung
GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verbindungselement zur Verbindung von Bauelementen, insbesondere im. Möbelbau, umfassend einen Verbindungsbolzen mit einem Bolzenschaft und einem Schaftfortsatz, sowie eine, den Schaftfortsatz aufnehmende Hülse, wobei die Hülse und der Bolzenschaft in jeweilige Bohrungen der zu verbindenden Bauelemente einsetzbar sind, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Ein Verbindungselement dieser Art findet im Möbel- oder Holzbau häufig Verwendung. Ein für den Möbelbau vorgesehener Verbindungsdübel besteht etwa vorzugsweise aus Vollholz, meist Buche, Eiche oder Esche. Prinzipiell wird der Holzdübel in vorgefertigte Bohrungen der zu verbindenden Bauelemente mit der Zugabe von Leim in die Bohrung oder auf die Dübeloberfläche eingesetzt. Der Bohrungsdurchmesser ist dabei in etwa gleich groß wie der Dübeldurchmesser, um den Holzdübel passgenau in die Bohrung einzubringen. Der geläufigste Dübel im Möbelbau hat einen Durchmesser von 8mm. Um einen Dübel besser an die vorgesehene Bohrung ansetzen zu können, weist ein Holzdübel auch an beiden Enden einen konischen Ansatz auf. Der mit etwas Leim versehene Dübel wird dabei etwa zur Hälfte in die Bohrung eines ersten Holzbauteiles eingesetzt und anschließend mit dem verbleibenden, aus der Bohrung herausragenden Abschnitt, in einer Bohrung des weiteren Holzbauteiles. Die Holzbauteile sollen möglichst ohne einen sichtbaren Spalt verbunden werden. Dazu werden, bei bereits in beide Holzbauteile eingesetztem Dübel, die Holzbauteile zusätzlich mit Schraubzwingen zueinander verspannt, bis der Leim vollständig getrocknet ist. Die verbundenen Holzbauteile sind, nachdem der Leim vollständig getrocknet ist, zugfest miteinander verbunden.
[0003] Bekannte Dübel sind dabei mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen erhältlich. So wird zwischen einem Dübel mit glatter Oberfläche und einem Riffeldübel unterschieden, wobei letzterer durch längs des Dübels angebrachte Rillen eine bessere Leimverteilung sicherstellt und dadurch die Zugfestigkeit der Verbindung erhöht wird. Bei der Herstellung eines Vollholzdübels wird zunächst eine runde Stange, mit entsprechendem Durchmesser, aus Massivholz gefräst. Anschließend wird von der gefrästen Stange ein Dübel mit bestimmter Dübellänge abgeschnitten und der abgeschnittene Dübel an beiden Enden mit Ansätzen versehen. Neben Holzdübeln sind auch Dübel aus verschiedenen Kunststoffen erhältlich. Die Herstellung von Kunststoffdübeln gestaltet, sich einfacher als jene von Vollholz-Dübeln. Kunststoffdübel müssen nicht zu einer runden Stange gefräst werden, sondern können etwa mit einem Spritzgussverfahren preisgünstiger hergestellt werden. Des Weiteren ist für einen Holzdübel als Ausgangsmaterial teures ast-, riss- und fehlerfreies Massivholz notwendig, damit der Dübel nicht bricht.
[0004] Der Nachteil von Kunststoffdübeln besteht in der Zugfestigkeit der Dübelverbindung nach der Montage. Der bei der Montage zugeführte Leim kann nur in der Holzbohrung aufquellen und sich dort verfestigen. An der Oberfläche des Kunststoffdübels findet der Leim, auch bei entsprechenden Rillen am Kunststoffdübel, kaum halt und kann somit nicht die gleiche Zugfestigkeit der Verbindung erzielen wie ein Holzdübel.
[0005] Auch bei der Verwendung von Holzdübeln muss jedoch bedacht werden, dass die Verbindung erst bei ausgehärtetem Leim die entsprechende Zugfestigkeit erreicht. Es ist deshalb notwendig, die Holzbauteile zueinander mit Schraubzwingen zu verspannen, bis der Leim getrocknet ist, da jede geringfügige Bewegung der Holzbauteile vor dem Aushärten des Leims einen unerwünschten Spalt zwischen den zu verbindenden Bauelementen entstehen lässt. Ferner wird in der Praxis durch die Verspannung immer etwas Leim an der Verbindungsstelle zwischen den zueinander verspannten Bauelementen austreten. Dadurch wird eine Reinigung der Holzbauteile neben der Verbindungsstelle notwendig, um eingetrocknete Leimflecken zu vermeiden. 1 /10 österreichisches Patentamt AT 13 085U1 2013-05-15 [0006] Bei einer Dübelverbindung von Bauteilen durch Leim besteht ein weiterer Nachteil bei der Montage aufgrund der kurzen Zeit, in der es möglich ist die Holzbauteile zueinander zu positionieren, bevor der Leim aushärtet. Moderne Leime härten vor allem an der luftumströmten Oberflächenschicht relativ schnell aus. Wird also eine Dübeloberfläche, oder die für den Dübel vorgesehene Bohrung einmal mit Leim bestrichen, muss die Montage schnell erfolgen. Es bleibt wenig Zeit, um die zu verbindenden Holzbauteile zueinander korrekt zu positionieren, wenn der Leim einmal aufgetragen ist. Ist der aufgetragene Leim bereits teilweise ausgehärtet, so ist die Zugfestigkeit der Verbindung nicht mehr sichergestellt.
[0007] In gleicher Weise wie für Verbindungsdübeln für Holzbauteile gelten die genannten Nachteile auch für Verbindungen, bei denen anstatt Leim etwa Klebstoff in unterschiedlichen Ausführungsformen verwendet wird. Dies ist zum Beispiel im Modellbau oder Formenbau für die Verbindung von Bauteilen aus Kunststoff oder sonstigem Material üblich.
[0008] Des Weiteren lösen sich Leimverbindungen, sowie einige Klebstoffverbindungen in Wasser oder bei hoher Feuchtigkeit auf, beziehungsweise härten nie ganz aus, womit eine Verwendung von Leim und Klebstoffen bei hoher Luftfeuchtigkeit oder Feuchtigkeit der Bauteile mitunter nicht möglich ist.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0009] Es ist daher das Ziel der Erfindung, diese Nachteile zu vermeiden und ein Verbindungselement so zu verbessern, dass die Montage der zu verbindenden Bauteile ohne Leim oder sonstigem Klebstoff erfolgen kann, die Herstellung des Verbindungselements einfach und preisgünstig erfolgen kann, sowie mit dem Verbindungselement eine zugfeste Verbindung erreicht wird.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0010] Diese Ziele werden durch die Merkmale des Anspruchs 1 erreicht. Anspruch 1 bezieht sich auf ein Verbindungselement zur Verbindung von Bauelementen, insbesondere im Möbelbau, umfassend einen Verbindungsbolzen mit einem Bolzenschaft und einem Schaftfortsatz, sowie eine, den Schaftfortsatz aufnehmende Hülse, wobei die Hülse und der Bolzenschaft in jeweilige Bohrungen der zu verbindenden Bauelemente einsetzbar sind. Erfindungsgemäß ist hierbei vorgesehen, dass der Schaftfortsatz einen ersten Abschnitt, dessen Außenfläche der ihr zugeordneten, ersten Innenfläche der Hülse entspricht, sowie einen zylindrischen, zweiten Abschnitt, dessen Außendurchmesser kleiner als der Innendurchmesser der ihm zugeordneten, zweiten Innenfläche der Hülse ist, umfasst, und die Hülse mit nach innen abstehenden Rückhaltelappen versehen ist, die im montierten Zustand am zweiten Abschnitt des Schaftfortsatzes anliegen.
[0011] Des Weiteren ist in einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass der Bolzenschaft und die Hülse mit mehreren, ringförmig angeordneten Zahnfortsätzen mit jeweils einer flachen Flanke und einer steilen Flanke ausgeführt sind.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass die flachen Flanken am Bolzenschaft entgegengesetzt orientiert zu jenen an der Hülse sind.
[0013] Des Weiteren können in einer bevorzugten Ausführungsform der Bolzenschaft und der Schaftfortsatz an ihren freien Enden mit einem konischen Ansatz versehen sein.
[0014] Bei der Montage eines erfindungsgemäßen Verbindungselements werden zunächst der Bolzenschaft und die Hülse in die jeweiligen Bohrungen der zu verbindenden Bauelemente mit dem äußeren konischen Ansatz voran eingeschlagen. Der Bohrungsdurchmesser ist dabei etwas kleiner vorgesehen, als der Außendurchmesser von Bolzenschaft und Hülse inklusive Zahnfortsätzen, aber nicht kleiner als der Außendurchmesser von Bolzenschaft und Hülse ohne Zahnfortsätzen. Der Bolzenschaft wird dabei nur so tief in die Bohrung eingeschlagen, dass nur der Schaftfortsatz aus der Bohrung ragt. Ein zu tiefes Einschlagen in die Bohrung wird durch einen Begrenzungsring verhindert. Ebenso wird die Hülse nur so tief in die vorgesehene Boh- 2/10 österreichisches Patentamt AT 13 085U1 2013-05-15 rung eingeschlagen, dass sie vorzugsweise plan mit der Bohrungsöffnung abschließt.
[0015] Beim Einschlagen von Bolzenschaft und Hülse des erfindungsgemäßen Verbindungselements verklemmen sich die Zahnfortsätze in der Bohrung. Die Zahnfortsätze sind dazu in einer Weise ausgeführt, dass sie jeweils eine steile und eine flache Flanke aufweisen. Die flache Flanke ist dabei bei Bolzenschaft und Hülse so orientiert, dass sie beim Einschlagen zuerst auf die Bohrungsöffnung trifft und ein Einschlagen in die Bohrung erleichtert wird, indem die flache Flanke über die Kante der Bohrungsöffnung einrutscht. Haben sich die Zahnfortsätze in der Bohrung verklemmt, erschwert die steile Flanke des Zahnfortsatzes ein Herausziehen des Bolzenschafts bzw. der Hülse entgegen der jeweiligen Einschlagrichtung, da sich die steile Flanke, bei Bewegung entgegen der Einschlagrichtung, stärker in der Bohrung verklemmt. So kann sichergestellt werden, dass der Bolzenschaft und die Hülse zugfest mit ihren jeweiligen Bohrungen der zu verbindenden Bauteile verbunden sind.
[0016] In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verbindungselements umfasst der Schaftfortsatz zwei Abschnitte, wobei sich der erste Abschnitt des Schaftfortsatzes in Richtung des zweiten Abschnittes geringfügig verjüngt.
[0017] Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verbindungselements sieht vor, dass sich die dem ersten Abschnitt des Schaftfortsatzes zugeordnete, erste Innenfläche der Hülse in Richtung ihrer zweiten. Innenfläche geringfügig verjüngt.
[0018] Des Weiteren ist in einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verbindungselements vorgesehen, dass die Rückhaltelappen an einem Rückhaltering angeordnet sind, der in die Hülse eingesetzt ist. Alternativ können die Rückhaltelaschen auch an der Innenfläche der Hülse angeformt sein. Die Verwendung eines Rückhalterings ermöglicht aber eine von der Hülse abweichende Materialwahl, etwa ein metallischer Werkstoff für den Rückhaltering und ein Kunststoff für die Hülse. Für den Fall eines separaten Rückhalterings wird des Weiteren vorgeschlagen, dass der äußere Umfang des Rückhalterings Ausnehmungen aufweist, da ein in die Hülse eingesetzter Rückhaltering die Wandstärke der Hülse im Umfangsbereich des Rückhalterings reduziert. Versuche haben ergeben, dass die Belastbarkeit der Hülse dadurch verringert werden kann. Die am äußeren Umfang vorgeschlagenen Ausnehmungen erhöhen aber die Wandstärke im Bereich der Ausnehmungen, ohne den Sitz des Rückhalterings in der Hülse nennenswert zu beeinträchtigen. Die Belastbarkeit der Hülse wird somit wieder erhöht.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform können Bolzenschaft und Hülse vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt sein, insbesondere aus Polyoxymethylen (POM). POM eignet sich für die Herstellung des Bolzenschafts und der Hülse besonders, da die Materialeigenschaften von POM einen niedrigen Reibwert bei hoher Festigkeit und Steifigkeit zeigen. Des Weiteren kann POM in einem Spritzgussverfahren präzise und preisgünstig verarbeitet werden. Der Rückhaltering ist vorzugsweise aus Federstahl gefertigt, und wird im Zuge der Herstellung der Hülse mit Kunststoff umspritzt. POM kann aber auch präzise verarbeitet werden, womit die Herstellungskosten bei geringen Stückzahlen ebenfalls gering ausfallen können.
[0020] Durch die länglichen Ausnehmungen zwischen den Rückhaltelaschen am inneren Umfang des Rückhalteringes entstehen biegbare Laschen. In einem weiteren Montageschritt des Verbindungselements, nach dem Einschlagen von Bolzenschaft und Hülse in Bohrungen der zu verbindenden Bauteile, wird der Schaftfortsatz des erfindungsgemäßen Verbindungselements durch Zusammenführen der zu verbindenden Bauteile in Montagerichtung in die Hülse eingeführt, bis Bolzenschaft und Hülse an der Übergangskante zwischen Bolzenschaft und Schaftfortsatz aneinander stoßen. Ebenfalls wird dabei der leicht konische, erste Abschnitt des Schaftfortsatzes in die erste Innenfläche der Hülse, die ebenfalls mit demselben Winkel konisch verläuft, eingeführt. Der leicht konische, erste Abschnitt des Schaftfortsatzes dient dabei als Einführungshilfe des Schaftfortsatzes in die Hülse. Des Weiteren wird durch den leicht konischen, ersten Abschnitt der Sitz des Schaftfortsatzes in der Hülse verbessert, und eine Bewegungsmöglichkeit zwischen Bolzenschaft und Hülse in radialer Richtung vermieden. Quert der Schaftfortsatz die innere Bohrung des Rückhalteringes bei der Montage, werden die Rückhaltelaschen des Rückhalteringes durch den Schaftfortsatz leicht in Montagerichtung verbogen. Die in Mon- 3/10 österreichisches Patentamt AT13 085U1 2013-05-15 tagerichtung verbogenen Rückhaltelaschen liegen in weiterer Folge im montierten Zustand am zweiten Abschnitt des Schaftfortsatzes an. Die Rückhaltelaschen können auch nicht mehr entgegen der Montagerichtung verbogen werden, womit der Schaftfortsatz nicht mehr aus der Hülse entgegen der Montagerichtung gezogen werden kann, da sich die etwas in Montagerichtung gebogenen Rückhaltelaschen aus Federstahl fester mit dem zweiten Abschnitt des Schaftfortsatzes verklemmen würden.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles mithilfe der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen hierbei die [0022] Fig.la eine Ansicht einer Ausführungsform eines Verbindungsbolzens eines erfindungs gemäßen Verbindungselements, [0023] Fig. 1b eine Schnittansicht des Verbindungsbolzens gemäß der Fig. 1a, [0024] Fig. 1c eine perspektivische Ansicht des Verbindungsbolzens gemäß der Fig. 1a, [0025] Fig. 2a eine Ansicht einer Ausführungsform einer Hülse des erfindungsgemäßen Ver bindungselements mit eingebettetem Rückhaltering, [0026] Fig. 2b eine Schnittansicht der Hülse gemäß der Fig. 2a, [0027] Fig. 2c eine perspektivische Ansicht der Hülse gemäß der Fig. 2a, [0028] Fig. 3 eine Ansicht einer Ausführungsform des Rückhalteringes eines erfindungsgemä ßen Verbindungselements, [0029] Fig. 4a eine Ansicht des erfindungsgemäßen Verbindungsbolzens im Montagezustand, [0030] Fig. 4b eine Schnittansicht gemäß der Fig. 4a, sowie [0031] Fig. 4c eine perspektivische Ansicht gemäß der Fig. 4a.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0032] Die Fig. 1a, Fig. 1b und Fig. 1c zeigen eine Ausführungsform eines Verbindungsbolzens 4 eines erfindungsgemäßen Verbindungselements. Der Verbindungsbolzen 4 weist einen Bolzenschaft 2, sowie einen Schaftfortsatz 6 auf. Am freien Ende des Bolzen Schaftes 2 befindet sich ein äußerer konischer Ansatz 17, der das Ansetzen und Einschlagen des Verbindungsbolzens 4 in die Bohrung des zu verbindenden Bauteils, mit dem äußeren konischen Ansatz 17 voran, erleichtert. Der Bolzenschaft 2 ist über seine axiale Erstreckung mit mehreren, ringförmig angeordneten Zahnfortsätzen 10 versehen. Der Außendurchmesser einschließlich der Zahnfortsätze 10 ist geringfügig größer als der Außendurchmesser der Bohrung im zu verbindenden Bauteil. Der Außendurchmesser des Bolzenschaftes 2 zwischen den Zahnfortsätzen 10 ist jedoch geringfügig kleiner als der Außendurchmesser der Bohrung im zu verbindenden Bauteil. Die Zahnfortsätze 10 weisen jeweils eine flache Flanke 10" und eine steile Flanke 10"" auf. Beim Einschlagen des Bolzenschafts 2 in die Bohrung des zu verbindenden Bauteils wird die flache Flanke 10' zuerst in die Bohrung eingeführt. Die flache Flanke 10' ist in Einschlagrichtung nur leicht steigend ausgeführt, damit ein Einschlagen erleichtert wird und der Zahnfortsatz 10 durch die leichte Steigung der flachen Flanke 10' in die Bohrungsöffnung einrutscht. Die steile Flanke 10" auf der anderen Seite des Zahnfortsatzes 10 verklemmt sich hingegen in der Bohrung, wenn der Verbindungsbolzen 4 entgegen der Einschlagrichtung bewegt wird. Somit wird eine zugfeste Verbindung des Verbindungsbolzens 4 in der Bohrung erreicht.
[0033] Am anderen Ende des Verbindungsbolzens 4 verringert sich der Durchmesser zu einem Schaftfortsatz 6. Der Schaftfortsatz 6 weist einen ersten Abschnitt 14, sowie einen zweiten Abschnitt 13 auf. Der dem Bolzenschaft 2 zugewandte, erste Abschnitt 14 ist leicht konisch ausgeführt, und der dem freien Ende des Schaftfortsatzes 6 zugewandte, zweite Abschnitt 13 zylindrisch, wobei der Durchmesser des zweiten Abschnittes 13 geringfügig kleiner ist, als der Durchmesser des konischen, ersten Abschnittes 14. Der Durchmesser des konischen Abschnit- 4/10 österreichisches Patentamt AT13 085U1 2013-05-15 tes 14 steigt in der gezeigten Ausführungsform mit 2° bis zum Bolzenschaft 2 entgegen der Montagerichtung M an, wobei der Durchmesser des Bolzenschaftes 2 nicht erreicht wird, und zwischen Bolzenschaft 2 und Schaftfortsatz 6 somit eine Stufe verbleibt. Bis zu dieser Stufe wird der Bolzenschaft 2 in die jeweilige Bohrung der zu verbindenden Bauteile eingeschlagen. Wird der Bolzenschaft 2 wesentlich weiter als bis zu dieser Stufe in die Bohrung eingeschlagen, kann der Schaftfortsatz 6, bei der Montage mit der Hülse 5 in Montagerichtung M nicht mehr weit genug in die Hülsenbohrung 7 eingreifen, und dabei den Rückhaltering 8 queren.
[0034] In Fig. 2a, Fig. 2b und Fig. 2c ist eine Ausführungsform einer Hülse 4 eines erfindungsgemäßen Verbindungselements dargestellt. Die Fig. 2a zeigt eine Ausführungsform der Hülsenaußenfläche 3 der Hülse 5 mit den ringförmig angeordneten Zahnfortsätzen 10, sowie dem äußeren konischen Ansatz 17, der in die Bohrungsöffnung des zu verbindenden Bauteils eingeschlagen wird. Der Außendurchmesser einschließlich der Zahnfortsätze 10 ist wiederum geringfügig größer als der Außendurchmesser der Bohrung im zu verbindenden Bauteil. Der Außendurchmesser der Außenfläche 3 zwischen den Zahnfortsätzen 10 ist jedoch geringfügig kleiner als der Außendurchmesser der Bohrung im zu verbindenden Bauteil. Die Hülse 5 wird in die Bohrung des zu verbindenden Bauteils vorzugsweise so weit eingeschlagen, bis sie mit der Bohrungsöffnung plan abschließt. Die Zahnfortsätze 10 weisen wiederum eine flache Flanke 10' und eine steile Flanke 10" auf. Die flache Flanke 10' ist bei der Hülse 5 in Einschlagrichtung der Dübelhülse orientiert, wobei die Orientierung von flacher Flanke 10' zu steiler Flanke 10" der Zahnfortsätze 10 bereits in der Figurenbeschreibung zur Fig. 1a bis Fig. 1c erläutert wurde, die flachen Flanken 10' am Bolzenschaft 2 jedoch entgegen gesetzt orientiert zu jenen an der Hülse 5 sind. Die Hülsenbohrung 7 quert die gesamte Hülse 5 und weist zwei axiale Abschnitte auf, die vom Rückhaltering 8 abgegrenzt werden. Die, in Montagerichtung M gesehene, erste Innenfläche 15 der Hülsenbohrung 7 ist als leicht konischer Abschnitt mit demselben Winkel wie der konische Abschnitt 14 des Schaftfortsatzes 6 ausgeführt, jedoch etwas länger als der konische Abschnitt 14 vorgesehen. Am freien Ende der ersten Innenfläche 15 der Hülsenbohrung 7 ist zusätzlich ein konischer Bohrungsansatz vorgesehen, um das Ansetzen des Schaftfortsatzes 6 in die Hülsenbohrung 7 zu erleichtern. Die zweite Innenfläche 16 der Hülsenbohrung 7 ist zylindrisch ausgeführt, und weist einen geringfügig größeren Durchmesser auf als der zweite Abschnitt 13 des Schaftfortsatzes 6 und ist auch geringfügig länger ausgeführt als dieser. Zwischen der ersten Innenfläche 15 und der zweiten Innenfläche 16 der Hülsenbohrung 7 ist der Rückhaltering 8 eingebettet, vorzugsweise in die aus POM bestehende Hülse 5 eingegossen.
[0035] Die Fig. 3 zeigt eine Ansicht des Rückhalterings 8. Die innere Bohrung 9 ist dabei geringfügig kleiner als der Durchmesser des zweiten Abschnitts 13 des Schaftfortsatzes 6 ausgeführt. Durch die langlochförmigen Ausnehmungen 11, die entlang des Umfangs der inneren Bohrung 9 verteilt sind, entstehen Rückhaltelaschen 12, die elastisch verbiegbar ausgeführt sind. In der Darstellung dieser bevorzugten Ausführungsform sind am Umfang der inneren Bohrung 9 sechs Rückhaltelaschen 12 verteilt.
[0036] In Fig. 4a, Fig. 4b und Fig. 4c ist das erfindungsgemäße Verbindungselement im Montagezustand dargestellt. Der Verbindungsbolzen 4 wurde in Montagrichtung M, mit dem Schaftfortsatz 6 voran, in die Hülse 5 eingeführt. Dies wird vorzugsweise durch Zusammenführen der zu verbindenden Bauteile erreicht, in die in einem vorangegangenen Montageschritt die Hülse 5, sowie der Bolzenschaft 2 in dafür vorgesehene Bohrungen eingeschlagen wurden. Der Bolzenschaft 2 und die Hülsenaußenfläche 3 bilden im gezeigten Ausführungsbeispiel eine zylindrische Außenfläche 1 des erfindungsgemäßen Verbindungselements. Der Schaftfortsatz 6 greift in die Hülsenbohrung 7 ein, wobei der zweite Abschnitt 13 des Schaftfortsatzes 6 die innere Bohrung 9 des Rückhalteringes 8 quert, und der konische, erste Abschnitt 14 in der ebenfalls konischen, ersten Innenfläche 15 der Hülsenbohrung 7 aufgenommen wird. Durch das Einsetzen der beiden beschriebenen konischen Abschnitte ineinander kommt es zu keiner Verklemmung zwischen Schaftfortsatz 6 und Hülsenbohrung 7, sondern lediglich zu einer Führung, um das Einführen zu erleichtern und ein Spiel in radialer Richtung zwischen Schaftfortsatz 6 und Hülsenbohrung 7 zu vermeiden. Der zweite Abschnitt 13 des Schaftfortsatzes 6 verbiegt beim Einführen in die innere Bohrung 9 des Rückhalteringes 8 die Rückhaltelaschen 12 leicht in 5/10 österreichisches Patentamt AT 13 085U1 2013-05-15
Montagerichtung M, da sie aufgrund des geringfügig kleineren Durchmessers der inneren Bohrung 9 gegenüber dem zweiten Abschnitt 13 des Schaftfortsatzes 6 in Montagerichtung M mitgenommen werden. Die vorzugsweise aus Federstahl gefertigten Rückhaltelaschen 12 sind im Montagezustand leicht in Montagerichtung M orientiert, und liegen mit der Kante der inneren Bohrung 9 aufgrund der elastischen Ausführung aus Federstahl am zweiten Abschnitt 13 des Schaftfortsatzes 6 an. Ein Herausziehen des Schaftfortsatzes 6 entgegen der Montagerichtung M ist nicht möglich. Die Rückhaltelaschen 12 können im schmalen Spalt zwischen Hülsenbohrung 7 und Schaftfortsatz 6 nicht entgegen der Montagerichtung M orientiert werden, und werden sich bei Bewegung des Schaftfortsatzes 6 entgegen der Montagerichtung M stärker in den zweiten Abschnitt 13 des Schaftfortsatzes 6 verklemmen. Damit wird eine zugfeste Verbindung zwischen Verbindungsbolzen 4 und Hülse 5 erreicht, die gemeinsam ein zugfestes, erfindungsgemäßes Verbindungselement bilden.
[0037] Es ist unmittelbar ersichtlich, dass bei der erfindungsgemäßen Ausführung des Verbindungselements die Montage der zu verbindenden Bauteile ohne Leim oder sonstigem Klebstoff erfolgt, die Herstellung des Verbindungselements einfach und preisgünstig erfolgen kann, sowie mit dem Verbindungselement eine zugfeste Verbindung erreicht wird.
BEZUGSZEICHENLISTE 1 Zylindrische Außenfläche 2 Bolzenschaft 3 Hülsenaußenfläche 4 Bolzenschaft 5 Hülse 6 Schaftfortsatz 7 Hülsenbohrung 8 Rückhaltering 9 Innere Bohrung 10 Zahnfortsatz 10' flache Flanke 10" steile Flanke 11 langlochförmige Ausnehmungen 12 Rückhaltelaschen 13 zweiter Abschnitt des Schaftfortsatzes 14 erster Abschnitt des Schaftfortsatzes 15 erste Innenfläche der Hülsenbohrung 16 zweite Innenfläche der Hülsenbohrung 17 äußerer konischer Ansatz M Montagerichtung 6/10
Claims (9)
- österreichisches Patentamt AT 13 085U1 2013-05-15 Ansprüche 1. Verbindungselement zur Verbindung von Bauelementen, insbesondere im Möbelbau, umfassend einen Verbindungsbolzen (4) mit einem Bolzenschaft (2) und einem Schaftfortsatz (6), sowie eine, den Schaftfortsatz (6) aufnehmende Hülse (5) , wobei die Hülse (5) und der Bolzenschaft (2) in jeweilige Bohrungen der zu verbindenden Bauelemente ersetzbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaftfortsatz (6) einen ersten Abschnitt (14) , dessen Außenfläche der ihr zugeordneten, ersten Innenfläche (15) der Hülse (5) entspricht, sowie einen zylindrischen, zweiten Abschnitt (13), dessen Außendurchmesser kleiner als der Innendurchmesser der ihm zugeordneten, zweiten Innenfläche (16) der Hülse (5) ist, umfasst, und die Hülse (5) mit nach innen abstehenden Rückhaltelappen (12) versehen ist, die im montierten Zustand am zweiten Abschnitt (13) des Schaftfortsatzes (6) anliegen.
- 2. Verbindungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzenschaft (2) und die Hülse (5) mit mehreren, ringförmig angeordneten Zahnfortsätzen (10) mit jeweils einer flachen Flanke (10') und einer steilen Flanke (10”) ausgeführt sind.
- 3. Verbindungselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die flachen Flanken (10') am Bolzenschaft (2) entgegen gesetzt orientiert zu jenen an der Hülse (5) sind.
- 4. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzenschaft (2) und der Schaftfortsatz (6) an ihren freien Enden mit einem konischen Ansatz (17) versehen sind.
- 5. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste Abschnitt (14) des Schaftfortsatzes (6) in Richtung des zweiten Abschnittes (13) geringfügig verjüngt.
- 6. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die dem ersten Abschnitt (14) des Schaftfortsatzes (6) zugeordnete, erste Innenfläche (15) der Hülse (5) in Richtung ihrer zweiten Innenfläche (16) geringfügig verjüngt.
- 7. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltelappen (12) an einem Rückhaltering (8) angeordnet sind, der in die Hülse (5) eingesetzt ist.
- 8. Verbindungsdübel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Umfang des Rückhalterings (8) Ausnehmungen (18) aufweist.
- 9. Verbindungsdübel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbolzen (4) sowie die Hülse (5) vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt sind, insbesondere aus Polyoxymethylen (POM). Hierzu 3 Blatt Zeichnungen 7/10
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| AT13085U1 true AT13085U1 (de) | 2013-05-15 |
Family
ID=48222668
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATGM37/2012U AT13085U1 (de) | 2012-01-31 | 2012-01-31 | Verbindungselement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT13085U1 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3309953A1 (de) * | 1983-03-19 | 1984-10-11 | Walter 4520 Melle Fischer | Unsichtbare verbindung von flaechigen teilen, insbesondere bei moebeln |
| DE19915119A1 (de) * | 1999-04-01 | 2000-10-12 | Simon Karl Gmbh & Co Kg | Montageelement für den Möbelbau |
| DE102011009334A1 (de) * | 2010-02-07 | 2011-08-11 | Kunststoff KG Nehl & Co, 32257 | Beschlagsystem für Leichtbauplatten insbesondere für den Möbelbau |
-
2012
- 2012-01-31 AT ATGM37/2012U patent/AT13085U1/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3309953A1 (de) * | 1983-03-19 | 1984-10-11 | Walter 4520 Melle Fischer | Unsichtbare verbindung von flaechigen teilen, insbesondere bei moebeln |
| DE19915119A1 (de) * | 1999-04-01 | 2000-10-12 | Simon Karl Gmbh & Co Kg | Montageelement für den Möbelbau |
| DE102011009334A1 (de) * | 2010-02-07 | 2011-08-11 | Kunststoff KG Nehl & Co, 32257 | Beschlagsystem für Leichtbauplatten insbesondere für den Möbelbau |
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