AT131188B - Verfahren und Vorrichtung zum Selbstdichten von Verletzungen durch Fremdkörper an luft-, gas- oder flüssigkeitserfüllten Behältern. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Selbstdichten von Verletzungen durch Fremdkörper an luft-, gas- oder flüssigkeitserfüllten Behältern.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und Vorrichtungen zum Selbstdichten von Ver- letzungen durch Fremdkörper an luft-, gas- oder flüssigkeitserfüllten Behältern. Solche Verfahren und Vorrichtungen können mit Vorteil da Verwendung finden. wo die Behälter mechanischen Verletzungen durch das Eindringen von Fremdkörpern unter Druck oder Schlag ausgesetzt sind. beispielsweise zur EMI1.2 ausgepresst, von der Teile am Rande der Öffnung koagulieren und so allmählich die Verletzung ver- schliessen. Dies hat den Nachteil, dass namentlich bei etwas grösseren Verletzungen viel Zeit vergeht, bis das Abdichten vollendet ist. und somit inzwischen viel von dem Inhalt des Behälters wie auch von der hinausquellenden Dichtungsmasse verlorengeht. Eine weitere Folge davon ist, dass bei wiederholten Verletzungen die Dichtungsmasse nicht ausreicht oder auch. dass die fliissige Masse sieh innerhalb der Hülle verlagern kann und gerade die am meisten gefährdeten Stellen ungeschützt lässt. Wurden statt EMI1.3 dichtende Massen Stoffe benutzt werden. deren Adhäsionsfähigkeit gegenüber Metallen oder sonstigen in Betracht kommenden Fremdkörperstoffen grösser ist, als gegenüber der elastischen Hülle, die die Diehtungsmasse enthält. Dabei soll die Plastizität der Dichtungsmasse so gross sein. dass diese nicht durch den Druck des Behälterinhaltes aus der Hiille durch die Verletzungsöffnung hindurch nach aussen oder umgekehrt durch einen etwa vorhandenen Überdruck der Atmosphäre in das Innere des Behälters hineingepresst werden kann. Ferner hat es sieh als zweckmässig erwiesen, und auch dies ist ein Teil der Erfindung, der Füllmasse eine nur geringe Reissfestigkeit zu geben, die aber grösser sein muss als die Adhäsionsfähigkeit gegenüber den Fremdkörpern. Dringt nun ein Fremdkörper in den Behälter ein. so zieht er Teile der an ihm haftenden Dichtungsmasse mit. die aber mit der Fiillung selbst, indem sie sich dehnen, zusammenhängend bleiben. Überschreitet die Spannung in der mitgenommenen Masse ein gewisses Mass dadurch. dass sich der Fremdkörper auf seinem Wege von der durchgeschlagenen elastischen Umhüllung der Füllmasse entfernt, so gleitet die mitgenommene Masse von dem Fremdkörper ab, da ja ihre Reissfestigkeit grösser ist als die Adhäsion, und bildet beim Zurückschnellen einen propfenartigen Verschluss der Verletzung. EMI1.4 <Desc/Clms Page number 2> zulagem. Dabei können dann alle Schichten zwar grössere Adhäsionsfähigkeit gegenüber den Fremdkörperstoffen als gegenüber der elastischen Hülle haben, die Adhäsionsfähigkeit aber wenigstens einer der Massen gegenüber einer andern soll gleich oder grösser sein als deren Adhäsionsfähigkeit gegenüber den Fremdkörperstoffen. Hiedureh wird erreicht, dass bei der Bewegung des Fremdkörpers in der einen Richtung die mitgenommene Masse beim Durchtritt durch die Schicht der Masse grösserer Adhäsionsfähigkeit festgehalten wird und so wieder einen propfenartigen Verschluss bildet, während bei der Rückbewegung des Fremdkörpers an der Gegenseite der Hülle der vorher beschriebene Abschluss der Ver- letZ1mg bewirkt wird. Die mit der Dichtungsmasse angefüllte Hülle kann in den Zwischenraum von Doppelwänden des Behälters als Einlage eingesetzt bzw. eingeklebt werden. Sie kann selbst die Behälterwand bilden, sie kann auch mit einer Behälterwand aus einem Stück hergestellt oder zu einem Stück verbunden sein. Geeignete, selbstdichtende Massen für die Vorrichtung lassen sich beispielsweise dadurch erzielen, dass man übermastiziertem, totgewalztem Gummi Plastikatoren in ungewöhnlich grosser Menge, d. h. beträchtlich mehr als etwa 50"zusetzt. Als günstig haben sich Mineralöle höherer Fraktion, etwa Spindel- öle von höheren als Petroleumfraktionen in Mengen von etwa 18 bis 35%, je nach Art der verwendeten Rohgummimasse als Zusatz erwiesen. Durch das Übermastizieren im Verein mit dem Zusatz von Plasti- katoren wird auch die verlangte geringe Reissfestigkeit erreicht. Für die Hülle lässt sich eine vulkanisierte Gummisehieht verwenden. Dies bietet gegenüber bisher bei Flugzeugbenzinbehältern verwendeten Rohgummisehiehten den weiteren Vorteil, dass der dem Behälter zunächst liegende vulkanisierte Gummi zwar durch Benzin quillt, aber nicht wie Rohgummi gelöst wird. PATENT-ANSPRUCHE : 1. Verfahren zum selbsttätigen Abdichten von luft-, gas-oder flüssigkeitserfüllten Behältern EMI2.1 höhere Adhäsionsfähigkeit gegenüber Fremdkörpern aus Metall oder sonstigem Material als gegenüber ihrer elastischen Hülle und ferner eine mögliehst kleine Reissfestigkeit besitzt, die jedoch grösser ist als ihre Adhäsionsfähigkeit gegenüber den besagten Fremdkörpern.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine elastische Hülle aus mehreren Schichten ähnlicher Massen von verschieden grosser Adhäsionsfähigkeit angewendet wird.3. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die Adhäsionsfähigkeit der Masse der einen Schicht gegenüber der Masse einer andern Schicht gleich oder grösser ist als die Adhäsions- fähigkeit der ersten Masse gegenüber den Stoffen der häufigst vorkommenden Fremdkörper. EMI2.2 die mit Dichtungsmasse gefüllte HÜlle in den Zwischenraum einer Behälterdoppelwand eingelagert ist.5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Diehtungsmasse gefüllte Hülle selbst die Behälterwand bildet oder mit dieser aus einem Stück besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF70257D DE595759C (de) | 1931-02-11 | 1931-02-11 | Schutzschicht zum Selbstdichten von durch Fremdkoerper verursachten Beschaedigungen an luft-, gas- oder fluessigkeitserfuellten Behaeltern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT131188B true AT131188B (de) | 1933-01-10 |
Family
ID=7111330
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT131188D AT131188B (de) | 1931-02-11 | 1931-03-27 | Verfahren und Vorrichtung zum Selbstdichten von Verletzungen durch Fremdkörper an luft-, gas- oder flüssigkeitserfüllten Behältern. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT131188B (de) |
| DE (1) | DE595759C (de) |
-
1931
- 1931-02-11 DE DEF70257D patent/DE595759C/de not_active Expired
- 1931-03-27 AT AT131188D patent/AT131188B/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE595759C (de) | 1934-04-20 |
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