AT131477B - Entladungsgeräß mit Anoden aus festem Material und Glühkathode und dampflieferndem Körper. - Google Patents

Entladungsgeräß mit Anoden aus festem Material und Glühkathode und dampflieferndem Körper.

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AT131477B
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AT
Austria
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mercury
discharge
vapor
hot cathode
solid material
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Inventor
Wolfgang Dr Harries
Original Assignee
Aeg
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  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Es ist neuerdings mit Erfolg versucht worden. mit Quecksilberdampf gefüllte Glühkathodengleichrichter zum Gleichrichten höherer Spannungen zu benutzen. Dabei beträgt die   Spannung. die   ein derartiger Kolben ohne   Rückzündung in   der   Sperrphase     verträg.     20   000 Volt und mehr. Die Stromstärke in derartigen Kolben kann man genügend hoch steigern, wenn man durch hinreichende Grösse des Kolbens für genügende Wärmeabfuhr sorgt, da niedrige Dampfdiehte wesentlich ist für Vermeidung von Rückzündungen. Für die Gleichrichtung sehr grosser Stromstärken hat   man   bereits mehrere, parallel arbeitende Gleichrichter vorgesehen, da eine weitere Steigerung der Grösse unangebracht scheint. 



   Nach der Erfindung wird   nun   ein neuer Weg eingeschlagen. der es   ermöglicht. auch   bei hoher Kolbentemperatur eine wohldefinierte   niedrige Dampfdichte   des Quecksilbers zu gewährleisten. Prinzipiell wäre es möglich, eine   beschränkte   Menge Quecksilbers in den Kolben zu bringen, so dass bei höheren Temperaturen kein flüssiges Quecksilber mehr im Kolben vorhanden ist. Dieses Verfahren fÜhrt jedoch im starken Masse zu den gleichen Schwierigkeiten, wie sie von   den Edelgasgleiehrichtern   her bekannt sind. Das Gas verschwindet mehr und mehr durch Okklusion. so dass die Wirkung des Kolbens bald beeinträchtigt wird. 



   Erfindungsgemäss besteht die   dampfliefernde   Substanz aus einer Legierung des Quecksilbers mit einem oder mehreren Metallen von hohem Siedepunkt und einer nur geringen   Fähigkeit, im heissen   Zustand Elektronen zu emittieren. Derartige Metalle. die mit Quecksilber in beliebigen Verhältnissen 
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 der Legierung wird der Bodenkörper fest oder flüssig sein. Der Sättigungsdruck des Quecksilbers und   damit   die Dichte des Dampfes ist abhängig von dem Prozentsatz an Quecksilber, den die Legierung enthält. Je höher der   Quecksilbergehalt   ist. um so höher ist bei gleicher Temperatur auch der Dampfdruck. Bereits kleine Zusätze anderer Metalle verringern den Dampfdruck erheblich. Es scheint vorteil- 
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   können.   



   Da bei Verwendung derartiger Legierungen eine höhere   Temperatur   als bei den bekannten Anordnungen betriebssicher erreicht werden kann, so ist es gestattet, bei gleicher Kolbengrösse den Kolben ohne   Rückzündungsgefahr erheblich   höher zu belasten, so dass der Kolben gleicher Leistung kleiner ausfällt als bisher. Freilich   muss   hiebei in Kauf   genommen   werden, dass beim Zünden der Entladung die Temperatur bereits so hoch liegen muss. dass eine genügende Dampfdichte vorhanden ist. In den meisten Fällen wird es   genügen, nach dem Einschalten der Kathodenheizung   eine   geraume   Zeit bis   zum   Zünden der Entladung zu warten.

   In andern Fällen kann es ratsam sein. bis zur Zündung   oder auch während   des Betriebes das Entladungsgefäss mittels besonderer Vorrichtungen zu heizen. Das Abschalten dieser Heizung sowie das Zünden oder Löschen der Entladung kann hiebei   durch thermische Relais oder ähnliche   Mittel in an sich bekannter Weise vorgenommen werden. 



   Die   Anwendung der Erfindung beschränkt   sich naturgemäss nicht auf Gleichrichterentladungs- 
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   Es sind bereits   Entladungsgefässe bekannt geworden,   bei denen die Anode aus Quecksilber besteht. 



  Dabei besteht die Gefahr, dass bei Erwärmung der Anode   Rüekzündungen   auftreten, d. h. in den negativen Halbperioden der   Anodenspannung   die aus Quecksilber bestehende Anode als Kathode wirksam wird. 



   Um das Entstehen eines Kathodenfleckes auf der Anode zu vermeiden, hat man deshalb vorgeschlagen, als Anodenmaterial an Stelle von Quecksilber eine Quecksilberlegierug von entsprechender 
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 besitzen und mit einer Kathode versehen sind, die aus einer Quecksilberlegierung besteht. Die   Les : ierunKs-   zusammensetzung ist dabei so gewählt, dass die Kathode im kalten Zustand der Röhre sich in einem festen 
 EMI2.2 
 dass im Gegensatz zu den Gleichrichtern mit Quecksilberkathode die Entladung noch bei sehr   geringen   Stromstärken aufrecht erhalten bleibt. 



   Gegenüber diesen bekannten Anordnungen handelt es sich beim Erfindungsgegenstand um Entladungsgefässe mit   Glühkathode   und im allgemeinen fester Anode (beispielsweise aus Graphit). Gemäss der Erfindung ist eine Queeksilberlegierung geeigneter Zusammensetzung als Dampf liefernder Körper vorgesehen, also ein Körper, der unabhängig von der materiellen Beschaffenheit von Kathode und Anode den für die Entladung notwendigen Dampf geeigneten Druckes liefern soll.

   Gerade dadurch, dass die Queeksilberlegierung als Dampf liefernder Körper verwendet wird, also bezüglich der   Dampflieferuna   nicht an den jeweiligen Zustand von Anode und Kathode gebunden ist, ist es   möglich,   durch geeignete Wahl der Legierungszusammensetzung und der   Gefässtemperatur   sicherzustellen, dass ein für die Entladng möglichst geeigneter Dampfdruck vorhanden ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Entladungsgefäss   mit Anode aus festem Material und   Glühkathode und   einer von der Glühkathode getrennten, dampfliefernden Quecksilberlegierung, dadurch gekennzeichnet, dass das Queeksilber mit Metallen von hohem Siedepunkt und geringer Fähigkeit, Elektronen zu emittieren (z. B. Cadmium, Zink. Blei, Zinn, Wismut) legiert ist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zum Betrieb eines Entladungsgefässes nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Zünden das Entladungsgefäss bzw. der aus einer Legierung bestehende dampfliefernde Körper auf eine hinreichend hohe Temperatur gebracht wird, so dass die Zündung bei einer vorgeschriebenen Dampfdichte in dem Entladungsgefäss vor sieh geht.
    3. Entladungsgefäss nach Anspruch 1 oder folgendem, dadurch gekennzeichnet, dass an sieh bekannte Einrichtungen vorgesehen sind. welche das Zünden und gegebenenfalls das Löschen der Entladung in Abhängigkeit von der Gefässtemperatur regulieren.
AT131477D 1929-12-14 1930-12-13 Entladungsgeräß mit Anoden aus festem Material und Glühkathode und dampflieferndem Körper. AT131477B (de)

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AT131477D AT131477B (de) 1929-12-14 1930-12-13 Entladungsgeräß mit Anoden aus festem Material und Glühkathode und dampflieferndem Körper.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2952022A1 (de) * 1979-01-02 1980-07-03 Gen Electric Stabilisierte hochleistungs-entladungslampe
US4581557A (en) * 1979-01-02 1986-04-08 General Electric Company Stabilized high intensity discharge lamp

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DE2952022A1 (de) * 1979-01-02 1980-07-03 Gen Electric Stabilisierte hochleistungs-entladungslampe
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