AT132101B - Vorrichtung zur elektrochemischen Aufzeichnung und optischen Wiedergabe von Schallvorgängen. - Google Patents

Vorrichtung zur elektrochemischen Aufzeichnung und optischen Wiedergabe von Schallvorgängen.

Info

Publication number
AT132101B
AT132101B AT132101DA AT132101B AT 132101 B AT132101 B AT 132101B AT 132101D A AT132101D A AT 132101DA AT 132101 B AT132101 B AT 132101B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
recording
electrode
strip
sound
paper
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Emil Ing Glas
Original Assignee
Emil Ing Glas
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Emil Ing Glas filed Critical Emil Ing Glas
Application granted granted Critical
Publication of AT132101B publication Critical patent/AT132101B/de

Links

Landscapes

  • Recording Measured Values (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zur elektrochemischen Aufzeichnung und optischen Wiedergabe von   Schallvorgängen.   



    Die vorliegende Erfindung betrifft eine Apparatur zur elektrochemischen Aufzeichnung von Schallvorgängen und deren Wiedergabe mittels lichtempfindlicher Zellen, u. zw. vorwiegend mittels flächenförmiger Photozellen.'"' Die Aufzeichnungen geschehen auf mit einer geeigneten Lösung getränkten, laufenden Papierstreifen. 



  Es ist bekannt, dass der Laufgeschwindigkeit solcher Papierstreifen durch die Empfindlichkeit der elektrochemischen Reaktion bestimmte Grenzen nach oben gesetzt sind, weil bei zu grosser Laufgeschwindigkeit die Strommenge pro Flächenelement des Registrierstreifens bei einer vorgegebenen Stromstärke zu gering ist, um die Reaktion zu ermöglichen. Nun ist es aber anderseits bei Aufnahme von Schallvorgängen erforderlich, dass Frequenzen von 10.000 pro Sekunde noch formgetreu registriert werden. 



  Es sind aber der Laufgeschwindigkeit des Streifens obere Grenzen gesetzt, weil bei der erforderlichen Streifengeschwindigkeit von einigen Metern pro Sekunde die notwendige Genauigkeit des Vorschubes des dünnen und zur Erreichung der Reaktion feuchten Streifens schwer erzielt werden kann,   
 EMI1.1 
 Wiedergabe längerer   Schallvorgänge,   wie   Musikstücke   grösseren Umfanges, Vorträge jeder Art (speziell für Unterriehtszwecke) sowie Aufnahme von Gerichtsverhandlungen, Gesprächen (auf Diktaphonen) usw. ohne Verbrauch grosser Papierstreifenlängen dadurch erreicht, dass die Aufzeichnung der Schall- 
 EMI1.2 
 



   Erfindungsgemäss wird nun eine Aufnahmevorriehtung dieser Art derart ausgestaltet, dass die
Elektroden auf einem über zwei oder mehrere Rollen laufenden, durch zwangläufige Kupplung mit dem Fortschaltmechanismus für die Aufnahmestreifen quer zu diesen bewegten, endlosen Band gleichmässig verteilt sind, so dass bei der Aufnahme auf einem Papierstreifen stets nur eine Elektrode, bei gleichzeitiger
Aufnahme auf mehreren Streifen auf jedem Papierstreifen stets nur je eine Elektrode die Aufzeichnung bewirkt und, sobald diese den Papierstreifen verlässt, die nächste in Tätigkeit tritt. In diesem Falle erfolgt die Aufzeichnung in parallelen Linien, deren Neigung zur Richtung der Papierstreifenbewegung aus den Geschwindigkeiten des Papierstreifens und des Elektrodenbandes und aus der Lage der Rollen, um welche das Elektrodenband läuft, resultiert.

   Die Schallwiedergabe erfolgt erfindungsgemäss durch ein der Stiftanordnung entsprechend gelochtes Blendenband. 



   Diese Anordnung wird besonders vorteilhaft dann Verwendung finden können, wenn es sich darum handelt, gleichzeitig mehrere gleiche Aufzeichnungen vorzunehmen. Es können in diesem Falle ebenso- viele Papierstreifen gleichzeitig mit Aufzeichnungen versehen werden, als Stiftpaare gleichzeitig in
Ebenen liegen. Mitunter wird es vorteilhaft sein, auf einem entsprechend breiten Papierband mehrfache
Aufzeichnungen nebeneinander vorzunehmen und dieses Band dann in Streifen zu zerschneiden. 



   Die Elektrodenstifte können entweder durch entsprechende Schaltung mit Hilfe eines Sende- mikrophons und eines Verstärkers direkt zur Aufzeichnung der Frequenzen dienen oder als schwingende
Glieder eines Magnetsystems (wie bei Telephonographen) ausgebildet werden, in welchem Falle ein 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 konstanter Strom, der   von derElektrode durch den Papierstreifen   zur Unterlage führt, die elektrochemische Reaktion und somit die Sichtbarmachung der Schwingungen der Elektrode im magnetischen Feld bewirkt. 



   In der Zeichnung ist sowohl die Aufnahmeeinrichtung als auch die Wiedergabevorrichtung schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt die Aufnahmeapparatur, Fig. 2   die Wiedergabevorriehtuna, Fig.   3 eine Aufnahmeeinrichtung mit drei   Aufzeichnungsflächen   und Fig. 4 eine Einzelheit an den Elektroden. 



   Auf einer Grundplatte 1 befinden sieh die Lagerböcke   2,   welche die Lagerstellen für die Achsen 3 bzw. für die Rollen 4 aufweisen. 5 ist das über die beiden Rollen 4 laufende Elektrodenband mit den in einer Ebene liegenden, auf diesem Band gleichmässig verteilten Elektrodenstiften 6.   a   bis f stellen die 
 EMI2.1 
 eines Motors, und die Bewegung der Papierstreifen in Richtung der Achsen 3 wird mit Hilfe an und für sich bekannter Getriebe aus dieser Bandbewegung zwangsläufig abgeleitet. Der Fig. 1 entsprechend werden gleichzeitig auf sechs Papierstreifen Aufzeichnungen vorgenommen. Die aufgezeichneten Schallvorgänge ergeben eine Schar paralleler, gerader Linien. Bei dem Wiedergabeapparat nach Fig. 2 ist an Stelle des Elektrodenbandes 5 ein Blendenband 6 angeordnet.

   Der Papierstreifen wandert über die auf dem   brillenförmig   ausgebildeten   Träger befindliche Lauffläche ,   wobei er durch entsprechende Führungselemente 9 geführt wird. 10 zeigt die   Flächenzelle,   von der die Leitungen zum Verstärker V und zum Lautsprecher L führen. 



   Wenn es sich darum handelt, eine grosse Anzahl gleichartiger Aufzeichnungen eines   Sehallvorganges   vorzunehmen, wird es sich mitunter empfehlen, das Band über mehrere Rollen laufen zu lassen ; eine   diesbezügliche   schematische Anordnung zeigt Fig. 3. Durch das Elektrodenband 5 mit den Elektrodenstiften 6 werden in der Ebene e1 gleichzeitig acht Aufzeichnungen a bis h in den Ebenen e2 und e3 zu gleicher Zeit je fünf Aufzeichnungen   i   bis n vorgenommen. Mit 11 sind die verschiedenen in Achsenrichtung ablaufenden Streifen   bezeiehnet-=lst ein   Papierband, welches erst nach Beendigung der Aufzeichnungen der   ganzenLänge-aaen"entsprechend zerschnitten   werden muss.

   Auch die Schaltung eines derartigen   Aufzeichnungsapparates   erfolgt in bekannter Weise dadurch, dass die Stromleitung von einem Sendemikrophon M zu einem Verstärker V und von diesem zu den Elektrodenstiften 6 bzw. zu den leitenden Unterlagen 13 geführt wird. 



   In vielen Fällen wird es erforderlich sein, mit der Aufzeichnung der   Schallvorgänge   nicht unmittelbar am Rande des Papierstreifens zu beginnen, was Übrigens in allen Fällen undurchführbar sein wird, wenn das Papier eine Randversteifung irgendwelcher Art, eine Falzung, Perforierung od. dgl. am Rande erhält. 



   Um den Beginn bzw. die   Beendigung der Aufzeichnung jedes   einzelnen Stiftes wahlweise zu regeln, ist es   zweckmässig, eine   derartige Anordnung der Stifte zu wählen, dass diese   selbsttätig zum   geeigneten Zeitpunkt mit dem Streifen in Berührung kommen und somit mit der Aufzeichnung beginnen und ebenso selbsttätig wieder ausser Tätigkeit treten. 



   In Fig. 4 stellt 14 den Elektrodenträger dar, 1. 5 zeigt die Stiftfassung mit dem Stift 16 und der Stiftbefestigungsschraube 17. Die Feder 18 drückt die Stiftfassung bzw. den Stift gegen den Elektroden- 
 EMI2.2 
 in der Pfeilriehtung bewegt, dann bewirkt eine Führungsschiene 20 ein Abheben der Stiftfassung 15 und des Stiftes 16, der Stift wird erst in der Lage a mit der Aufzeichnung beginnen und verbleibt in der aufzeichnenden Stellung bis zur Lage, in welcher Lage die Feder 18 wieder in Wirkung treten kann. 



  Inzwischen ist der   nächste   Stift in die Stellung a gelangt. Die Stromführung   vom Verstärker führt vorteil-   haft zur leitenden Unterlage 21 bzw. zu der als Stromabnehmesehiene ausgebildeten Führungsschiene 20. 



  22 zeigt den Papierstreifen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur elektrochemischen Aufzeichnung von   Sehallvorgängen   auf streifenförmigen Aufnahmeträgern, dadurch gekennzeichnet, dass ein um zwei oder mehrere Rollen laufendes quer zu den Aufnahmestreifen bewegtes, endloses Band, welches in gleichem Abstand angeordnete Elektrodenstifte trägt, mit dem Fortschaltmeehanismus für die Streifen zwangläufig verbunden ist, so dass sowohl eine einfache   Sehallaufzeichnung   auf einem Papierstreifen, als auch eine mehrfache, gleichzeitige Aufzeichnung auf mehreren parallellaufenden Streifen in der Art erfolgen kann, dass wenn ein Stift die Aufzeichnung vollendet hat, der   nächstfolgende   in   Tätigkeit   tritt (Fig. 1 und 3).

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur optischen Wiedergabe von durch eine Vorrichtung gemäss Anspruch 1 aufgezeichneten Schallvorgängen, dadurch gekennzeichnet, dass der mit den Schallaufzeiehnullgen versehene Papierstreifen von einer Lichtquelle belichtet und mittels eines Blendenbandes, dessen Öffnungen entsprechend den Stiften des Elektrodenbandes des Aufnahmeapparates angeordnet sind, abgetastet wird und dass die durch die Blendenöffnungen durchgelassenen Strahlen zu einer im Verstärker-und Laut- spreeherkreis gelegenen Flächenzelle gelangen, welche eine derartige Breite besitzt, dass sieh stets nur ein Blendenloch vor der Zelle bewegen kann (Fig. 2).
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodenstifte zwecks genauen EMI2.3 <Desc/Clms Page number 3> angeordnet sind und über eine Führungsschiene (20) geführt werden, so dass das gesicherte Arbeiten jeweils nur eines Stiftes erzielt wird (Fig. 4).
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene für die Elektrodenstifte leitend ist. EMI3.1
AT132101D 1932-05-28 1932-05-28 Vorrichtung zur elektrochemischen Aufzeichnung und optischen Wiedergabe von Schallvorgängen. AT132101B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT132101T 1932-05-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT132101B true AT132101B (de) 1933-03-10

Family

ID=3637251

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT132101D AT132101B (de) 1932-05-28 1932-05-28 Vorrichtung zur elektrochemischen Aufzeichnung und optischen Wiedergabe von Schallvorgängen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT132101B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2008325B2 (de) Verfahren zur vorrichtung zum herstellen eines streifens fuer magnetische aufzeichnungen
AT132101B (de) Vorrichtung zur elektrochemischen Aufzeichnung und optischen Wiedergabe von Schallvorgängen.
DE2018834C3 (de) Gerät zum elektrosensitiven Aufzeichnen
EP0082912A1 (de) Zeichenunterlage zum Anfertigen technischer und schematischer Zeichnungen
DE2510910C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Führen eines Aufzeichnungsmaterials
DE2808998A1 (de) Feststehende kopftrommel fuer bandaufnahme- und wiedergabegeraete
DE2735313C3 (de) Verfahren zur Magnettonüberspielung von einem Muttertonband auf mehrere entwickelte Filmkopien gleichen Inhalts
DE809608C (de) Fuehrung von Tonbaendern
DE705813C (de) Einrichtung zur Fuehrung von Tonfilmen
DE576092C (de) Bandfoermiger Phonogrammtraeger mit mehreren parallel nebeneinander in abwechselnder Richtung angeordneten Schallaufzeichnungen
DE732102C (de) Verfahren zum serienmaessigen Herstellen von Schallfilmen mit mechanischer Schallschrift
CH201675A (de) Verfahren zur Vervielfältigung von endlosen bandförmigen Tonträgern.
DE556908C (de) Verfahren zur elektrischen Abtastung von Rillentonaufzeichnungen in Berliner-Schrift
AT135095B (de) Einrichtung zur wechselweisen Umschaltung (Überblendung) von mehreren Lichttonfilm-Wiedergabeapparaten.
DE517942C (de) Vorrichtung zum Herstellen von Schallaufzeichnungen auf elektrolytischem Wege
DE836675C (de) Sammlerbatterie mit gewellten durchbrochenen Scheidern aus Isolierstoffscheiben und Verfahren zur Herstellung der Scheider
AT163395B (de) Vorrichtung zum Führen von dünnen Bändern, wie z. B. aus völlig oder teilweise regenerierter Zellulose angefertigten Filmen, zur Aufnahme bzw. Wiedergabe von Aufzeichnungen, insbesondere von Tonaufzeichnungen längs eines Aufnahme- oder Abtastfensters
DE635549C (de) Wiedergabevorrichtung fuer quer zur Laufrichtung des Traegers angeordnete Lichttonaufzeichnungen
DE961892C (de) Magnetische Schreibfuehrung
AT166680B (de) Hilfsgerät für Lichtpausapparate
DE1825663U (de) Magnetogrammtraeger.
AT90417B (de) Galvanisierapparat mit rotierender Trommel zur Plattierung von Blechen.
DE379402C (de) Pneumatisches Musikwerk
DE636364C (de) Einrichtung zur Aufnahme von Tonfilmen in Ein- oder Mehrzackenschrift nach dem Gegentaktverfahren
DE1050074B (de) Magnetton-Diktiergerät