<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung von Fernsprechkabeln.
Die Fernsprechtechnik stellt an die kapazitive und induktive Gleichmässigkeit im Aufbau der Fernsprechkabel besonders hohe Anforderungen. Man ist daher bemüht, die einzelnen Elemente, wie Adern, Paare, Vierer usw., von vornherein möglichst gleichmässig herzustellen. Schon an die Aderfabrikation werden besonders hohe Anforderungen gestellt, damit die aus den Adern hergestellten Gruppen den Bedingungen an Gleichmässigkeit genügen.
Trotzdem ist es im allgemeinen nicht möglich, Fernsprechkabel in der Fabrik so herzustellen.
EMI1.1
Fertigstellung in der Fabrik noch verbleibenden Ungleichmässigkeiten müssen daher nachträglich, etwa durch Einschalten von Kondensatoren, ausgeglichen werden.
Um die Gleichmässigkeit der Kabellängen schon während der Fabrikation möglichst weitgehend zu verbessern und den Ausschuss an fertigen unbrauchbaren Längen möglichst herabzumindern, ist man dazu übergegangen, nicht erst die fertige verbleite und armierte Länge, sondern schon die Halbfabrikate, beispielsweise die Gruppen, nach ihrer Fertigstellung zu messen und nicht brauchbare Elemente bereits in diesem Fabrikationsstadium auszuscheiden.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun einerseits, die durch die hohen Anforderungen an Gleichmässigkeit bedingte schwierige und komplizierte. \der- und Gruppenfabrikation zu vereinfachen und zu verbilligen, und anderseits, die an der Einzellänge erreichbare Gleichmässigkeit soweit zu erhöhen, dass der nachträgliche umständliche und kostspielige Ausgleich ganz oder teilweise überflüssig wird.
Der Gedanke der Erfindung besteht darin, dass man die Eigenschaften der Adergruppen (z. B. der Vierer) während der Verseilung der Adern misst und den Herstellungsprozess bei gleichbleibender gegenseitiger Reihenfolge der Adern in den Gruppen durch Änderung der Herstellungsart, der Form, Materialbeschaffenheit oder-mengen oder der gegenseitigen Lage der Adern oder Adergruppen korrigiert.
Das Verfahren der Erfindung ermöglicht es, die umständlichen und kostspieligen Massnahmen in der Aderfabrikation (z. B. Gleichmässigkeit der Papierband-und Kordelqualität und-dimensionen, der mechanischen Beanspruchungen von Leiter und Papier in der Maschine, der Nippeldimensionen usw. ) und in der Gruppenfabrikation (gleiche Zugspannung der Adern) wesentlich zu vereinfachen und zu verbilligen.
Die Adern können innerhalb gewisser Grenzen beliebig hergestellt werden, ebenso werden die Gruppenzusammenschlagmaschinen zunächst beliebig eingestellt. Nachdem ein Teil der Gruppe gefahren ist, werden nach Massgabe von Messungen die Herstellungsbedingungen so geändert, dass die Gruppe als Ganzes die erforderliche Gleichmässigkeit besitzt. Sehr vielseitige Möglichkeiten zur Beeinflussung der elektrischen Werte während der Fabrikation erhält man bei Verwendung von Kombinationsmaschinen,
EMI1.2
fabrikation nach Massgabe der Messungen an der Gruppe beeinflusst werden.
Das Verfahren der Erfindung kann überdies angewandt werden, um die Gleichmässigkeit der Fabrikation soweit zu steigern, dass ein nachträglicher Ausgleich in der Fabrik oder auf der Strecke nicht mehr erforderlich ist.
Zur Durchführung der Messungen an den Gruppen während der Herstellung kann man beispielsweise die Leiterenden der einzelnen Adern auf ihren Ablauftrommeln isoliert aufwickeln und auf der
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
7 die Schleifringe, mit denen die vier Leiterenden verbunden sind. 8 die vier Schleifkontakte, weiche auf diesen Ringen schleifen. und 9 das mit diesen Kontakten verbundene Anschlusskabel für die Messapparatur.
Zur Messung von Erdkapazitätsdifferenzen empfiehlt es sich, die Gruppen zwischen Verseilnippel und Aufnahmetrommel soweit wie möglich von geerdeten Metallröhren usw. zu umgeben. Zu dem gleichen Zweck kann man auf der Aufnahmetrommel zwischen die Lagen Metallband, metallisiertes Band oder metalldurehflochtenes Band einrollen lassen, beispielsweise ein Leinenband, welches mit Metallfäden durchwirkt ist, und das Band und die Aufnahmetrommel erden. Unter Umständen genügen jedoch auch Messungen ohne Metallbandeinlage bei geerdeter Aufnahmetrommel.
Das Metallband kann beispielsweise beim Verseilen der Gruppe zur Lage von am Verseilkopf befestigten Trommeln wieder aufgerollt werden.
EMI2.2
der Fabrikation trocken halten bzw. vortrocknen.
Die erforderlichen Änderungen selbst können auf jede beliebige Art und Weise vorgenommen werden, welche einen Einfluss auf die elektrischen Werte der Gruppen ausübt. Sie können auch bei der
EMI2.3
Lagenverseilung, bewirkt werden.
Insbesondere empfiehlt sich die Verwendung von Nippeln mit kontinuierlich veränderlichen
EMI2.4
änderlichem Querschnitt oder sonstige Werkzeuge zum Drücken, zur Quetschung oder sonstigen un- symmetrischen Beanspruchungen der Elemente.
Geeignete Nippel kann man beispielsweise dadurch erhalten, dass man zwei zylindrische Körper die nach Art von Drahtwalzen auf ihrem Mantel mit Rillen versehen sind. mit ihren Mänteln gegen- einander verdreht. so dass die Rillen der beiden Walzen Nippel bilden, welche sich beim Drehen der Walzen in ihrem Durchmesser ändern. Bei kombinierten Spinn-und Verseilmaschinen können die Gruppenwerte auch durch Änderungen der Zugspannung der Kordel-, Papierband-, Garn- usw.
Bewicklung der Adern beeinflusst werden. Ausserdem kann man die Werte der Gruppen durch an sich bekannte Mittel, z. B. durch Umwickeln der noch nicht verseilten Elemente oder Gruppen mit
EMI2.5