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Anordnung zur Regelung parallel arbeitender Wechselstrommasehinen.
Bei der Speisung von Wechselstromnetzen durch mehrere parallel arbeitende Maschinen, von denen ein Teil mit Frequenzregelung, ein anderer Teil mit Lastregelung arbeitet, haben sich dadurch Schwierigkeiten ergeben, dass bei Laständerungen ein Gegeneinanderregeln der
Frequenzregler und Leistungsregler eintrat.
Die Laständerungen haben stets eine Frequenzänderung zur Folge. Die Leistungsregler der lastgeregelten Maschinen suchen deren Leistung, die durch eine Frequenzabsenkung ver- grössert wurde, zu verringern. Sie verringern dadurch gleichzeitig die Auswirkung der Regler der frequenzgeregelten Maschine, derart, dass eine weitere Frequenzabsenkung so lange eintritt, bis die lastgeregelten Maschinen ihre Sollast wieder erreicht haben.
Erfindungsgemäss wird die beschriebene Regelung dadurch verbessert, dass bei den lastfahrenden Maschinen die Leistungsregelung mit einer Frequenzregelung zusammenarbeitet, deren Regelgeschwindigkeit zweckmässig beträchtlich höher als die Regelgeschwindigkeit der Leistungsregelung ist. Die Regelgeschwindigkeit der Frequenzregelung kann beispielsweise das Doppelte der Regelgeschwindigkeit der Leistungsregelung betragen.
Bei den bisher bekannten Regelungen erfolgt die Leistungsregelung der lastgeregelten Maschinen unabhängig vom Zustand des übrigen Netzes. Bei der neuen Regelung wird bei den lastgeregelten Maschinen darauf Rücksicht genommen, ob bei konstanter Frequenz im Netz die Leistung der lastgeregelten Maschinen sich geändert hat oder ob gleichzeitig eine Frequenz- änderung eintrat. Im letzteren Falle erfolgt die Änderung der Kraftmittelzufuhr der lastfahrenden Maschinen derart, dass diese überwiegend der Frequenzregelung folgen und daher die Frequenzmaschinen bei der Ausregelung der Frequenzabweichungen kräftig unterstützen. Der Lastausgleich zwischen der lastgeregelten und der frequenzgeregelten Maschine beginnt bei steigender Frequenz und wird in der Hauptsache nach Erreichung der Nennfrequenz vollendet.
In Fig. 1 sind die Regeldiagramme frequenzgeregelter und lastgeregelter Maschinen, wie sie sich bei Anwendung der Erfindung ergeben, dargestellt.
Fig. 2 zeigt schematisch die Regelanordnungen der Maschinen.
Die frequenzgeregelte Maschine J'und die lastgeregelte Maschine 2 arbeiten auf das Netz 3.
Die Regelung der Maschine 1 erfolgt durch den Frequenzregler 4, der über die Leitungen 5 von einer Frequenzsteuerung, beispielsweise einer Uhr, beeinflusst wird.
Die Regelung der Maschine 2 erfolgt durch den auf konstante Belastung regelnden Lastregler 6, u. zw. unter Zwischenschaltung eines Differentials 7. Der Lastregler wird von einer Leistungswaage gesteuert, der einerseits die von der Maschine 2 ans Netz 3 abgegebene Leistung, anderseits der konstant zu haltende Sollwert dieser Leistung zugeführt werden. Auf das Differential 7 wirkt noch der Frequenzregler 8, der in gleicher Weise wie der Regler 4 an die Befehlsleitungen 5 angeschlossen ist. Statt dessen könnte der Frequenzregler 8 aber auch durch unabhängige Steuereinrichtungen beinflusst werden.
Die Regelgeschwindigkeit des Frequenzreglers 8 ist beträchtlich grösser als die des Reglers 6.
In der Figur ist dies durch die ins Langsame arbeitende Übersetzung 9 angedeutet.
In Fig. 1, in der als Abszisse die Belastung der Maschinen in Prozenten ihrer Gesamtbelastung, als Ordinate die Frequenz bzw. Maschinendrehzahl aufgetragen ist, sind 11 und 21
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zunächst eine Drehzahl-und Frequenzabsenkung auf diesen Kennlinien ein, etwa vom Punkt 12 nach Punkt 13 bei der frequenzgeregelten Maschine und vom Punkt nach Punkt 23 bei der lastgeregelten Maschine.
Bei Anwendung der Regelung nach der Erfindung beginnen nun bei der lastgeregelten Maschine im Punkt 23 sowohl der Lastregler 6 als auch der Frequenzregler 8 zu arbeiten.
Der Lastregler 6 sucht die Leistung der Maschine 2 zu verringern, da ja diese Leistung über den Sollwert vergrössert wurde. Gleichzeitig sucht aber der Frequenzregler 8 infolge der Frequenzabsenkung die Leistung der Maschine 2 zu erhöhen, und da die Regelgeschwindigkeit des
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des Frequenzreglers. Die Maschine, 2 unterstíitzt die Maschine 1 IJei der Frequenzsleigerung des Netzes, die sofort einsetzt. Der Frequenzregler 8 der Maschine 2 hört erst dann auf zu arbeiten, wenn die Netzfrequenz wieder erreicht ist ; der Lastregler der Maschine 3 arbeitet
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der frequenzgeregelten Maschine steigt. Dieser Ausgleichs Vorgang vollzieht sich jedoch im Gegensatz zu bekannten Regelungen bei Nennfrequenz.
Das Zusammenarbeiten von Frequenz-und Lastregler bei der Maschine ? ist auf verschiedene Weise möglich. Statt des im Ausführungsbeispiel vorgesehenen mechanischen Ditl'crentials kann ein elektrisches Differential Verwendung finden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur Regelung parallel arbeitender Wechselstrommascinnen, von denen eine oder mehrere mit Frequenzregelung arbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass bei den übrigen lastfahrenden Maschinen die Leistungsregelung mit. einer Frequenzregelung zusammenarbeitet, deren Regelgeschwindigkeit höher, n. zw. zweckmässig beträchtlich höher als dieRegeIgeschwindigkeit der Leistungsregelung ist.