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Hoehfrequenzverstärkerschaltutig.
Die Erfindung bezieht sich auf Hochfrequenzverstärkerschaltungen, die z. B. in Ein- richtungen zum Empfangen von Radiosignalen oder beim Fernsehen oder bei der Bildübertragung verwendet werden können, und bezweckt die gleichzeitige Erzielung einer grösseren Verstärkung und einer besseren Selektivität. Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erzielt, dass zwischen zwei aufeinanderfolgenden Verstärkerstufen ein Kopplungselement angeordnet wird, das aus zwei induktiv miteinander gekoppelten parallelen Zweigen besteht, von denen der eine Zweig eine Reihenschaltung einer Selbstinduktionsspule und eines Kondensators und der andere Zweig eine Selbstinduktionsspule enthält. Der letztgenannte Zweig bildet zu gleicher Zeit einen Weg für den Anodengleichstrom der Röhre, in deren Ausgangskreis das Kopplungselement aufgenommen ist.
Diese Reihenschaltung ist auf die zu empfangende Frequenz abgestimmt. In diesem Falle ist also Reihenresonanz angewendet, so dass der durch diesen Zweig fliessende Strom gross sein wird. Durch Kopplung der beiden Selbstinduktionsspulen wird der durch den genannten Zweig fliessende Strom vergrössert werden, wodurch die Verstärkung grösser wird. Wenn nun der Kopplungsgrad der zwei Selbstinduktionen richtig bemessen wird, so kann erzielt werden. dass zu gleicher Zeit auch die Selektivität grösser als bei einer normalen Schaltung wird. Die Kopplung kann sowohl durch Änderung der Grösse jeder der Selbstinduktionsspulen als auch durch Änderung des Abstandes dieser beiden Spulen geändert werden.
Bei der Schaltung werden vorzugsweise Spulen verwendet, deren Selbstinduktionen von der gleichen Grössenordnung sind. Das richtige Verhältnis der Selbstinduktionen ist von der verwendeten Lampenart abhängig.
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gebisse erzielt werden, wenn die Windungszahlen der beiden Induktionsspulen gleich gross sind. Für jede zu verwendende Lampenarl kann die Grösse der Spulen berechnet oder empirisch ermittelt werden. In der Praxis wird dann die genaue Einstellung auf den gewünschten Wert durch Änderung des Spulenabstandes erzielt. Dieser Abstand ist daher einstellbar gemacht.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnung erläutert.
In der Zeichnung ist ein Kopplungselement gemäss der Erfindung zur Kopplung zwischen zwei Stufen eines Hochfrequenzverstärkers verwendet. Die erste Röhre ist eine Schutzgitterröhre, in deren Ausgangskreis zwei parallele Zweige aufgenommen sind, von denen der eine durch eine Selbstinduktion Li und der andere durch eine Reihenschaltung einer Selbstinduktion L2 und eines Kondensators C gebildet wird. Die Spulen Li und L2 sind miteinander gekoppelt.
Die Anodengleichspannung wird über die Spule Li der Anode der ersten Röhre zugeführt, während die Anodenwechselströme sowohl durch die Spule Li als auch durch die Spule Zs mit dem Reihenkondensator C hindurchgeführt werden.
Der Kopplungssinn der beiden Spulen ist derart gewählt, dass dadurch der Strom durch L2 C vergrössert wird.
Die Spannung für den Eingangskreis der zweiten Verstärkerröhre wird über den Kondensator C abgenommen. Obwohl die Spule L2 und der Kondensator C in Resonanz sind und
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somit auch die an diesen beiden Impedanzen auftretenden Spannungen gleich gross sind, ist es günstiger, die Spannung dem Kondensator zu entnehmen. Wenn man nämlich diese Spannung der Selbstinduktionsspule entnehmen würde, so würde ihr durch die Gitterglühdrahtkapazität der Verstärkerröhre eine Kapazität parallel geschaltet, wodurch die Spannung abnimmt.
Parallelschaltung der Gitterglühdrahtkapazität in bezug auf den Kondensator C hat nur zur Folge, dass dieser Kondensator auf einen etwas andern Wert eingestellt werden muss. u. zw. derart, dass die Gesamtkapazität in Reihe mit der Selbstinduktionspule Im auf die eingetroffene Frequenz abgestimmt ist. In diesem Fall wird die dem Gitter der folgenden Rohre aufgedrückte Spannung normal sein. Ein weiterer Vorteil dieser Schaltung besteht darin, dass die Rückwirkung über die Gitteranodenkapazität der vorhergehenden Lampe geringer als bei den normalen Schaltungen ist.
Die Anodenspannungsschwankungen auf diese vorhergehende Lampe entsprechen nämlich den Spannungsschwankungen über L2 und C in Reihe und sind somit erheblich geringer als die über den Kondensator C auftretenden Schwankungen, weil im vorliegenden Falle Reihenresonanz verwendet wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hochfrequenzverstärkerschaltung, dadurch gekennzeichnet, dass für die Kopplung zweier aufeinanderfolgender Verstärkerstufen ein Kopplungselement verwendet wird, das aus zwei induktiv miteinander gekoppelten parallelen Zweigen besteht, von denen der eine eine auf die zu verstärkende Frequenz abgestimmte Reihenschaltung von Selbstinduktion und Kapazität und der andere eine Selbstinduktion enthält. wobei der letztgenannte Zweig zu gleicher Zeit einen Weg für den Anodengleichstrom der Röhre bildet, in deren Ausgangskreis das Kopplung- element aufgenommen ist.