AT13295U1 - Papierschneidmesser - Google Patents

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AT13295U1
AT13295U1 ATGM180/2012U AT1802012U AT13295U1 AT 13295 U1 AT13295 U1 AT 13295U1 AT 1802012 U AT1802012 U AT 1802012U AT 13295 U1 AT13295 U1 AT 13295U1
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AT
Austria
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blade
base body
adhesive
paper cutting
paper
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ATGM180/2012U
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English (en)
Inventor
Andreas Reinhardt
Boris Kade
Peter Roth
Arndt Luedtke
Original Assignee
Ceratizit Deutschland Gmbh
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Abstract

Es wird ein Papierschneidmesser (1), insbesondere zum maschinellen Schneiden von Einzelpapier oder Papierstapeln, bereitgestellt, mit einem Grundkörper (2) aus Metall zur Befestigung an einer Papierschneidemaschine und zumindest einer an dem Grundkörper (2) befestigten Klinge (3) aus Hartwerkstoff. Die zumindest eine Klinge (3) ist über zumindest eine Schraubverbindung mit dem Grundkörper (2) verschraubt und ist auch materialschlüssig mittels eines Klebers mit dem Grundkörper (2) verbunden.

Description

österreichisches Patentamt AT13 295U1 2013-10-15
Beschreibung
PAPIERSCHNEIDMESSER
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Papierschneidmesser, das einen Grundkörper aus Metall zur Befestigung an einer Papierschneidemaschine und zumindest eine an dem Grundkörper befestigte Klinge aus Hartwerkstoff aufweist.
[0002] Zum Schneiden von Papierprodukten, wie insbesondere Papierbahnen, Papierstapeln, Zeitschriften, etc. ist es bekannt, besonders verschleißbeständige Klingen aus Hartwerkstoff einzusetzen. Unter Hartwerkstoff werden im Rahmen der vorliegenden Beschreibung Hartmetall, Cermet und Schneidkeramiken verstanden. Unter Schneidkeramiken werden dabei Keramiken verstanden, die auch bei einer zerspanenden Metallbearbeitung zum Einsatz kommen, insbesondere kubisches Bornitrid und polykristalliner Diamant. Unter Hartmetall (auch als „ce-mented Carbide" bezeichnet) wird vorliegend ein Material verstanden, bei dem harte Metallkarbide in einer metallischen Matrix (Binder) eingebettet sind. Die Metallkarbide können dabei insbesondere durch Karbide bzw. Mischkarbide der Metalle der Gruppen IV bis VI des Periodensystems der Elemente gebildet sein, insbesondere z.B. durch Karbide oder Mischkarbide der Metalle W, Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Mo und Cr. Die metallische Matrix kann z.B. insbesondere durch Co, Ni und/oder Fe gebildet sein. Es können auch Zusätze von weiteren Hartstoffen vorhanden sein. Unter Cermet wird ein Material verstanden, bei dem keramische Partikel, die insbesondere durch Karbooxide, Oxide, Boride oder Karbide gebildet sein können, in einer metallischen Matrix eingebettet sind. Die metallische Matrix kann dabei insbesondere Kobalt (Co), Wolfram (W), Molybdän (Mo), Niob (Nb), Titan (Ti), Zirkonium (Zr), Chrom (Cr) und/oder Nickel (Ni) aufweisen. Bei Papierschneidmessern kommt insbesondere Hartmetall häufig zum Einsatz.
[0003] Es ist grundsätzlich bekannt, z.B. Papierschneidmesser aus Vollhartmetall zu fertigen. In diesem Fall wird zumindest für eine Anwendung bei großen Papierschneidmessern allerdings eine große Menge an hochwertigem Ausgangsmaterial benötigt und es ist eine kostenintensive Schleifbearbeitung erforderlich. Aus diesen Gründen kommt eine Ausgestaltung aus Vollhartmetall in der Regel nur bei kleinen Papierschneidmessern in Frage.
[0004] Bei größeren Papierschneidmessern ist es bekannt, einen Grundkörper aus Metall, insbesondere aus Stahl, mit einer an dem Grundkörper befestigten Klinge (oder mehreren Klingen) aus Hartwerkstoff zu versehen.
[0005] EP 1 992 458 A1 beschreibt ein Messer zur Verwendung bei einer Maschine zum Schneiden oder Stanzen von Blattstapeln. Ein die Schneidkante ausbildender Hartmetalleinsatz ist in einer Ausnehmung in einem Grundkörper des Messers aufgenommen.
[0006] Wenn eine Klinge aus Hartwerkstoff durch Löten mit dem Grundkörper verbunden wird, können aufgrund stark unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten der Materialien Spannungsrisse im Hartwerkstoff auftreten. Um dies zu vermeiden müssen die Eigenschaften des Hartwerkstoffs stark im Hinblick auf die Eigenschaften des Grundkörpers ausgelegt werden. Folglich ist eine Optimierung des Hartwerkstoffs im Hinblick auf das zu schneidende Material nur sehr eingeschränkt möglich.
[0007] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Papierschneidmesser bereitzustellen, bei dem eine Anpassung des Materials der Klinge an das zu schneidende Material in hohem Maße ermöglicht ist und gleichzeitig eine dauerhafte, zuverlässige Verbindung zwischen einer Klinge aus Hartwerkstoff und einem Grundkörper bereitgestellt ist.
[0008] Die Aufgabe wird durch ein Papierschneidmesser nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Das Papierschneidmesser kann insbesondere zum maschinellen Schneiden von Einzelpapier oder Papierstapeln ausgebildet sein und weist einen Grundkörper aus Metall zur Befestigung an einer Papierschneidemaschine und zumindest eine an dem Grundkörper befestigte 1 /7 österreichisches Patentamt AT 13 295 Ul 2013-10-15
Klinge aus Hartwerkstoff auf. Die zumindest eine Klinge ist über zumindest eine Schraubverbindung mit dem Grundkörper verschraubt und auch materialschlüssig mittels eines Klebers mit dem Grundkörper verbunden.
[0010] Über die Schraubverbindung wird eine zuverlässige Verbindung bereitgestellt, die auch bei hohen auftretenden Schnittkräften und schlagendem Schnitt zuverlässig verhindert, dass sich die Klinge aus Hartwerkstoff von dem Grundkörper löst. Durch die zusätzliche materialschlüssige Verbindung mittels eines Klebers wird eine Dämpfung zwischen der Klinge aus Hartwerkstoff und dem Grundkörper bereitgestellt. Insbesondere bei einem Automatikbetrieb einer Papierschneidemaschine werden somit Schwingungen im System zuverlässig gedämpft. Ferner werden mit dem Kleber Unebenheiten der Oberflächen des Grundkörpers und/oder der Klinge zuverlässig ausgeglichen, sodass Fertigungstoleranzen kompensiert werden. Auf den Hartwerkstoff wirkende Spannungen werden in dieser Weise reduziert. Durch den Kleber wird die Schraubverbindung dabei zuverlässig gegen Lösen gesichert. Verglichen mit einer reinen Klebeverbindung wird somit eine deutlich zuverlässigere Sicherung bereitgestellt. Verglichen mit einer reinen Schraubverbindung wird eine deutlich geringere Beanspruchung des Hartwerkstoffs erzielt. Folglich können die Eigenschaften des Hartwerkstoffs im Hinblick auf das zu schneidende Material optimiert werden und der thermische Ausdehnungskoeffizient des Hartwerkstoffs muss nicht mehr so stark an das Material des Grundkörpers angeglichen werden. Da zum Ausbilden der zuverlässigen Verbindung kein hoher Wärmeeintrag erforderlich ist, wie es beim Verlöten der Klinge mit dem Grundkörper erforderlich wäre, treten in der Verbindung auch bei Vorliegen unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten keine hohen Spannungen auf und es können z.B. Hartmetallsorten mit hoher Kantenschärfe, wie insbesondere solche mit Mo, Cr, Re, Ni und/oder V als Karbid- und/oder Legierungszusatz zum Einsatz kommen. Es ist z.B. auch eine Reduzierung des Anteils eines Binders, wie Co, Fe, Ni und deren Legierungen, möglich bzw. es können auch beschichtete Hartwerkstoffe in höherem Maße zum Einsatz kommen, da ein durch Löten hervorgerufener Wärmeeintrag nicht erfolgt.
[0011] Gemäß einer Weiterbildung ist zumindest eine Kleberille zur Verstärkung der Klebeverbindung in dem Grundkörper und/oder der Klinge ausgebildet. Es können dabei z.B. eine oder mehrere Kleberillen in dem Grundkörper ausgebildet sein, es können eine oder mehrere Kleberillen in der Klinge ausgebildet sein oder es können sowohl in dem Grundkörper als auch in der Klinge jeweils eine oder mehrere Kleberillen vorgesehen sein. Unter einer Kleberille wird in dem vorliegenden Kontext eine Vertiefung verstanden, die Kleber aufnimmt und somit die Dicke der Kleberschicht lokal verstärkt. Durch das Vorsehen von Kleberillen, kann die resultierende Haltekraft und/oder Dämpfungswirkung des Klebers gezielt eingestellt werden. Somit kann eine besonders zuverlässige Verbindung bereitgestellt werden.
[0012] Gemäß einer Weiterbildung ist zumindest eine Kleberille zur Verstärkung der Klebeverbindung an einer der Schneidkante der Klinge entgegengesetzten Seite der Klinge und/oder des Grundkörpers ausgebildet. In diesem Fall können bei dem Schneidvorgang auftretende schlagende Kräfte zwischen der Klinge und dem Grundkörper besonders zuverlässig gedämpft werden. Die Kleberille (oder mehrere) kann dabei als Vertiefung in der Klinge ausgebildet sein oder als Vertiefung in dem Grundkörper. Es ist z.B. aber auch möglich, die Kleberille durch Vertiefungen in sowohl dem Grundkörper als auch der Klinge auszubilden.
[0013] Gemäß einer Weiterbildung ist zumindest eine Kleberille zur Verstärkung der Klebeverbindung an einer der Schneidkante benachbarten Auflagefläche der Klinge und/oder des Grundkörpers ausgebildet. In diesem Fall kann die Klebeverbindung zuverlässig im Bereich einer großen, flächigen Auflagefläche verstärkt werden. Die Kleberille (oder mehrere) kann wiederum als Vertiefung in der Klinge, als Vertiefung in dem Grundkörper oder durch Vertiefungen in sowohl der Klinge als auch dem Grundkörper ausgebildet sein. Bevorzugt können mehrere Kleberillen, insbesondere zwei, drei oder vier Kleberillen, vorgesehen sein.
[0014] Gemäß einer Weiterbildung weist die Schraubverbindung zumindest eine Befestigungsschraube mit einem Schraubenkopf auf und zumindest ein Bereich zwischen dem Schraubenkopf und der zumindest einen Klinge ist mit Kleber verfüllt. In diesem Fall werden durch den 2/7 österreichisches Patentamt AT13 295U1 2013-10-15
Kleber gleichzeitig eine Dämpfung zwischen der Befestigungsschraube und der Klinge bereitgestellt und die Schraubverbindung zuverlässig gegen Lösen gesichert. Zudem kann eine glatte Oberfläche des Papierschneidmessers bereitgestellt werden.
[0015] Gemäß einer Weiterbildung ist zumindest ein Bereich zwischen der Klinge und dem Grundkörper mit Kleber verfüllt. In diesem Fall wirken schlagende Schneidkräfte nicht unmittelbar auf eine Kontaktstelle zwischen Klinge und Grundkörper ein, sondern es ist durch den Kleber eine Dämpfung bereitgestellt. Ferner wird in dieser Weise eine großflächige, gleichmäßige Verbindung zwischen Grundkörper und Klinge ermöglicht. Es kann dabei z.B. nur in einem Bereich oder mehreren Bereichen zwischen der Klinge und dem Grundkörper Kleber vorgesehen sein. Es ist z.B. aber auch möglich in dem gesamten Bereich zwischen Grundkörper und Klinge eine Schicht aus Kleber vorzusehen, sodass eine besonders effektive Dämpfung erzielt wird. Besonders bevorzugt ist eine Schicht aus Kleber vorgesehen, die eine gleichmäßige Dicke aufweist. Dies kann z.B. durch in der Kleberschicht eingebettete Abstandshalter erreicht werden.
[0016] Wenn der Grundkörper mit einer Ausnehmung zur Aufnahme der Klinge ausgebildet ist, sind eine stabile Lagerung der Klinge und eine großflächige Klebeverbindung ermöglicht. Bevorzugt kann die Ausnehmung die Klinge zumindest an zwei Seiten begrenzen, sodass eine besonders stabile Lagerung bereitgestellt ist.
[0017] Gemäß einer Weiterbildung ist eine Mehrzahl von Klingen an dem Grundkörper angeordnet. In dieser Weise können auch sehr große Papierschneidmesser in kostengünstiger und stabiler Weise bereitgestellt werden, in dem ein Klingenbereich durch mehrere separate, aneinandergereihte Klingen ausgebildet wird.
[0018] Wenn die materialschlüssige Verbindung mittels eines kalthärtenden Klebers ausgebil-det ist, ist ein unerwünschter hoher Temperatureintrag bei der Ausbildung der materialschlüssigen Verbindung zuverlässig vermieden. Bevorzugt kann der Grundkörper aus Stahl ausgebildet sein.
[0019] Gemäß einer Weiterbildung weist die Schraubverbindung zumindest eine Befestigungsschraube mit einem Schraubenkopf, der sich in Richtung eines Gewindeabschnittes verjüngt, auf. In diesem Fall kann besonders zuverlässig dauerhaft eine dämpfende Kleberschicht zwischen dem Schraubenkopf und der Klinge eingebracht werden. Bevorzugt kann eine Mehrzahl von solchen Befestigungsschrauben vorgesehen sein. Bei einer Mehrzahl von Klingen können die einzelnen Klingen bevorzugt jeweils mit solchen Befestigungsschrauben an dem Grundkörper verschraubt sein.
[0020] Weitere Vorteile und Zweckmäßigkeiten der Erfindung ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren.
[0021] Von den Figuren zeigen: [0022] Fig. 1: eine schematische Aufsicht auf ein Papierschneidmesser gemäß einer Ausfüh rungsform; [0023] Fig. 2: einen schematischen Teilschnitt entlang einer Linie D-D in Fig. 1; und [0024] Fig. 3: einen schematischen Teilschnitt entlang einer Linie A-A in Fig. 1.
[0025] Eine Ausführungsform wird im Folgenden unter Bezug auf die Fig. 1 bis Fig. 3 beschrieben.
[0026] Das Papierschneidmesser 1 gemäß der Ausführungsform ist zum maschinellen Schneiden von Einzelpapier oder Papierstapeln ausgebildet und weist einen Grundkörper 2 und eine daran befestigte Klinge 3 auf. Obwohl im Folgenden eine Ausführungsform beschrieben wird, bei der eine einzige Klinge 3 an dem Grundkörper 2 angeordnet ist, kann der Klingenbereich auch derart unterteilt ausgebildet sein, dass eine Mehrzahl von Klingen 3 nebeneinander an 3/7 österreichisches Patentamt AT13 295U1 2013-10-15 dem Grundkörper 2 befestigt ist. Eine solche Unterteilung in eine Mehrzahl von Klingen 3 ist in Fig. 1 schematisch durch gestrichelte Linien L dargestellt. Im Folgenden wird eine Unterteilung in eine Mehrzahl von Klingen 3 nicht mehr eingehender beschrieben, es versteht sich jedoch, dass die Möglichkeit einer Mehrzahl von an dem Grundkörper 2 befestigten Klingen 3 bei der folgenden Beschreibung immer mit umfasst sein soll.
[0027] Der Grundkörper 2 ist aus Metall ausgebildet und kann insbesondere aus einem Werkzeugstahl gefertigt sein. Der Grundkörper 2 ist zur Befestigung an einem Bauteil einer Papierschneidemaschine ausgebildet. Bei der dargestellten Ausführungsform weist der Grundkörper 2 z.B. eine Mehrzahl von Bohrungen 2a auf, über die der Grundkörper 2 fest mit der Papierschneidemaschine verbunden werden kann. Der Grundkörper 2 hat eine leistenartige längliche Form und eine Längsseite des Grundkörpers 2 ist mit einer flachen, länglichen Ausnehmung 21 zur Aufnahme der Klinge 3 bzw. Klingen 3 versehen, wie insbesondere in der schematischen Schnittdarstellung von Fig. 3 zu sehen ist.
[0028] Die Ausnehmung 21 ist derart in dem Grundkörper 2 ausgebildet, dass sich die Ausnehmung 21 entlang der Längsseite des Grundkörpers 2 als zu der Längsseite und zu einer ersten Hauptoberfläche 22 offene Vertiefung erstreckt, in der die Klinge 3 (oder mehrere) derart aufgenommen werden kann, dass die Seitenwände der Ausnehmung 21 die Klinge 3 an zwei Seiten begrenzen. Auf der der ersten Hauptoberfläche 22 gegenüberliegenden zweiten Hauptoberfläche 23 ist der Grundkörper 2 in Richtung zu der Längsseite hin abgeschrägt ausgebildet, sodass sich die Dicke des Grundkörpers 2 in dieser Richtung verjüngt. In dem Grundkörper 2 ist in dem Bereich einer Bodenfläche 24 der Ausnehmung 21 eine Mehrzahl von Gewindebohrungen 25 zur Aufnahme von Befestigungsschrauben 4 vorgesehen. Bei der Ausführungsform sind die Gewindebohrungen 25 dabei in einem von der Längsseite entfernten Bereich der Ausnehmung 21 nahe einer Seitenwand 26 der Ausnehmung 21 ausgebildet und erstrecken sich im Wesentlichen senkrecht zu der ersten Hauptoberfläche 22.
[0029] Bei der dargestellten Ausführungsform ist in der Bodenfläche 24 der Ausnehmung 21 eine Mehrzahl von Kleberillen 5 vorgesehen, deren Funktion noch eingehender beschrieben wird. Die Kleberillen 5 sind als Vertiefungen in der Bodenfläche 24 ausgebildet. Obwohl in Fig. 3 beispielhaft zwei Kleberillen 5 in der Bodenfläche 24 dargestellt sind, können z.B. auch mehr oder weniger Kleberillen 5 ausgebildet sein. Ferner können z.B. auch in der Seitenwand 26 der Ausnehmung 21 eine oder mehrere Kleberillen 5 ausgebildet sein.
[0030] Die Klinge 3 ist aus einem Hartwerkstoff ausgebildet und kann insbesondere aus Hartmetall ausgebildet sein. Die Klinge 3 weist eine plattenartige, längliche Form auf, deren eine Längsseite sich keilartig zu einer scharfen Schneidkante 31 verjüngt. Die Klinge 3 ist derart in der Ausnehmung 21 angeordnet, dass die von der Schneidkante 31 abgewandte andere Längsseite 32 der Seitenwand 26 der Ausnehmung 21 zugewandt ist. Eine erste Hauptoberfläche 33 der Klinge 3 erstreckt sich im Wesentlichen bündig mit und parallel zu der ersten Hauptoberfläche 22 des Grundkörpers 2. Die gegenüberliegende zweite Hauptoberfläche 34 der Klinge 3 ist der Bodenfläche 24 der Ausnehmung 21 zugewandt und erstreckt sich im Wesentlichen parallel zu dieser. Die zweite Hauptoberfläche 34 der Klinge 3 und die Bodenfläche 24 bilden somit Auflageflächen der Klinge 3 bzw. des Grundkörpers 2.
[0031] Bei der dargestellten Ausführungsform ist in der von der Schneidkante 31 abgewandten anderen Längsseite 32 der Klinge 3 eine Kleberille 6 vorgesehen, die als Vertiefung in dem Material der Klinge 3 ausgebildet ist. Obwohl in Fig. 3 beispielhaft eine solche Kleberille 6 dargestellt ist, kann auch eine Mehrzahl von solchen Kleberillen 6 vorgesehen sein. Ferner können auch eine oder mehrere Kleberillen 6 in der zweiten Hauptoberfläche 34 der Klinge 3 ausgebildet sein.
[0032] In einem Bereich nahe der Längsseite 32 ist in der Klinge 3 eine Mehrzahl von Bohrungen 35 zur Aufnahme der Befestigungsschrauben 4 vorgesehen. In Fig. 3 ist beispielhaft eine dieser Bohrungen 35 dargestellt. Die Bohrung 35 weist auf der der zweiten Hauptoberfläche 34 zugewandten Seite einen ersten Bohrungsabschnitt mit einem Durchmesser auf, der etwas größer als der Außendurchmesser des Gewindeabschnitts der Befestigungsschrauben 4 ist. Auf 4/7 österreichisches Patentamt AT 13 295 Ul 2013-10-15 der der ersten Hauptoberfläche 33 der Klinge 3 zugewandten Seite ist ein zweiter Bohrungsabschnitt mit einem größeren Durchmesser ausgebildet, der derart bemessen ist, dass in diesem der Schraubenkopf der Befestigungsschraube 4 aufnehmbar ist. Der erste Bohrungsabschnitt geht stufenartig in den zweiten Bohrungsabschnitt über, sodass eine Schulter gebildet ist, an der sich der Schraubenkopf der Befestigungsschraube 4 abstützen kann, um die Klinge 3 gegen den Grundkörper 2 zu verschrauben.
[0033] Die Klinge 3 (bzw. die Mehrzahl von Klingen 3) ist mittels der Befestigungsschrauben 4 über eine Schraubverbindung mit dem Grundkörper 2 verschraubt.
[0034] Gemäß der Ausführungsform ist ein Kleber in den Raum zwischen der zweiten Hauptoberfläche 34 der Klinge 3 und der Bodenfläche 24 eingebracht. Ebenso ist Kleber in den Raum zwischen der Längsseite 32 der Klinge 3 und der Seitenwand 26 eingebracht. Der Raum zwischen dem Schraubenkopf der Befestigungsschraube 4 und der Wandung der Bohrung 35 ist ebenfalls mit Kleber ausgefüllt. Bei der Ausführungsform ist der Kleber insbesondere durch einen kalthärtenden Kleber gebildet. Somit ist die Klinge 3 zusätzlich zu der zuvor beschriebenen Schraubverbindung materialschlüssig mittels des Klebers mit dem Grundkörper 2 verbunden. Es ist somit auch eine Klebeverbindung zwischen dem Grundkörper 2 und der Klinge 3 ausgebildet. Bei der Ausführungsform sind dabei sowohl die Bereiche zwischen der Klinge 3 und dem Grundkörper 2 als auch der Bereich zwischen den Befestigungsschrauben 4 und der Klinge 3 mit Kleber verfüllt. In dieser Weise ist zuverlässig sichergestellt, dass der Kleber im Einsatz des Papierschneidmessers 1 dämpfend wirkt. Durch die Kleberillen 5, 6 ist die Klebeverbindung dabei lokal verstärkt, sodass eine besondere Stabilität der materialschlüssigen Verbindung erzielt ist. Der Kleber gleicht zudem Unebenheiten der Oberflächen des Grundkörpers 2 und der Klinge 3 aus.
[0035] Bevorzugt ist zumindest eine nach außen freiliegende Oberfläche des Klebers geschliffen. Das Schleifen kann dabei bevorzugt nach dem vollständigen Aushärten des Klebers erfolgen. Bevorzugt können sämtliche freiliegenden Oberflächen des Klebers geschliffen sein, sodass eine glatte Oberfläche des Papierschneidmessers bereitgestellt ist.
[0036] Wenn die Befestigungsschraube 4 mit einem Schraubenkopf versehen ist, dessen Außendurchmesser sich in Richtung des Gewindeabschnitts verjüngt, kann der Kleber besonders effektiv in dem Bereich zwischen dem Schraubenkopf und der Gewindebohrung 35 eine Dämpfung bereitstellen. Bevorzugt weisen die Befestigungsschrauben 4 einen extrem flachen Schraubenkopf auf, sodass eine geringe Höhe des Papierschneidmessers ermöglicht ist. Der Schraubenkopf kann z.B. insbesondere mit einem Torx®-Profil zur Aufbringung des Anzugsdrehmoments versehen sein.
[0037] Um eine möglichst gleichmäßige Dicke der Klebeschicht zwischen der Klinge 3 und dem Grundkörper 2 zu erzielen, können z.B. in der Klebeschicht verbleibende Abstandshalter in den Raum zwischen der Klinge 3 und dem Grundkörper 2 eingebracht sein. 5/7

Claims (13)

  1. österreichisches Patentamt AT13 295U1 2013-10-15 Ansprüche 1. Papierschneidmesser (1), insbesondere zum maschinellen Schneiden von Einzelpapier oder Papierstapeln, mit: einem Grundkörper (2) aus Metall zur Befestigung an einer Papierschneidemaschine und zumindest einer an dem Grundkörper (2) befestigten Klinge (3) aus Hartwerkstoff, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Klinge (3) über zumindest eine Schraubverbindung mit dem Grundkörper (2) verschraubt und auch materialschlüssig mittels eines Klebers mit dem Grundkörper (2) verbunden ist.
  2. 2. Papierschneidmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Kleberille (5, 6) zur Verstärkung der Klebeverbindung in dem Grundkörper (2) und/oder der Klinge (3) ausgebildet ist.
  3. 3. Papierschneidmesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Kleberille (5, 6) zur Verstärkung der Klebeverbindung an einer der Schneidkante (31) der Klinge (3) entgegengesetzten Längsseite (32) der Klinge (3) und/oder einer Seitenwand (26) einer Ausnehmung in dem Grundkörper (2) ausgebildet ist.
  4. 4. Papierschneidmesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Kleberille (5, 6) zur Verstärkung der Klebeverbindung an einer der Schneidkante (31) benachbarten zweiten Hauptoberfläche (34) der Klinge (3) und/oder einer Bodenfläche (24) einer Ausnehmung (21) in dem Grundkörper (2) ausgebildet ist.
  5. 5. Papierschneidmesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubverbindung zumindest eine Befestigungsschraube (4) mit einem Schraubenkopf aufweist und zumindest ein Bereich zwischen dem Schraubenkopf und der zumindest einen Klinge (3) mit Kleber verfüllt ist.
  6. 6. Papierschneidmesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Bereich zwischen der Klinge (3) und dem Grundkörper (2) mit Kleber verfüllt ist.
  7. 7. Papierschneidmesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine freiliegende Oberfläche des Klebers geschliffen ist.
  8. 8. Papierschneidmesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) mit einer Ausnehmung (21) zur Aufnahme der Klinge (3) ausgebildet ist.
  9. 9. Papierschneidmesser nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (21) die Klinge (3) zumindest an zwei Seiten begrenzt.
  10. 10. Papierschneidmesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Klingen (3) an dem Grundkörper (2) angeordnet ist.
  11. 11. Papierschneidmesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die materialschlüssige Verbindung mittels eines kalthärtenden Klebers ausgebildet ist.
  12. 12. Papierschneidmesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) aus Stahl ausgebildet ist.
  13. 13. Papierschneidmesser nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubverbindung zumindest eine Befestigungsschraube (4) mit einem Schraubenkopf, der sich in Richtung eines Gewindeabschnittes verjüngt, aufweist. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 6/7
ATGM180/2012U 2012-04-26 2012-04-26 Papierschneidmesser AT13295U1 (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3100673A1 (de) * 1981-01-12 1982-08-12 Manfred vom 5600 Wuppertal Cleff Verfahren zur herstellung von verbundstahl im klebeverfahren
DE9015344U1 (de) * 1990-11-08 1991-01-17 Joh. Friedrich Ohler GmbH & Co, 5630 Remscheid Kreismesser
WO2001015876A1 (de) * 1999-08-30 2001-03-08 Joachim Kozlowski Maschinenmesser zum beschneiden von büchern o. dgl.

Patent Citations (3)

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