<Desc/Clms Page number 1>
Expansionssebalter.
Die Erfindung betrifft einen Leistungssehalter für Wechselstrom, dessen Unterbreehungsliehtbogen mit Hilfe eines neuen Löschprinzips, nämlich durch Herbeiführung einer starken, über den Stromnulldurchgang andauernden Expansion in einer Dampfatmosphäre, in welcher der Lichtbogen brennt, gelöscht wird. Der Schalter besitzt dabei die Unterbrechungsstellen umschliessende flüssigkeitsgefüllte
EMI1.1
Dampf entwickelt und die mit Expansionsorganen für die Herbeiführung der plötzlichen starken Expansion ausgerüstet sind.
Die Erfindung besteht darin, dass die Expansionsöffnung der Expansionskammer eines derartigen Schalters in eine Kühlvorrichtung mündet, in welche die Dämpfe und Gase expandieren. Diese Ausbildung des Expansionsschalters hat den Vorzug, dass die Umgebung vor den heftig expandierenden heissen Schaltdämpfen und deren Zersetzungsprodukten geschützt wird, wobei gleichzeitig infolge der augenblicklichen Kondensation der Dämpfe in der Kühlvorrichtung die für die Wirksamkeit der Löschung wesentliche Expansionswirkung nicht nur nicht beeinträchtigt, sondern unterstützt wird.
Die Kühlung der Dämpfe in der Kühlvorrichtung kann dadurch erfolgen, dass die Dämpfe durch eine Flüssigkeit geleitet werden.
EMI1.2
Muffler ein siebförmig durehlochter Zylinder JJ eingebaut, durch den der bewegliche Schaltstift jus hindurchgeht. 17 ist das feste Schaltstück, 18 ein Stützisolator. Hat der bewegliche Schaltstift die Öffnung 14 der Expansionskammer verlassen, so expandieren die durch den Lichtbogen gebildeten Dämpfe sehr rasch durch den Muffler hindurch. Infolge des verhältnismässig grossen Querschnittes dieses Mufflers ist der Widerstand, welcher der Ausströmung des Gases geboten wird, verhältnismässig gering.
Dafür wird jedoch durch die wirksame Kühlung der Dampf innerhalb des Mufflers rasch kondensiert und gibt hiedurch den Raum frei für eine weitere kräftige Expansion.
In dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die Expansion durch einen mit Kühl-
EMI1.3
öffnung die Expansionskammer nicht, sondern verschliesst dauernd die Öffnung im Deckels 28. Nach der Trennung der Kontakte wird durch Öffnen des Hahnes 25, das am besten selbsttätig vom Schalt- gestänge aus erfolgt, die Expansion eingeleitet. Die Dämpfe expandieren nach Öffnen des Hahnes durch die Flüssigkeit im Behälter 20 hindurch, welche ihnen infolge des grossen Querschnittes einen geringen Widerstand bietet.
Sie treten gekühlt aus dem Gefäss aus.
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
schaltung das Gefäss, welches den Schalter gegen den Aussenraum abschliesst, verlasst, dann muss dafür gesorgt werden, dass die Austrittsöffnung für das Schaltstueke so lange verschlossen bleibt, bis die Expan- sion im wesentlichen abgelaufen ist. Zu diesem Zweck wird das bewegliehe Sehaltstüek des Sehalters
EMI2.2
In den Fig. 3 und 4 sind weitere Beispiele für derartige Ausführungen dargestellt.
Fig. 3 zeigt eine Expansionskammer mit einem unteren Flüssigkeitsraum 110 und einem oberen
Dampfraum 111. 112 ist ein Zwisehendeckel aus Isoliermaterial mit einer zentralen Öffnung für den Schaltstift. 113 ist der obere Abschlussdeckel der Kammer, der ebenfalls aus Isoliermaterial besteht. 114 ist das feste Schaltstück, das am Boden der Expansionskammer befestigt ist. 115 ist der bewegliche
Schaltstift, 116 ist eine Dichtungsmanschette für den Schaltstift in der Öffnung des Deckels 113.
117 ist die Dämpfungsvorrichtung, bestehend aus einem Zylinder, dessen untere Hälfte mit Flüssigkeit
EMI2.3
Dampf in der Expansionskammer Zeit, sich durch den Muffler 120 hindurch völlig zu entspannen. Alle nicht kondensierten Dämpfe und zersetzten heissen Gase gelangen somit nicht unmittelbar ins Freie.
Auch der Auswurf von Sehaltflüssigkeit aus der Expansionskammer wird vollständig vermieden. Ver- lässt schliesslieh der Schaltstift bei seiner weiteren Aufwärtsbewegung auch die Öffnung in der oberen Deckel- platte 113, so hat sich der Druck bereits vollkommen ausgeglichen und die Flüssigkeit in der Sphaltkammer beruhigt. Das Kondensat, welches sich im Muffler J20 gebildet hat, fliesst in die Expansionskammer wieder zurück.
In der Fig. 4 ist eine Vorrichtung dargestellt, die gleichzeitig als Schalldämpfer ausgebildet ist.
In das zylindrische Gefäss 123 mit dem durchlochten Deckel 124 sind eine siebförmig durchloehte metallene Mittelplatte 125 und keilförmig gestellte, ebenfalls siebförmig durchlochte weitere Platten 126, 127. 128, 129, 130, 131 eingebaut. Die in den Schalldämpfer einströmenden, noch gespannten Dämpfe und Gase verlieren durch den wiederholten Richtungs-und Querschnittswechsel, den sie beim Hindurchgehen durch die gelochten Platten erfahren, durch wiederholte Expansion ihre Spannung, so dass sie ohne knallendes Geräusch aus der oberen Deckelplatte 124 austreten. Die Einrichtung wirkt infolge der grossen kühlenden Oberflächen, welche den Dämpfen und Gasen geboten werden, gleichzeitig kondensierend und kühlen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Expansionssehalter für Wechselstrom mit die Unterbrechungsstellen umschliessenden flüssigkeitsgefüllten Expansionskammern, in denen durch den Lichtbogen aus der Flüssigkeit Dampf erzeugt und dann eine über den Stromnulldurchgang andauernde möglichst rasche Expansion des Dampfes hervorgemfen wird. dadurch gekennzeichnet, dass die Expansionsöffnung der Expansionskammer in eine Kühlvorrichtung mündet, in welche die Dämpfe und Gase expandieren.
EMI2.4