AT13337U1 - Schutzbehälter zum Schutz gegen elektromagnetische Strahlung - Google Patents
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Abstract
Schutzbehälter (1) zum Schutz gegen elektromagnetische Strahlung, insbesondere nukleare elektromagnetische Impulse, mit einem eine Öffnung (3) aufweisenden Behälterkörper (2) und einem die Öffnung (3) verschließenden, abnehmbaren Abschlusselement (4) wobei der Behälterkörper (2) durch einen im Querschnitt runden Rohrkörper (2) gebildet ist und im Bereich der Öffnung(3) eine passgenaue Steckverbindung (5) mit dem Abschlusselement(4) vorgesehen ist.
Description
österreichisches Patentamt AT13 337U1 2013-10-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft einen Schutzbehälter zum Schutz gegen elektromagnetische Strahlung, insbesondere nukleare elektromagnetische Impulse, mit einem eine Öffnung aufweisenden Behälterkörper und einem die Öffnung verschließenden, abnehmbaren Abschlusselement.
[0002] Die Menge an zu speichernden Informationen, sowohl für private Anwendungen als auch die Menge sensibler Behördendaten, nimmt laufend zu. Diese Daten werden im überwiegenden Ausmaß auf elektronischen Speichermitteln wie beispielsweise USB-Sticks, Festplatten und dergleichen abgelegt. Die Speichermittel sind jedoch empfindlich gegenüber starken elektromagnetischen Strahlungen, welche beispielsweise durch elektromagnetische Impulse entstehen, insbesondere solche, die durch nukleare Explosionen hervorgerufen werden. Aufgrund der hohen Strahlenbelastung werden die gespeicherten Daten zerstört.
[0003] Schutzvorrichtungen gegen diese elektromagnetische Strahlung sind an sich aus dem Stand der Technik bekannt.
[0004] Die GB 2 171 392 A offenbart beispielsweise einen tragbaren Metallbehälter mit einem darin angeordneten inneren Metallbehälter zum Schutz von dessen Inhalt vor EMP-Strahlung (EMP ... elektromagnetischer Impuls). Einer der beiden Behälter - vorzugsweise der äußere, welcher aus mit Aluminium beschichteten Holzplatten besteht - soll gegen hochfrequente elektrische Felder schützen, wogegen der andere, z.B. Stahl aufweisende Behälter gegen magnetische Felder bzw. niederfrequente Pulsanteile schützen soll. Jeder der Behälter wird mittels eines zugehörigen Deckels dicht verschlossen. Die Behälter sind in Rechteckform ausgebildet. Auch wenn zum Schutz vor Strahlung die Kanten des äußeren Behälters zusätzlich mit einem selbstklebenden Kupferband abgedichtet sind, ist die Abschirmung in den Eckbereichen nicht im erforderlichen Ausmaß erzielbar. Auch die zusätzlichen leitfähigen Dichtungen zwischen den Behältern und deren Deckeln stellen eine Schwachstelle dar.
[0005] Aus der DE 31 33 441 A1 geht eine beispielsweise an einem Gehäuse anbringbare Abschirmung gegen EMP-Strahlung hervor, welche aus wenigstens zwei übereinander angeordneten, abwechselnd elektrisch und magnetisch leitfähigen Schichten besteht. Die Schichten bestehen aus fließ-, streich- oder sprühfähigem Material mit elektrisch bzw. magnetisch leitfähigen, insbesondere weichmagnetischen Partikeln. Die abwechselnd angeordneten Schichten können zudem durch elektrisch isolierende, unmagnetische Zwischenschichten voneinander getrennt sein. Auch mit dieser Abschirmung ist ein ausreichender Schutz gegenüber den energiereichen EMP-Strahlen nicht gewährleistet.
[0006] Es ist nun Aufgabe der Erfindung, einen Schutzbehälter wie eingangs angegeben vorzuschlagen, mit dem ein zuverlässiger, möglichst einfach realisierbarer Schutz gegen elektromagnetische Strahlung, insbesondere nukleare elektromagnetische Impulse, erzielt wird, und der zudem einfach verschlossen werden kann.
[0007] Hierfür sieht die Erfindung einen Schutzbehälter wie in Anspruch 1 definiert vor. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] Der vorliegende Schutzbehälter schirmt elektromagnetische Strahlung besonders wirksam ab, indem der Behälterkörper durch einen im Querschnitt runden Rohrkörper gebildet ist und im Bereich der Öffnung eine passgenaue Steckverbindung mit dem Abschlusselement vorgesehen ist. Eine wirksame Abschirmung kann grundsätzlich nur gewährleistet sein, wenn die im verschlossenen Zustand des Schutzbehälters verbleibenden Eintrittsöffnungen für elektromagnetische Strahlung, beispielsweise nuklearen elektromagnetischen Impulsen, so klein wie möglich sind. Da die abzuschirmende elektromagnetische Strahlung im Allgemeinen eine sehr hohe Bandbreite mit Wellenlängen im Bereich von 10 mm bis hin zu 10 km aufweisen kann, wird eine maximale Erstreckung verbleibender Eintrittsöffnungen im Bereich von etwa 1 mm, was einem Zehntel der kleinsten Wellenlänge des genannten Wellenlängenbereichs entspricht, als Grenzwert erachtet. Um generell Eintrittsöffnungen möglichst zu vermeiden, ist neben einem für elektromagnetische Strahlung dichten Behälterkörper eine geeignete Abdichtung zum Abschlusselement, beispielsweise einem Deckel, erforderlich. Als Rohrkörper ausgebildete Behäl- 1 /7 österreichisches Patentamt AT13 337U1 2013-10-15 terkörper mit rundem Querschnitt weisen gegenüber Behälterkörpern mit polygonalem, wie etwa rechteckigem, Querschnitt den Vorteil auf, dass keine Eckbereiche vorliegen, in denen ein dichter Anschluss nur schwer möglich ist; demgemäß kann eine Verbindung mit dem Abschlusselement besonders einfach durch Zusammenstecken erfolgen, ohne dass hierbei zwischen Kanten des Behälterkörpers und des Abschlusselements geometrische und fertigungsbedingte größere Eintrittsöffnungen entstehen. Die Steckverbindung zwischen dem Rohrkörper und dem Abschlusselement ist zu diesem Zweck passgenau, mit möglichst geringem Spielraum, ausgeführt, sodass der Innenraum des Schutzbehälters auch ohne zusätzliche Dichtmittel zwischen Rohrkörper und Abschlusselement zuverlässig vor elektromagnetischen Impulsen geschützt ist. Zudem kann die Steckverbindung vorteilhafter Weise besonders einfach und rasch, auch ohne Hilfsmittel, hergestellt werden. Gegenüber Schraubverbindungen weist diese den Vorteil auf, dass ein Klemmen, beispielsweise durch nur geringe Beschädigungen oder Verschmutzungen eines Gewindes, und ein unzureichender Abschluss des Rohrkörpers vermieden wird. Der „runde" Rohrkörper kann im Querschnitt kreisförmig sein, ist hierauf jedoch nicht eingeschränkt, sondern kann auch elliptisch sein.
[0009] Wenn das Abschlusselement ein einseitig offener, im Wesentlichen identisch ausgebil-deter zweiter Rohrkörper mit rundem Querschnitt ist, kann der Rohrkörper durch Zusammenstecken mit dem zweiten Rohrkörper verschlossen werden. Der zweite Rohrkörper besitzt im Wesentlichen die gleichen Abschirmeigenschaften wie der Rohrkörper selbst, weist jedoch die für eine Steckverbindung erforderlichen geringfügig unterschiedlichen, komplementären geometrischen Abmessungen auf. Ein eigens ausgebildeter Deckel mit den nötigen Abschirmeigenschaften ist somit vermeidbar. Zudem wird auf diese Weise der verschlossene Schutzbehälter aus zwei im Wesentlichen gleich großen Rohrkörpern gebildet, wodurch dessen Befüllung mit schützenswerten Inhalten ebenso wie deren Entnahme erleichtert wird, abgesehen davon, dass ein großes Füllvolumen erzielbar ist. Dieser Vorteil bleibt auch bestehen, wenn der als Abschlusselement dienende zweite Rohrkörper im Vergleich zum Rohrkörper selbst etwas kürzer oder länger ausgebildet ist.
[0010] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Steckverbindung mit einem geringfügig konisch geformten Rohrkörper-Abschnitt und/oder einem geringfügig konisch geformten Abschlusselement-Abschnitt gebildet ist. Durch die konische Ausbildung der Steckverbindungs-Abschnitte weisen der Rohrkörper, das Abschlusselement oder beide entlang eines Teilabschnitts von deren jeweiliger Längserstreckung leicht konisch variierende Querschnittsabmessungen auf. Der spitze Winkel zwischen der konisch geformten Wand der Steckverbindung und der Längsachse des Rohrkörpers bzw. Abschlusselements ist betragsmäßig bevorzugt sehr klein, sodass eine stabile Steckverbindung herstellbar ist.
[0011] Allfällig verbleibende Eintrittsöffnungen für elektromagnetische Strahlung können zudem gut vermieden werden, indem zwischen dem Rohrkörper und dem Abschlusselement ein elektrisch und magnetisch leitfähiges Dichtmittel angeordnet ist. Das der Feinabdichtung dienende Dichtmittel kann beispielsweise in pastöser Form, etwa als Graphitpaste, auf die Verbindungsstellen zwischen Rohrkörper und Abschlusselement aufgetragen werden, oder nachdem die Steckverbindung hergestellt wurde, in allfällige zwischen Rohrkörper und Abschlusselement verbleibende Spalten eingebracht werden. Es ist zudem günstig, wenn das Dichtmittel eine hohe magnetische Permeabilität, insbesondere mit Werten der relativen Permeabilität von zumindest 200 Vs/Am aufweist.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist innerhalb des Rohrkörpers unter Zwischenlage von Abstandselementen wenigstens ein vorzugsweise das gleiche Material wie der Rohrkörper aufweisender, einseitig offener, ähnlich geformter Innen-Rohrkörper mit rundem Querschnitt aufgenommen. Der Innen-Rohrkörper stellt somit eine weitere Barriere für elektromagnetische Strahlung dar und bietet in seinem Innenraum aufbewahrten Gegenständen besonders guten Strahlungsschutz. Die Abstandselemente dienen unter anderem der einfachen Handhabung während des Einsetzens oder Entnehmens des Innen-Rohrkörpers und verhindern ein Verklemmen im äußeren Rohrkörper. Der Innen-Rohrkörper weist vorzugsweise, ohne hierauf beschränkt zu sein, das gleiche, die abschirmen- 2/7 österreichisches Patentamt AT13 337U1 2013-10-15 den Eigenschaften aufweisende Material wie der Rohrkörper auf. Da der Innen-Rohrkörper ähnlich geformt ist wie der Rohrkörper, kann er einerseits platzsparend in den Rohrkörper eingesetzt werden, und andererseits so wie der Rohrkörper selbst mit einem eigenen Deckel oder einem zweiten Innen-Rohrkörper als Abschlusselement verschlossen werden. Vorzugsweise ist einer oder sind beide Innen-Rohrkörper im Steckverbindungsbereich geringfügig konisch geformt, um deren Steckverbindung einfach und sicher hersteilen zu können. In einer besonders günstigen Ausgestaltung ermöglichen die Abmessungen der Innen-Rohrkörper ein mit den äußeren Rohrkörpern gleichzeitiges Zusammenstecken. Hierfür weist der Innen-Rohrkörper eine Längserstreckung auf, bei der im in den äußeren Rohrkörper eingesetzten Zustand die einseitige Öffnung des Innen-Rohrkörpers im Wesentlichen in der gleichen Ebene wie die einseitige Öffnung des äußeren Rohrkörpers liegt.
[0013] Die Erfindung ist jedoch nicht auf einen einzigen im Rohrkörper angeordneten Innen-Rohrkörper beschränkt. Vielmehr kann im Innen-Rohrkörper wiederum zumindest ein noch kleinerer Innen-Rohrkörper, gegebenenfalls unter Zwischenlage von Abstandselementen, aufgenommen werden.
[0014] Um ein mühsames Platzieren der Abstandselemente im Rohrkörper zu vermeiden, sind die Abstandselemente fest mit der Innenwand des (äußeren) Rohrkörpers verbunden. Die Abstandselemente können beispielsweise in den Rohrkörper geklebt werden oder mit diesem einstückig ausgebildet sein. Es ist offensichtlich, dass die Abstandselemente alternativ auch fest mit der Außenwand des Innen-Rohrkörpers verbunden sein können.
[0015] Bevorzugt ist im Zwischenraum zwischen dem Außen-Rohrkörper und dem Innen-Rohrkörper ein elektrisch und magnetisch leitfähiges Abschirmmaterial angeordnet, um die Dämpfung von Strahlung, die über die Rohrkörperwände oder durch allfällige verbleibende Eintrittsöffnungen eindringt noch weiter zu erhöhen. Das Abschirmmaterial weist günstigerweise eine hohe magnetische Permeabilität, insbesondere mit Werten der relativen Permeabilität von zumindest 200 Vs/Am auf.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der bzw. die Rohrkörper aus einem elektrisch leitenden Metall, vorzugsweise Stahl oder Mu-Metall besteht bzw. bestehen. Diese Materialien zeichnen sich durch hohe elektrische und magnetische Leitfähigkeit sowie eine hohe mechanische Belastbarkeit aus.
[0017] Grundsätzlich müssen im Falle mehrerer Rohrkörper diese nicht aus dem gleichen Material bestehen, sodass der Innen-Rohrkörper ein anderes Material als der Rohrkörper, in dem er aufgenommen ist, aufweisen kann. Amorphe Metalle und nanokristalline Metalle sind ebenso verwendbar.
[0018] Um ein Eindringen elektromagnetischer Wellen in den Innenraum des Schutzbehälters möglichst wirksam zu vermeiden, beträgt die Wandstärke des Rohrkörpers bzw. der Rohrkörper zumindest 2 mm. Eine hohe Wandstärke ist insbesondere zum Schutz vor Strahlung mit großer Wellenlänge wesentlich. Demgegenüber erschweren jedoch zunehmend hohe Wandstärken den Vorgang des Zusammensteckens, und sie erhöhen das Gewicht des Schutzbehälters.
[0019] Wenn in einer mobilen Ausführung, im mit dem Abschlusselement verschlossenen Zustand, die Höhenabmessung im Wesentlichen 2 m, vorzugsweise 1 m, nicht übersteigt und die größte Querabmessung im Wesentlichen zwischen 100 und 300 mm beträgt, kann der Schutzbehälter einfach mit schützenswerten Inhalten befüllt, verschlossen und transportiert werden. Sowohl die Größenabmessungen als auch das Gewicht ermöglichen die Handhabung ohne eigens hierfür bereitgestellte Werkzeuge.
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von bevorzugten, nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung noch weiter erläutert. Es zeigen: [0021] Fig. 1 in einem schematischen Längsschnitt einen Schutzbehälter mit einem im Quer schnitt runden Rohrkörper und einem Innen-Rohrkörper, jeweils mit einem passgenauen, nahezu vollständig steckverbundenen Abschlusselement in Form eines weiteren Rohrkörpers; 3/7 österreichisches Patentamt AT13 337U1 2013-10-15 [0022] Fig. 2 den Schutzbehälter gemäß Fig. 1 in einer Querschnitts-Ansicht; [0023] Fig. 3 eine vergrößerte Detailansicht einer geringfügig konischen Steckverbindung zwischen zwei ineinandergesteckten Rohrkörpern des Schutzbehälters; und [0024] Fig. 4 eine Variante mit einem Deckel, im Längsschnitt, als Alternative zu Fig. 1.
[0025] In Fig. 1 ist schematisch ein Schutzbehälter 1 mit einem im Querschnitt runden, z.B. kreisrunden, einseitig geschlossenen Rohrkörper 2 und einer Öffnung 3 dargestellt. Die Öffnung 3 ist mit einem abnehmbaren Abschlusselement 4 verschlossen, wobei der Schutzbehälter 1 in Fig. 1 in einem noch nicht vollständig verschlossenen Zustand gezeigt ist. Um den Schutzbehälter 1 zu verschließen, wird das Abschlusselement 4 mit dem Rohrkörper 2 zusammengesteckt. Die Steckverbindung 5 zwischen dem Rohrkörper 2 und dem Abschlusselement 4 im Bereich der Öffnung 3 ist passgenau ausgebildet und verhindert somit im Wesentlichen das Eindringen elektromagnetischer Strahlung in den Schutzbehälter 1. Insbesondere weisen allfällig verbleibende Eintrittsöffnungen für die auf den Schutzbehälter 1 auftreffende Strahlung zwischen dem Rohrkörper 2 und dem Abschlusselement 4 eine maximale Erstreckung von etwa einem 1 mm auf, was einem Zehntel der kleinsten erwarteten Wellenlänge entspricht.
[0026] Das Abschlusselement 4 weist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 3 einen einseitig offenen, im Wesentlichen identisch zum Rohrkörper 2 ausgebildeten zweiten Rohrkörper 2' mit rundem Querschnitt auf.
[0027] Wie Fig. 1 weiters entnommen werden kann, ist innerhalb des Rohrkörpers 2 unter Zwischenlage von Abstandselementen 6 ein einseitig offener, ähnlich wie der Rohrkörper 2 geformter Innen-Rohrkörper 7 mit rundem Querschnitt aufgenommen. Die leistenförmigen Abstandselemente 6 verlaufen zumindest teilweise entlang der Längserstreckung der Rohrkörper 2, 7 bzw. 2', 7'; auch zwischen deren jeweiligen geschlossenen Bodenflächen 8, 9 sind Distanzelemente 6A, 6A' angeordnet.
[0028] Zwischen dem Rohrkörper 2 und dem Innen-Rohrkörper 7 ist, wie insbesondere in Fig. 2 gezeigt ist, ein elektrisch und magnetisch leitfähiges Abschirmmaterial 10 angeordnet.
[0029] Auch das Abschlusselement 4 weist unter Zwischenlage von Abstandselementen 6' einen einseitig offenen, ähnlich wie der Rohrkörper 2' geformten Innen-Rohrkörper 7' mit rundem Querschnitt auf. Zudem ist auch zwischen dem Rohrkörper 2' und dem Innen-Rohrkörper 7' ein elektrisch und magnetisch leitfähiges Abschirmmaterial 10' angeordnet.
[0030] Aus Fig. 2 ist der runde Querschnitt der Rohrkörper 2, 2' sowie jener der Innen-Rohrkörper 7, 7' ersichtlich. Die Querschnitte sind bevorzugt kreisförmig, können jedoch ebenso jede andere runde, beispielsweise eine elliptisch Form aufweisen. Nur unzureichend abdichtbare Ecken des Abschlusselements 4 im Bereich von Behälterkanten werden hierdurch vermieden. Zudem sind die Abstandselemente 6, 6' sowie das elektrisch und magnetisch leitfähige Abschirmmaterial 10, 10' zwischen den Rohrkörpern 2, 2' und den Innen-Rohrkörpern 7, 7' erkennbar.
[0031] Fig. 3 zeigt in einer Detailansicht eine alternativ ausgebildete Steckverbindung 5 des Schutzbehälters 1. Hierbei sind der Rohrkörper 2 und das Abschlusselement 4, d.h. genauer deren Wand-Absätze im Bereich der Steckverbindung 5 geringfügig konisch geformt, um eine möglichst einfache und dennoch zuverlässige, feste, dichte Steckverbindung 5 hersteilen zu können. Die Steckverbindung 5 weist einen betragsmäßig kleinen Winkel α zwischen den konisch geformten Stufen-Wänden 11, 11' der Steckverbindung 5 und der Längsachse 12 des Rohrkörpers 2, 2' auf. Zudem ist zwischen dem Rohrkörper 2 und dem als Abschlusselement 4 dienenden Rohrkörper 2' ein elektrisch und magnetisch leitfähiges Dichtmittel 13 angeordnet. Die geringfügig konisch geformte Steckverbindung 5 ist jedoch nicht auf die in Fig. 3 dargestellte Ausbildung mit einem abgestuften Wandverlauf eingeschränkt, sondern es ist z.B. auch ein kontinuierlicher, konischer Wandverlauf ausgehend vom Wandbereich mit konstanter Dicke möglich. Die Außenwände der Rohrkörper 2, 2' schließen jedenfalls im zusammengesteckten Zustand bündig, ohne eine Stufe quer zur Längsachse 12, aneinander an. 4/7 österreichisches Patentamt AT13 337U1 2013-10-15 [0032] Obwohl der Innen-Rohrkörper 7 grundsätzlich mit einem eigenen Deckel als Abschlusselement 4 verschlossen werden könnte, wird dessen Verschluss bevorzugt mittels einer Steckverbindung 14, vergleichbar der aus Fig. 1 oder Fig. 3 ersichtlichen Steckverbindung 5, hergestellt. Es besteht jedoch keine Notwendigkeit, die Steckverbindung 5 der Rohrkörper 2, 2' identisch zur Steckverbindung 14 der Innen-Rohrkörper 7, 7' auszubilden. Vorzugsweise ist auch im Bereich der Steckverbindung 14 der teilweise überlappenden Innen-Rohrkörper 7, 7' ein elektrisch und magnetisch leitfähiges Dichtmittel 13 angeordnet.
[0033] Fig. 4 zeigt einen Schutzbehälter 1, der wie in den Fig. 1 und 2 einen im Querschnitt runden, vorzugsweise kreisrunden, einseitig geschlossenen Rohrkörper 2 und eine Öffnung 3 aufweist, dessen Öffnung 3 jedoch, als Alternative zu Fig. 1, mit einem Deckel 4 als Abschlusselement verschlossen wird. Die Steckverbindung 5 zwischen dem Rohrkörper 2 und dem Deckel 4 kann gleichartig zu jener in den Fig. 1 und 3 ausgebildet sein. Ähnlich wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt, kann auch der mit einem Deckel 4 verschlossene Schutzbehälter 1 einen Innen-Rohrkörper aufweisen, der seinerseits mit einem weiteren Deckel verschlossen wird.
[0034] Der Schutzbehälter 1 ist grundsätzlich nicht auf einen einzigen im Rohrkörper 2, 2' aufgenommenen Innen-Rohrkörper 7, 7' beschränkt. Obwohl dies in den Figuren nicht dargestellt ist, können innerhalb der Innen-Rohrkörper 7, 7' auch weitere Innen-Rohrkörper (in der Art von „russischen Puppen") aufgenommen sein.
[0035] Der Schutzbehälter 1 eignet sich aufgrund seiner Bauform mit einer bevorzugt maximalen Höhe von etwa 1 bis 2 m und einer bevorzugt maximalen Querabmessung von etwa 100 bis 300 mm besonders für mobile Anwendungen. Wesentlich ist, dass der Schutzbehälter 1 besonders einfach und strahlungsdicht verschlossen werden kann. 5/7
Claims (10)
- österreichisches Patentamt AT13 337U1 2013-10-15 Ansprüche 1. Schutzbehälter (1) zum Schutz gegen elektromagnetische Strahlung, insbesondere nukleare elektromagnetische Impulse, mit einem eine Öffnung (3) aufweisenden Behälterkörper (2) und einem die Öffnung (3) verschließenden, abnehmbaren Abschlusselement (4), dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterkörper (2) durch einen im Querschnitt runden Rohrkörper (2) gebildet ist und im Bereich der Öffnung (3) eine passgenaue Steckverbindung (5) mit dem Abschlusselement (4) vorgesehen ist.
- 2. Schutzbehälter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlusselement (4) ein einseitig offener, im Wesentlichen identisch ausgebildeter zweiter Rohrkörper (2') mit rundem Querschnitt ist.
- 3. Schutzbehälter (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindung (5) mit einem geringfügig konisch geformten Rohrkörper-Abschnitt und / oder einem geringfügig konisch geformten Abschlusselement-Abschnitt gebildet ist.
- 4. Schutzbehälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Rohrkörper (2) und dem Abschlusselement (4) ein elektrisch und magnetisch leitfähiges Dichtmittel (13) angeordnet ist.
- 5. Schutzbehälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Rohrkörpers (2, 2') unter Zwischenlage von Abstandselementen (6, 6A, 6', 6A') wenigstens ein, vorzugsweise das gleiche Material wie der Rohrkörper (2, 2') aufweisender, einseitig offener, ähnlich geformter Innen-Rohrkörper (7, 7') mit rundem Querschnitt aufgenommen ist.
- 6. Schutzbehälter (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandselemente (6, 6A, 6', 6A') fest mit der Innenwand des Rohrkörpers (2, 2') verbunden sind.
- 7. Schutzbehälter (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Zwischenraum zwischen Rohrkörper (2, 2') und Innen-Rohrkörper (7, 7') ein elektrisch und magnetisch leitfähiges Abschirmmaterial (10,10') angeordnet ist.
- 8. Schutzbehälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. die Rohrkörper (2, 2', 7, 7') aus einem elektrisch leitenden Metall, vorzugsweise Stahl oder Mu-Metall besteht bzw. bestehen.
- 9. Schutzbehälter (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke des Rohrkörpers bzw. der Rohrkörper (2, 2', 7, 7') zumindest 2 mm beträgt.
- 10. Schutzbehälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in einer mobilen Ausführung, im mit dem Abschlusselement (4) verschlossenen Zustand, die Höhenabmessung im Wesentlichen 2 m, vorzugsweise 1 m nicht übersteigt und die größte Querabmessung im Wesentlichen zwischen 100 und 300 mm beträgt. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 6/7
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Citations (3)
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| GB2213457A (en) * | 1987-12-09 | 1989-08-16 | Otford Group Ltd | Packaging containers for fragile components |
| JPH07193392A (ja) * | 1993-12-27 | 1995-07-28 | Chodendo Sensor Kenkyusho:Kk | 磁気シールドカプセル |
| CN201821635U (zh) * | 2010-08-25 | 2011-05-04 | 兰州大学 | 一种新型磁屏蔽装置 |
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2013
- 2013-03-22 AT ATGM50038/2013U patent/AT13337U1/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| MK07 | Expiry |
Effective date: 20230331 |