AT1335U1 - Abrollbarer müllsammelaufbau mit abkoppelbarem behälter - Google Patents
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Abstract
Der abrollbare Müllsammelaufbau mit abkoppelbarem Behälter 2 auf genormten Abrollkipperfahrzeugen mit Front- oder Seitenladereinrichtung, die mit einem Abrollbasisrahmen 3 versehen ist, weist eine Verdichtungseinrichtung 1 auf, die vom Müllsammelbehälter 2 getrennt ist. Sie ist mit einem Grundrahmen 5 versehen und höhergesetzt auf dem Abrollbasisrahmen 3 fest angeordnet. Als Müllsammelbehälter ist ein genormter (DIN 30722) Abrollbehälter vorgesehen. Der Behälter 2 wird mit Hilfe einer Zugvorrichtung 6 auf den Abrollbasisrahmen 3 gezogen und an die Verdichtungseinrichtung 1 angekoppelt.
Description
AT 001 335 Ul
Abrollbarer Müllsammelaufbau mit abkoppelbarem Behälter
Die Erfindung betrifft einen abrollbaren Müllsammelaufbau auf Abrollkipperfahrzeugen, bei dem der Sammelbehälter von dem fest auf dem Abrollrahmen angeordneten Verdichtungsteil abgekoppelt bzw. ausgetauscht werden kann und zum Beladen eine Front- bzw. Seitenladereinrichtung vorgesehen ist.
Bekannt sind Müllsammelfahrzeuge als Frontlader oder Seitenlader mit einer im Frontbereich, d.h. hinter der Fahrerkabine angeordneten Verdichtungseinrichtung und einer speziellen von der DIN-Norm abweichenden Abrollkippereinrichtung, mit der Müllsammelbehälter als Abrollbehälter über den dafür vorgesehenen Abrollrahmen an die Verdichtungseinrichtung angekoppelt wird. Nach dem Befüllen des Behälters kann dieser abgekoppelt und abgefahren werden. Ein derartiger Müllsammelbehälter dient gleichzeitig als Sammel-, Umschlag-, Transport-, Lager- und Beschickungscontainer. Um diese Aufgabe zu erfüllen weist das bekannte System Bauteile auf, die den Einsatz von Abrollkipperfahrzeugen und genormten Abrollbehältern nach der entsprechenden DIN-Norm, nämlich DIN 30722 nicht ermöglicht.
Auf dem entsprechenden Markt gibt es aber etwa 20 000 bis 25 000 derartige DIN-genormte Abrollkipperfahrzeuge und dementsprechend auch hunderttausende von genormten Abrollbehältern und mobile Pressen bei Gewerbebetrieben, die für die Müllsammlung eines derartigen Systems nicht einsetzbar sind. 2 AT 001 335 Ul
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einerseits eine Trennung von Transport und MüllSammlung zu ermöglichen und andererseits aber die vorhandenen Abrollkipperfahrzeuge nach der entsprechenden DIN-Norm (DIN 30722) mit den entsprechenden Abrollbehältern zu verwenden.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Verdichtungseinrichtung von dem Müllsammelbehälter getrennt und mit einem Grundrahmen versehen höher gesetzt auf dem Abrollbasisrahmen angeordnet ist, daß das Fahrzeug mit einem Abrollrahmen versehen ist, der um den Heckbereich nach oben verschwenkbar ist und auf dem der Abrollbasisrahmen angeordnet ist, daß als austauschbarer Müllsammelbehälter ein genormter Abrollbehälter vorgesehen ist, daß der Behälter mit Hilfe einer Zugvorrichtung auf den Abrollbasisrahmen ziehbar ist und daß der Behälter an die Verdichtungseinrichtung ankoppelbar ist.
Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß auf der Oberseite des Abrollbasisrahmens eine Zentrierung für das Bodenprofil des Behälters vorgesehen ist.
Weiterhin ist es vorteilhaft, daß als Zugvorrichtung ein Kettentrieb, ein Seilzug und/oder ein Hydraulikzylinder vorgesehen ist.
Es ist vorteilhaft, daß auf dem Abrollbasisrahmen hintereinander mehrere Laufrollen angebracht sind.
Es ist vorteilhaft, daß auf dem Abrollbasisrahmen ein mit Hilfe der Zugvorrichtung verschiebbarer Schlitten mit Ankoppelungseinrichtung vorgesehen ist, der in das Bodenprofil des Behälters einhängbar ist. 3 AT 001 335 Ul
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß das Ende des Abrollbasisrahmens mit einer Auflaufschräge versehen ist.
Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß die Auflaufschräge als um eine um ein Gelenk verschwenkbare Wippe ausgebildet ist.
Es ist außerdem vorteilhaft, daß die Zugvorrichtung einen mit der Kette oder dem Seil verbundenen Schlitten aufweist und am Schlitten ein verschwenkbarer, an der Unterkante des Behälters einhängbarer Haken vorgesehen ist.
Der wesentliche Vorteil der Erfindung besteht darin, daß jedes am Markt vorhandene Abrollkipperfahrzeug mit entsprechendem Hydraulikantrieb ausgestattet als Müllsammelfahrzeug eingesetzt werden kann. Das genormte Abrollkipperfahrzeug wird zum Allzweckgerät in der Entsorgungswirtschaft und zwar für alle bisherigen Aufgaben des Container-Nah- und Ferntransports. Mit der Erfindung wurde damit ein System geschaffen, das unter Ausnutzung der vorhanden Gerätschaften sich durch seine besondere Wirtschaftlichkeit auszeichnet.
Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen,
Fig. 1 die Ansicht eines Abrollkipperfahrzeuges mit einem Lift zur Frontbeladung,
Fig. 2 eine entsprechende Ansicht des Fahrzeuges mit einem Lift zur Seitenbeladung, 4 AT 001 335 Ul
Fig. 3 eine entsprechende Ansicht unmittelbar vor dem Ankoppeln des Behälters an die Verdichtungseinrichtung und
Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht der Ankoppelungs einrichtung .
Das in Figur 1 dargestellte Abrollkipperfahrzeug ist als Frontlader ausgebildet, wobei sich eine Verdichtungseinrichtung 1 unmittelbar hinter dem Fahrerhaus 8 des Fahrzeuges befindet. Das Fahrzeug ist mit einem Abrollrahmen 9 versehen, der um den Heckbereich nach oben verschwenkbar ist, so daß eine Position einnehmbar ist, wie sie beispielsweise in Figur 3 dargestellt ist, d.h. der Abrollrahmen 9 errreicht hierbei einen Winkel zur waagerechten Ebene von etwa 30' bis zu O* . Auf einem besonderen Abrollbasisrahmen 3 ist zum Frontbereich des Fahrzeuges hin eine Verdichungseinrichtung 1 angeordnet, wobei zwischen der Verdichtungseinrichtung 1 und dem Abrollbasisrahmen 3 ein Grundrahmen 5 vorgesehen ist, um die Müllpresse entsprechend hochzusetzen und damit ein Ankoppeln am Müllsammelbehälter 2 zu ermöglichen. Der Müllsammelbehälter ist mit einem Bodenprofil 4 versehen und besitzt an seinem der Verdichtungseinrichtung 1 abgewandten Seite eine Laufrolle 20. Sowohl das Abrollkipperfahrzeug als auch der Müllsammelbehälter 2 sind genormte Baueinheiten und zwar nach der deutschen Norm DIN 30722. Eine Anpassung an andere europäische Abrollkippernormen ist möglich. Zum Beladen der Müllpresse 1 kann entweder eine Front- oder Seitenbeladung vorgesehen sein, wozu zum Beispiel für die Frontbeladung ein Lift 11 und für die Seitenbeladung ein Lift 12 Anwendung finden. 5 AT 001 335 Ul
Das Ende des Abrollbasisrahmens 3 ist mit einer Auflaufschräge 7 versehen, um das Aufgleiten des Behälters 2 auf dem Abrollbasisrahmen 3 zu erleichtern. Dazu kann diese Auflaufschräge 7 als gesondertes Bauteil, nämlich eine Wippe ausgebildet sein, die mittels eines Gelenks 19 am Abrollbasisrahmen 3 angeordnet ist. Zur Zentrierung des Müllsammelbehälters 2 beim Aufgleiten auf den Abrollbasisrahmen 3 dienen an der vorderen unteren Kante angeordnete Laufrollen 15, die mit einem Führungskranz 16 versehen sind.
Als Zugvorrichtung 6 ist beispielsweise an einer Kette oder Seil 21 ein auf dem Abrollbasisrahmen 3 verfahrbarer Schlitten 17 vorgesehen, wobei zum Ankoppeln an den Müllsammelbehälter 2 ein verschwenkbarer Haken 18 vorgesehen ist, der sich an der Unterkante des Behälters 2 einhängt.
Zum Erfassen der Einheiten Abrollbasisrahmen 3 und Behälter 2 mit einem Abrollkipper nach DIN 30722 sind Bügel 14 bzw. 13 vorgesehen.
Bei dieser Ausführungsform kann der Müllsammelbehälter sowohl als mobiler Pressbehälter als auch normaler Pressbehälter vor Ort eingesetzt werden und es kann außerdem die Verdichtungseinrichtung sowohl mobil als Sammelgerät als auch stationär mit und ohne Schüttung verwendet werden. Die Verdichtungseinrichtung 1 mit dem Abrollbasisrahmen 3 einerseits und der Müllsammelbehälter 2 andererseits sind vom Fahrzeug unabhängige Baueinheiten und lassen sich so unter Verwendung der genormten Einrichtungen in wirtschaftlich besonders günstiger Weise einsetzen. 6
Claims (8)
- AT 001 335 Ul Ansprüche; 1) Abrollbarer Müllsammelaufbau auf Abrollkipperfahrzeugen, bei dem der Sammelbehälter von dem fest auf den Abrollrahmen angeordneten Verdichtungsteil abgekoppelt bzw. ausgetauscht werden kann und zum Beladen eine Front- bzw. Seitenladereinrichtung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß a) die Verdichtungseinrichtung (1) von dem Müllsammelbehälter (2) getrennt und mit einem Grundrahmen (5) versehen höher gesetzt auf dem Abrollbasisrahmen (3) angeordnet ist, b) daß das Fahrzeug mit einem Abrollrahmen (9) versehen ist, der um den Heckbereich nach oben ver-schwenkbar ist und auf dem der Abrollbasisrahmen (3) angeordnet ist; c) daß als austauschbarer Müllsammelbehälter (2) ein genormter Abrollbehälter vorgesehen ist, d) daß der Behälter (2) mit Hilfe einer Zugvorrichtung (6) auf den Abrollbasisrahmen (3) ziehbar ist und e) daß der Behälter (2) an die Verdichtungseinrichtung (1) ankoppelbar ist.
- 2) Abrollkipperfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Oberseite des Abrollbasisrahmens (3) eine Zentrierung (10) für das Bodenprofil (4) des Behälters (2) vorgesehen ist. 7 AT 001 335 Ul
- 3) Abrollkipperfahrzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Zugvorrichtung (6) ein Kettentrieb, ein Seilzug und/oder ein Hydraulikzylinder vorgesehen ist.
- 4) Abrollkipperfahrzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Abrollbasisrahmen (3) hintereinander mehrere Laufrollen (22) angebracht sind.
- 5) Abrollkipperfahrzeug nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Abrollbasisrahmen (3) ein mit Hilfe der Zugvorrichtung (6) verschiebbarer Schlitten (17) mit Ankoppelungsreinrichtung (18) vorgesehen ist, der in das Bodenprofil (4) des Behälters (2) einhängbar ist.
- 6) Abrollkipperfahrzeug nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des Abrollbasisrahmens (3) mit einer Auflaufschräge (7) versehen ist.
- 7) Abrollkipperfahrzeug nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflaufschräge als eine um ein Gelenk (19) verschwenkbare Wippe (7) ausgebildet ist.
- 8) Abrollkipperfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugvorrichtung (6) einen mit der Kette (21) oder dem Seil verbundenen Schlitten (17) aufweist und am Schlitten (17) ein verschwenkbarer, an der Unterkate des Behälters (2) einhängbarer Haken (18) vorgesehen ist. 8
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