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Kompensationsschaltung für Radioempfangsapparate mit Mehrgitterröhren.
Die Erfindung betrifft eine Kompensationsschaltung für Radioempfangsapparate mit Mehrgitterröhren, gemäss welcher Schaltung der zu kompensierenden Röhre eine dem eigenen Anodenkreis entnommene Gegenspannung mit der zu kompensierenden Frequenz zugeführt wird, und besteht darin, dass die Kompensationsspannung mit der zu kompensierenden Frequenz einem im Anodenkreis der Röhre liegenden Widerstand entnommen und dem Schutzgitter der Mehrgitterröhre zugeführt wird. Die Erfindung liegt in der Anpassung des Kompensationsprinzips an die Forderungen der Mehrgitterröhren.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in den Fig. 1-3 in mehreren beispielsweisen Schaltungen dargestellt.
Eine Kompensationsschaltung hat den Zweck, die Wechselstromkomponente des Anodenstromes, welche von den bei gleichgerichtetem Wechselstrom auftretenden Störfrequenzen herrührt, dadurch zu beseitigen, dass dem Gitterkreis des Rohres eine Weehselspannung zugeführt wird, welche im Anodenkreis der Röhre eine zweite Wechselstromkomponente von gleicher Grösse, jedoch entgegengesetzter Phasenlage wie die zu kompensierende Wechselstromkomponente erzeugt, so dass diese beiden Wechselströme einander gegenseitig aufheben.
Fig. 1 zeigt nun die Anwendung des geschilderten Prinzips auf das Schutzgitter einer Mehrgitterröhre. Die indirekt geheizte Röhre 1 ist in der bekannten Widerstandskopplung dargestellt, bei der 24 einen Kopplungswiderstand und 26 einen ohmsehen Vorschaltwiderstand bedeutet. Der Widerstand 26 bildet den zwecks Erzielung der richtigen Schutzgitterspannung notwendigen Belastungswiderstand.
Der Verbindungspunkt der drei Widerstände 24, 25 und 26 ist durch einen Blockkondensator 34 gegen den negativen Pol der Anodenstromquelle überbrückt. Das Schutzgitter 29 ist mit dem Blockkonden- sator 27 gegen einen einstellbaren Punkt 28 des Vorschaltwiderstandes 25 überbrückt. Die Gegenspannung mit der zu kompensierenden Netztonfrequenz wird somit vom Vorschaltwiderstand 25 genommen und dem Schutzgitter über den Blockkondensator 27 zugeführt ; Amplitude und Phase dieser Spannung werden durch Wahl des Punktes 28 und der Grösse des Blockkondensators 27 einmalig eingestellt.
Unter
Umständen kann auch zur besseren Einstellung eine zusätzliche überbrückung des Schutzgitters 29 mittels des strichliert gezeichneten Kondensators. 31 gegen einen verschiebbaren Punkt 30 des Vorspannwiderstandes 2 günstig sein.
Fig. 2 zeigt eine beispielsweise Ausführung der Erfindung, bei der zwei Kompensationsmethoden kombiniert sind. Die Kathode der indirekt geheizten Mehrgitterröhre 1 ist über den Vorspannwiderstand 2, der mit dem Blockkondensator 3 überbrückt ist, mit dem negativen Pol der Anodenstromquelle verbunden. Das Steuergitter 22 erhält die für den Betrieb der Röhre notwendige negative Gittervorspannung durch den Ableitwiderstand 32, der am Punkt 8 des Vorspannwiderstandes 2 angeschlossen ist. Die Ankopplung der nächsten Verstärkerstufe erfolgt beispielsweise mittels der bekannten Widerstandskopplung, wobei der Widerstand 24 den Kopplungswiderstand, der Widerstand 25 einen Vorschaltwiderstand und der Widerstand 26 den zwecks Erzielung der richtigen Schutzgitterspannung notwendigen Belastungswiderstand darstellt.
Der Verbindungspunkt der drei Widerstände 24, 25, 26 ist durch einen Blockkondensator 7 gegen einen einstellbaren Punkt 10 des Vorspannwiderstandes 2 überbrückt. Ebenso ist das Schutzgitter 29 über einen Blockkondensator 31 gegenÜber dem einstellbaren Punkt 30 des Vorspannwiderstandes 2 überbrückt. Bei dieser Anordnung tritt einerseits eine Kompensation durch die Zuführung der Kompensationsspannung über den Kondensator 7 in den Vorspannwiderstand 2, anderseits eine Kompensation durch die Zuführung einer Gegenspannung über den Kondensator 31 auf das Schutzgitter 29 entsprechend der strichliert gezeichneten Verbindung in Fig. 1.
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