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Es ist bekannt, bei der Herstellung von Tonfilmen nach dem Amplituden-Aufzeichnungsverfahren die Lautstärkeaufzeichnung getrennt von der Frequenzaufzeichnung derart vorzunehmen, dass auf einem Aufzeichnungsträger lediglich die Frequenzen durch Schwankungen gleicher Höhe und auf einem andern Aufzeichnungsträger die Lautstärken durch einen Streifen aufgezeichnet werden, dessen Breite in niederfrequentem Rhythmus entsprechend der Lautstärke der aufgezeichneten Frequenzen schwankt. Als wesentliche Nachteile ergeben sieh hiebei, dass man zwei Aufzeiehnungsträger benutzt, wodurch die Aufzeichnungseinrichtung verdoppelt wird, und dass bei der Wiedergabe dieser beiden Aufzeichnungen ein Verstärker notwendig ist, der in besonderer Weise mit Lautstärkeregelung arbeitet.
Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile dadurch beseitigt, dass die Frequenzaufzeichnung in an sich bekannter Weise durch transversale Schwankungen mit von der Lautstärke im wesentlichen unabhängiger Höhe der Grenze zwischen zwei verschieden geschwärzten Teilen des Films und die Lautstärkeaufzeichnung durch den Schwärzungsuntersehied der beiden Teile bewirkt wird. Das neue Verfahren bringt nicht nur hinsichtlich der Vereinfachung der Aufnahme-und Wiedergabeapparatur und der Ersparnis einer besonderen Aufzeichnung Vorteile, sondern auch noch dadurch, dass es nunmehr möglich wird, die niehtlinearen Verzerrungen, die durch die endliche Breite des Aufzeichnungsspaltes bedingt werden, zu vermeiden.
Diese Verzerrungen sind um so stärker, je höher die aufzuzeichnende Frequenz und je grösser die Kontraste zwischen den beiden verschieden geschwärzten Teilen des Films sind. Die Vergrösserung der Verzerrungen, veranlasst durch das Zunehmen der Frequenz, ergibt sich nämlich daraus, dass bei zunehmender Frequenz das Verhältnis der Breite des Aufzeichnungsspaltes zur Länge einer Periode immer ungünstiger, d. h. grösser wird. Der Kontrastunterschied wirkt weiterhin insofern auf diese Störungen ungünstig ein, als der ausgesteuerte Bereich auf der Gradationskurve länger wird.
Da gemäss der Erfindung nunmehr der Kontrast zwischen den beiden verschieden geschwärzten Hälften zur Lautstärkesteuerung benutzt werden soll, so ergibt sich, u. zw. insbesondere bei Aufzeichnung kleiner Lautstärke, dass durch den verringerten Kontrast auch die Störungen durch die Kontrastwirkung kleiner werden.
Der Verlauf der Gradationskurve weist im allgemeinen nur einen sehr kurzen, mittleren geradlinigen Teil auf. Um nun zu ermöglichen, dass inbesondere bei Aufzeichnungen kleiner Lautstärken, die sich meistens aus hohen Frequenzen ergeben werden, gerade diese möglichst störungsfrei wiedergegeben werden, kann man die Belichtung beider Teile des Films variabel gestalten, u. zw. zweckmässig derart, dass die Belichtungen der beiden Hälften im entgegengesetzten Sinne erfolgen. Man kann von einem beliebigen Punkte der photographischen Kennlinie nach beiden Seiten hin den Kontrast erhöhen.
Besonders vorteilhaft ist es aber, von der geradlinigen Mitte der Gradationskurve aus nach beiden Seiten hin auszusteuern, so dass also die Aufzeichnungen kleiner Lautstärke sich auf dem geradlinigen mittleren Teil befinden und erst die Aufzeichnungen besonders grosser Lautstärke allmählich in die Bereiche der Kurve hineingeraten, wo die Abweichung von der Geradlinigkeit beginnt. Die Zunahme der Aussteuerung des Tönungsbereiches des Films ist bei Aufzeichnungen grösserer Lautstärke nicht mehr von schädlicher Bedeutung, da es sich bei solchen Aufzeichnungen fast durchwegs um tiefe Frequenzen handelt, bei denen
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das Verhältnis der Spaltbreite zur Periodenlänge an sich schon wesentlich günstiger ist, so dass die Krümmung der Gradationskurve hiebei keine Rolle mehr spielt.
Um zu vermeiden, dass die Schwankungen der Sehwärzungsdifferenz der beiden Teile einen unerwünschten Störton bei der Wiedergabe erzeugen, kann man die Änderung der beiden Tönungen so vornehmen, dass die Belichtung der einen abnimmt, während die der andern um den gleichen Betrag ansteigt ; man erhält dann die gewünschte Kontraständerung, jedoch heben sich die den Störton er- zeugenden Änderungen gegenseitig auf. Ein ganz besonderer Vorteil des Verfahrens liegt darin. dass man beim Positivprozess nicht mehr ängstlich darauf achten muss, das Produkt des Negativ-und Positiv- e. ntwieklungsfaktors aleieh Eins zu halten, da selbst bei merklichen Abweichungen von Eins nur unschäd- liche nichtlineare Verzerrungen auftreten.
In Fig. 1 ist eine Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung dargestellt. Als
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abnehmen. Da nun die Trennlinie zwischen den beiden Übereinanderliegenden Schwärzungswerten senkrecht zur Längsachse der Zylinderlinse liegt, wird ihre durch die Linsen 4, 5 bewirkte Abbildung auf dem Film von der Zylinderlinse nicht beeinflusst, so dass auf dem Film ein Spaltbild entsteht, in dem
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und verschiebt demnach die Lage der Trennlinie der beiden Helligkeitswerte auf dem Film, so dass sich bei entsprechender Länge des Spaltbildes eine Aufzeichnung der in Fig. 1 dargestellten Art ergibt. In Fig. 3 sind bei 1. 2 die Ruhelage des Spaltbildes und bei 1. 3 und 14 die beiden Extremlagen in bezug auf den Film angegeben.
Vom Verstärker 11 geht eine Verbindung zu einer an sich bekannten Regeleinrichtung 15, beispielsweise einem Amplitudenbegrenzer, der entsprechend der vom Mikrophon kommenden Leistung die Gittervorspannung am Verstärker so einstellt, dass sämtliche Lautstärken mit der gleichen Amplitude weitergegeben werden, derart, dass die Filmbreite stets voll ausgesteuert wird. Gleichzeitig betätigt der Amplitudenbegrenzer 15 durch das Drehspulensystem. M die Graukeilscheibe 6 und reguliert die Differenz zwischen den beiden Belichtungswerten zu beiden Seiten der Trennlinie derart, dass bei hohen Amplituden, also höherer Drosselwirkung des Amplitudenbegrenzers, der Kontrast hohe Werte annimmt. Bei kleineren Amplituden tritt naturgemäss das Umgekehrte ein.
In Fig. 2 sind die auf der Kreisscheibe 6 befindliehen Graukeilzonen in der Abwicklung als Rechtecke 8 und 9 dargestellt. Hiebei ist der Schwärzungsverlauf derart, dass die obere Zone als Fortsetzung der unteren erscheint, so dass beim Durchlauf des Keilsystems die Schwärzung auf dem oberen Teil um
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symmetrisch veränderlichen Belichtungsgrenzen, durch welche, wie oben beschrieben, die Störtöne durch die photographisehe Aussteuerungsänderung vermieden werden. Durch entsprechend andere Schwärzungsverteilung lässt sich in derselben Weise jedes beliebige andere Abhängigkeitsverhältnis erreichen.
Es sei noch erwähnt, dass sich nur die eine der beiden Belichtungen ändert, wenn einer der beiden Graukeile durch eine konstant geschwärzte Fläche ersetzt wird.
Die Graukeile können auf einen mehr oder weniger grossen Teil der Kreisfläche ausgedehnt sein.
Auch können verschiedene Sektoren der Kreisscheibe durch Graukeile mit verschiedener Schwärzung- verteilung belegt werden, so dass durch Drehung des ganzen Systems verschiedenartige Aufnahmen hergestellt werden können. Ferner kann die Betätigung der Graukeilscheibe sowie die Änderung des Verstärkergrades ausser durch die Lautstärkeregeleinrichtung 15, auch noch zusätzlich von Hand (z. B. mittels des Drehknopfes 17) erfolgen, wodurch besondere resietechnische Effekte erzielt werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Tonfilmen nach dem Amplituden-Aufzeichnungsverfahren mit getrennter Lautstärke- und Frequenzaufzeichnung, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenzaufzeichnung in an sich bekannterweise durch transversale, von der Lautstärke im wesentlichen unabhängige Schwankungen der Grenze zwischen zwei verschieden geschwärzten Teilen des Films und die Lautstärkeaufzeichnung durch den Schwärzungsunterschied der beiden Teile bewirkt wird.