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Verfahren zur Entfernung von unentwickelten Photobildteilen.
Die Erfindung betrifft das Verfahren zur Entfernung der unentwickelt bleibenden Teile eines gerbend entwickelten photographischen Bildes und bezweckt, die Dauer der fraglichen
Operation zu verkürzen.
Es ist bereits bekannt, die nicht gehärtete Gelatine aus Gerbreliefs mit warmem Wasser oder andern Lösungsmitteln der Gelatine herauszuwaschen, wobei als selbstverständlich bezeichnet werden muss, eine nach Bedarf der Auslösung der Gelatine angepasste Auswaschflüssigkeit zu wählen. Diesem Verfahren haftet der Nachteil an, dass es bloss die Gelatine betrifft, aber das Gefüge der in derselben enthaltenen und unentwickelt gebliebenen lichtempfindlichen Stoffe dabei nicht zerstören kann, wodurch die Wegschwemmung der zu entfernenden gesamten Bildteile noch immer verzögert wird.
Anderseits ist auch bekannt, bei der Herstellung der Gerbreliefs die Bilder nach dem Entwickeln mit gerbenden Entwickler zu fixieren, also das unentwickelte Silber herauszulösen, was aber wieder bloss eine mit dem oben angedeuteten Nachteil behaftete Teillösung ist.
Die Erfindung soll diesen Nachteil beheben. Sie schlägt vor, zum Auswaschen ein Mittel zu verwenden, das ausser dem warmem Wasser oder einem andern Lösungsmittel für das Kolloid noch ein an sich bekanntes schnell wirkendes Lösungsmittel für die unentwickelt gebliebenen lichtempfindlichen Stoffe enthält. Wurde die Aufnahme mit einer üblichen Bromsilber-Gelatine-Emulsion gemacht, so wendet man beispielsweise den bekannten Pyrogallolentwickler od. dgl. an, und die zu entfernenden Bildteile wäscht man mit einem Gemisch von 100/obigem Chloralhydrat mit als Fixiermittel bekanntem Thiosulfat, Zyanid od. dgl. aus. Die Lösung des Chlorhydrats od. dgl. löst die tote Gelatine, die des Thiosulfats usw., aber das tote Bromsilber fort.
Auf diese Weise sollen die überflüssigen Bildteile sich sozusagen augenblicklich und gründlich entfernen lassen.
Man kann auch ein einheitliches Lösungsmittel anwenden, welches sowohl die unentwickelt gebliebenen lichtempfindlichen Stoffe wie auch das diese enthaltende Kolloid gemeinsam auslöst. Im obigen Falle könnte man beispielsweise eine 10-500/oige Lösung von Rhodankali od. dgl. bei 35-50 C anwenden, die das unentwickelte Bromsilber und die nicht gegerbte Gelatine gleichzeitig fortlöst.
Die Bildunterlage kann nach der gerbenden Entwicklung, aber vor der Fortlösung der zu entfernenden lichtempfindlichen Stoffe gewechselt werden, wobei zu bemerken ist, dass die Bildübertragung und der nachfolgende Abzug der Schichtträger an sich bekannt sind. Die mit einer Bromsilber-Gelatine-Emulsion gemachte Aufnahme wird z. B. nach der Entwicklung mit Pyrogallol, jedoch vor der Fixierung, auf eine Metallplatte abgequetscht und mit den beschriebenen Lösungsmitteln ausgewaschen. Auf diese Weise soll man auf dem Metall einen ätzfesten photographischen Abdruck erhalten, der sich insbesondere zur Anfertigung von Druckformen eignen soll.
Der zu entfernende Schichtträger wird in oder nach einem Lösungsmittelbade der zu entfernenden Bildteile abgezogen. Der die Emulsion tragende Film oder das Papier soll kurze Zeit, nachdem die Metallplatte mit dem aufgequetschten Bild in die Lösung eingebracht wurde,
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abgezogen werden können, u. zw. auch wenn es sich bloss um gewöhnliche Filme bzw. Papiere od. dgl., d. h. um keine abziehbare, handelt.
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Eine auf Film oder Papier befindliche Bromsilbergelatinesehicht, die nicht oder nur wenig gehärtet ist, wird unter einem Rasternegativ belichtet und das Bild mit einem gerbenden Entwickler, z. B. Brenzkatechin, hervorgerufen. Nach kurzer Wässerung, aber ohne Fixierung wird der Film bzw. das Papier mit der Schichtseite auf eine Metallplatte, z. B.
Kupfer, aufgequetscht
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gegerbten Rasterpunkte oder im Falle eines Schriftbildes die schwarzen Buchstaben auf dem Metall festsitzen. Das Metall kann nun in bekannter Weise, z. B. mit FeCIg, geätzt werden.
Das beschriebene Verfahren soll sich insbesondere für die Zeitungsdruckerei eignen und mittels Beseitigung der mit einem grossen Schrumpfungsbestreben behafteten abziehbaren Filme bzw. Papiere eine genaue Bildübertragung ermöglichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Entfernung der unentwickelt bleibenden Teile eines gerbend entwickelten photographischen Bildes mit Hilfe eines Lösungsmittels des die unentwickelt gebliebenen lichtempfindlichen Stoffe enthaltenden Kolloids, dadurch gekennzeichnet, dass zum Auswaschen ein Mittel verwendet wird, das ausser dem Lösungsmittel für das Kolloid noch ein an sich bekanntes schnell wirkendes Lösungsmittel (z. B. Rhodankalium) für die unentwickelt gebliebenen lichtempfindlichen Stoffe (z. B. Bromsilber) enthält.