AT135131B - Einrichtung zur Kompensation des Erdschlußstromes. - Google Patents

Einrichtung zur Kompensation des Erdschlußstromes.

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AT135131B
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Alexander Von Schaubert
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    Einrichtung   zur Kompensation des   Erdsehlussstromes.   



   Es ist bereits bekannt, zur Kompensation des   ErdseMustromes zwischen das zu schützende Netz   und Erde induktive   Löscheinrichtungen   zu schalten, die auf die Kapazität des Netzes gegen Erde derart abgestimmt sind, dass die Blindkomponente des   Erdschlussstromes   verschwindet. Auch besondere Vorrichtungen, die als Schwingungskreise zur Kompensation der höheren Harmonischen des Netzes ausgebildet sind, hat man bereits verwendet. Derartige   Einrichtungen   sind aber wegen der Grösse der aufzubringende induktiven Blindleistung   kostspielig : ausserdem   tritt bei den durch die Induktivitäten der Einrichtung und die Kapazität des Netzes gebildeten Sehwingungskreisen, namentlich dann. wenn die Dämpfung gering ist, leicht eine unerwünschte Erregung ein.

   Durch die Verwendung von Eisen hängt auch die Induktivität der Einrichtung von der Höhe der   Erdschlussspannung   ab, so dass diese Abstimmung nicht für jeden vorkommenden Erdschluss ihren günstigsten Wert besitzt und bei sattem Erdschluss von der bei Teilerdsehluss verschieden ist. 



   Um das Potential des erdgesehlossenen Leiters gegen Erde zu Null zu machen und dadurch den Erdsehlusslichtbogen zum Erlöschen zu bringen, hat man auch Anordnungen getroffen, bei denen der fehlerbehaftete Netzleiter durch einen Schalter, einen sogenannten Schutzerder,   unmittelbar   mit Erde verbunden wird. Da jedoch die   ÜberbrÜckung   durch den Schalter nur dann einen wirksamen Neben- 
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 ordnung nur ein   unvollkommener Schutz erreicht.   Bei einem Erdschluss, der den Wicklungsteil einer Maschine erfasst, bedeutet der Schutzerder durch   das Kurzschliessen von Windungen   eine Gefahr   fiir   den gestörten Apparat. 



   Diese Nachteile der bekannten Einrichtungen werden   erfindungsgemäss   dadurch beseitigt, dass beim Auftreten eines Erdschlusses zwischen Erde und einem Netzpunkt, dessen Potential gegen den Systemnullpunkt mit dem Potential des erdgeschlossenen Punktes gegen den Systemnullpunkt ganz oder nahezu nach Grösse und Phasenlage übereinstimmt, eine Impedanz und in Reihe mit dieser eine zusätzliche Wechselspannung geschaltet wird, deren Frequenz gleich der Netzfrequenz ist und deren Grösse und Phasenlage so eingestellt ist, dass ein den   Erdschlussstrom   kompensierender Strom auftritt. 



  Dazu wird die Spannung des Stromerzeugers so gewählt, dass der Spannungsabfall der in Reihe liegenden Impedanz des Kompensationskreises vorzugsweise der zusätzlichen Impedanz der Einrichtung kompensiert ist. 



   In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. An die Netzleiter   R8T sind   verschiedene Verbraucher und Stromerzeuger   1,   2,   3, 4 geschaltet,   die verschiedene Wicklungsanordnungen besitzen. So sind die Wicklungen des Apparates 1 in A geschaltet, die des Apparates 2 in Zickzack, des Apparates 3 in Dreieck und des Apparates 4 in Stern. Nach der Erfindung wird nun an das Netz eine Einrichtung geschaltet, die aus einzelnen, auf Eisenkernen angeordneten Wicklungen besteht, die das Abbild   sämtlicher   in dem Netz vorkommender Wicklungen darstellen.

   Diese Abbildwicklungen 6 bestehen im vorliegenden Falle aus einer Sternwicklung und einer auf besonderem Eisenkern angeordneten Dreieck- 
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 der Punkt B über eine Impedanz 8 und einen Stromerzeuger 7 mit Erde zu verbinden. Der Stromerzeuger 7 muss dann einen dem an der Stelle   A   auftretenden Erdschlussstrom   J1   entgegengesetzten und gleich grossen Strom   J2   liefern, so dass an der Stelle A beide Ströme sich aufheben. Dazu ist es   zweckmässig,   den Stromerzeuger 7 als Drehregler mit dreiphasiger, an das Netz angeschlossener Primärwicklung und einphasiger   Sekundärwicklung   auszubilden, die jederzeit eine gleich grosse, aber in ihrer Richtung von der Rotorstellung abhängige Spannung U liefert.

   Die Phasenlage kann dabei durch entsprechende an Hand der späteren Abbildungen beschriebene Relaiseinrichtungen ermittelt und zur Verstellung des Rotors herangezogen werden. Die Grösse der Spannung      kann durch entsprechende Regeleinrichtungen des Primärkreises eingestellt werden. Diese Verhältnisse sind aus dem dargestellten Spannungsdiagramm abzulesen. Die Spannung, die der Punkt A im Dreieck der verketteten Spannungen RST gegenüber dem Nullpunkt N besitzt, ist mit UE bezeichnet. Mit dieser Spannung gleich gross ist die Spannung U des Punktes B der   Abbildwieklung gegen   den Systemnullpunkt. Der Stromerzeuger 7 muss daher eine Spannung U liefern, die gleich gross und entgegengesetzt gerichtet der Spannung Uc ist, wobei Ue den Spannungsabfall der Impedanzen des Erdschlusskreises, vorzugsweise den der Impedanz 8 darstellt. 



   In der Abbildung ist angenommen, dass U und U z in Phase sind mit   U" bzw. UE.   Dies ist dann der Fall, wenn die Impedanz 8 so gewählt ist, dass ihr Wirkwiderstand zu ihrem Blindwiderstand in demselben Verhältnis steht wie der Wirkwiderstand zu dem Blindwiderstand des Netzes. Da letzterer in der Hauptsache aus einer Kapazität besteht, die im Nullpunkt N der Sternpunktswicklung 4 angeschlossen und zwischen Erde geschaltet angenommen werden kann (, so muss auch die Impedanz 8 vorzugsweise aus einer Kapazität bestehen. Bei einem derart gewählten Verhältnis von Wirk-und Blindwiderstand der Impedanz 8 entsprechend dem Wirk-und Blindwiderstand des Netzes wird auch die 
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 sationsstrom in demselben Masse ändern. 



   Die Grösse der Impedanz 8 ist dabei beliebig wählbar. Für die Wahl ihrer Grösse sind folgende Überlegungen massgebend : Wenn die Impedanz und der Stromerzeuger beispielsweise an den Punkt B der Abbildwicklung angeschlossen sind und in diesem Augenblick der Erdschluss bei A wieder   gelöscht   ist und die Erdschlussstelle volle Isolationsfestigkeit wieder besitzt, aber ein zweiter Erdschluss an einer andern Stelle auftritt, dann wird dadurch ein Überstrom in der Einrichtung der Erfindung hervorgerufen. 



  Die Grösse dieses Überstromes ist nun von der Grösse der Impedanz 8 abhängig. Zu seiner Begrenzung 
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 der Stromerzeuger 7 aufzubringen hat, um so grösser, je grösser der Spannungsabfall Uc an der Impedanz ist. Mit Rücksicht auf eine wirtschaftliche Ausführung werden beide Forderungen dadurch in Einklang gebracht, dass man für den bei einem zweiten Erdschluss entstehenden Überstrom eine für die Einrichtungen des Netzes   ungefährliche   Höhe einsetzt. 



   Die Wirkung der Anordnung auf den Uberstrom ist demnach dieselbe wie die eines   vollkommenen.   d. h. an der jeweiligen   Erdsehlussstelle   angeordneten Schutzerders, ohne dass aber die Nachteile des Sehutzerders, wie z. B. die bei einem zweiten   Erdsehluss   auftretenden Überströme, sieh einstellen.

   Diese Wirkung wird dadurch erreicht, dass die Spannungsdifferenz zwischen dem erdgeschlossenen Punkt und Erde durch eine zusätzliche Spannung zu Null gemacht wird und dass diese Spannung über derart bemessene Widerstände in den   Erdsehlusskreis   eingefügt wird, dass keine schädlichen Überströme auf- 
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 zu betragen brauchen, ist die von dem Stromerzeuger aufzubringende Leistung nur sehr gering und nur ein Bruchteil der Leistung, die eine induktive   Löscheinrichtung   besitzen müsste. Durch eine entsprechende Dimensionierung des Stromerzeugers und der   Abbildwieklung   ist es möglich, die Kurve der Spannung, die dem Netz aufgedrückt wird, so zu gestalten, dass sie mit der Spannungskurve des Systemnullpunktes gegen die entsprechenden im Netz vorkommenden Wicklungsteile übereinstimmt.

   Dadurch wird nicht nur die Grundwelle des Erdsehlussstromes kompensiert, sondern auch dessen Oberwellen. Ebenso wird durch entsprechende Ausbildung der Impedanzen   8,   d. h. in entsprechende Unterteilung von Wirkund Blindwiderständen es ermöglicht, nicht nur die kapazitive, sondern auch die Ohmsche Komponente des   Erdsehlussstromes zu kompensieren.   



   Statt zur Erzeugung der zusätzlichen Spannung einen besonderen Apparat 7 anzuordnen,   kann   man auch dazu die   Abbildwicklung   selbst heranziehen. In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel hiefiir gezeigt. Der in Stern geschaltete Teil der Abbildwieklung 11 ist dabei um Wicklungsteile   vergrössert.   so dass den mit dem Netz verbundenen Eckpunkten der Sternwicklung U1, V1 und   Wi   die Punkte U2, V2,   ha   entsprechen, deren Spannung bereits um die Spannung   Us gegenüber   dem   Systemnullpunkt   erhöht ist. Mit den Punkten   Fs, K :,   sind die Eckpunkte des andern Teiles der Abbildwicilung verbunden. der eine Dreieck, Zickzack- und A-Wicklung enthält.

   Dem   erdgeschlossenen     Punkt J. entspricht   dann der Punkt D der Abbildwicklung, dessen Potential gegen den Systemnullpunkt bereits um die 

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 (vgl. Vektorbild). 



   In Fig. 2 ist weiterhin gezeigt, wie der Punkt D der   Abbilds icklung ausgewählt wird.   Die Abbild- wicklung ist mit zahlreichen Anzapfungen versehen, die an einen Kontaktwähler 15 geführt sind. Über den Kontakten des Wählers 15 bewegt sich ein Hebel   20,   dessen Achse 19 über die Impedanz 8 und eine parallelgeschaltete Schutzfunkenstrecke 14 mit Erde verbunden ist und anderseits je nach seiner Stellung die Verbindung mit dem entsprechenden Punkt der   Abbildwieklung   herstellt. Der Kontakthebel 20 ist dabei so ausgebildet, dass er sowohl rotierende Bewegungen um seine Achse ausführen als auch die Entfernung seines Kontaktstückes von der Achse 19 ändern kann.

   Diese Bewegungen werden durch aus der Fernmeldetechnik bekannte Einrichtungen nach den Angaben eines an sich   bekannten Asym-   meters 16 ausgeführt. Das Asymmeter   16,   das über Spannungswandler 18 mit dem Netz RST in Verbindung steht, zeigt dabei in bekannter Weise die Lage des erdgeschlossenen Punktes   22 gegen   den
Systemnullpunkt an und steuert den Kontakthebel 20 auf den entsprechenden Kontakt 17. 



   Um die Abbildwicklung 11 gleichzeitig zur Stromlieferung auszunutzen, ist auf ihren Schenkeln eine Wicklung 12 angeordnet, die zur Speisung von elektrischen Verbrauchern 13 dient. 



   Soll die Einrichtung lediglich Erdschlüsse von Netzleitungen, d. h. sogenannte Vollerdschlüsse erfassen, dann ist die Anordnung von   Abbildwicklungen überflüssig.   Statt des Asymmeters werden einfache   Erdschlussrelais   verwendet, die die erdgeschlossene Phase auswählen und an diese die zusätzliche Impedanz und die Hilfsspannung schalten. 



   Die Einrichtung vereinfacht sich auch dann, wenn, wie es in vielen Netzen der Fall ist, nur in Stern geschaltete Wicklungen vorkommen. In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für diesen Fall dargestellt. Es ist angenommen, dass zwischen den Sammelschienen zweier Stationen A und B eine Freileitung 23 die Verbindung herstellt. Die Transformatoren 11 im Werke A und 24 im Werk B sind auf der Hochvoltseite in Stern geschaltet, ebenso die übrigen nicht gezeichneten Maschinen des Netzes. Der Transformator 11 ist gleichzeitig als Abbildwicklung der Sternschaltung des Netzes RST ausgebildet und mit einer Regeleinrichtung 28 verbunden, die durch ein Erdschlussrelais 29 gesteuert wird.

   Das Relais 29 ist dabei in offenem Dreieck an die   Sekundärwicklung   eines Spannungswandlers 37 
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   Abbildwicidung H   verbunden, während die Sternwicklung nach einem besonderen Regelapparat, etwa mit der in Fig. 3 beschriebenen, eingestellt wird. Der Kontakthebel 39 wird dabei von einem Motor   45   angetrieben, der mittelbar oder unmittelbar von der Erdschlussspannung in Gang gesetzt wird. Zur
Gewinnung der Erdschlussspannung ist ein Erdschlussrelais 29 vorgesehen, das an einem Spannungswandler 41 liegt. Der Spannungswandler 41 ist parallel zu einer   Erdschlussspule     40   und einem Schalter 42 gelegt, die beide in die Erdverbindung des Sternpunktes   N2   der Abbildwicklung 11 eingebaut sind. 



  Zwischen den Kontakthebel 39 und den Sternpunkt   N2   ist ein weiterer Spannungswandler 46 gelegt, dessen   Sekundärwicklung   mit der   Sekundärwicklung   des Stromwandlers 41 derart verbunden ist, dass in dem Relais 47 die Differenz der Spannungen beider Wandler wirksam wird. Wenn diese Differenz zu Null geworden ist, d. h. wenn die von der Einrichtung erzeugte Spannung mit der   Erdsehlussspannung   gleich gross und gleichgerichtet ist, dann wird ein Schutzschalter 9 betätigt, der in der Verbindungsleitung zwischen dem Kontakthebel   39   und Erde über der Impedanz 8 liegt. Gleichzeitig werden von dem Schalter 9 die Kontakte 43 betätigt, welche die StromzufÜhrung zu dem   : Motor 45 unterbrechen   und dadurch den Kontakthebel 39 stillsetzen.

   Weiterhin wird mit dem Schalter 9 ein Kontakt 44 geschlossen und dadurch der Sehutzsehalter   42   geöffnet. Die Erdsehlussspule 40, die bis zu diesem Augenblick die Kompensation des   Erdschlussstromes     übernahm,   wird in diesem Augenblick abgeschaltet. 



   Bei einem   Erdschluss,   der eine Dreieckwicklung des Netzes etwa an der Stelle A betrifft, erfolgt die Auswahl des entsprechenden   Punktes   der Abbildwicklung 11 nur durch Betätigung des Kontakt-   wählers 38.   Wenn aber der Erdschluss in einer Sternwicklung des Netzes liegt, dann muss nach einer erfolglosen Umdrehung des Kontakthebels 39 die Sternwicklung in der an Hand der Fig. 3 beschriebenen Weise   einreguliert   werden. Der Kontakthebel 39 muss sieh auf den Eckpunkt der Dreieckwicklung einstellen, der mit der erdschlussbehafteten Phase verbunden ist. Die beschriebene Einrichtung bewirkt diese Einstellung automatisch innerhalb der zweiten Umdrehung des Hebels 39. Die Lage der Spannungsvektoren ist aus dem beigezeiehneten Vektordiagramm zu entnehmen. 



   Um die   Sternwicklung   der Abbildwicklung 11 regelbar zu machen, kann auch ein Doppeldrehregler den Klemmen U1, U1, W'1 vorgeschaltet werden. Der Anschluss der Dreieckwicklung kann dann 
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 Relais 29 erfolgen. 



   In entsprechender Weise wie bei Dreiphasennetzen kann auch die   Erfindung in Zweiphasennetzell   Anwendung finden. In Fig. 6 ist ein Ausführungsbeispiel hiefür gezeigt. Die   Abbildwieldung   besteht aus anzapfbaren Wicklungsteilen, die durch eine besondere   Sekundärwicklung 12 magnetisch   eng verkettet sind. Ein von der Höhe der   Erdschlussspannung,   die von dem Relais 29 geliefert wird, beeinflusster Regelapparat 28 stellt den dem erdgeschlossenen Punkt entsprechenden Punkt der   Abbildwicklung 11   ein. Zur Auswahl der richtigen Phase ist ein Umschalter 48 vorgesehen, der von einer mit dem Relaissatz 31 betätigten Spule 33 geschaltet wird. Der Relaissatz 31 dient dabei ebenso wie in Fig. 3 dazu, die erdgeschlossene Phase auszuwählen.

   Mit der Bewegung des Kontakthebels   30     des Umschalters   

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 natürlich auch zur Feinregelung die Impedanz 25 herangezogen werden. 



   Die Einrichtung kann auch mit einer Erdschlussspule 26 vereinigt werden, in der Weise, dass zunächst die Spule 26 eingeschaltet ist und dann in demselben Masse, wie die Einrichtung der Erfindung den   Erdschlussstrom   kompensiert, die Induktivität zurückgeregelt wird. Die Arbeitsweise beider Einrichtungen kann auch so erfolgen, dass die induktive Löscheinrichtung 26 abgeschaltet wird, wenn der
Schalter 9 die Abbildwicklung 11 mit Erde verbindet. 



   Zum Schutze der Einrichtung nach der Erfindung kann ausser dem Schutzschalter 9 in allen Fällen noch ein dreipoliger Überstromschalter vorgesehen werden, der in die Verbindungsleitung der Abbildwicklung 11 mit dem Netz eingebaut ist. Wenn dann ein   Kurzschlussstrom   infolge eines zweiten Erdschlusses auftritt, während noch die Regeleinrichtung eine Stellung einnimmt, die zur Kompensation eines ersten Erdschlusses dient, dann wird dieser   Überstromschalter   betätigt werden. Zur Begrenzung des   Kurzschlussstromes   wird man aber vor allem die Impedanz, den Stromerzeuger und die Abbildwicklung oder irgendeinen dieser Apparate mit entsprechend hoher Streuinduktivität ausrüsten.

   In vielen Fällen wird es dann auch genügen, wenn der   Sehutzschalter   9 mit einer Überstromwicklung versehen wird und dadurch die vor allem beanspruchte Kapazität der Impedanz 8 oder 25 ausschaltet. Wenn das Netz nicht lange in verlagertem Zustand betrieben werden soll, kann auch der Leistungssehalter 9 mit einem Zeitrelais verbunden werden, so dass der Stromkreis der Schutzeinrichtung nach Ablauf einer bestimmten Zeit unterbrochen wird. Vielfach werden einzelne Netzteile über   Reaktanzen,   wie sie mit 52 in Fig. 6 bezeichnet sind, miteinander verbunden.

   Wenn dann die Schutzeinrichtung einen Erdschluss in einem benachbarten Netzteil kompensieren soll, dann muss sie eine höhere Zusatzspannung aufbringen, als das Erdschlussrelais 29 anzeigt, da die Erdschlussspannung, die an der Einbaustelle erscheint, geringer ist als die tatsächlich mit dem Erdschluss behafteten Netzteile   j, Ti herrschende. Durch entsprechende   an sich bekannte Zusatzeinrichtungen, welche die Lage des   Erdschlusspunktes   in bezug auf die Reaktanzen 5 erkennen lassen, wird dann die Koppelung des   Erdschlussrelais   29 mit der Regeleinrichtung 28 in der Weise beeinflusst, dass die Regeleinrichtung bei einem   Erdschluss,   der in einem andern Netzteil liegt, entsprechend höher einreguliert ist. 



   Um zu erkennen, ob ein Erdschluss gelöscht ist, kann man ein Voltmeter 51 (Fig. 6) mit zwei Zeigern anordnen, die beide von der zwischen dem Systemnullpunkt und Erde herrschenden Spannung beeinflusst werden. Der eine Zeiger wird aber   noes nährend   des Bestehens des Erdschlusses festgehalten. Ist nun der Ausgleichsstrom   J2, der von   der Einrichtung nach der Erfindung geliefert wird, genau gleich dem Erdschlussstrom J1, dann wird auch nach dem Erlöschen des Erdschlusses nichts geändert. In dem an Hand der Fig. 6 gezeigten Diagramm ist angenommen, dass der Strom J2 zu klein wäre. Nach dem Erlöschen des Erdschlusses müssen jedoch   Ji   und   J2 gleich   gross werden, d. h.   J1   wird kleiner und   J2   grösser, bis ihre Werte übereinstimmen.

   Dem kleiner gewordenen Strom   J1   entspricht eine   ebensolche   Erdschlussspannung   UE,   d. h. die wiederkehrende Spannung beträgt   Ul'h-UR,   dargestellt durch den Vektor E-T. Der festgehaltene Zeiger des Voltmeters 51 zeigt dementsprechend einen grösseren Ausschlag an als der bewegliche. Es ist demnach leicht zu erkennen, ob der Erdschluss noch weiter besteht oder bereits gelöscht ist. 



   An Stelle des Voltmeters 51 kann man bei der Ausführung nach Fig. 5 ein dem Relais 47, das auf die Differenz der in den beiden Wandlern 41 und 46 gewonnenen Spannungen anspricht, parallelgeschaltetes Nullvoltmeter anordnen. Wenn dieses auch nach der Löschung des Lichtbogens Null anzeigt, dann war die Regeleinrichtung auf richtige Kompensation eingestellt. Durch Bewegen des Kontakthebels oder Regeln der Impedanz 8 kann man feststellen, ob der   Erdschlusslichtbogen   bereits gelöscht ist oder nicht. Wenn nämlich nach der Änderung der Regeleinstellung das Nullvoltmeter keinen Ausschlag zeigt, so ist dies ein Beweis dafür, dass die Kompensation richtig getroffen war. 



   Die im   Erdschlusskreis   liegenden Impedanzen   8,   die vorzugsweise als Kapazitäten ausgebildet sind, wird man zweckmässig in den Sekundärkreis eines Transformators legen, dessen Primärwicklung in die Erdschlussverbindung geschaltet ist. Die Spannung der   Sekundärwicklung   ist dabei mit Rücksicht auf eine wirtschaftliche Ausnutzung der Impedanzen zu wählen. Die Darstellung der Abbildwicklungen wurde bei den Ausführungsbeispielen auf die vorkommenden Wicklungen der an das Netz angeschlossenen Apparate als Ganzes beschränkt. Es besteht aber die Möglichkeit, die einzelnen Wicklungen, wie sie bei den vorkommenden Maschinen gebildet werden, aus Teilwicklungen zusammenzusetzen, in der Weise, dass die einzelnen Wicklungselemente einer Maschine in den Abbildwicklungen nachgebildet werden, indem man z.

   B. die einer Maschine des Netzes entsprechende Abbildwicklung statt auf einem Transformatorkern in einem Maschinengehäuse nach derselben Wickelart anordnet. 



   Da die Einrichtung der Erfindung ebensowenig wie die bekannte induktive Löscheinrichtung geeignet ist, die Wirkungen eines Mehrfacherdschlusses zu beseitigen, ist es zweckmässig, bei einem solchen die Einrichtung nicht in Tätigkeit treten zu lassen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zur Kompensation des Erdsehlussstromes in nicht unmittelbar geerdeten Wechsel- stromnetzen, gekennzeichnet durch Vorrichtungen, die beim Auftreten eines Erdschlusses zwischen Erde und einem Netzpunkt, dessen Spannung gegen den Systemnullpunkt mit der Spannung des erdgeschlossenen Punktes gegen den Systemnullpunkt ganz oder nahezu nach Grösse und Phasenlage über- einstimmt, eine Impedanz und in Reihe mit dieser eine zuästzliche Wechselspannung schalten, deren Frequenz gleich der Netzfrequenz ist und deren Grösse und Phasenlage so eingestellt ist, dass ein den Erdschlussstrom kompensierender Strom auftritt.
    2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung des Stromerzeugers so gewählt ist, dass der Spannungsabfall der in Reihe liegenden Impedanz des Kompensationskreises vorzugsweise der zusätzlichen Impedanz (8) kompensiert ist.
    3. Einrichtung nach den AnsprÜchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse der zusätzlichen Impedanz (8) so gewählt ist, dass der Kurzsch'ussstrom, der sich bei einem zweiten Erdschluss einstellt, wenn die Einrichtung die zur Löschung eines andern Erdschlusses eingenommene Stellung noch besitzt, das zulässige Mass nicht übersehreitet.
    4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe zu dem Weehselstromerzeuger (7) eine Impedanz (8) geschaltet ist, deren Wirkwiderstand zu ihrem Blindwiderstand in demselben Verhältnis steht wie der Wirkwiderstand zu dem Blindwiderstand der Impedanz (5) des Netzes gegen Erde und dass die von dem Stromerzeuger ('1) gelieferte Spannung in Phase zu der Spannung des erdgeschlossenen Punktes gegen den Systemnullpunkt und gleich gross dem Spannungabfall an der Impedanz, vorzugsweise der zusätzlichen Impedanz (8) ist.
    5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4 zur Kompensation nur des bei Leitererdsehluss auftretenden Erdsehlussstromes, gekennzeichnet durch Einrichtungen, welche die zusätzliche Impedanz und die Hilfsspannung zwischen den vom Erdschluss behafteten Leiter und Erde schalten.
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch Einrichtungen, die den Stromerzeuger (7) und die zusätzliche Impedanz (8) je nach der Lage des Erdsehlusspunktes an eine Anzapfung von auf Eisenkernen angeordneten Wicklungen legen, die das Abbild sämtlicher in dem Netz vorkommender Wicklungen darstellen (Abbildwicklungen).
    7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildwicklungen (6) oder Teile (12) derselben so ausgebildet sind, dass sie gleichzeitig zur Speisung von Stromverbrauchern 3) dienen (Fig. 2). EMI6.1 <Desc/Clms Page number 7> gesteuert wird und die entsprechende Anzapfung derAbbildwieklung mit den Kontakten des Umschalters verbindet (Fig. 3).
    16. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais (29) an eine in offenem Vieleck geschaltete Sekundärwicklung eines Wandlers (37) angeschlossen ist, der eine zweite in Stern geschaltete Sekundärwicklung besitzt, die zur Speisung eines die erdgeschlossene Phase ermittelnden Relaissatzes (31) dient.
    17. Einrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Erdverbindung liegende Impedanz (25) in Abhängigkeit von einer von der Grösse der Erdschlussspannung beeinflussten Vorrichtung (29) regelbar ist (Fig. 3).
    18. Einrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Anzapfpunkte der der Wieklungsart der zu schützenden Apparate entsprechenden Abbildwicklung (11) an die Kontakte eines Regelapparates (. 38) geführt sind, der von einem von der Erdschlussspannung abhängigen Apparat (45) angetrieben wird, bis eine Einrichtung (47), die von der Differenz zwischen der Erdschlussspannung und der zwischen dem gerade eingestellten Anzapfpunkt und Erde herrschenden Spannung abhängig ist, beim Verschwinden dieser Differenz die Bewegung unterbricht (Fig. 4 und 5).
    19. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (9), der die Abbild- wicklung (11) mit Erde verbindet, durch eine Einrichtung gesteuert ist, die erst nach erfolgter Einregulierung der Abbildwicklung den Schalter (9) schliesst (Fig. 5).
    20. Einrichtung nach den Ansprüchen 6 bis 19 für Netze, in denen die zu schützenden Apparate Stern-und Dreieckwieldungen besitzen, dadurch gekennzeichnet, dass für den in Dreieck und den in Stern geschalteten Teil der Abbildwicklung (11) je eine besondere Regeleinrichtung vorgesehen ist, von denen die erste von der Differenz zwischen der Erdsehlussspannung und der zwischen dem gerade eingeschalteten Anzapfpunkt der in Dreieck geschalteten Abbildwicklung und Erde herrschenden Spannung betätigt wird, während die zweite von einem der Erdschlussspannung abhängigen Relais betätigt wird und die eine erst nach einem vollständigen Regelvorgang der andern in Lauf gesetzt wird.
    21. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 20, gekennzeichnet durch die zusätzliche Anordnung einer an sich bekannten, zwischen Netz und Erde geschalteten, aus Induktivitäten bestehenden Erd- schlusslöscheinrichtung (26), welche die erste in ihrer Wirkung auf den Erdschlussstrom unterstützt.
    22. Einrichtung nach Anspruch 21, gekennzeichnet durch einen Schalter (42), der die bekannte induktive Löscheinrichtung (40), die nur für eine Beanspruchung von wenigen Minuten ausgelegt ist, abschaltet, wenn die Abbildwicklung (11) mit Erde verbunden ist (Fig. 5).
    23. Einrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die bekannte Erdschlusslösch- einrichtung so ausgelegt ist, dass sie die kapazitive Komponente des Erdschlussstromes kompensiert, während die zusätzliche so ausgelegt ist, dass sie die Ohmsehe Komponente des Erc1schlussstromes kompensiert.
    24. Einrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die bekannte Erdschlusslöscheinrichtung (26) so ausgelegt ist, dass sie die Grundwelle des Erdschlussstromes kompensiert, während die zusätzliche (11) so ausgelegt ist, dass sie die Oberwellen des Erdschlussstromes kompensiert (Fig. 3).
    25. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 24, gekennzeichnet durch ein von der zwischen dem Systemnullpunkt und Erde herrschenden Spannung beeinflusstes Voltmeter mit zwei Zeigern, von denen der eine noch während des Bestehens eines Erdschlusses festgehalten wird (Fig. 6).
AT135131D 1931-03-14 1932-03-14 Einrichtung zur Kompensation des Erdschlußstromes. AT135131B (de)

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