AT13544U1 - Verfahren und Anlage zum Bereitstellen, Kommissionieren und/oder Verpacken von Artikeln - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anlage und ein Verfahren zum Bereitstellen und Kommissionieren von Artikeln in einem Lagersystem mit einem Vorratslager (2) für die Artikel, einem Arbeitsplatz (29) in einem ersten Arbeitsbereich (3), einem Arbeitsplatz (57) und einem Pufferlager (10) im zweiten Arbeitsbereich (4), bei dem Kommissionieraufträge erfasst, basierend auf der Kombination unterschiedlicher Artikeleigenschaften zu den für die Abarbeitung der Kommissionieraufträge benötigten Artikeln Artikelgruppen ermittelt, eine Vergleichsanalyse der Umschlaghäufigkeit zwischen den Artikelgruppen durchgeführt, basierend auf dem Vergleich der Umschlaghäufigkeit in die Artikelgruppen in Schnelldreher-Artikelgruppen und Langsamdreher-Artikelgruppen klassifiziert werden. Die für die Abarbeitung von Kommissionieraufträgen benötigten Artikel (47) der Schnelldreher-Artikelgruppen werden im Pufferlager zwischengelagert. Die Bereitstellung der Artikel (21) einer Langsamdreher-Artikelgruppe am Arbeitsplatz (29) erfolgt derart, dass die Artikel (29) aus dem Vorratslager (2) zum Arbeitsplatz (29) transportiert werden, während die Artikel (47) einer Schnelldreher-Artikelgruppe aus dem Pufferlager ausgelagert und zu Andienungsplätzen (63a) am Arbeitsplatz (57) transportiert werden. Danach erfolgt der Kommissioniervorgang an den Arbeitsplätzen.
Description
Merrecfcische;; pitesiaffit AT13 544U1 2014-03-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bereitstellen, Kommissionieren und/oder Verpacken von Artikeln in einem Lagersystem mit einem Vorratslager für die Artikel, zumindest einem Arbeitsplatz in einem ersten Arbeitsbereich, zumindest einem Arbeitsplatz und einem Pufferlager im zweiten Arbeitsbereich.
[0002] Aus der EP 0 847 939 A1 ist ein Verfahren zum Kommissionieren von Artikeln unterschiedlicher Umschlaghäufigkeit aus Lagergebinden in Auftragsgebinde bekannt, bei dem die Lagergebinde durch eine erste Fördertechnik von einem Vorratslager zu Kommissionier-Arbeitsplätzen gefördert und an diesen jeweils von einer Kommissionierperson zu einem Kommissionierauftrag zumindest ein Artikel aus dem Lagergebinde entnommen und in einem durch eine zweite Fördertechnik bereitgestellten Auftragsgebinde abgelegt wird. Die Kommissionier-Arbeitsplätze sind im Vorratslager integriert angeordnet und weisen jeweils eine Vielzahl von Durchlaufkanälen auf, in denen abhängig von der Umschlaghäufigkeit der Artikel die Lagergebinde bereitgestellt werden. Die Artikel werden nach dem Paretoprinzip in Schnell- und Langsamläufer klassifiziert. Auch bei den Durchlaufkanälen wird zwischen Schnellläufer-Durchlaufkanäle und Langsamläufer-Durchlaufkanäle unterschieden. Enthält ein Lagergebinde Schnellläufer-Artikel wird er in einem Schnellläufer-Durchlaufkanal bereitgestellt. Enthält ein Lagergebinde Langsamläufer-Artikel wird er in einem Langsamläufer-Durchlaufkanal bereitgestellt. Lagergebinde, welche Langsamläufer-Artikel enthalten und noch teilweise befüllt sind, werden nach einem Kommissioniervorgang von einer Kommissionierperson von einer Entnahmeposition im vorderen Endbereich eines Durchlaufkanals in eine Rückgabeposition im hinteren Endbereich eines Durchlaufkanals manuell geschoben. Bedingt durch den hohen prozentuellen Anteil an Langsamläufer und der „artikelreinen“ Bereitstellung von Artikel in einem Langsamläufer-Durchlaufkanal muss mit einem hohen Manipulationsaufwand gerechnet werden, da jedes Mal, wenn ein anderer Langsamläufer-Artikel benötigt wird, ein vorangegangener Lagergebinde zurück geschoben und ein nächstes Lagergebinde im Durchlaufkanal bereitgestellt werden muss. Dies führt zu einer erhöhten physischen Belastung der Kommissionierperson. Andererseits muss das Regalförderfahrzeug, welches die Durchlaufkanäle mit den Lagergebinden beschickt, mit höchster Leistung betrieben werden, was sich ungünstig auf die Standzeit der Kommissionieranlage auswirkt.
[0003] Zudem kann mit dieser bekannten Kommissionieranlage eine nur relativ geringe Kommissionierleistung erreicht werden, da eine relativ hohe Anzahl an Durchlaufkanälen als Langsamläufer-Durchlaufkanäle ausgebildet sein muss. Nachdem aber aus ergonomischen Gesichtspunkten die Kommissionierperson möglichst kurze Laufwege zurücklegen soll, kann die Anzahl an Durchlaufkanälen nicht beliebig verlängert werden. Somit muss mit entsprechender Kommissionierleistung der Kommissionieranlage die Anzahl der Kommissionier-Arbeitsplätze erhöht werden.
[0004] Die US 5,472,309 A offenbart ein Lagersystem zum Lagern, Verteilen und Kommissionieren von Artikeln. Das Lagersystem umfasst einen Wareneingang mit Umpackplätzen, ein Vorratslager mit Speicherkarussellen (storage carousel) zur Lagerung von mit Artikeln befüllten Lagergebinden (Container), Pufferspeicher (vertical storage queue) zur Pufferung von Lagergebinden (Container), Arbeitsplätze (work tables), ein Konsolidierungslager (consolidation queue) und einen Warenausgang mit einer Wickel- bzw. Verpackungsstation. Einem Pufferspeicher sind mehrere Arbeitsplätze zugeordnet. Die Umpackplätze, Speicherkarusselle, Pufferspeicher und Arbeitsplätze sind an eine Fördertechnik angeschlossen. Die Lagergebinde werden von den Umpackplätzen mittels der Fördertechnik zum Pufferspeicher angefördert und dort auf ein Stellfach in den Pufferspeicher eingelagert. Liegt ein Kommissionierauftrag vor, wird ein Lagergebinde von einem Stellfach aus dem Pufferspeicher ausgelagert und mittels der Fördertechnik zu einem der Arbeitsplätze gefördert. Teilweise befüllte Lagergebinde werden nach dem Kommissioniervorgang wiederum mittels der Fördertechnik zurück zum Pufferspeicher gefördert sowie auf ein Stellfach in den Pufferspeicher rückgelagert. Im Pufferspeicher müssen sämtliche an den Arbeitsplätzen zur Abarbeitung der Kommissionieraufträge benötigten Lagergebinde 1/33 isterreidBsdses AT 13 544 U1 2014-03-15 bzw. Artikel bereitgestellt werden, unabhängig davon wie häufig diese Artikel tatsächlich zu diesen Kommissionieraufträgen erforderlich sind. Eine organisatorische Trennung der Artikel nach Schnelldreher und Langsamdreher sowie die Ermittlung von Artikelgruppen basierend auf der Kombination unterschiedlicher Artikeleigenschaften sind nicht vorgesehen.
[0005] Aus der DE 10 2010 010 305 A1 ist ein automatisierter Kommissionierarbeitsplatz zum manuellen Kommissionieren von Artikeln aus Lagerbehältern in einen Auftragsbehälter gemäß einem Kommissionierauftrag bekannt, wobei Lagerbehälter Schnelldreher-Lagerbehälter für schnelldrehende Artikel und Langsamdreher-Lagerbehälter für langsamdrehende Artikel aufweisen, die dem einen Kommissionierarbeitsplatz zusammen mit einem Auftragsbehälter zugeführt werden. Der Kommissionierarbeitsplatz umfasst eine Vielzahl von unidirektional betreibbaren Lagerbehälter-Durchlaufkanälen und mindestens einen bidirektional betreibbaren Auftragsbehälter-Bereitstellungskanal. Jedem Auftragsbehälter- Bereitstellungskanal wird ein Auftragsbehälter und jedem Durchlaufkanal ein oder mehrere Schnelldreher-Lagerbehälter oder Langsamdreher-Lagerbehälter zugewiesen. Die Schnelldreher-Lagerbehälter und Langsamdreher-Lagerbehälter werden über eine Fördertechnik zu diesem Kommissionierarbeitsplatz gefördert. Nicht vorgesehen sind die Andienung von Schnelldreher-Lagerbehältern in Lagerbehälter-Durchlaufkanälen ausschließlich an einem ersten Kommissionierarbeitsplatz und die Andienung von Langsamdreher-Lagerbehältern in Lagerbehälter- Durchlaufkanälen ausschließlich an einem zweiten Kommissionierarbeitsplatz. Die Ermittlung von Artikelgruppen basierend auf der Kombination unterschiedlicher Artikeleigenschaften, die Klassifizierung der Artikelgruppen je nach Umschlaghäufigkeit in zumindest eine Schnelldreher-Artikelgruppe und zumindest eine Langsamdreher-Artikelgruppe sowie die Bereitstellung der Artikelgruppen an verschiedenen Arbeitsplätzen sind ebenso nicht vorgesehen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Verfahren und eine Anlage zum Bereitstellen von Artikeln an Arbeitsplätzen vorzusehen, wodurch sich die Kommissioniereffizienz unter Beachtung ergonomischer Anforderungen erhöhen lässt.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Maßnahmen und Merkmale der Ansprüche 1 und 15 gelöst.
[0008] Ein solches Verfahren bzw. eine solche Anlage zum Bereitstelien von Artikeln, welche zu kommissionieren und/oder verpacken sind, eignen sich insbesondere in der Textilindustrie. In der Textilindustrie ist ein sehr breites Artikelspektrum üblich. Das Artikelspektrum kann unterschiedliche Modeartikel, beispielweise Shirts, Hosen, Hemden, Pullover und dgl., so genannte Artikelkategorien umfassen. Jeder Modeartikel ist in unterschiedlichen Konfektionsgrößen, beispielweise Small, Medium, Large, XL, XXL, und unterschiedlichen Farben, beispielweise schwarz, weiß, rot, grün, gelb verfügbar.
[0009] Ein Kundenauftrag einer Kundenbestellung, welche in diesem Fall eine Bestellung einer Einzelhandelsfiliale und nicht eines Endkunden betrifft, besteht aus einer oder mehreren Auftragspositionen.
[0010] Beispielweise umfasst der Kundenauftrag eine erste Auftragsposition und eine zweite Auftragsposition.
[0011] Die erste Auftragsposition betrifft aus dem Artikelspektrum einen ersten Modeartikel, beispielweise ein Hemd in den Konfektionsgrößen Small, Medium, Large, XL, und je Konfektionsgröße in den Farben schwarz, weiß, rot, grün sowie je Konfektionsgröße und je Farbe mit der Menge von zehn Stück. Somit umfasst die erste Auftragsposition „Hemd" insgesamt 160 Artikelpositionen. Diese 160 Artikelpositionen entsprechen einer ersten Artikelgruppe, einem so genannten „Style". Die Artikel dieser ersten Artikelgruppe, daher die 160 Artikelpositionen werden in einem einzigen oder mehreren Auftragsgebinden, beispielweise einem Auftragskarton gesammelt.
[0012] Die zweite Auftragsposition betrifft aus dem Artikelspektrum einen zweiten Modeartikel, beispielweise einen Pullover in den Konfektionsgrößen Small, Medium, Large, XL, und je Konfektionsgröße in den Farben schwarz, weiß, rot sowie je Konfektionsgröße und je Farbe mit der 2/33 ästerreidBsd!« pitwiarot AT13544U1 2014-03-15
Menge von fünf Stück. Somit umfasst die zweite Auftragsposition „Pullover" insgesamt 60 Artikelpositionen. Diese 60 Artikelpositionen entsprechen einer zweiten Artikelgruppe, einem so genannten „Style". Die Artikel dieser zweiten Artikelgruppe, daher die 60 Artikelpositionen werden in einem einzigen oder mehreren Auftragsgebinden, beispielweise einem Auftragskarton gesammelt.
[0013] So kann ein Kundenauftrag eine Vielzahl von Auftragspositionen und damit Artikelgruppen bzw. „Styles" umfassen.
[0014] Bei Auftragspositionen zu unterschiedlichen Modeartikeln, daher mehreren Artikelgruppen, ist es gewünscht, dass die Artikelgruppen bzw. „Styles“ nicht untereinander vermischt werden. Es ist aber möglich, dass innerhalb eines Auftragsgebindes die Artikelgruppen zur ersten und zweiten Auftragsposition enthalten sind, welche dann aber übereinander gestapelt oder nebeneinander gereiht werden. Es kommt zu keiner Vermischung zwischen den Artikeln aus den Artikelgruppen.
[0015] Vor diesem Hintergrund, ist nun eine optimierte Bereitstellung der Artikel an Arbeitsplätzen vorgesehen, welche eine besonders hohe Kommissionierleistung bei manueller Kommissionierung der Artikel ermöglicht. Die Artikel sämtlicher Artikelkategorien bzw. aus dem Artikelsortiment werden in einem Vorratslager zur nachfolgenden Auftragsbearbeitung gelagert. Somit versorgt das Vorratslager beide Arbeitsbereiche bzw. Arbeitsplätze mit den Artikeln.
[0016] Sobald Kommissionieraufträge zur Auftragsbearbeitung entweder von einem oder mehreren Kunden vom Rechnersystem erfasst wurden, kann die Auslagerung der Artikel in nachfolgend beschriebenerWeise beginnen.
[0017] Dabei ist es nun vorgesehen, dass vom Rechnersystem basierend auf der Kombination unterschiedlicher Artikeleigenschaften von für einen oder mehrere Kommissionieraufträge benötigten Artikeln, wie einer Artikelkategorie, Konfektionsgröße und/oder Farbe, insbesondere Artikelkategorie und Konfektionsgröße oder Artikelkategorie und Farbe oder Artikelkategorie, Konfektionsgrößen und Farbe, Artikelgruppen bzw. „Styles“ definiert werden. Der Kommissionierauftrag basiert auf einer Auftragsposition zu einem Kundenauftrag. Die Kommissionieraufträge können für einen Kundenauftrag eines einzigen Kunden oder Kundenaufträgen unterschiedlicher Kunden festgelegt werden.
[0018] Sind vom Rechnersystem, insbesondere einer Programmlogik bzw. ein Computerprogramm die Artikelgruppen ermittelt worden, werden die (bestellten) Artikelpositionen der Artikelgruppen miteinander verglichen. Das Vergleichen erfolgt durch die Programmlogik bzw. das Computerprogramm, welches ein Vergleichsmodul implementiert Aus diesem Vergleich resultiert eine Umschlaghäufigkeit je Artikelgruppe bzw. „Style“. Das Rechnersystem, insbesondere die Programmlogik bzw. das Computerprogramm klassifiziert die Artikelgruppen je nach Umschlaghäufigkeit in zumindest eine Schnelldreher-Artikelgruppe (A-Artikelgruppen) und zumindest eine Langsamdreher-Artikelgruppe (C-Artikelgruppen). Die Grenze für die Definition der Artikelgruppen als Langsamdreher-Artikelgruppe und Schnelldreher-Artikelgruppen wird als Festwert oder variabler Wert festgelegt.
[0019] Wenn von Langsamdreher-Artikelgruppen gesprochen wird, sind B-Artikelgruppen und/oder C-Artikelgruppen gemeint. Mit anderen Worten können die Langsamdreher-Artikelgruppen auch um die Mitteldreher-Artikelgruppen (B-Artikelgruppen) erweitert werden. Der Einfachheit halber wird nachfolgend aber nur noch zwischen Schnelldreher-Artikelgruppen und Langsamdreher-Artikelgruppen unterschieden.
[0020] Die Artikel werden durch das Rechnersystem koordiniert auf die Arbeitsplätze in den Arbeitsbereichen verteilt. An den Arbeitsplätzen werden jeweils die Artikel der Artikelgruppen bearbeitet, insbesondere kommissioniert und/oder verpackt.
[0021] Während im ersten Arbeitsbereich die Artikel der Langsamdreher-Artikelgruppen vorzugsweise unmittelbar zu einem Arbeitsplatz transportiert und dort bereitgestellt werden, werden die für Kommissionieraufträge benötigten Artikel der Schnelldreher-Artikelgruppen in einem Pufferlager temporär gelagert Im Pufferlager befinden sich nur jene Artikel, die zu einer 3/33
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Schnelldreher-Artikelgruppe definiert wurden und zur Abarbeitung der Kommissionieraufträge benötigt werden, nicht aber das gesamte Artikelsortiment.
[0022] Soll nun ein Kommissionierauftrag bearbeitet werden, werden die Artikel einer Schnelldreher-Artikelgruppe vom Pufferlager zu einem Arbeitsplatz transportiert und dort eine gesamte Artikelgruppe (Style) an Andienungsplätzen bereitgestellt, sodass eine Kommissionierperson an diesem Arbeitsplatz auf alle Artikel dieser Artikelgruppe „zugreifen“ kann. Dadurch kann der Kommissionierauftrag sehr rasch abgearbeitet werden.
[0023] Es ist von Vorteil, wenn von einem Rechnersystem in einer Auftragsvorausschau über eine Anzahl von Kommissionieraufträgen, insbesondere einem Zeitfenster, die Artikelpositionen (Bestellmenge) zu je einem Artikel in der Schnelldreher- Artikelgruppe ermittelt und dem Pufferlager die Artikel aus dem Vorratslager in einer im Wesentlichen den Artikel Positionen entsprechenden Anzahl zugeführt werden. Somit sind die Artikel aus der Schnelldreher-Artikelgruppe im Nahbereich des Arbeitsplatzes vorhanden und ist der Lagerbestand (Anzahl der Artikel) im Pufferlager nur geringfügig höher als die Bestellmenge zu den Kommissionieraufträgen. Die Bereitstellung der Artikel kann sehr rasch und mit einem einfachen Transportsystem erfolgen. Es entstehen kaum Stillstandszeiten zwischen der Bearbeitung von Kommissionieraufträgen. Es wird damit eine hohe Kommissioniereffizienz erreicht. Ferner werden Artikel aus dem Vorratslager in das Pufferlager „nachgeschoben“, sobald nächste Kommissionieraufträge erfasst und Lagerplätze im Pufferlager frei werden, womit stets ein Mindestbestand an Artikeln im Pufferlager vorhanden und eine permanente Bereitstellung der Artikel sichergestellt ist.
[0024] Nach einer Maßnahme der Erfindung, ist es auch möglich, dass ein Auftragsgebinde nach dem Ablegen von Artikeln aus einer Schnelldreher-Artikelgruppe gemäß einem Kommissionierauftrag vom zweiten Arbeitsbereich in den ersten Arbeitsbereich transportiert wird, sodass auch Artikel einer Langsamdreher- Artikelgruppe in das Auftragsgebinde geladen werden können. Liegen zu einem Kundenauftrag mehrere Auftragspositionen vor, so kann jede Auftragsposition für sich sehr effizient abgearbeitet werden, da die Artikel aus den unterschiedlichen Artikelgruppen „bedarfsgerecht“ auf die Arbeitsplätze aufgeteilt werden, daher die Kommissioniervorgänge an voneinander getrennten Arbeitsplätzen erfolgen.
[0025] Eine vorteilhafte Maßnahme besteht auch darin, dass vorerst am Arbeitsplatz im zweiten Arbeitsbereich in einem oder mehreren Auftragsgebinden Artikel aus einer Schnelldreher-Artikelgruppe zu mehreren Kommissionieraufträgen gesammelt werden und danach das oder die Auftragsgebinde vom zweiten Arbeitsbereich in den ersten Arbeitsbereich transportiert werden, wo die Artikel der Schnelldreher-Artikelgruppe aus dem oder den Auftragsgebinden entnommen und in andere Auftragsgebinde mit Artikeln der Langsamdreher-Artikelgruppe gemäß der Kommissionieraufträge umgeladen werden. Am zweiten Arbeitsplatz können sehr häufig zu Kommissionieraufträgen benötigte Artikel in einem Sammelgebinde, welches als temporärer Pufferspeicher dient, gesammelt und anschließend diese Artikel aus dem Sammelgebinde am ersten Arbeitsplatz entnommen und in Auftragsgebinde (Versandgebinde) abgelegt werden. Damit kann die Kommissioniereffizienz nochmals gesteigert werden.
[0026] Von Vorteil ist auch, wenn für eine Schnelldreher-Artikelgruppe eine Vergleichsanalyse der Umschlaghäufigkeit zwischen den Artikeln dieser Schnelldreher-Artikelgruppe durchgeführt wird, wobei Artikel mit einer höheren Umschlaghäufigkeit gegenüber Artikel mit einer niedrigeren Umschlaghäufigkeit an unterschiedlichen Andienungsplätzen am Arbeitsplatz im zweiten Arbeitsbereich bereitgestellt werden.
[0027] Nachdem die Klassifizierung in Schnelldreher-Artikelgruppe und Langsamdreher- Artikelgruppe erfolgte, kann zusätzlich innerhalb der Schnelldreher-Artikelgruppe einer Artikelkategorie, beispielweise T-Shirt, eine Vergleichsanalyse bezüglich der Umschlaghäufigkeit zwischen den Artikeln durchgeführt werden. Basierend auf diesem Vergleich wird zwischen Super-A-Artikel (sehr schnell drehende Artikel) und A-Artikel (schnell drehende Artikel) unterschieden. So ist bekannt, dass sich für Artikel einer Artikelkategorie, beispielweise T-Shirt, entsprechend der Artikeleigenschaften unterschiedliche Absatzmengen ergeben, die sehr stark streuen können. Beispielweise werden T-Shirt mit der Farbe weiß und Konfektionsgröße Large (Super-A- 4/33
«iirrec&ise-ts päliSiäfSt AT13 544U1 2014-03-15
Artikel) wesentlich häufiger benötigt als T-Shirt mit der Farbe blau und Konfektionsgröße Large (A-Artikel).
[0028] Nachdem am Arbeitsplatz im zweiten Arbeitsbereich Artikel mit unterschiedlicher Umschlaghäufigkeit bzw. Absatzmenge vorliegen - Super-A-Artikel werden häufiger benötigt als A-Artikel - erweist es sich von Vorteil, wenn diese Artikel an hierfür bestimmten Andienungsplätzen, gegebenenfalls mit unterschiedlicher Kommissioniertechnologie bereitgestellt werden.
[0029] Wird eine beschränkte Anzahl an Andienungsplätzen vorgesehen, um einen möglichst kompakten Arbeitsplatz bereitzustellen, erweist es sich von Vorteil, wenn an zumindest einem Andienungsplatz des Arbeitsplatzes eine dynamische Bereitstellung von A-Artikel und auf den anderen Andienungsplätzen des Arbeitsplatzes eine permanente Bereitstellung von Super-A-Artikel erfolgt. Die Andienungsplätze für die Super-A-Artikel befinden sich nahe einem Pufferbereich für die Bereitstellung von Auftragsgebinden, sodass die Kommissionierperson nur sehr kurze Wegstrecken zurücklegen muss, wenn sie Super-A-Artikel kommissionieren und/oder verpacken soll. Auch wenn die Kommissionierperson längere Wegstrecken zurücklegen muss, um A-Artikel zu kommissionieren und/oder zu verpacken, wirkt sich dies nur unwesentlich aus, da die A-Artikel weniger häufiger benötigt werden, als die Super-A-Artikel.
[0030] Bei der permanenten Bereitstellung von Super-A-Artikeln werden die Artikel während des Kommissionierbetriebes laufend zugeführt, sodass eine permanente Versorgung der Andienungsplätze und ein unterbrechungsfreies Kommissionieren und/oder Verpacken von Artikeln möglich ist. An diesen Andienungsplätzen werden unterschiedliche Artikel derselben Artikelkategorie „sortenrein“ bereitgestellt, beispielsweise am ersten Andienungsplatz ein weißes T-Shirt der Konfektionsgröße Small, am zweiten Andienungsplatz ein weißes T-Shirt der Konfektionsgröße Medium, am dritten Andienungsplatz ein weißes T-Shirt der Konfektionsgröße Large, usw. und am vierten Andienungsplatz ein schwarzes T-Shirt der Konfektionsgröße Small, am fünften Andienungsplatz ein schwarzes T-Shirt der Konfektionsgröße Medium, usw.
[0031] Bei der dynamischen Bereitstellung von A-Artikeln werden die Artikel während des Kommissionierbetriebes nach Bedarf zugeführt, sodass an einem Andienungsplatz unterschiedliche A-Artikel bereitgestellt werden. An diesem Andienungsplatz werden unterschiedliche Artikel derselben Artikelkategorie nacheinander bereitgestellt, beispielsweise vorerst ein blaues T-Shirt der Konfektionsgröße XXL, danach ein braunes T-Shirt der Konfektionsgröße XXL usw.
[0032] Gemäß eine weiteren Maßnahme der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Artikel einer Schnelldreher-Artikelgruppe von einer Kommissionierperson gemäß Anweisungen durch ein Ausgabesystem von den Andienungsplätzen in entsprechender Stückanzahl nacheinander in einer Reihenfolge übernommen und in dieser Reihenfolge sortiert in das Auftragsgebinde abgelegt werden. Die zu kommissionierenden Artikel werden nicht wahllos in dem Auftragsgebinde abgelegt, sondern nach einer gewünschten Packordnung, daher Reihenfolge. Dies ist möglich, da die Kommissionierperson am zweiten Arbeitsplatz zum Zeitpunkt der Abarbeitung eines oder mehrerer Kommissionieraufträge alle Artikel einer Artikelgruppe bzw. „Style“ im Zugriff hat. Dadurch gestaltet sich das „Auspacken“ der Artikel beim Kunden, wie einer Einzelhandelsfiliale wesentlich effizienter. Die Sortierreihenfolge wird durch koordinierte Steuerung des Ausgabesystems ermöglicht. Dabei wird ein erster Artikel, nachdem die Kommissionierperson eine Anweisung erhalten hat, beispielsweise ein Lichtsignal, von der Kommissionierpereon abgeholt und in das Auftragsgebinde abgelegt. Dies wird von der Kommissionierperson quittiert. Danach wird ein zweiter Artikel, nachdem die Kommissionierperson eine Anweisung erhalten hat, beispielsweise ein Lichtsignal, von der Kommissionierpereon abgeholt und in das Auftragsgebinde abgelegt. Dies wird von der Kommissionierpereon wiederum quittiert. Dieser Vorgang wiederholt sich solange, bis die gewünschte Auftragsposition oder gewünschten Auftragspositionen zu einem Kundenauftrag abgearbeitet sind.
[0033] Andererseits ist es nach einer Ausführung der Erfindung auch möglich, dass die Artikel einer Schnelldreher-Artikelgruppe von einer Kommissionierpereon gemäß Anweisungen durch ein Ausgabesystem auf einem entlang der Andienungsplätze verlaufenden Kommissionierweg von den jeweiligen Andienungsplätzen in entsprechender Stückanzahl sammelt und danach die 5/33
AT13 544U1 2014-03-15 gesammelten Artikel in das Auftragsgebinde abgelegt werden. Dadurch kann sehr einfach ein Sammelgebinde mit Artikel zu mehreren Kommissionieraufträgen koordiniert kommissioniert werden. Die Kommissionierpereon erhält eine Anweisung Artikel von mehreren Andienungsplätzen abzuholen. Beispielsweise werden gleichzeitig mehrere Lichtsignale erzeugt. Die Kommissionierperson kann entlang dem Kommissionierweg mehrere unterschiedliche Artikel für die gewünschte Auftragsposition oder gewünschten Auftragspositionen abholen und sodann sämtliche abgeholten Artikel im Auftragsgebinde ablegen. Dies wird von der Kommissionierperson einmal quittiert. Dadurch werden die Laufstrecken zum Kommissionieren erheblich minimiert.
[0034] Die Langsamdreher-Artikelgruppe werden an zumindest einem vom Pufferlager getrennt angeordneten ersten Arbeitsplatz im ersten Arbeitsbereich und die Schnelldreher-Artikelgruppe an zumindest einem im Pufferlager integriert angeordneten zweiten Arbeitsplatz im zweiten Arbeitsbereich bereitgestellt. Damit wird die Bereitstellung der Artikel aus der Schnelldreher-Artikelgruppe nicht durch die Bereitstellung der Artikel aus der Langsdreher-Artikelgruppe beeinflusst, sondern erfolgt eine separate Bereitstellung der Artikel aus den unterschiedlichen Artikelgruppen an verschiedenen Arbeitsplätzen. Eine besonders effiziente Bereitstellung der Artikel aus der Schnelldreher-Artikelgruppe wird durch die Kombination Pufferlager-Arbeitsplatz erreicht, da einerseits ein Zwischenspeicher für die zu Kommissionieraufträgen benötigten Artikel vorhanden ist und die Artikel auf kurzem Transportweg den Andienungsplätzen zugeführt werden können.
[0035] Auch können an den Arbeitsplätzen der Arbeitsbereiche unterschiedlichste Kommissioniertechnologien verwendet werden, wie beispielsweise in der Fig. 3 und Fig. 6 gezeigt, was gerade im Hinblick auf die Ergonomie der Kommissionier- Arbeitsplätze eine hohe Gestaltungsfreiheit erlaubt.
[0036] Werden Artikel gemäß einer Auftragsvorausschau über den erfassten Auftragsbestand für die Kommissionierung nochmals benötigt, werden diese nicht in das Vorratslager rückgelagert, sondern verbleiben im Pufferlager. Jene Artikel, welche gemäß einer Auftragsvorausschau über den erfassten Auftragsbestand für die Kommissionierung jedoch nicht nochmals benötigt werden, werden vorerst in das Pufferlager und danach von diesem in das Vorratslager oder unmittelbar ohne Zwischenlagerung im Pufferlager in das Vorratslager rückgelagert.
[0037] Es ist auch möglich, dass die Artikel der Schnelldreher-Artikelgruppe auf den Andienungsplätzen nach Artikeleigenschaften sortiert bereitgestellt werden. Dadurch wird die Kommissioniereffizienz nochmals gesteigert, da die Artikel gruppiert an den Andienungsplätzen bereitgestellt sind und sich dadurch die Laufstrecken für die Kommissionierperson minimieren.
[0038] Eine Reduzierung der Spielzeit für die Bereitstellung der Artikel der Schnelldreher- Artikelgruppe wird erreicht, wenn diese für zumindest einen Kommissionierauftrag vom Transportsystem gemeinsam als Kommissioniergruppe vom Pufferlager auf die Andienungsplätze, bevorzugt automatisiert zugeführt werden.
[0039] E in solches Verfahren bzw. eine solche Anlage zum Bereitstellen von Artikeln, welche zu kommissionieren und/oder verpacken sind, eignen sich insbesondere auch in der Montageindustrie. In diesem Fall sind die Artikeleigenschaften durch eine Artikelkategorie, Dimension, Geometrie und/oder Gewicht und dgl. definiert.
[0040] Der Arbeitsplatz, welcher von einer einzigen Kommissionierperson bedient wird, umfasst in Richtung eines entlang der Andienungsplätze verlaufenden Kommissionierweges, auf dem sich die Kommissionierperson bewegt, maximal 30 Andienungsplätze für die Bereitstellung von Lagergebinden bzw. Artikeln. Befinden sich die Andienungsplätze in mehreren Ebenen übereinander, so multipliziert sich entsprechend der Anzahl an Ebenen die Anzahl von Andienungsplätzen für die Bereitstellung von Lagergebinden bzw. Artikeln und damit die Leistungsfähigkeit des Kommissioniersystems. Zusätzlich können die Andienungsplätze in einer oder mehreren Ebenen einander gegenüberliegen, sodass nochmals zusätzliche Andienungsplätze vorliegen. Somit kann in einem räumlich beschränkten Aktionsbereich für die Kommissionierperson eine hohe Anzahl an unterschiedlichen Artikeln bzw. eine vollständige Artikelgruppe (Style) bereitge- 6/33
&*»«id>ische AT 13 544 U1 2014-03-15 stellt werden.
[0041] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
[0042] [0043] [0044] [0045] [0046] [0047] [0048] [0049] [0050] [0051] [0052]
Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
Fig. 1 ein Flussdiagramm für ein Lagersystem;
Fig. 2a eine Einlagerebene eines Vorratslagers für die Anlage zum Bereitstellen und Kommissionieren von Artikeln;
Fig. 2b eine Auslagerebene des Vorratslagers für die Anlage zum Bereitstellen und Kommissionieren von Artikeln;
Fig. 3 einen ersten Arbeitsbereich mit zumindest einem ersten Arbeitsplatz für ein erstes Kommissioniersystem für Artikel aus Langsamdreher- Artikelgruppen, in Draufsicht;
Fig. 4 der erste Arbeitsbereich mit dem ersten Kommissioniersystem gemäß Fig. 3, in Seitenansicht;
Fig. 5 einen zweiten Arbeitsbereich mit einem Pufferlager und einem zweiten Arbeitsplatz für ein zweites Kommissioniersystem für Artikel aus Schnelldreher-Artikelgruppen, in Draufsicht;
Fig. 6 einen Ausschnitt des Pufferlagers mit zumindest einem zweiten Arbeitsplatz, in Seitenansicht;
Fig. 7 eine Ausschnittsvergrößerung des zweiten Arbeitsplatzes nach Fig. 6 mit den auf der linken Seite vorgesehenen Bereitstellungsbereichen;
Fig. 8 ein Flussdiagramm mit den Verfahrensschritten für die Bereitstellung und Kommissionierung von Artikeln bzw. Lagergebinden;
Fig. 9 ein Diagramm bezüglich dem Zusammenhang zwischen Bestellvolumen und Artikelgruppen.
[0053] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0054] Fig. 1 zeigt schematisch die wesentlichsten Funktionsbereiche in einem Lagersystem zum Lagern, Verteilen und/oder Kommissionieren von Artikeln. Das Lagersystem umfasst einen Wareneingang 1, ein Vorratslager 2 zur temporären Lagerung von Vorratseinheiten mit Artikel für Langsamdreher-Artikelgruppen und Schnelldreher-Artikelgruppen, einen ersten Arbeitsbereich 3, einen zweiten Arbeitsbereich 4, einen Konsolidierungsbereich 5 und einen Warenausgang 6. Der erste Arbeitsbereich 3 wird vom Vorratslager 2 mit Artikel einer noch näher zu beschreibenden Langsamdreher-Artikelgruppe und der zweite Arbeitsbereich 4 mit Artikel einer noch näher zu beschreibenden Schnelldreher-Artikelgruppe versorgt.
[0055] Der erste Arbeitsbereich 3 umfasst zumindest ein erstes Kommissioniersystem 7 zum Kommissionieren von Artikeln in Auftragsgebinde und ein schematisch durch einen Pfeil angedeutetes Transportsystem 8, mit letzterem Artikel der Langsamdreher-Artikelgruppe dem ersten Kommissioniersystem 7 zugeführt werden. Gegebenenfalls kann der erste Arbeitsbereich 3 auch zumindest eine Depalettiervorrichtung 9 umfassen, wie in strichlierte Linien eingetragen. Das Transportsystem 8 ist vorzugsweise durch eine automatisierte Fördertechnik gebildet. Ist eine Depalettiervorrichtung 9 vorgesehen, so werden die Artikel von zumindest einer Vorratseinheit auf das Transportsystem 8 übergeben und von diesem zum ersten Kommissioniersys- 7/33
foterreiebiKhes pitentäist AT13544U1 2014-03-15 tem 7 gefördert.
[0056] Der zweite Arbeitsbereich 4 umfasst ein Pufferlager 10 zur temporären Lagerung von für Kommissionieraufträge benötigte Artikel der Schnelldreher-Artikelgruppen, zumindest ein diesem nachgeordnetes zweites Kommissioniersystem 11 zum Kommissionieren von Artikeln in Auftragsgebinde, und ein schematisch durch einen Pfeil angedeutetes Transportsystem 12, mit letzterem Artikel der Schnelldreher-Artikelgruppe dem Pufferlager 10 zugeführt werden. Der zweite Arbeitsbereich 4 umfasst auch ein schematisch durch einen Pfeil angedeutetes Transportsystem 13, mittels welchem die Artikel der Schnelldreher-Artikelgruppe vom Pufferlager 10 zum zweiten Kommissioniersystem 11 zugeführt werden. Das Transportsystem 13 kann auch dazu ausgebildet sein, dass „Restmengen“ an Artikeln der Schnelldreher-Artikelgruppe nach einem Kommissioniervorgang vom zweiten Kommissioniersystem 11 in das Pufferlager 10 rückgeführt werden. Gegebenenfalls kann der zweite Arbeitsbereich 4 auch zumindest eine Depalettiervorrichtung 9 umfassen, wie in strichlierte Linien eingetragen. Die Transportsysteme 12, 13 sind vorzugsweise jeweils durch eine automatisierte Fördertechnik gebildet. Ist eine Depalettiervorrichtung 9 vorgesehen, so werden die Artikel von zumindest einer Vorratseinheit auf das Transportsystem 12 übergeben und von diesem zum Pufferlager 10 gefördert.
[0057] Wie in strichlierte Linien eingetragen, ist es auch möglich, dass das erste Kommissioniersystem 7 und zweite Kommissioniersystem 11 über ein Transportsystem 14 miteinander verbunden sind, mittels welchem Auftragsgebinde nach dem Kommissionieren von Artikeln der Schnelldreher-Artikelgruppe von einem Arbeitsplatz des zweiten Kommissioniersystems 11 zu einem Arbeitsplatz des ersten Kommissioniersystems 7 transportiert werden kann, um Artikel der Langsamdreher-Artikelgruppe in das Auftragsgebinde zu kommissionieren.
[0058] Die Auftragsgebinde werden nach dem Kommissionierende vom ersten Kommissioniersystem 7 und zweiten Kommissioniersystem 11 über schematisch durch Pfeile angedeutete Transportsysteme 15, 16 in den Konsolidierungsbereich 5 transportiert. Dort angekommen, werden diese von einer Konsolidierungsperson zu einem entsprechenden Kundenauftrag in einer durch das Rechnersystem festgelegten Auslieferreihenfolge zusammengestellt.
[0059] Ist ein Kundenauftrag im Konsolidierungsbereich 5 fertig zusammengestellt, werden die Auftragsgebinde am Warenausgang 6 auf Ausliefer-Transportwagen, insbesondere Lastwagen, geladen.
[0060] Im nachfolgenden wird die Erfindung im Zusammenhang mit Lager- und Auftragsgebinde beschrieben. Lagergebinde sind beispielweise Behälter, Tablare, Paletten, Kartonagen usw., die verwendet werden können, um Artikel bzw. Kommissioniergut zu lagern und zu transportieren. Auftragsgebinde sind beispielweise Container, Kartonagen usw., die verwendet werden können, Auftragsartikel zu lagern und zu transportieren. Die Artikel können auch ohne Lagergebinde gelagert und transportiert werden.
[0061] In den Fig. 2a und 2b ist eine mögliche Ausführung für ein Vorratslager 2 gezeigt, welches vom Wareneingang (nicht dargestellt) mit Vorratseinheiten 17 versorgt wird. Am Wareneingang 1 sind mehrere Anlieferungsstationen (nicht dargestellt) vorgesehen, an denen Lieferanten-Transportfahrzeuge, andocken Vorzugsweise werden von einem Lagerarbeiter die Vorratseinheiten 17 auf einem Verteilwagen 18 übernommen und zu einer Aufgabestation 19 eines Einlagersystems 20 transportiert. Eine Vorratseinheit 17 enthält auf einem Anliefergebinde, beispielsweise einer Palette gestapelt eine Vielzahl von Artikeln 21, 47. Die Artikel 21, 47 sind üblicherweise in Lagergebinden auf dem Anliefergebinde „sortenrein“ gelagert. Genauso gut können die Artikel auch ohne Lagergebinde am Anliefergebinde gestapelt werden.
[0062] Nach gezeigter Ausführung umfasst das automatisierte Vorratslager 2 ein (automatisiertes) Einlagersystem 20, ein (automatisiertes) Auslagersystem 26, Lagerregale 22 und zumindest eine (automatisierte) Ein- und Auslagervorrichtung zur Ein- und Auslagerung von Artikeln in das Lagerregal 22 bzw. aus dem Lagerregal 22. Die Ein- und Auslagervorrichtung ist beispielweise ein zwischen den Lagerregalen 22 in einer Regalgasse verfahrbares, rechnergesteuertes Förderfahrzeug 23 zum Einlagern und Auslagern von Artikeln 21. Die Anzahl der 8/33
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Lagerregale 22 und Förderfahrzeuge 23 kann abhängig von der Leistungsanforderung variieren.
[0063] Das Einlagersystem 20 umfasst in einer Einlagerebene (Fig. 2a) eine geschlossene Förderumlaufbahn 24, die Aufgabestationen 19 und Einlagerbahnen 25 sowie zumindest ein Förderfahrzeug 23, welches die Vorratseinheiten von den Einlagerbahnen 25 aufnehmen und in die Lagerregele 22 einlagern kann. Die Aufgabestationen 19 und Einlagerbahnen 22 sind an die Förderumlaufbahn 21 angeschlossen.
[0064] Das Vorratslager 2 umfasst in einer Auslagerebene (Fig. 2b) das Auslagersystem 26, an welches das erste Transportsystem 8 zum Transport der Artikel 21 zwischen dem Vorratslager 2 und dem ersten Kommissioniersystem 7 im ersten Arbeitsbereich 3 und das zweite Transportsystem 12 zum Transport der Artikel 21; 47 zwischen dem Vorratslager 2 und dem Pufferlager 10 im zweiten Arbeitsbereich 4 angeschlossen sind. Sind Depalettiervorrichtungen 9 vorgesehen, so werden diese zwischen dem Auslagersystem 26 und dem jeweiligen Transportsystem 8, 12 angeordnet, wie in Fig. 2b schematisch eingetragen. Dabei können die Artikel 21 von einer oder mehreren Vorratseinheiten 17 in einer für einen Kommissionierauftrag benötigten Stückanzahl vereinzelt und an das Transportsystem 8, 12 abgegeben werden.
[0065] Das Transportsystem 8, 12 umfasst zumindest ein rechnergesteuertes selbstfahrendes Transortfahrzeug oder eine stationäre, automatisierte Fördertechnik, insbesondere Transportbahnen 45, 49, beispielweise Rollenförderer, Bandförderer und dgl., sodass ein automatisierter Transport der Artikel zwischen dem Vorratslager 3 und dem Kommissioniersystem 7 bzw. dem Pufferlager 10 möglich ist. Andererseits kann das Transportsystem 8, 12 auch zumindest einen Gabelstapler umfassen, sodass ein teilautomatisierter Transport der Artikel 27, 47 zwischen dem Vorratslager 3 und dem Kommissioniersystem 7 bzw. dem Vorratslager 3 und dem Pufferlager 10 erreicht wird.
[0066] Das automatisierte Auslagersystem 26 umfasst nach gezeigter Ausführung eine oder mehrere Auslagerbahnen 27, zumindest ein Förderfahrzeug 23 und vorzugsweise eine an diese angeschlossene Förderumlaufbahn 28. Das Förderfahrzeug 23 ist somit im Ein- und Auslagersystem 20, 26 einsetzbar. Das Auslagersystem 26 kann auch zum Rücklagern von so genannten „angebrochenen“ Vorratseinheiten 17 oder von aus dem Pufferlager 10 retournierter Lagergebinde 30 verwendet werden. Unter einer „angebrochenen“ Vorratseinheit 17 versteht man, wenn sich nach der Depalettierung am Anliefergebinde noch Artikel befinden. Das Auslagersystem 26 kann somit zusätzlich auch ein Rücklagersystem ausbilden. Hierzu weist das Auslagersystem 26 zusätzlich zu der zumindest einen Auslagerbahn 27 noch eine oder mehrere Rücklagerbahnen 51 auf, von denen das Förderfahrzeug 23 die „angebrochene“ Vorratseinheit 17 oder das retournierte Lagergebinde 30 abholen kann.
[0067] Auch wenn nach gezeigter Ausführung das Vorratslager 2 mit dem Einlagersystem 20 und Auslagersystem 26 zum automatisierten Lagerbetrieb ausgebildet ist, ist es andererseits auch möglich, dass das Vorratslager 2 als Staplerlager ausgebildet ist und mit Gabelstapler Vorratseinheiten 17 in die Lagerregale 22 eingelagert und entsprechend der Kommissionieraufträge aus den Lagerregalen 22 ausgelagert werden.
[0068] Je nach Leistungsanforderung kann zwischen einem automatisierten Lagerbetrieb und einem teilautomatisierten Lagerbetrieb bzw. automatisierten Artikeltransport und teilautomatisierten Artikeltransport gewählt werden. Auch ist ein manueller Lagerbetrieb denkbar.
[0069] Das Vorratslager 2 ist über das erste Transportsystem 8 mit dem ersten Kommissioniersystem 7 verbunden. Die Artikel 21 werden nach deren Auslagerung aus dem Vorratslager 2 (gegebenenfalls vereinzelt) vom Transportsystem 8 zum Kommissioniersystem 7 bzw. einem Arbeitsplatz 29 transportiert, sobald zumindest ein Artikel 21 aus einer Langsamdreher-Artikelgruppe zu kommissionieren und/oder zu verpacken ist. Die Artikel 21 können sich in Lagergebinden 30 befinden, wobei ein Lagergebinde 30 einen oder mehrere Artikel 21 enthalten kann.
[0070] Eine mögliche Ausführung für ein erstes Kommissioniersystem 7 ist in den Fig. 3 und 4 9/33
AT13 544U1 2014-03-15 gezeigt.
[0071] Das Kommissioniersystem 7, welches nach dem Prinzip „Ware zu Mann“ arbeitet, ist im ersten Arbeitsbereich 3 des Lagersystems angeordnet und umfasst zumindest einen Arbeitsplatz 29 zum Bearbeiten von Kommissionieraufträgen, insbesondere zum Kommissionieren von Artikeln 21 aus Lagergebinden 30 in Auftragsgebinde 31 und/oder Verpacken von Artikeln 21 in Auftragsgebinde 31 durch eine Kommissionierperson 32. Der Arbeitsplatz 29 wird zumindest vom Transportsystem 8 mit Artikel 21 aus Langsamdreher-Artikelgruppen versorgt.
[0072] Ist das Transportsystem 8 eine automatisierte Fördertechnik, beispielsweise ein Rollenförderer- oder Bandförderersystem und dgl., so ist der Arbeitsplatz 29 an das Transportsystem 8 angeschlossen. Das Transportsystem 8, welches zum Transport der Artikel 21 bzw. der Lagergebinde 30, in welchen die Artikel 21 enthalten sind, zum Arbeitsplatz 29 ausgebildet ist, umfasst eine oder mehrere Transportbahnen 45. Nach gezeigter Ausführung kann das Transportsystem 8 zusätzlich eine Förderumlaufbahn 33 umfassen, um den Anschluss mehrerer Arbeitsplätze 29 zu ermöglichen.
[0073] An das Transportsystem 8 schließt der Arbeitsplatz 29 mit einer ersten Fördertechnik zum Antransport von Artikeln 21 bzw. Lagergebinden 30 aus dem Transportsystem 8 in einen Bereitstellungsbereich 34 und Abtransport von Artikeln 21 bzw. noch teilweise befüllter Lagergebinde 30 von einem Bereitstellungsbereich 34 auf das Transportsystem 8. Ebenso können mittels der Fördertechnik auch entleerte Lagergebinde 30 von dem Bereitstellungsbereich 34 auf das Transportsystem 8 transportiert werden. Die Fördertechnik kann eine Bereitstellungsbahn 35 für die Bereitstellung von Artikeln 21 bzw. Lagergebinden 30 und eine Rückförderbahn 36 für den Abtransport von Artikeln 21 bzw. Lagergebinden 30 umfassen.
[0074] Die Bereitstellungsbahn 35 und Rückförderbahn 36 sind jeweils beispielsweise durch eine angetriebene Rollenbahn oder Bandförderer und dgl. gebildet, sodass ein automatisierter Antransport und Abtransport von Artikeln 21 bzw. Lagergebinden 30 möglich ist. Der Bereitstellungsbereich 34 umfasst zumindest einen oder mehrere Bereitstellungsplätze für die Bereitstellung von Lagergebinden 30. Vorzugsweise bilden die Bereitstellungsbahn 35 und/oder Rückförderbahn 36 den Bereitstellungsbereich 34.
[0075] Der Arbeitsplatz 29 schließt ferner an eine zweite Fördertechnik zum Abtransport von Auftragsgebinden 31 aus einem Auftragspuffer 37 an. Die zweite Fördertechnik umfasst eine Förderbahn 38, welche an den Auftragspuffer 37 anschließt und die fertig kommissionierten Auftragsgebinde 31 vom Auftragspuffer 37 aus einem Aktionsbereich 39 der Kommissionierperson 32 bzw. dem Arbeitsplatz 29 in den Konsolidierungsbereich 5 bzw. Warenausgang 6 (Fig. 1) abfördert. Die Förderbahn 38 bildet das Transportsystem 15 und führt in den Konsolidierungsbereich 5 (Fig. 1). Die Förderbahn 38 umfasst, beispielsweise durch einen in Förderrichtung 40a geneigt nach oben verlaufender angetriebener Rollenförderer oder Bandförderer und dgl., sodass ein automatisierter Abtransport von Auftragsgebinden 31 möglich ist.
[0076] Der Auftragspuffer 37 weist im hier gezeigten Beispiel mehrere Pufferplätze 43 auf, von denen lediglich ein Pufferplatz mit einem Auftragsgebinde 31 belegt ist. Jeder Pufferplatz 43 umfasst beispielweise eine (nicht eingetragene) Rollenbahn, um die Manipulation der Auftragsgebinde 31 zwischen dem Auftragspuffer 37 und der Förderbahn 38 zu erleichtern.
[0077] Ferner kann der Arbeitsplatz 29 an eine dritte Fördertechnik für Leerbehälter 41 anschließen. Die Fördertechnik umfasst zumindest eine Förderbahn 42 für den Antransport der Leerbehälter 41, welche zum Kommissionieren vom Rechnersystem, insbesondere einem Lagerverwaltungsrechner (nicht dargestellt) als Auftragsgebinde 31 definiert werden. Die Förderbahn 42 umfasst, beispielsweise durch einen in Förderrichtung 40b der Leerbehälter 41 geneigt nach unten verlaufenden Rollenförderer und dgl., sodass die Leerbehälter 41 aufgrund der Schwerkraft in den Aktionsbereich 39 der Kommissionierperson 32 gefördert werden.
[0078] Wie in Fig. 1 eingetragen, kann der Arbeitsplatz 29 auch vom Transportsystem 14 mit Artikel 21 aus Schnelldreher-Artikelgruppen versorgt werden. Hierzu ist der Arbeitsplatz 29 an eine in Fig. 3 anhand des optional vorgesehenen Arbeitsplatzes in strichlierte Linien eingetra- 10/33 ästerreidBsd!« pitwiarot AT13544U1 2014-03-15 gene vierte Fördertechnik für den Antransport von Auftragsgebinden 46 aus dem zweiten Arbeitsbereich 4 angeschlossen. Die Fördertechnik umfasst zumindest eine Förderbahn 48, welche ein angetriebener Rollenförderer oder Bandförderer und dgl., ist, sodass ein automatisierter Antransport von Auftragsgebinden 46 möglich ist. Die Auftragsgebinde 46 werden in den Bereitstellungsbereich 34 des Arbeitsplatzes 29 transportiert. In den Auftragsgebinden 46 befinden sich Artikel 47 aus Schnelldreher-Artikelgruppen, wobei die Auftragsgebinde 46 an dem zumindest einen Arbeitsplatz 29 vollständig entleert werden. Entleerte Auftragsgebinde 46 werden am Arbeitsplatz 29 gesammelt oder von diesem abtransportiert.
[0079] Der Arbeitsplatz 29 umfasst somit den Bereitstellungsbereich 34 mit zumindest einem oder mehreren Bereitstellungsplätzen für Artikel 21 bzw. Lagergebinde 30 und gegebenenfalls der Artikel 47 bzw. Auftragsgebinde 46 und den Auftragspuffer 37 für gemäß Kommissionieraufträgen zu befüllende Auftragsgebinde 31 sowie eine Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 44, mittels welcher die Kommissionierperson 32 hinsichtlich der einzelnen Kommissioniervorgänge geführt wird, beispielsweise wird die Entnahmemenge an Artikel 21; 47 aus dem Lagergebinde 30 oder Auftragsgebinde 46 angezeigt. Auch kann an der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 44 durch die Kommissionierperson 32 das Ende eines Kommissioniervorganges quittiert werden.
[0080] Die Kommissionierperson 32 bedient den Arbeitsplatz 29 und hält sich in einem Aktionsbereich 39 auf. Der Aktionsbereich 39 kann beispielsweise durch die Armreichweite der Kommissionierperson 32 definiert sein. Vorzugsweise muss sich die Kommissionierperson 32 kaum von ihrem Standort wegbewegen, um zu kommissionierende Artikel 21; 47 aus den Lagergebinden 30 oder Auftragsgebinden 46 entnehmen und in die Auftragsgebinde 31 ablegen zu können.
[0081] Die Lagergebinde 30 mit den Artikeln 21 werden von der Bereitstellungsbahn 35 in Förderrichtung (Pfeil) vom Transportsystem 8 in den Aktionsbereich 39 angefördert und ein noch teilweise gefülltes Lagergebinde 30 von der Rückförderbahn 36 in Förderrichtung (Pfeil) aus dem Aktionsbereich 39 zum Transportsystem 8 abgefördert. Das noch teilweise gefüllte Lagergebinde 30 kann über das Transportsystem 8 zu einem (nicht dargestellten) Übergabeplatz gefördert werden, von welchem das Lagergebinde 30 vom Förderfahrzeug 23 übernommen und wiederum in ein Lagerregal 22 eingelagert wird.
[0082] Das Kommissioniersystem 7 kann abhängig von der Leistungsanforderung einen oder mehrere Arbeitsplätze 29 jeweils zum Bearbeiten von Kommissionieraufträgen bzw. zum Kommissionieren und/oder Verpacken von Artikeln 21 aus der Langsamdreher-Artikelgruppe und/oder Artikeln 47 aus der Schnelldreher- Artikelgruppe umfassen, wie in Fig. 3 in strichlierte Linien angedeutet. Die Versorgung des Arbeitsplatzes 29 bzw. die Zuführung von vorzugsweise in Lagergebinden 30 oder Auftragsgebinden 46 befindlichen Artikeln 21; 47 aus Langsamdreher-Artikelgruppen und/oder Schnelldreher-Artikelgruppen zum Bereitstellungsbereich 34 erfolgt automatisch oder manuell.
[0083] Wie in Fig. 1 erläutert, ist das Vorratslager 2 außerdem über das zweite Transportsystem 12 mit dem Pufferlager 10 im zweiten Arbeitsbereich 4 verbunden. Die Artikel 47 werden nach deren Auslagerung aus dem Vorratslager 2 (gegebenenfalls vereinzelt) vom Transportsystem 12 zum Pufferlager 10 transportiert, sobald zumindest ein Artikel 47 aus einer Schnelldreher-Artikelgruppe zu kommissionieren und/oder zu verpacken ist. Die Artikel 47 können sich in Lagergebinden 30 befinden, wobei ein Lagergebinde 30 einen oder mehrere Artikel 47 enthalten kann. Im Pufferlager 10 werden ausschließlich Artikel 47 von Schnelldreher- Artikelgruppen zwischengelagert, nicht aber Artikel 21 von Langsamdreher-Artikelgruppen.
[0084] Ist das Transportsystem 12 eine automatisierte Fördertechnik, beispielsweise ein Rollenförderer- oder Bandförderersystem und dgl., so ist das Pufferlager 10 an das zweite Transportsystem 12 angeschlossen. Das Transportsystem 12, welches zum Antransport der Artikel 47 bzw. Lagergebinde 30, in welchen die Artikel 47 enthalten sind, zum Pufferlager 10 ausgebildet ist, umfasst eine oder mehrere Transportbahnen 49. Nach gezeigter Ausführung kann das Transportsystem 12 zusätzlich eine Förderumlaufbahn 50 umfassen, um den Anschluss mehrerer Einlagerbahnen 51 eines Einlagersystems 52 für die Bereitstellung von Lagergebinden 30 je 11/33
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Regalgasse zu ermöglichen.
[0085] Soll auch eine Rücklagerung von Lagergebinden 30, in welchen nach einem Kommissioniervorgang noch Artikel 47 enthalten sind, vom Pufferlager 10 in das Vorratslager 2 möglich sein, so weist das Transportsystem 12, insbesondere die eine oder mehreren Transportbahnen 49 eine reversierbare (bidirektionale) Förderrichtung auf. Ferner sind Auslagerbahnen 53 eines Auslagersystems 54 vorgesehen, mittels welcher der Abtransport von zu retournierenden Lagergebinden 30 möglich ist.
[0086] Das automatisierte Einlagersystem 52 umfasst eine oder mehrere Einlagerbahnen 51 sowie zumindest ein Förderfahrzeug 56, welches die Lagergebinde 30 bzw. die Artikel 47 der Schnelldreher-Artikelgruppen von den Einlagerbahnen 51 aufnehmen und in die Lagerregele 55 einlagern kann. Das automatisierte Auslagersystem 54 umfasst eine oder mehrere Auslagerbahnen 53 und zumindest ein Förderfahrzeug 56. Das Förderfahrzeug 56 ist somit im Ein-und Auslagersystem 52, 54 einsetzbar.
[0087] Der zweite Arbeitsbereich 4 umfasst auch das zweite Kommissioniersystem 11 und das Transportsystem 13, mittels welchem die Lagergebinde 30 bzw. Artikel 47 der Schnelldreher-Artikelgruppe vom Pufferlager 10 zum zweiten Kommissioniersystem 11 zugeführt werden. Das Transportsystem 13 kann auch dazu ausgebildet sein, dass „Restmengen" an Artikel 47 der Schnelldreher-Artikelgruppe nach einem Kommissioniervorgang vom zweiten Kommissioniersystem 11 bzw. Andienungsplätzen in das Pufferlager 10 rückgeführt werden.
[0088] Eine mögliche Ausführung für ein zweites Kommissioniersystem 11 ist in den Fig. 5 und 6 gezeigt. Das zweite Kommissioniersystem 11 ist im Pufferlager 10 integriert angeordnet und arbeitet ebenso nach dem Prinzip „Ware zu Mann“. Allerdings verwendet das zweite Kommissioniersystem 11 eine andere Kommissioniertechnologie als das erste Kommissioniersystem 7.
[0089] Das zweite Kommissioniersystem 11, welches nach dem Prinzip „Ware zu Mann" arbeitet, umfasst zumindest einen Arbeitsplatz 57 zum Bearbeiten von Kommissionieraufträgen, insbesondere zum Kommissionieren von Artikeln 47 aus Lagergebinden 30 in Auftragsgebinde 46 und/oder Verpacken von Artikeln 47 in Auftragsgebinde 46 durch eine Kommissionierperson 58. Der Arbeitsplatz 57 wird ausschließlich mit aus dem Pufferlager 10 durch das Transportsystem 13 ausgelagerte Artikel 21 der Langsamdreher-Artikelgruppen versorgt.
[0090] Wie aus der Zusammenschau der Fig. 5 bis 7 ersichtlich, umfasst das, bevorzugt automatisiert betriebene Pufferlager 10 ein (automatisiertes) Einlagersystem 52 für die Bereitstellung von Lagergebinden 30, Lagerregale 55 mit „einfach oder doppelttiefen“ Lagerplätzen für die Artikel 47, zumindest eine (automatisierte) Ein- und Auslagervorrichtung zur Ein- und Auslagerung von Artikeln 47 in das Lagerregal 55 bzw. aus dem Lagerregal 55. Die Ein- und Auslagervorrichtung ist beispielweise ein zwischen den Lagerregalen 22 in einer Regalgasse verfahrbares, rechnergesteuertes Förderfahrzeug 56 zum Einlagern und Auslagern von Artikeln 47 und ist gegebenenfalls Teil des Auslagersystems 54 für den Abtransport von zu retournierenden Lagergebinden 30. Die Anzahl der Lagerregale 55 und Förderfahrzeuge 56 kann abhängig von der Leistungsanforderung variieren. Eine oder mehrere automatisierte Ein- und Auslagervorrichtungen bilden die Transportvorrichtung 13, welche die Artikel 47 aus der Schnelldreher-Artikelgruppe zu Bereitstellungsbereichen 63 am Arbeitsplatz 57 zuführt.
[0091] Die Ein- und Auslagervorrichtung umfasst eine heb- und senkbaren Plattform 59 und eine auf ihr angeordnete Lastaufnahmevorrichtung 60, beispielsweise ein Teleskopförderer, mittels welcher die Lagergebinde 30 in ein Lagerregal 55 eingelagert und aus einem Lagerregale 55 ausgelagert werden können.
[0092] Die benachbarten (mittleren) Lagerregale 55 sind mit Abstand angeordnet, um hierzwischen einen Kommissioniergang 61 zu schaffen, innerhalb dem zumindest ein Arbeitsplatz 57 vorgesehen ist. Somit ist der zweite Arbeitsbereich 4 innerhalb des Pufferlagers 10 ausgebildet.
[0093] Umfasst das zweite Kommissioniersystem 11 innerhalb des Kommissionierganges 61 mehrere Arbeitsplätze 57, wie ausschließlich in Fig. 6 in strichlierte Linien eingetragen, so können diese über eine vorzugsweise automatisierte Fördertechnik miteinander verbunden werden. 12/33
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Die Arbeitsplätze 57 sind entweder entlang dem Kommissioniergang 61 hintereinander oder übereinander angeordnet. Hierzu umfasst die Fördertechnik eine erste Förderbahn 62. Die erste Förderbahn 62 bildet das Transportsystem 16 und führt in den Konsolidierungsbereich 5 (Fig. 1). Auch kann die erste Förderbahn 62 das Transportsystem 14 bilden und vom zweiten Arbeitsbereich 4 bzw. Arbeitsplatz 57 zu der Förderbahn 48 im ersten Arbeitsbereich 4 bzw. Arbeitsplatz 29 führen. Auch wenn es nach dem erfindungsgemäßem Verfahren zum Bereitstellen, Kommissionieren und/oder Verpacken von Artikeln 47 eher die Ausnahme ist, kann ein Auftragsgebinde 31 von einem Arbeitsplatz 57 zum anderen Arbeitsplatz 57 transportiert werden.
[0094] Der Arbeitsplatz 57 umfasst eine Vielzahl von Bereitstellungsbereichen 63 für Lagergebinde 30 und eine ausschließlich in Fig. 6 gezeigte zweite Förderbahn 64, auf die Auftragsgebinde 31 am Arbeitsplatz 57 von der ersten Förderbahn 62 ausgeschleust und nach einem Kommissioniervorgang wieder auf die erste Förderbahn 62 eingeschleust werden.
[0095] Die Bereitstellungsbereiche 63 des Arbeitsplatzes 57 sind im linken Lagerregal 55, beispielsweise in zwei Ebenen (E1, E2) übereinander und im rechten Lagerregal 55, beispielsweise in zwei Ebenen (E1, E2) übereinander angeordnet. Die Bereitsteilungsbereiche 63, welche Bereitstellplätze 63a ausbilden, sind in jeder Ebene im Wesentlichen über die gesamte Länge des Arbeitsplatzes 57 nebeneinander angeordnet.
[0096] Wie in den Fig. 5 bis 7 auch ersichtlich, sind die Bereitstellungsbereiche 63 an Durchlaufkanälen 65 ausgebildet, daher im Lagerregal 55 des Pufferlagers 10 integriert.
[0097] Jeder Durchlaufkanal 65 umfasst einen von der Ein- und Auslagervorrichtung, insbesondere von der Lastaufnahmevorrichtung 60 zugänglichen Übergabebereich 66 mit zumindest einem Übergabeplatz 66a, einen Bereitstellungsbereich 63 mit zumindest einem Andienungsplatz 63a und eine Transportvorrichtung 67. Vorzugsweise ist die Transportvorrichtung 67 durch eine in Richtung zum Bereitstellungsbereich 63 geneigt nach unten verlaufende, nicht angetriebene Rollenbahn gebildet, auf der ein Lagergebinde 30 aufgrund der Schwerkraft vom Übergabeplatz 66a zum Andienungsplatz 63a gleiten kann. Innerhalb eines Durchlaufkanals 45 werden die Artikel „sortenrein“ in den Lagergebinden 30 bereitgestellt.
[0098] Der Arbeitsplatz 57 umfasst je Lagerregal 55 in Richtung des Kommissionierganges 61 eine derartige Anzahl an Andienungsplätzen 63a, dass der Kommissionierweg 71 bzw. die Laufstrecke für die Kommissionierperson 58 eine leistungsangepasste bzw. ergonomische Bearbeitung der Kommissionieraufträge erlaubt. Auch kann die Anzahl an Andienungsplätzen 63a vom Artikelspektrum abhängig sein.
[0099] Beispielsweise umfasst der Arbeitsplatz 57 in Richtung eines Kommissionierweges 71 für die Kommissionierperson 58 maximal 30 Andienungsplätze 63a für die Bereitstellung von Lagergebinden 30, insbesondere zwischen 8 und 25 Andienungsplätze 63a.
[00100] Der Arbeitsplatz 57 umfasst ferner ein Ausgabesystem, mittels welcher die Kommissionierperson 58 hinsichtlich der einzelnen Kommissioniervorgänge mittels optischer und/oder akustischer Ausgabemittel geführt wird. Das Ausgabesystem umfasst an den Andienungsplätzen 63a selektiv ansteuerbare optische Ausgabevorrichtungen 68. An der Ausgabevorrichtung 68 kann an einer Anzeige eine Entnahmemenge ausgegeben werden. Werden die Ausgabevorrichtungen 68 auch noch zeitlich aufeinander abgestimmt angesteuert, kann zudem die Reihenfolge der Entnahme von Artikeln 47 aus den Lagergebinden 30 koordiniert und damit eine Sortierreihenfolge beim Ablegen der Artikel 47 in einem Auftragsgebinde 31 hergestellt werden. Beispielsweise sind an den einzelnen Andienungsplätzen 63a Fachanzeigen, sogenannte Pick-to-Light-Anzeigen vorgesehen. Alternativ ist das Ausgabesystem durch eine akustische Ausgabevorrichtung 68 gebildet. In diesem Fall erfolgen die Kommissioniervorgänge sprachgesteuert, nach dem Prinzip Pick- to-Voice. Die Entnahmemenge und die Reihenfolge der Entnahme von Artikeln 47 werden der Kommissionierperson 58 per Sprachausgabe bekannt gegeben.
[00101] Auch kann das Ausgabesystem eine (nicht dargestellte) Eingabevorrichtung umfassen, daher ein Ein- und Ausgabesystem bilden, mittels welcher durch die Kommissionierperson 58 13/33
AT13 544U1 2014-03-15 das Ende eines Kommissioniervorganges quittiert werden kann.
[00102] In Fig. 7 ist ein Ausschnitt aus dem Pufferlager 10 mit den in diesem integriert angeordneten Bereitstellungsbereichen 63 gezeigt. Die Andienungsplätze 63a an den Durchlaufkanälen 65 können in Längsrichtung der Transportvorrichtung 67 jeweils zumindest ein Lagergebinde 30 aufnehmen, ebenso wie die Übergabeplätze 66a. Somit werden in einem Durchlaufkanal 65 jeweils hintereinander zumindest zwei Lagergebinde 30 aufgenommen. Ferner sind in vorzugsweise sämtlichen Durchlaufkanäle 65 Sperranschläge 69 vorgesehen, die jeweils zwischen einer an der Transportebene der Lagergebinde 30 vorragenden Ausgangsstellung und einer unter die Transportebene der Lagergebinde 30 abgesenkten Betätigungsstellung bewegbar sind. Die Sperranschläge 69 werden durch Federkraft oder Gewichtskraft selbsttätig in der Ausgangsstellung gehalten.
[00103] In Fig. 7 befindet sich in der Ebene E1 ein Lagergebinde 30 mit den Artikeln 47 auf einem Andienungsplatz 63a in einer Andienposition, in welcher die Kommissionierperson 58 die Artikel gemäß einem Kommissionierauftrag in der entsprechenden Stückanzahl aus dem Lagergebinde 30 entnehmen kann. Der Sperranschlag 69 wird in der Ausgangsstellung selbsttätig durch Federkraft oder Gewichtskraft gehalten.
[00104] In der Ebene E2 wird eine Rücklagerung eines noch teilweise mit Artikel 47 befüllten Lagergebindes 30 vom Andienungsplatz 63a in das Lageregal 55 gezeigt. Dabei wird vorerst das Lagergebinde 30 aus seiner in strichlierte Linien eingetragenen Andienposition am Andienungsplatz 63a in die in feste Linien eingetragene Übergabeposition am Übergabeplatz 66a bewegt, siehe Pfeil 70. Dies geschieht bevorzugt durch die Kommissionierperson 58. Auf der Bewegung des Lagergebindes 30 von der Andienposition in die Übergabeposition wird der Sperranschlag 69 überfahren. Hat das Lagergebinde 30 den Sperranschlag 69 passiert, wird dieser selbsttätig in die Ausgangsstellung bewegt und in dieser gehalten. In der Übergabeposition kann nun das Lagergebinde 30 von der Ein- und Auslagervorrichtung bzw. dessen Lastaufnahmevorrichtung 60 zum Rücklagern in das Lagerregal 55 abgeholt werden.
[00105] Eine andere Ausführungsart für eine automatisierte Rücklagerung eines noch teilweise mit Artikel 47 befüllten Lagergebindes 30 ist beispielweise in der WO 2010/135756 A1 offenbart.
[00106] Je nach Leistungsanforderung kann im Pufferlager 10 bzw. Kommissioniersystem 11 zwischen einem automatisierten Lagerbetrieb und einem teilautomatisierten Lagerbetrieb bzw. automatisierten Artikeltransport und teilautomatisierten Artikeltransport gewählt werden. Auch ist ein manueller Lagerbetrieb denkbar. Das Transportsystem 13 kann beispielweise zumindest einen Gabelstapler umfassen, mit dem die Lagergebinde 30 auf die Durchlaufkanäle 05 zugeführt werden.
[00107] Im nachfolgenden wird anhand der Fig. 5, 8 und 9 das erfindungsgemäße Verfahren zur Bereitstellung von Artikeln 21, 47 in Lagergebinden 30 an einem ersten Arbeitsplatz 29 im ersten Arbeitsbereich 3 und einem zweiten Arbeitsplatz 57 im zweiten Arbeitsbereich 4 beschrieben. Die Artikel 21, 47 sind durch unterschiedliche Artikeleigenschaften gekennzeichnet Handelt es sich beispielweise um Modeartikel, so werden die Artikeleigenschaften durch die Artikelkategorien Hosen, Hemden, T-Shirt, Jacken, Shorts und dgl., Konfektionsgröße und/oder Farbe und dgl. definiert. Diese Artikeleigenschaften werden vom Rechnersystem erfasst und als Stammdaten in einer Datenbank hinterlegt.
[00108] In einem ersten Verfahrensschritt werden an einem (nicht dargestellten) Rechnersystem, insbesondere einem Lagerverwaltungssystem Kommissionieraufträge zu Kundenbestellungen elektronisch erfasst. Ein Kundenauftrag kann einen oder mehrere Kommissionieraufträge für eine oder mehrere Auftragspositionen umfassen. So werden vom Rechnersystem eine Vielzahl von Kommissionieraufträgen mit einem oder mehreren Auftragspositionen erfasst. Die Kommissionieraufträge können denselben Artikel 21, 47, aber eine unterschiedliche Bestellmenge enthalten. Außerdem kann ein Kommissionierauftrag einen oder mehrere gleiche Artikel 21, 47 enthalten. Andererseits können die Kommissionieraufträge unterschiedliche Artikel 21, 14/33
AT13 544U1 2014-03-15 47 enthalten.
[00109] In einem zweiten Verfahrensschritt werden basierend auf der Kombination unterschiedlicher Artikeleigenschaften zu einer Anzahl von Artikeln 21, 47 Artikelgruppen ermittelt und die Artikel 21, 47 diesen Artikelgruppen zugeordnet. Nachdem die Anzahl an erfassten Kommissionieraufträgen sehr hoch sein kann, erweist es sich von Vorteil, wenn zur Ermittlung der Artikelgruppen nur die innerhalb einer Auftragsvorausschau über eine Anzahl von erfassten Kommissionieraufträgen oder innerhalb eines Zeitfensters, beispielweise vier bis acht Stunden, benötigten Artikeln 21, 47 berücksichtigt werden.
[00110] Unter einer Artikelgruppe werden Artikel 21, 47 einer Artikelkategorie und unterschiedlicher Artikeleigenschaften verstanden. So kann ein T-Shirt (Artikelkategorie) in den Konfektionsgrößen Small, Medium, Large, XL, etc. und je Konfektionsgröße in den Farben weiß, schwarz, rot, etc. grün vorliegen. Die Artikelgruppe kann auch nur einen Artikel 21, 47 einer Artikelkategorie und einer Artikeleigenschaft umfassen, beispielweise eine Jacke (Artikelkategorie) in der Konfektionsgröße XXL.
[00111] In einer Vergleichsanalyse im dritten Verfahrensschritt wird die Umschlaghäufigkeit von Artikelgruppen ermittelt. Es werden hierzu die Artikelpositionen (Bestellmengen) zu den Artikeln 21, 47, welche für die Abarbeitung der Kommissionieraufträge benötigt werden verglichen. Ein erster Kommissionierauftrag umfasst für eine Auftragsposition beispielsweise eine Artikelgruppe mit 160 Artikelpositionen, ein zweiter Kommissionierauftrag umfasst für eine Auftragsposition, beispielsweise eine Artikelgruppe mit 20 Artikelpositionen usw. Auch hier ist es wiederum möglich, dass nur die innerhalb der Auftragsvorausschau über eine Anzahl von erfassten Kommissionieraufträgen benötigten Artikelpositionen in der jeweiligen Artikelgruppe berücksichtigt werden.
[00112] I m vierten Verfahrensschritt werden die Artikelgruppen nach der Vergleichsanalyse je nach Zugriffshäufigkeit auf die Artikelgruppen (Umschlaghäufigkeit) in zumindest eine Schnelldreher-Artikelgruppe und zumindest eine Langsamdreher- Artikelgruppe klassifiziert bzw. eingeteilt. Über eine ABC-Analyse, wie in Fig. 9 dargestellt, werden die Zugriffshäufigkeiten auf die Artikelgruppen ermittelt. Hieraus ergibt sich, dass 80% des Bestellvolumens mit 20% der Artikelgruppen realisiert werden. 20% des Bestellvolumens werden mit 80% der Artikelgruppen realisiert. Demnach gehören 20% der Artikelgruppen den Schnelldreher-Artikelgruppen und 80% den Langsamdreher-Artikelgruppen an. Das Bestellvolumen bestimmt sich durch die Anzahl von innerhalb eines Zeitfensters, beispielsweise pro Tag zu kommissionierenden Artikeln. Das Zeitfenster ist durch die Auftragsvorausschau festgelegt.
[00113] I m fünften Verfahrensschritt werden die Artikel 21 aus der zumindest einen Langsamdreher-Artikelgruppe für zumindest einen Kommissionierauftrag am Arbeitsplatz 29 und die Artikel 47 aus der zumindest einen Schnelldreher-Artikelgruppe für zumindest einen Kommissionierauftrag am Arbeitsplatz 57 bereitgestellt.
[00114] Hierzu werden die Lagergebinde 30 bzw. Artikel 21 der Langsamdreher- Artikelgruppen gemäß den Kommissionieraufträgen aus dem Vorratslager 2 ausgelagert und über das Transportsystem 8 zum Arbeitsplatz 29 transportiert und am Bereitstellungsbereich 34 (Fig. 3) angedient.
[00115] Ebenso werden die Artikel 47 der Schnelldreher-Artikelgruppen gemäß den Kommissionieraufträgen aus dem Vorratslager 2 ausgelagert und über das Transportsystem 12 vorerst zum Pufferlager 10 transportiert, zwischengelagert und danach für die Abarbeitung der Kommissionieraufträge über das Transportsystem 13 aus dem Pufferlager 10 ausgelagert und zum Arbeitsplatz 57 (Fig. 7) transportiert und an Bereitstellungsbereichen 63 bzw. Andienungsplätzen 63a angedient.
[00116] Im Pufferlager 10 sind zumindest eine Vielzahl der für die bevorzugt innerhalb der Auftragsvorausschau anstehenden Kommissionieraufträge benötigten Artikel 47.2...47.n, 47.3...47.n, 47.4...47.n, 47.5...47.n, 47.6...47.n, usw., wie in Fig. 5 ersichtlich, zwischengelagert. Jede Schnelldreher-Artikelgruppe kann einen oder mehrere Artikel umfassen. 15/33
AT13544U1 2014-03-15 [00117] Dabei entsprechen die Bezeichnungen nach gezeigter Darstellung einer Artikelkategorie für die Artikel 47.1 ...47.n, 47.2...47.n, 47.3...47.n, 47.4...47.n usw., den unterschiedlichen Artikeleigenschaften. Der Artikel 47.1 (dargestellt durch ein Quadrat) ist ein Hemd, der Konfektionsgröße Small und Farbe weiß, der Artikel 47.2 (dargestellt durch ein Rechteck) dasselbe Hemd, der Konfektionsgröße Medium und Farbe weiß usw., der Artikel 47.3 (dargestellt durch einen Kreis) dasselbe Hemd, der Konfektionsgröße Small und Farbe schwarz, der Artikel 47.4 (dargestellt durch ein Dreieck) dasselbe Hemd, der Konfektionsgröße Medium und Farbe schwarz usw.
[00118] Alle Artikel 47.1-47.8, die für einen Kommissionierauftrag zu Artikel 47 aus einer Schnelldreher-Artikelgruppe (Style) bzw. eine Auftragsposition mit der jeweiligen Menge benötigt werden, daher alle Konfektionsgröße und Farben sowie eine entsprechende Menge, werden am Arbeitsplatz 57 bereitgestellt. Werden diese Artikel 47.1-47.8 für einen weiteren Kommissionierauftrag benötigt, kann mit diesen Artikeln 47.1-47.8 auch ein weiterer Kommissionierauftrag bzw. eine weitere Auftragsposition abgearbeitet werden.
[00119] Es kann im fünften Verfahrensschritt auch vorgesehen sein, dass vom Rechnersystem in einer Auftragsvorausschau über eine Anzahl von Kommissionieraufträgen, insbesondere einem variabel festgelegten Zeitfenster, die Artikelpositionen (Bestellmenge bzw. Bestellvolumen) zu je einem Artikel 47 in der Schnelldreher- Artikelgruppe ermittelt und dem Pufferlager 10 aus dem Vorratslager 2 die Artikel 47 in einer im Wesentlichen den Artikelpositionen entsprechenden Anzahl zugeführt werden. Demnach befindet sich im Pufferlager 10 zumindest bzw. in etwa die Bestellmenge an Artikel 47.
[00120] Auch ist im fünften Verfahrensschritt eine modifizierte Bereitstellung der Artikel 47 am Arbeitsplatz 57 möglich.
[00121] Dabei wird für die Artikel 47 der jeweiligen Schnelldreher-Artikelgruppe eine Vergleichsanalyse der Umschlaghäufigkeit zwischen den Artikeln 47 der entsprechenden Schnelldreher-Artikelgruppe durchgeführt, wobei Artikel 47 mit einer höheren Umschlaghäufigkeit gegenüber Artikel 47 mit einer niedrigeren Umschlaghäufigkeit an unterschiedlichen Andienungsplätzen 63a am Arbeitsplatz 57 bereitgestellt werden.
[00122] Nachdem am Arbeitsplatz 57 im zweiten Arbeitsbereich 4 Artikel 47 mit unterschiedlicher Umschlaghäufigkeit bzw. Absatzmenge vorliegen - Super-A-Artikel werden häufiger benötigt als A-Artikel - erweist es sich von Vorteil, wenn diese Artikel 47 an hierfür bestimmten Andienungsplätzen 63a gegebenenfalls mit unterschiedlicher Kommissioniertechnologie bereitgestellt werden. Über eine ABC- Analyse, wie nicht weiter dargestellt, werden die Zugriffshäufigkeiten auf die Artikel 47 in jeder Schnelldreher-Artikelgruppe ermittelt. Hieraus ergibt sich, dass 80% des Auftragsvolumens mit 20% der Artikel realisiert werden. 20% des Auftragsvolumens werden mit 80% der Artikelgruppen realisiert. Demnach gehören 20% der Artikel 47 den Super-A-Artikel und 80% den A-Artikel an. Das Auftragsvolumen bestimmt sich durch die Anzahl von innerhalb eines Zeitfensters, beispielsweise pro Tag zu kommissionierenden Artikeln 47. Das Zeitfenster ist durch die Auftragsvorausschau fastgelegt.
[00123] Für die Bereitstellung der Super-A-Artikel und A-Artikel kann eine Dispositionsanalyse zur Optimierung der Kommissionierwege für die Kommissionierperson 58 und/oder in der Verteilung der Artikel 47 auf die Andienungsplätze 63a erfolgen, welche vom Rechnersystem, insbesondere der Programmlogik durchgeführt wird. Die Artikel 47 können sodann zu den vom Rechnersystem ermittelten (optimalen) Andienungsplätzen 63a koordiniert zugeführt werden.
[00124] Die Optimierung basiert auf zumindest einem oder einer Kombination von unterschiedlichen Optimierungskriterien.
[00125] Vor diesem Hintergrund, wird nun in der Dispositionsanalyse anhand eines ersten Optimierungskriterium die Bereitstellung der Lagergebinde 30 und zumindest eines Auftragsgebindes 46 derart aufeinander abgestimmt, dass die Wegstrecke zwischen einem Lagergebinde 30 und dem Auftragsgebinde 46 optimiert ist, wenn sich das Lagergebinde 30 an der Andienpo-sition und das Auftragsgebinde 46 an einer Halteposition befinden. 16/33 ästerreidBsd!« pitwiarot AT13544U1 2014-03-15 [00126] In der Dispositionsanalyse kann anhand eines zweiten Optimierungskriteriums die Bereitstellung der Lagergebinde 30 an Andienungsplätzen 63a derart erfolgen, dass die Artikel 47 der Schnelldreher-Artikelgruppe auf den Andienungsplätzen 63a nach Artikeleigenschaften sortiert bereitgestellt werden. So können die Artikel 47 einer Artikelkategorie, beispielweise Hemd, sortiert nach Konvektionsgröße und/oder Farben gruppiert bereitgestellt werden.
[00127] Beispielweise werden die (weißen) Hemden der Konvektionsgröße Small und Farbe weiß am ersten Andienungsplatz 63a, die Hemden der Konvektionsgröße Medium und Farbe weiß am zweiten Andienungsplatz 63a, usw. und die (schwarzen) Hemden der Konvektionsgröße Small und Farbe schwarz am vierten Andienungsplatz 63a, die Hemden der Konvektionsgröße Medium und Farbe schwarz am fünften Andienungsplatz 63a, usw. bereitgestellt, wobei die Andienungsplätze 63a nebeneinander angeordnet und/oder einander gegenüberliegen. Daher erfolgt eine vorrangig nach Farben sortierte Bereitstellung von unterschiedlich großen Hemden.
[00128] Bei dieser Art der Bereitstellung, ist es auch möglich, dass die Artikel 47, daher die weißen Hemden unterschiedlicher Konvektionsgrößen, schwarze Hemden unterschiedlicher Konvektionsgrößen gemeinsam als Kommissioniergruppe vom Transportsystem 13 aus dem Pufferlager 10 auf die Andienungsplätze 63a zugeführt werden. Hierzu ist bloß die konstruktive Ausgestaltung der Lastaufnahmevorrichtung 60 entsprechend anzupassen. Dadurch kann die Spielzeit für die Artikelbereitstellung reduziert werden.
[00129] Natürlich ist auch eine vorrangig nach Konvektionsgröße sortierte Bereitstellung von unterschiedlich gefärbten Hemden möglich. Daher werden die Hemden der Konvektionsgröße Small und der Farbe weiß am ersten Andienungsplatz 63a, die Hemden der Konvektionsgröße Medium und Farbe schwarz am zweiten Andienungsplatz 63a, usw. bereitgestellt.
[00130] Demnach befinden sich innerhalb einer Kommissionierzone, welche durch eine Anzahl an Andienungsplätzen 63a bzw. Durchlaufkanälen 65 bestimmt ist, beispielsweise drei bis acht Andienungsplätze 63a, bestimmte Artikel 47 sortiert nach Artikeleigenschaften.
[00131] I m sechsten Verfahrensschritt erfolgt das Abarbeiten eines Auftrages, insbesondere Kommissionierauftrages am Arbeitsplatz 29 und eines Auftrages, insbesondere Kommissionierauftrages am Arbeitsplatz 57.
[00132] Befinden sich zumindest ein Lagergebinde 30 mit den Artikeln 21 in der Andienposition im Bereitstellbereich 34, kann die Kommissionierperson 32 die Artikel 21 gemäß einem Kommissionierauftrag in der entsprechenden Stückanzahl aus dem Lagergebinde 30 entnehmen und in einem oder mehreren Auftragsgebinden 31 ablegen. Ist ein neues Auftragsgebinde 31 erforderlich, wird von der Kommissionierperson 32 ein Leerbehälter 41 auf einen freien Pufferplatz 43 abgesetzt Sind alle für einen Kommissionierauftrag benötigten Artikel 21; 47 in einem Auftragsgebinde 31 abgelegt worden, wird das Auftragsgebinde 31 vom Arbeitsplatz 29 zum Konsolidierungsbereich 5 abgefördert.
[00133] Befinden sich nach einem Kommissioniervorgang zu einem oder mehreren Kommissionieraufträgen im Lagergebinde 30 noch Artikel 21, so wird dieses „angebrochene“ Lagergebinde 30 über das Transportsystem 8 in das Vorratslager 2 rückgelagert.
[00134] Befinden sich die Lagergebinde 30 mit den Artikel 47.1...47.n in den Andienpositionen 63a der Bereitsteilbereiche 63, kann die Kommissionierperson 58 die Artikel 47.1...47.n gemäß einem Kommissionierauftrag in der entsprechenden Stückanzahl aus dem Lagergebinde 30 entnehmen und in einem oder mehreren Auftragsgebinden 31 ablegen.
[00135] Soll ein Kommissionierauftrag am Arbeitsplatz 57 abgearbeitet werden, so werden vorzugsweise sämtliche Artikel 47.1...47.8, wie in Fig. 5 ersichtlich, an den Andienungsplätzen 63a bzw. am Arbeitsplatz 57 angedient, sodass die Kommissionierperson 58 auf alle für den Kommissionierauftrag benötigten Artikel 47.1.. .47.8 zugreifen kann. Dadurch können die Kommissioniereffizienz enorm gesteigert und die Wegstrecken für das Kommissionieren minimiert werden. Werden die Artikel 47.1. ..47.8 für mehr als einen Kommissionierauftrag benötigt, so können mehrere Auftragsgebinde 31 für mehrere Kundenaufträge bzw. Auftragspositionen 17/33
AT13 544U1 2014-03-15 beladen werden.
[00136] Vor Beginn der Abarbeitung der Kommissionieraufträge an den Arbeitsplätzen 29, 57, werden auch Auftragsgebinde 31, 46 an den Arbeitsplätzen 29, 57 bereitgestellt, in welche die aus den Lagergebinden 30 entnommenen Artikel 21,47 abgelegt werden können.
[00137] Am Arbeitsplatz 57 erfolgen die Kommissioniervorgänge gemäß Anweisungen durch das optische und/oder akustische Ausgabesystem (Leitsystem). Dadurch werden Fehlkommissionierungen gering gehalten. Auch der Arbeitsplatz 29 kann ein optisches und/oder akustisches Ausgabesystem (Leitsystem) umfassen.
[00138] Dabei können die Artikel 47.1 ...47.8 einer Schnelldreher-Artikelgruppe von der Kommissionierperson 58 gemäß den Anweisungen durch das Ausgabesystem von den Andienungsplätzen 63a in entsprechender Stückanzahl nacheinander in einer Reihenfolge übernommen und in dieser Reihenfolge sortiert in zumindest ein Auftragsgebinde 46 abgelegt werden.
[00139] Andererseits können die Artikel 47.1...47.8 einer Schnelldreher-Artikelgruppe von der Kommissionierperson 58 gemäß den Anweisungen durch das Ausgabesystem auf einem entlang der Andienungsplätze 63a verlaufenden Kommissionierweg 71 von den jeweiligen Andienungsplätzen 63a in entsprechender Stückanzahl gesammelt und danach die gesammelten Artikel 47.1...47.8 in zumindest ein Auftragsgebinde 46 abgelegt werden.
[00140] Wie in Fig. 8 in strichlierte Linien eingetragen, kann in einem optionalen siebten Verfahrensschritt nach dem Kommissionieren von Artikeln 47 aus einer Schnelldreher-Artikelgruppe von einem oder mehreren Lagergebinden 30 in das Auftragsgebinde 46, letzteres vom zweiten Arbeitsbereich 4 über das Transportsystem 14 in den ersten Arbeitsbereich 3 zum ersten Arbeitsplatz 29 (AP) transportiert werden, sodass gemäß einem Kommissionierauftrag bzw. einer Auftragsposition auch Artikel 21 einer Langsamdreher-Artikelgruppe in das Auftragsgebinde 46 hinzugeladen werden können.
[00141] Nach einer anderen Maßnahme können in einem optionalen siebten Verfahrensschritt vorerst am Arbeitsplatz 57 im zweiten Arbeitsbereich 4 im Auftragsgebinde 46 Artikel 47.1...47.8 aus einer Schnelldreher-Artikelgruppe zu mehreren Kommissionieraufträgen bzw. Auftragspositionen gesammelt werden und danach wird das Auftragsgebinde 46 vom zweiten Arbeitsbereich 4 in den ersten Arbeitsbereich 3 transportiert, wo die Artikel 47 der Schnelldreher-Artikelgruppe aus dem Auftragsgebinde 46 entnommen und in andere Auftragsgebinde 31 mit Artikeln 21 der Langsamdreher-Artikelgruppe gemäß der Kommissionieraufträge umgeladen werden. Das Auftragsgebinde 46 bildet in diesem Fall ein „Sammelgebinde“. Dieser „Sammelvorgang“ zu Kommissionieraufträgen wird durch das Ausgabesystem koordiniert.
[00142] Nach einer anderen Maßnahme im siebten Verfahrensschritt ist es möglich, dass noch teilweise mit Artikel 47 gefüllte Lagergebinde 30 nach einem Kommissioniervorgang von einem Andienungsplatz 63a zurück in das Pufferlager 10 eingelagert werden, wenn vom Rechnersystem in einer Auftragsvorausschau über den erfassten Auftragsbestand für die Kommissionierung von Artikeln 47 der Schnelldreher- Artikelgruppen, insbesondere einem Zeitfenster, festgestellt wird, dass aus diesem Lagergebinde 30 nochmals Artikel 47 benötigt werden.
[00143] Wird allerdings in einer Auftragsvorausschau über den erfassten Auftragsbestand festgestellt, dass aus diesem Lagergebinde 30 mit einer „Restmenge" an Artikel keine Artikel 47 benötigt werden, kann dieses „angebrochene“ Lagergebinde 30 über das Transportsystem 12 wiederum in das Vorratslager 2 rückgelagert werden. Unter einem „angebrochenen“ Lagergebinde 30 versteht man, wenn sich nach einem Kommissioniervorgang zu einem oder mehreren Kommissionieraufträgen im Lagergebinde 30 noch Artikel 47 befinden.
[00144] Die oben beschriebenen Verfahrensschritte werden vom elektronischen Rechnersystem, insbesondere einer Programmlogik bzw. einem Computerprogramm ausgeführt.
[00145] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Verfahrens bzw. der Anlage zum Bereitstellen, Kommissionieren und/oder Verpacken von Artikeln, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsva- 18/33 isieirechischei föfeüSawt AT 13 544 U1 2014-03-15 rianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[00146] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Anlage zum Bereitstellen, Kommissionieren und/oder Verpacken von Artikeln diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden. 19/33
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BEZUGSZEICHENAUFSTELLUNG 1 Wareneingang 36 Rückförderbahn 2 Vorratslager 37 Auftragspuffer 3 Arbeitsbereich 38 Förderbahn 4 Arbeitsbereich 39 Aktionsbereich 5 Konsolidierungsbereich 40 Förderrichtung 6 Warenausgang 41 Leerbehälter 7 Kommissioniersystem 42 Förderbahn 8 Transportsystem 43 Pufferplatz 9 Depalettiervorrichtung 44 Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 10 Pufferlager 45 Transportbahn 11 Kommissioniersystem 46 Auftragsgebinde 12 Transportsystem 47 Artikel 13 Transportsystem 48 Förderbahn 14 Transportsystem 49 Transportbahn 15 Transportsystem 50 Förderumlaufbahn 16 Transportsystem 51 Einlagerbahn 17 Vorratseinheit 52 Einlagersystem 18 Verteilwagen 53 Auslagerbahn 19 Aufgabestation 54 Auslagersystem 20 Einlagersystem 55 Lagerregal 21 Artikel 56 Förderfahrzeug 22 Lagerregal 57 Arbeitsplatz 23 Förderfahrzeug 58 Kommissionierperson 24 Förderumlaufbahn 59 Plattform 25 Einlagerbahn 60 Lastaufnahmevorrichtung 26 Auslagersystem 61 Kommissioniergang 27 Auslagerbahn 62 Förderbahn 28 Förderumlaufbahn 63 Bereitstellungsbereich 29 Arbeiteplatz 64 Förderbahn 30 Lagergebinde 65 Durchlaufkanal 31 Auftragsgebinde 66 Obergabebereich 32 Kommissionierperson 67 T ransportvorrichtung 33 Förderumlaufbahn 68 Ausgabevorrichtung 34 Bereitstellungsbereich 69 Sperranschlag 35 Bereitstellungsbahn 70 Pfeil 71 Kommissionierweg 20/33
Claims (17)
- Merreöiise-ts piiesSasnt AT13 544U1 2014-03-15 Ansprüche 1. Verfahren zum Bereitstellen, Kommissionieren und/oder Verpacken von Artikeln (21, 47) in einem Lagersystem mit einem Vorratslager (2) für die Artikel (21, 47), zumindest einem Arbeitsplatz (29) in einem ersten Arbeitsbereich (3), zumindest einem Arbeitsplatz (57) und einem Pufferlager (10) im zweiten Arbeitsbereich (4), gekennzeichnet durch die Schritte: a) Erfassung von Kommissionieraufträgen, b) Ermittlung von Artikelgruppen basierend auf der Kombination unterschiedlicher Artikeleigenschaften zu den für die Abarbeitung der Kommissionieraufträqe benötiqten Artikeln (21,47), c) Vergleichsanalyse der Umschlaghäufigkeit zwischen den Artikelgruppen, d) Klassifizierung der Artikelgruppen basierend auf dem Vergleich der Umschlaghäufigkeit in Schnelldreher-Artikelgruppen und Langsamdreher-Artikelgruppen, e) Zwischenlagerung der für die Abarbeitung von Kommissionieraufträgen benötigten Artikel (47) der Schnelldreher-Artikelgruppen im Pufferlager (10), f) Bereitstellung der Artikel (21) einer Langsamdreher-Artikelgruppe für zumindest einen Kommissionierauftrag am Arbeitsplatz (29) im ersten Arbeitsbereich (3), indem die Artikel (29) aus dem Vorratslager (2) ausgelagert und zum Arbeitsplatz (29) transportiert werden, g) Auslagerung der Artikel (47) von Schnelldreher-Artikelgruppen für Kommissionieraufträge aus dem Vorratslager (2) und Transport dieser Artikel (47) zum Pufferlager (10) sowie Zwischenlagerung dieser Artikel (47) im Pufferlager (10), h) Bereitstellung der Artikel (47) einer Schnelldreher-Artikelgruppe für zumindest einen Kommissionierauftrag am Arbeitsplatz (57) im zweiten Arbeitsbereich (4), indem die Artikel (47) aus dem Pufferlager (10) ausgelagert und zu Andienungsplätzen (63a) am Arbeitsplatz (57) transportiert sowie an den Andienungsplätzen (63a) als Schnelldreher- Artikelgruppe bereitgestellt werden, und i) Ablegen von zumindest einem Artikel (21) zumindest aus einer Langsamdreher-Artikelgruppe in ein Auftragsgebinde (31) gemäß einem Kommissionierauftrag und Ablegen von zumindest einem Artikel (47) aus einer Schnelldreher-Artikelgruppe in ein Auftragsgebinde (31) gemäß zumindest einem Kommissionierauftrag.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von einem Rechnersystem in einer Auftragsvorausschau über eine Anzahl von Kommissionieraufträgen, insbesondere einem Zeitfenster, die bestellten Artikelpositionen zu je einem Artikel (47) in der Schnelldreher-Artikelgruppe ermittelt und dem Pufferlager (10) die Artikel (47) aus dem Vorratslager (2) in einer im Wesentlichen den Artikelpositionen entsprechenden Anzahl zugeführt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auftragsgebinde (46) nach dem Ablegen von Artikeln (47) aus einer Schnelldreher-Artikelgruppe gemäß einem Kommissionierauftrag vom zweiten Arbeitsbereich (4) in den ersten Arbeitsbereich (3) transportiert wird, sodass auch Artikel (21) einer Langsamdreher-Artikelgruppe in das Auftragsgebinde (46) geladen werden können.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor erst am Arbeitsplatz (57) im zweiten Arbeitsbereich (4) im Auftragsgebinde (46) Artikel (47) aus einer Schnelldreher-Artikelgruppe zu mehreren Kommissionieraufträgen gesammelt werden und danach das Auftragsgebinde (46) vom zweiten Arbeitsbereich (4) in den ersten Arbeitsbereich (3) transportiert wird, wo die Artikel (47) der Schnelldreher-Artikelgruppe aus dem Auftragsgebinde (46) entnommen und in andere Auftragsgebinde (31) mit Artikeln (21) der Langsamdreher- Artikelgruppe gemäß der Kommissionieraufträge umgeladen werden. 21/33ähterreiebisdits pitentäist AT13544U1 2014-03-15
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass für eine Schnelldreher-Artikelgruppe eine Vergleichsanalyse der Umschlaghäufigkeit zwischen den Artikeln (47) dieser Schnelldreher-Artikelgruppe durchgeführt wird, wobei Artikel (47) mit einer höheren Umschlaghäufigkeit gegenüber Artikel (47) mit einer niedrigeren Umschlaghäufigkeit an unterschiedlichen Andienungsplätzen (63a) am Arbeitsplatz (57) im zweiten Arbeitsbereich (4) bereitgestellt werden.
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Artikel (47) einer Schnelldreher-Artikelgruppe von einer Kommissionierperson (58) gemäß Anweisungen durch ein Ausgabesystem (68) von den Andienungsplätzen (63a) in entsprechender Stückanzahl nacheinander in einer Reihenfolge übernommen und in dieser Reihenfolge sortiert in das Auftragsgebinde (46) abgelegt werden.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Artikel (47) einer Schnelldreher-Artikelgruppe von einer Kommissionierperson (58) gemäß Anweisungen durch ein Ausgabesystem (68) auf einem entlang der Andienungsplätze (63a) verlaufenden Kommissionierweg (71) von den jeweiligen Andienungsplätzen (63a) in entsprechender Stückanzahl sammelt und danach die gesammelten Artikel in das Auftragsgebinde (46) abgelegt werden.
- 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Langsamdreher-Artikelgruppe an zumindest einem vom Pufferlager (10) getrennt angeordneten ersten Arbeitsplatz (29) im ersten Arbeitsbereich (3) und die Schnelldreher-Artikelgruppe an zumindest einem im Pufferlager (10) integriert angeordneten zweiten Arbeitsplatz (57) im zweiten Arbeitsbereich (4) bereitgestellt werden.
- 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an den Arbeitsplätzen (29, 57) unterschiedliche Kommissioniertechnologien verwendet werden.
- 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Artikel (47) der Schnelldreher-Artikelgruppe sortenrein in Lagergebinden (30) enthalten sind, aus welchen bei einem Kommissioniervorgang die Artikel (47) gemäß Kommissionieraufträgen in entsprechender Stückanzahl entnommen werden, wobei nach einem Kommissioniervorgang ein noch teilweise gefülltes Lagergebinde (30) von einem Andienungsplatz (63a) zurück in das Pufferlager (10) eingelagert wird, wenn vom Rechnersystem in einer Auftragsvorausschau über den erfassten Auftragsbestand für die Kommissionierung von Artikeln (47) der Schnelldreher-Artikelgruppen, insbesondere einem Zeitfenster, festgestellt wird, dass Artikel (47) aus diesem Lagergebinde (30) nochmals benötigt werden.
- 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Artikel (47) der Schnelldreher-Artikelgruppe sortenrein in Lagergebinden (30) enthalten sind, aus welchen bei einem Kommissioniervorgang die Artikel (47) gemäß Kommissionieraufträgen in entsprechender Stückanzahl entnommen werden, wobei nach einem Kommissioniervorgang das noch teilweise gefüllte Lagergebinde (30) vom Arbeitsplatz (57) im zweiten Arbeitsbereich (4) zum Vorratslager (2) transportiert und in das Vorratslager (2) eingelagert wird, wenn vom Rechnersystem in einer Auftragsvorausschau über den erfassten Auftragsbestand für die Kommissionierung von Artikeln (47) der Schnelldreher-Artikelgruppen, insbesondere einem Zeitfenster, festgestellt wird, dass Artikel (47) aus diesem Lagergebinde (30) nicht mehr benötigt werden.
- 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Arbeitsplatz (57) im zweiten Arbeitsbereich (4) Durchlaufkanäle (65) aufweist, von denen zumindest einige einen Andienungsplatz (63a) für Artikel (47) mit einer höheren Umschlaghäufigkeit ausbilden, und von denen zumindest ein Durchlaufkanal (65) einen Andienungsplatz (63a) für Artikel mit einer niedrigerer Umschlaghäufigkeit ausbildet, wobei die Artikel zum Kommissionieren in den Durchlaufkanälen (65) auf den Andienungsplätzen (63a) angedient werden. 22/33österreichisches pä!« tarnt AT13544U1 2014-03-15
- 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Artikel (47) der Schnelldreher-Artikelgruppe auf den Andienungsplätzen (63a) nach Artikeleigenschaften sortiert bereitgestellt werden.
- 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Artikel (47) der Schnelldreher-Artikelgruppe für zumindest einen Kommissionierauftrag gemeinsam als Kommissioniergruppe über das Transportsystem (13) vom Pufferlager (10) auf die Andienungsplätze (63a) im zweiten Arbeitsbereich (4), bevorzugt automatisiert zugeführt werden.
- 15. Anlage zum Bereitstellen, Kommissionieren und/oder Verpacken von Artikeln (21, 47) in einem Lagersystem mit einem Vorratslager (2) für die Artikel (21, 47), zumindest einem Arbeitsplatz (29) in einem ersten Arbeitsbereich (3), zumindest einem Arbeitsplatz (57) und einem Pufferlager (10) im zweiten Arbeitsbereich (4), insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rechnersystem eine Programmlogik aufweist, mittels welcher a) Kommissionieraufträge erfassbar sind, b) basierend auf der Kombination unterschiedlicher Artikeleigenschaften zu den für die Abarbeitung der Kommissionieraufträge benötigten Artikeln (21, 47) Artikelgruppen ermittelbar sind, c) eine Vergleichsanalyse der Umschlaghäufigkeit zwischen den Artikelgruppen ausführbar ist, d) basierend auf dem Vergleich der Umschlaghäufigkeit die Artikelgruppen in Schnelldreher-Artikelgruppen und Langsamdreher-Artikelgruppen klassifizierbar sind, und dass das Pufferlager (10) Lagerplätze für die Zwischenlagerung der für die Abarbeitung von Kommissionieraufträgen benötigten Artikel (47) der Schnelldreher- Artikelgruppen umfasst, und das Lagersystem ein erstes Transportsystem (8) zwischen dem Vorratslager (2) und dem Arbeitsplatz (29) im ersten Arbeitsbereich (3) zum Transport der Artikel (21) einer Langsamdreher-Artikelgruppe für einen Kommissionierauftrag sowie ein zweites Transportsystem (12) zwischen dem Vorratslager (2) und dem Pufferlager (10) im zweiten Arbeitsbereich (4) zum Transport der Artikel (47) einer Schnelldreher-Artikelgruppe für einen Kommissionierauftrag umfasst, wobei der Arbeitsplatz (57) im zweiten Arbeitsbereich (4) eine Vielzahl von Andienungsplätzen (63a) zum Bereitstellen von Artikeln (47) als Schnelldreher-Artikelgruppe ausbildet.
- 16. Anlage nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Rechnersystem eine Programmlogik aufweist, mittels welcher ferner eine Vergleichsanalyse der Umschlaghäufigkeit zwischen den Artikeln (47) einer Schnelldreher-Artikelgruppe ausführbar ist.
- 17. Anlage nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsplatz (57) in Richtung eines entlang der Andienungsplätze (63a) verlaufenden Kommissionierweges (71), auf dem sich die Kommissionierperson (58) bewegt, maximal 30 Andienungsplätze (63a) für die Bereitstellung von Lagergebinden (30) bzw. Artikeln (47) umfasst. Hierzu 10 Blatt Zeichnungen 23/33
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3630655B1 (de) | 2017-06-02 | 2022-10-05 | TGW Logistics Group GmbH | Verfahren und warenlagersystem zum kommissionieren von waren mit effizient betriebenem dynamischen puffer |
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| US5472309A (en) * | 1985-05-13 | 1995-12-05 | Computer Aided Systems, Inc. | System for delivery |
| DE102010010305A1 (de) * | 2010-03-04 | 2011-09-08 | SSI Schäfer PEEM GmbH | Universeller Hochleistungskommissionierarbeitsplatz für Schnelldreher und Langsamdreher |
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2012
- 2012-02-20 AT ATGM8080/2013U patent/AT13544U1/de not_active IP Right Cessation
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