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Die Erfindung betrifft einen Skischuh mit einer den Fuss mindestens im Ristbereich haltenden Schale mit Sohle und einen das Bein umgebenden Schaft und einer auf dem Schaft angeordneten Vorlagefeststelleinrichtung.
Aus der US-PS Nr. 5 341 584 ist ein Skischuh bekannt, welcher eine Schale und einen darauf angelenkten Schaft umfasst. Auf dem Schaft ist eine Betätigungsvorrichtung vorgesehen, durch welche eine Vorlagefeststellung erreicht wird. Gleichzeitig wird dadurch ein Kabelzug betätigt, welcher mit seinem freien Ende, welches an einem Lappen des Schaftes angreift, und in seiner Gesamtheit eine Schaftschnalle ersetzt. Zum Öffnen des Skischuhs muss eine konventionelle Schnalle geöffnet und die Betätigungsvorrichtung betätigt werden. Nachteilig zeigt sich hiebei, dass eine Lockerung des Fusses, z. B. beim Liftfahren oder beim Gehen, nur durch Betätigung von zwei Schliessmechanismen möglich ist. Weiters kann bei geöffnetem Skischuh der Kabelzug aus der Verankerung springen und somit zum Schliessen neuerlich in seine verhängte Position gebracht werden muss.
Ein anderer Skischuh ist in der FR 2 692 447 Al gezeigt und beschrieben. Hiebei wird die Schaftverriegelung ausschliesslich durch einen Kabelzug bewerkstelligt. Zwecks grober Voreinstellung kann der Kabelzug auf verschiedene Positionen eingehängt werden, was jedoch den Nachteil mit sich bringt, dass beim zeitweiligen Öffnen des Skischuhs sich der Kabelzug aus seiner Verankerung lösen kann und ein sicheres Schliessen des Skischuhs nicht mehr gewährleistet ist.
Aufgabe der Erfindung ist es einen Skischuh mit einer lösbaren Vorlagefeststelleinrichtung zu schaffen, bei dem beim Lösen der Vorlagenfeststelleinrichtung gleichzeitig die Schaftverriegelungseinrichtung gelockert wird.
Dies wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Dadurch, dass die Schaftverriegelungseinrichtung eine Schnalle mit einem Bügelelement und eine Verhakeinrichtung aufweist, welche letztere mit einem Grundkörper
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und mit einem an diesem begrenzt längsverschieblich gelagerten, mehrere Haken aufweisenden Hakenelement versehen ist, und dass das Hakenelement über ein Verbindungselement mit der Vorlageverstelleinrichtung in kraftübertragender Weise verbunden ist, wird beim Lösen der Vorlagefeststelleinrichtung gleichzeitig ein Lockern des Fusses im Schaftbereich erreicht.
Die Merkmale des Anspruches 2 kennzeichnen eine vorteilhafte konstruktive Ausgestaltung des Hakenelementes.
Durch den kennzeichnenden Teil des Anspruches 3 wird eine vorteilhafte Ausbildung des Verbindungselementes geschützt.
Die Anordnung der Bauteile nach den Merkmalen des Anspruches 4 gewährleistet eine sichere Betätigung der Schaftverriegelungseinrichtung. Durch die Merkmale des Anspruches 5 wird ein Herausfallen des Hakenelementes aus dem Grundkörper verhindert. Die Merkmale des Anspruches 6 ermöglichen eine einfache Montage eines erfindungsgemässen Verhakelementes. Der kennzeichnende Teil des Anspruches 7 schützt eine einfache konstruktive Ausgestaltung und die Merkmale des Anspruches 8 ermöglichen eine teilweise Entlastung des Kabelzugs.
Die Erfindung wird anhand nachfolgender Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Hiebei zeigt Fig. 1 einen Skischuh mit einer erfindungsgemässen Schaftverriegelungseinrichtung und einer Vorlagefeststelleinrichtung im Aufriss. In der Fig. 2 wird ein erstes Ausführungsbeispiel der gespannten Schaftverriegelungseinrichtung in einem Längsmittelschnitt und in Fig. 3 in Draufsicht dargestellt. Die Figuren 4 und 5 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel entsprechend den Figuren 2 und 3.
Die Fig. 1 zeigt einen Skischuh 1, 1' mit einer Schale 2, 2' und mit einem an dieser um eine Querachse la. l'a darauf verschwenkbar angelenkten Schaft 3. Der Schaft 3, 3' ist in seinem in Richtung zu den Zehen hingewandten Abschnitt in zwei zueinander weisende Abschnitte 3a, 3b, 3'a, 3'b geteilt. Bei einem entsprechend dünnen Fuss können sich diese Abschnitte 3a, 3b, 3'a, 3'b überlappen. Im Ristbereich des Skischuhs 1, 1' ist eine Ristverriegelungseinrichtung 4, 4' vorgesehen.
Am Schaft 3, 3' ist eine Vorlagefeststelleinrichtung 5, 5' angeordnet, welche über ein Verbindungselement 6, 6' - welches
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in vorteilhafter Weise durch einen Kabelzug 6a, 6'a und zumindest einer Umlenkrolle 6b, 6'b gebildet ist-mit einer Schaftverriegelungseinrichtung 7, 7' verbunden ist. Der Kabelzug 6a, 6'a und die Umlenkrolle 6b, 6'b sind in vorteilhafter
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2'verschwenkbaren Betätigungshebel 5a, 5'a an welchem der Kabelzug 6a, 6'a angelenkt ist. Die weitere Ausgestaltung der
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werden daher nicht näher beschrieben.
In den Figuren 2 und 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer Schaftverriegelungseinrichtung 7 in einem Längsmittelschnitt in einer Draufsicht dargestellt. Diese beinhaltet eine Schnalle 8 mit einem Bügelelement 8a und eine Verhakeinrichtung 9. Die Schnalle 8, welche auf dem einen Abschnitt 3a des Schaftes 3 angeordnet und hier nur schematisch angedeutet ist, stellt keinen Gegenstand der Erfindung dar und wird daher nicht näher beschrieben. Die Verhakeinrichtung 9 besteht im wesentlichen aus einem Grundkörper 10 und einem Hakenelement 11. Das Hakenelement 11 weist an seiner Oberseite eine Anzahl von Haken lld auf, die in Zusammenwirkung mit der Schnalle 8 und mit deren Bügelelement 8a eine Anpassung an verschiedene Fussstärken ermöglichen.
Am Grundkörper 10 ist an seinem der Schnalle 8 zugewandten Endabschnitt 10a ein im wesentlichen hakenförmiger Befestigungsvorsprung 12 ausgebildet. Der Grundkörper 10 ist über den Befestigungsvorsprung 12 in einer Öffnung 3c des den Grundkörper 10 tragenden Abschnittes 3b des Schaftes 3 verhakt und an seinem der Schnalle 8 abgewandten Endabschnitt lOb mittels eines Befestigungselementes 12a wie z. B. eines Nietes, mit diesem Abschnitt 3b des Schaftes 3 verbunden. Weiters weist der Grundkörper 10 eine Ausnehmung 13 mit zwei parallel zur Längsmittellinie des Grundkörpers 10 liegenden Seitenflächen 13e, 13f und zwei Stirnflächen 13c, 13d auf. An den Seitenflächen 13e, 13f ist an deren oberen Abschnitten je ein nach innen weisender Vorsprung 13a, 13b
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vorgesehen.
In dieser Ausnehmung 13 ist das Hakenelement 11 längsverschieblich gelagert. Zu diesem Zweck weist das Hakenelement 11 zwei Schultern lla, llb auf, welche komplementär zu den Vorsprüngen 13a, 13b ausgebildet sind und das Hakenelement 11 gegen Herausfallen aus dem Grundkörper 10 sichern. Zur Montage wird zuerst der Kabelzug 6a in den Grundkörper 10 eingelegt und anschliessend das Hakenelement 11 von unten in Letztern eingesetzt. Danach wird der Grundkörper 10 mit den hakenförmigen Befestigungsvorsprung 12 in der Öffnung 3c verhakt und durch das Befestigungselement 12a am Abschnitt 3b des Schaftes 3 festgelegt. Im Grundkörper 10 ist weiters das erste Ende 6c des Kabelzugs 6a verankert.
Der Kabelzug 6a ist in einer Aussparung llc des Hakenelementes 11 geführt und ist mit seinem zweiten Ende 6d mit der nur in der Fig. 1 dargestellten Vorlagefeststelleinrichtung 5 verbunden.
In der Fahrstellung des Skischuhs 1 liegt der Betätigungshebel 5a der Vorlagefeststelleinrichtung 5 in einer mit seinem freien Ende nach unten zeigenden Position (vgl. Fig. 1) und der Kabelzug 6a ist gespannt. Das Hakenelement 11 liegt mit einer ersten Anschlagfläche 11e an einer Gegenfläche 13c der Ausnehmung 13 an und wird durch den Kabelzug 6a in dieser Position gehalten. Durch Schliessen der Schnalle 8 wird der Fuss im Schuh 1 fixiert. Um in die Gehstellung des Skischuhs 1 zu gelangen, wird der Betätigungshebel Sa der Vorlagefeststelleinrichtung 5 um ca. 1800 verschwenkt, so dass eine Bewegung zwischen Schaft 3 und Schale 2 ermöglicht und der Kabelzug 6a entspannt wird.
Das Hakenelement 11 gleitet durch die vorgespannte Lage der Schnalle 8 in die entspannte Lage, bis dieses mit seiner zweiten Anschlagfläche 11f an einer weiteren Gegenfläche 13d der Ausnehmung 13 des Grundkörpers 10 anliegt, so dass die Schaftverriegelungseinrichtung 7 bei geschlossener Schnalle 8 entspannt und so eine Bewegung des Fusses im geschlossenen Schuh 1 ermöglicht wird.
Die Figuren 4 und 5 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Schaftverriegelungseinrichtung 7', welche wiederum eine Schnalle 8'mit einem Bügelelement 8'a und eine Verhakeinrichtung 9'beinhaltet, wobei die Schaftver-
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dungselement 6'ist auch hier wieder durch einen Kabelzug 6'a und zumindest einer Umlenkrolle 6'b gebildet. Die Ausgestaltung der Schnalle 8'liegt im Können des Fachmannes, stellt nicht den Gegenstand der Erfindung dar und wird daher nicht
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Hakenelement 11'. Der Grundkörper 10'ist an seinem der Schnalle 8' abgewandten Endabschnitt 10'b mittels eines Befestigungselementes 12'a, wie z. B. eines Nietes, mit dem Abschnitt 3'b des Schaftes 3'verbunden.
Die Befestigung des der Schnalle 8'zugewandten Endabschnittes 10'a des Grundkör-
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Schaftes 3' weist ein Langloch 14'und eine das Langloch 14' überlagernde Vertiefung 15'auf. Der Grundkörper 10'weist eine Ausnehmung 131 auf, in welcher das Hakenelement 11' längsverschieblich geführt ist. Die Ausnehmung wird wieder durch zwei Seitenflächen 13'e, 13'f und zwei Stirnflächen 13'c, 13'd begrenzt, wobei die Seitenflächen 13'e, 13'f ein seitliches Ausweichen des Hakenelementes 11'verhindern.
An der Unterseite des Hakenelementes 11'ist ein nietförmiger Ansatz 16'vorgesehen, welcher durch das Langloch 14'des Abschnittes 3'b des Schaftes 3'hindurchragt und mittels einer Haltescheibe 16'a dermassen vernietet ist, dass die Haltescheibe 16'a in der Vertiefung 15'zum Liegen kommt.
An dem der Schnalle 8' zugewandten Endabschnitt 10'a des Grundkörpers 101 weist dieser Rastzähne 17'auf, welche mit an der Unterseite des Hakenelementes 11'komplementär ausgebildeten Rastzähnen 11'g zusammenwirken. Die Rastzähne 17', 11'g weisen in Richtung der Schnalle 81 hin eine steile Steigung ss und in Richtung von der Schnalle 8'weg eine flache Steigung a
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seinem zweiten Ende 6'd mit der nicht dargestellten Vorlagefeststelleinrichtung 5'verbunden.
Die Funktionsweise dieses Ausführungsbeispiels entspricht im wesentlichen dem des Vorhergegangenen, jedoch liegt das Hakenelement 11'in der Fahrstellung des Skischuhs mit zumindest einem Rastzahn 11'g auf zumindest einem entsprechenden Rastzahn 17'des Grundkörpers 10'auf. Durch Schliessen der Schnalle 8'wird der Fuss im Schuh l'fixiert. Das Hakenelement 11'wird in dieser Position durch den Kabelzug 6'a gehalten und dieser wird wiederum durch die steilen, aneinanderliegenden, belasteten Steigungen ss der Rastzähne 17', 11'g unterstützt. Um in die Gehstellung des Skischuhs l'zu gelangen, wird der Betätigungshebel 5'a der Vorlagefeststelleinrichtung um eine Achse 5'b um ca. 1800 verschwenkt und damit der Kabelzug 6'a entspannt.
Das Hakenelement 11'kann um eine ideelle Achse gegen den Uhrzeigersinn verschwenken und durch die vorgespannte Lage der Schnalle 8'in die entspannte Lage
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gelungseinrichtung 7'ist nun bei geschlossener Schnalle 8' entspannt und ermöglicht so eine Bewegung des Fusses. Zum Schliessen des Skischuhs l'wird der Betätigungshebel 5'a wiederum verschwenkt und der Kabelzug 6'a gespannt. Durch die flachen Steigungen a der Rastzähne 17', ll'g können diese aneinander bis in die gespannte Position gleiten, in der sich diese mit ihren steilen Steigungen ss aneinander abstützen und so den Kabelzug 6'a unterstützen.
Die Erfindung wurde voranstehend anhand von zwei Ausführungsbeispielen beschrieben. Es versteht sich, dass Änderungen und Abwandlungen des erfindungsgemässen Verhakelements möglich sind, ohne den Schutz des Patentes zu verlassen.
So können z. B. die konstruktiven Merkmale der beiden Ausführungsbeispiele untereinander kombiniert und das Verbindungselement durch einen Bowdenzug, wobei sich die Bowdenzugummantelung an der Aussenseite des Grundkörpers abstützen würde, gebildet werden.