AT135928B - Stopfbüchse mit L-förmigen Dichtungsmanschetten, insbesondere für hydraulische Schlupfkupplungen. - Google Patents

Stopfbüchse mit L-förmigen Dichtungsmanschetten, insbesondere für hydraulische Schlupfkupplungen.

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AT135928B
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Voith J M Fa
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Stopfbüchse mit L-förmigen   Dichtungsmansehetten,   insbesondere für hydraulisehe   Schlup. fkupplungen.   



   In vielen Fällen kommen hydraulische Schlupfkupplungen, Bauart Föttinger, ohne ständigen Durchfluss zur Verwendung. Solche Kupplungen werden bei der Inbetriebnahme gefüllt und sollen diese Füllung   möglichst   verlustlos halten. Diese Bedingung erscheint leicht erfüllbar, weil die einzige zu Undichtheiten neigende Stelle die Durchdringungsstelle der einen Welle durch den zur anderen Welle gehörigen Laufraddeckel ist. Da aber beide Wellen ständig mit einer zwar   geringfügigen.   aber doch unvermeidlichen Drehzahldifferenz umlaufen, ist eine Stopfbüchse nicht zu umgehen. 



   Diese Stopfbüchse soll so beschaffen sein, dass sie im Betrieb zur Vermeidung von Reibung und zur Schonung der Welle gelüftet wird, da ja im Betrieb die Fliehkraft das Austreten der Füllflüssigkeit vollkommen verhindert. Im Stillstand muss sie jedoch ganz tropfdicht   schliessen,   da es sonst geschehen kann, dass bei längerem Stillstand (etwa über Nacht) die geringe, in der Kupplung vorhandene Flüssigkeitsmenge bis etwa zur Hälfte verlorengehen kann. Damit, wird die Kupplung betriebsunfähig und muss vor weiterer Inbetriebnahme nachgefüllt werden, was in den meisten Fällen eine untragbare Er- scherung bedeutet.

   Ferner muss die Stopfbüchse so beschaffen sein, dass sie Dämpfe, die sich bei starker Überlastung durch übermässige Erwärmung der Flüssigkeit bilden, gefahrlos entweichen lässt, also gleich- zeitig ein Sicherheitsventil gegen inneren Überdruck darstellt. 



   Im folgenden wird eine Stopfbüchse angegeben, die die genannten Bedingungen erfüllt. Ein
Element besteht aus einer an sich bekannten Manschette aus Leder, Gummi, Guttapercha u. dgl. und aus einer den Manschettenhals umschliessenden Feder. Im Stillstand presst die Feder die Manschette ringmuskelartig um die abzudichtende Welle. Im Betrieb lüftet sie unter dem Einfluss der Fliehkraft die Manschette. Die Manschette wird nun nicht wie   üblich   so eingebaut, dass sie vom   inneren Überdruck   dichter angepresst wird, sondern umgekehrt, damit innerer Überdruck die Feder lüften kann. Die Abdichtung wird somit, wie erforderlich, einerseits bei einer gewissen Drehzahl, anderseits bei einem bestimmten   inneren Überdruck   aufhören, dagegen im Stillstand durch die zusätzliche Federanpressung sehr wirksam sein. 



   Die Feder wird in der Regel aus Stahl bestehen können ; man kann aber auch starken Gummi oder andere elastische Stoffe dafür verwenden. Man kann aber auch die Manschette selbst so hochelastisch machen, dass sie die Federwirkung mit ausübt. 



   In den Fig. 1 und 2 ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, u. zw. oben im Stillstand, unten im Betrieb. 



   Die Welle A durchdringt in der Stopfbüchse B den zu der (nicht gezeichneten) anderen Welle gehörigen Laufraddeckel (7. Die im Querschnitt L-förmigen Manschetten D werden mit ihrem Hals   d   von den Ringfedern   E   umschlossen. 



   Im Stillstand der Welle schliessen sich die Federringe E und pressen damit die Manschetten D fest gegen die Welle A. Bei Drehung öffnen sich beim Überschreiten einer bestimmten Drehzahl infolge der Fliehkraftwirkung die Federringe E und lüften damit die Manschetten D von der Welle A
Die Fig. 3 zeigt den Einbau einer solchen Stopfbüchse B in eine hydraulische Sehlupfkupplung, die aus dem mit der treibenden Welle G verbundenen Primärteil C und dem mit der getriebenen Welle A verbundenen Sekundärteil H besteht.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Stopfbüchse mit L-förmigen Dichtungsmanschetten, insbesondere für hydraulische Sehlupfkupplungen, bei der der Dichtungssehenkel der Manschetten durch Federkraft an die Welle angepresst gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass die den Dichtungsschenkel umschliessende oder in ihm eingelegte Feder so bemessen ist, dass von einer gewünschten Drehzahl ab die Federkraft durch die Fliehkraft aufgehoben wird, so dass die Manschette gelüftet wird, während sie bei Stillstand dicht an der Welle anliegt.
    2. Stopfbüchse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette selbst federnd ausgebildet ist.
    3. Stopfbüchse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschetten so angeordnet sind, dass sie bei Überschreitung eines bestimmten Innendruckes gelüftet werden, um den Überdruck absinken zu lassen. EMI2.1
AT135928D 1932-02-26 1933-02-23 Stopfbüchse mit L-förmigen Dichtungsmanschetten, insbesondere für hydraulische Schlupfkupplungen. AT135928B (de)

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