AT136025B - Verfahren zur Beeinflussung der Wirksamkeit von künstlichen oder natürlichen Düngemitteln. - Google Patents

Verfahren zur Beeinflussung der Wirksamkeit von künstlichen oder natürlichen Düngemitteln.

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AT136025B
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Oskar Dr Ried
Karl Dr Rusleitner
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Oskar Dr Ried
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  Verfahren zur Beeinflussung der Wirksamkeit von   künstlichen   oder   natürlichen     Düngemitteln.   



   Ausgedehnte Versuche haben ergeben, dass eine Reihe von anorganischen Elementen, Verbindungen, ferner anorganischen Verbindungen mit einer organischen Komponente neue biologische Eigenschaften erlangen, wenn man sie in fester Form oder in Lösungen der Einwirkung bestimmter künstlich erzeugter Strahlen aussetzt. Fallweise sind Strahlen aus allen Wellenbereichen, u. zw. für sich allein oder aus verschiedenen Wellenbereichen kombiniert. imstande, solche Wirkungen hervorzurufen. Auch die Salze können für sich allein oder in Mischung mit andern Salzen, ebenso auch die als Mineralien in der Natur vorkommenden
Salzkombinationen verwendet werden. Auch reines Wasser und die in der Natur vorkommenden   mineralhaltigen   Wässer sind auf diese Weise beeinflussbar. 



   Es ist bekannt, dass Uran-Mangan-Eisen-oder Nickelsalze, welche in festem,   trockenem   oder gelöstem Zustande durch Sonnen-oder ultraviolette Strahlen bestrahlt wurden. in Lösungen verwendet, eine Sterilisation oder Aktivierung von Fermenten hervorrufen. 



   Die vorliegende Anmeldung wendet jedoch keine   natürlichen   Strahlen an. wie sie das Sonnenlicht gibt, und ist keineswegs auf ultraviolette Strahlen beschränkt, sondern verwendet künstlich erzeugte Strahlen der verschiedensten Wellenbereiche für sich, nacheinander und kombiniert, u. zw. in bestimmten Mengen, d. h. während einer ganz bestimmten Bestrahlungsdauer. 



   Die durch die Bestrahlung neuerworbenen Eigenschaften der erwähnten Stoffe lassen sich im allgemeinen nicht mit einer Änderung der chemischen Zusammensetzung erklären, da ihre makrochemischen Reaktionen sowie die Ergebnisse ihrer Analyse sich meist nicht geändert haben. Sie äussern sich darin, dass solche bestrahlte Produkte den Stoffwechsel der lebenden Zelle in einer Weise beeinflussen, die sich von der Wirkung derselben Produkte, wenn sie nicht bestrahlt wurden, wesentlich unterscheidet. 



   Durch Änderung der zur Anwendung gebrachten Strahlenart und Strahlenmenge kann man die Wirkungsweise der bestrahlten Produkte regulieren. 



   Die durch das Bestrahlungsverfahren erzielten neuen Eigenschaften der erwähnten Pro-   dukte   lassen sich mit gutem Erfolge zur Herstellung ausserordentlich   wirksamer Düngemittel   für Pflanzen verwenden. Da man es aber durch Änderung der angewandten Strahlenart und - menge in der Hand hat, bei den in Frage kommenden Substanzen einerseits   wachstumfördernde.   anderseits wachstumhemmende Eigenschaften hervorzurufen bzw. bereits bestehende zu verstärken, so kann man das Verfahren auch   zut'herstellung   von Unkraut   vertilgenden Mitteln   verwerten. 



   Die Wirkung gleicher Strahlen auf verschiedene Salze ist verschieden. Um die gleiche Wachstumswirkung zu erreichen, sind bei verschiedenen Salzen verschiedene   Wellenlängen   erforderlich, was offenbar mit der spezifischen Absorptionsfähigkeit für bestimmte Strahlen zusammenhängt. Durch die Absorption werden offenbar die Salze zur Strahlenemission angeregt. 



  Die Qualität der durch die Bestrahlung hervorgerufenen Strahlenemission dürfte in allen Fällen gleich sein, gleichgültig, welche Wellenlänge als Erreger verwendet wurde. Hingegen is) die Quantität der ermittierten Strahlen verschieden und abhängig von der Art und Menge der zur Erregung verwendeten Strahlen. 



   So fordern z. B. Natriumsalze eine längere Wellenlänge als Kaliumsalze. 



   Versuche haben aber auch ergeben, dass die   Emissionsflhigkeit   gewisser Salze durch 
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   So wird die Wirkung eines mit ultravioletten Strahlen bestrahlten Kaliumchlorid durch Vorbestrahlung mit Rotlicht erhöht. 



   Die Wirkung bestrahlter Salze ist eine andere, wenn sie allein oder mit andern vermengt in Verwendung treten. 



   Die Wirkung der Bestrahlungsdauer zeigt sich augenfällig z. B. bei Kaliumchlorid, welches je nach der Bestrahlung einmal wachstumfördemd, ein andermal wieder   wachstumhemmend   wirken kann. 



   So zeigt z. B. eine   /a% o Kaliumchloridlosung   eine ausgesprochen wachstumhemmende Wirkung auf Bohnen ; wird eine gleiche Lösung aus Kaliumchlorid hergestellt, das durch 15 Minuten in 15 cm Entfernung durch eine Quecksilberdampflampe bestrahlt wurde, so ist eine ausgesprochene wachstumfördernde Wirkung auf Bohnen vorhanden. 



   Wird das Kaliumchlorid jedoch durch 30 Minuten in oben angegebener Weise bestrahlt. so wirkt die   /s% o Losung wieder wachstumhemmend,   u. zw. stärker als unbestrahltes Kaliumchlorid. 



   Nach 45 Minuten Bestrahlung tritt wieder Wachstumförderung ein. Ein ähnlicher periodischer Wechsel der biologischen Wirkungen ist auch von radioaktiven Substanzen bekannt. 



   Es ist also möglich, ein und dasselbe Salz je nach der Art der Bestrahlung bei Zusatz zu einem Dünger, einmal zur Förderung des Wachstums, ein andermal zur Behinderung des Wachstums zu verwenden. 



   Da verschiedene Salze durch verschiedene Bestrahlung auch verschiedene Eigenschaften und Wirkungen erhalten, so ist man in der Lage, durch vorbeschriebene Erscheinung im Verein mit den Variationen, welche durch die Bestrahlung verschiedener Salze möglich sind. 
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 durch Hemmung des Wachstums bestimmter   Unkrautpflanzen   zu erzielen.
Ebenso wie die Hemmung des Wachstums von höheren Pflanzen kann man durch An- 
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 wie von Bakterien und Pilzen, erzielen, ja man ist sogar in der Lage, das Wachstum und Fortkommen von parasitären Tieren, wie   Blatt- und Scbildläusen,   zu hemmen. 



   Als spezielle Beispiele über die Ausführung des Verfahrens seien noch angeführt :
1. Trockenes Kaliumchlorid wird in feinstpulverisierter Form in dünner Schicht auf einem laufenden Bande in 15   em   Entfernung unter eine Quecksilberdampflampe geführt. Will man stärkere Wirkungen erzielen, schaltet man der Reihe nach mehrere Lampen über dem laufenden Bande ein. 



   2. Schönit   (Kaliumchlorid-Magnesiumsulfat-Doppelsalz)   wird auf dem laufenden Bande in dünner Schicht zuerst mit Quecksilberlicht, das durch ein Rotglas, dann mit solchem, das durch ein Nickelglasfilter gegangen ist, bestrahlt. Beide Produkte können zur erfolgreichen Düngung verschiedener Pflanzen verwendet werden. 



   3. Eine gesättigte   Kupfersulfatlösung wird   in dünner Schichte, z. B. durch Herab-   fliessenlassen   der Lösung über eine schwach geneigte Ebene, der Einwirkung dreier hintereinander angebrachten Quecksilberdampflampen in 15 cm Distanz ausgesetzt. Die so behandelte   Kupfersulfatlösung   wird in gewohnter Weise zur Herstellung der Bordelaiser Brühe verwendet. 



   4. Fein pulverisierte Thomasschlacke wird am laufenden Bande der Einwirkung von Ultrakurzwellen von zirka 3   .   Wellenlänge ausgesetzt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Beeinflussung der Wirksamkeit von künstlichen oder natürlichen Dünge- mitteln, dadurch gekennzeichnet, dass dieselben der Einwirkung von künstlich erzeugten Strahlen ausgesetzt werden.
AT136025D 1931-09-09 1931-09-09 Verfahren zur Beeinflussung der Wirksamkeit von künstlichen oder natürlichen Düngemitteln. AT136025B (de)

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