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In dem Patente Nr. 125948 und dem Zusatzpatente Nr. 129057 werden Einrichtungen beschrieben, welche die Erzielung wandernder Lichteffekte und sich ändernder Farben in ruhenden, reihenförmig bzw. gruppenweise angeordneten Leuchtkörpern ermöglichen dadurch, dass diese elektrisch durch Mehrphasenstrom gespeist werden, wobei die einzelnen Leuchtkörper an die aufeinanderfolgenden Phasen des speisenden Stromsystems angeschlossen werden. Es wurde in diesen Patenten vorgeschlagen, zwecks Vermeidung einer zu hohen Wandergeschwindigkeit bzw. eines zu raschen Farbenwechsels der Lichteffekte Mehrphasenstrom geringer Frequenz zu verwenden oder die Leuchtkörper an zwei nicht ganz synchron laufende Wechsel-bzw.
Mehrphasenstromsysteme anzuschliessen, wobei im letzteren Falle die visuell in Erscheinung tretenden Lichtschwankungen der einzelnen Beleuchtungskörper der Sehwcbungsfrequenz unterliegen, welche leicht wesentlich niedriger gehalten werden kann als die Periodenzahl jedes der beiden nicht genau synchron laufenden Stromsysteme. In weiterer Ausgestaltung dieser in den beiden Patentschriften niedergelegten Ideen wird vorgeschlagen, die Speisung der Leuchtkörper durch einen Mehrphasenstrom liefernden Potentialregler vorzunehmen, dessen drehbarer Teil in entsprechender Rotation gehalten wird. Eine einfache Ausführungsform dieser Idee besteht beispielsweise in einem Drehstrommotor, dessen dreiphasiger Läufer einphasig an eine vorhandene Wechselspannung normaler Frequenz, also etwa 50 Perioden, angeschlossen und in ganz langsame Umdrehung versetzt wird.
Es kann hiebei selbstverständlich auch ein einphasig gewickelter Läufer (1) verwendet werden. Solange der Läufer stillsteht, entstehen an den Drehstromklemmen des Ständers drei voneinander verschiedene Spannungen von der Frequenz des den Läufer speisenden Wechselstromes. Die Grössen der drei Spannungen der Ständerwicklung 2, 3, 4 sind abhängig von der Stellung des Läufers, und ihre arithmetische Summe ist bei jeder Stellung des Läufers gleich Null. Versetzt man den Läufer in Umdrehung, so ändert sieh dementsprechend die Spannung in jeder der drei Ständerphasen zwischen den Null-und den Maximalwerten in einem Rhythmus, welcher der Drehzahl des Läufers und der Polzahl des Motors proportional ist.
Man kann somit durch Antrieb des Läufers mit geringer Drehzahl, also etwa durch einen kleinen Motor und mit Hilfe einer Übersetzung ins Langsame, langsame Spannungsschwankungen in den drei Statorphasen 2, 3, 4 des Motors verursachen, welche in den angeschlossenen Leuchtkörpern 6, 5, 7 die gleichen Lichtintensitätssehwankungen erzeugen, wie wenn diese durch einen Dreiphasenstrom entsprechend geringer Periodenzahl oder durch zwei nicht genau synchrone Stromsysteme gespeist würden.
Man kann die Anordnung auch umkehren, einen mehrphasigen Läufer zum Anschluss der Leuchtkörper verwenden und den dazugehörigen Ständer mit einphasiger oder mehrphasiger Wicklung einphasig anspeisen, wobei wieder die langsame Umdrehung des Läufers die gesetzmässig aufeinanderfolgenden langsamen Lichtschwankungen der in Reihenfolge an die Phasen des Läufers angeschlossenen Leuchtkörper erzeugt.
Die Benutzung des Potentialreglers für den vorliegenden Zweck stellt somit gewissermassen eine Vereinigung der in Patent Nr. 125948 beschriebenen zwei nicht genau synchron laufenden Netze in einer einzigen Maschine dar. Es ist ebenso wie dort möglich, die Wanderbewegung des Lichteffektes zu beschleunigen, zu verzögern, zum Stillstand zu bringen und umzukehren, indem die Geschwindigkeit des drehbaren Teiles des Potentialreglers entsprechend geändert wird. Der Stillstand des drehbaren Teiles
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