AT137576B - Verfahren zur Herstellung von Jodstiften aus mit Seife verfestigten alkoholischen Jodlösungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Jodstiften aus mit Seife verfestigten alkoholischen Jodlösungen.

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AT137576B
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Pharmaceutische Werke Norgine
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  Verfahren zur Herstellung von Jodstiften aus mit Seife verfestigten alkoholischen Jodlösungen. 



   Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine feste und haltbare alkoholische Jodlösung in Form eines streichbaren Stiftes zu schaffen, welche die bisher verwendete flüssige Jodtinktur ersetzen soll. 



   Es sind wohl bereits Verfahren zur Herstellung fester alkoholischer Jodlösungen bekannt, welche darin bestehen, dass man einem geschmolzenen, z. B. durch Natriumstearat oder Natriumpalmitat gehärteten Festalkohol Jod oder eine Jodlösung zusetzt. Derartige feste Jodlösungen sind jedoch nicht haltbar, da zufolge einer Reaktion des freien Jods mit dem den Alkohol festmachenden Natriumstearat oder Natriumpalmitat einerseits das Jod nach und nach verbraucht und anderseits die feste Jodlösung allmählich flüssig wird bzw. ihre Festigkeit verliert. 



   Anderseits sind auch schon haltbare Jodstifte zum Bestreichen der Haut bekanntgeworden. 



  Diese Jodstifte enthielten aber das Jod nicht in der wirksamsten alkoholischen Lösung, sondern in andern Medien. 



   Die Erfindung ermöglicht die Herstellung einer haltbaren alkoholischen Jodtinktur in strichbarer Stiftform und verbindet also den Vorteil der alkoholischen Lösung mit dem der Haltbarkeit und des festen Aggregatzustandes. 



   Der Erfindung gemäss wurde festgestellt, dass man eine haltbare alkoholische Jodtinktur in streichbarer Stiftform erhalten kann, wenn man der Mischung eines Festalkohols mit Jod bzw. einer Jodlösung oder den Komponenten dieser Mischung oder bereits einer Mischungskomponente bei Herstellung des Festalkohols   Natriumjodid   zusetzt, das imstande ist, das Jod metastabil zu binden, d. h. mit Jod, Additionsverbindungen oder Jod leicht wieder abspaltende Verbindungen zu bilden. Dadurch wird das Jod in der festen Lösung gebunden und in weiterer Folge seine Reaktion mit dem den Alkohol festmachenden Mittel verhindert bzw. weitgehend verzögert. Erst beim Bestreichen der Haut wird das metastabil gebundene Jod frei. 



   Wenn man z. B. einen mit Hilfe von Natriumstearat festgemachten Alkohol verwendet, so findet eine Reaktion des freien Jods fast überhaupt nicht statt, wenn man dem Produkte Natriumjodid in solcher Menge einverleibt, dass fast das gesamte Jod metastabil gebunden wird. Je grösser der Jodidzusatz ist, um so mehr wird die Reaktion des Jods mit dem festmachenden Mittel verhindert und desto haltbarer wird das Produkt. 



   Das Saponimentum Jodi, welches beispielsweise nach   Dieterichs"Neues pharmaceutisches Manual"   1924, S. 500, hergestellt wird, enthält zwar durch Verwendung alkoholischer Jodtinktur alle in dieser enthaltenen Stoffe und zugleich Seife, welche Alkohol verfestigt. Ein derartiges Saponimentum Jodi enthält jedoch eine zu Desinfektionszwecken nicht ausreichende Menge freien Jods, ist nicht dauernd haltbar und von gelatinöser, salbenartiger Konsistenz.

   Das Saponimentum Jodi würde sich auch bei Steigerung des Seifengehaltes nicht in streichbare Stiftform bringen lassen, wenn man den Jodgehalt bis zu einer zu Desinfektionszwecken ausreichenden Konzentration steigert, denn in diesem Falle wird das Saponimentum Jodi weich und verflüssigt sich nach und nach, weil das Jod sich mit dem den Alkohol festmachenden und die streichbare Stiftform ermöglichenden Mittel umsetzt. 



   Erst durch den Zusatz einer genügenden Menge des Jod metastabil bindenden Natriumjodides wird es möglich, trotz eines höheren Gehaltes an freiem Jod, als er z. B. im Saponimentum Jodi vorhanden ist, haltbare alkoholische Jodstifte zu erzeugen. 



     Ausführungsbeispiel : 46 g   reine Stearinsäure wird in 800   cm3   Alkohol unter Erwärmung gelöst. Gleichzeitig löst man   3'68 g metallisches Natrium   in 200 cm3 Alkohol zu   Natriumalkoholat.   Beide
Lösungen werden bei einer Temperatur von etwa   65-70  C   vereinigt, und in die resultierende Lösung 
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 unter Umrühren hinzugefügt, hierauf wird möglichst rasch in Glasröhren abgelassen und jäh gekühlt. 



  Man erhält ungefähr 1 kg feste Jodtinktur. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Jodstiften aus mit Seife verfestigten alkoholischen Jodlösungen, dadurch gekennzeichnet, dass man einer Mischung von alkoholischer Jodlösung und Seife oder einer Komponente dieser Mischung Natriumjodid in einer solche Menge zusetzt, dass die Verflüssigung vermieden und die stiftförmige, streichbare Konsistenz erhalten wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT137576D 1899-12-06 1927-07-19 Verfahren zur Herstellung von Jodstiften aus mit Seife verfestigten alkoholischen Jodlösungen. AT137576B (de)

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