AT13839U1 - Schloss für eine Waffe - Google Patents

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AT13839U1
AT13839U1 ATGM291/2013U AT2912013U AT13839U1 AT 13839 U1 AT13839 U1 AT 13839U1 AT 2912013 U AT2912013 U AT 2912013U AT 13839 U1 AT13839 U1 AT 13839U1
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Abstract

Ein Schloss für eine mehrläufige, insbesondere doppelläufige, Waffe weist wenigstens zwei Schlagstücke (4) und diesen zugeordnete Abzugsstangen (5), die um Achsen (6, 7) verschwenkbar an einer Schlossplatte (1) gelagert sind, auf. Die Achsen (7) der Abzugsstangen (5) sind zueinander geneigt und die Achsen (6) der Schlagstücke (4) sind im gleichen Neigungswinkel (α) wie die Achsen (6, 7) der Abzugsstangen (5) zueinander geneigt.

Description

österreichisches Patentamt AT13 839 U1 2014-09-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft ein Schloss für eine mehrläufige, insbesondere doppelläufige, Waffe mit wenigstens zwei Schlagstücken und diesen zugeordneten Abzugsstangen, die um Achsen verschwenkbar an einer Schlossplatte gelagert sind.
[0002] Derartige Schlösser werden beispielsweise in Basküle von Kipplaufwaffen eingebaut, wobei der hintere Teil des Schlosses bis in den Hinterschaft ragt, wo relativ beengte Platzverhältnisse herrschen.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schloss der eingangs genannten Art zu schaffen, welches dem Rechnung trägt.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe bei einem Schloss der eingangs genannten Art dadurch, dass die Achsen der Abzugsstangen zueinander geneigt sind. Durch die Neigung der Achsen können die daran gelagerten Teile schräg zueinander angeordnet werden, sodass sie leichter in dem nach hinten zum Hinterschaft enger werdenden Raum besser Platz finden.
[0005] Bevorzugt sind auch die Achsen der Schlagstücke im gleichen Neigungswinkel wie die Achsen der Abzugsstangen zueinander geneigt.
[0006] Dann kann besonders bevorzugt jedes Schlagstück mit der zugeordneten Abzugsstange in einer Lagereinheit gelagert sein, wobei die Lagereinheiten in einem Winkel entsprechend dem Neigungswinkel der Achsen zueinander geneigt sein können.
[0007] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungen. Es zeigt: [0009] Fig. 1 in Schrägansicht ein erfindungsgemäßes Schloss, [0010] Fig. 2 eine Schrägansicht des Schlosses von Fig. 1, wobei ein Schlagstück und eine
Abzugsstange entfernt sind, [0011] Fig. 3 eine Seitenansicht des Schlosses von Fig. 2, [0012] Fig. 4 eine Draufsicht des Schlosses von Fig. 2 und [0013] Fig. 5 eine Ansicht des Schlosses von Fig. 2 von vorne bzw. links.
[0014] Das in den Zeichnungen dargestellte Schloss kann beispielsweise in eine Doppelflinte oder Doppelbüchse mit nebeneinander liegenden Läufen eingebaut werden, kann aber auch für andere doppelläufige Waffen, bzw. kombinierte Waffen, z.B. Bockbüchsflinten, verwendet werden. Die Erfindung kann aber auch bei mehrläufigen Waffen, z.B. dreiläufigen Waffen, eingesetzt werden.
[0015] Das in den Zeichnungen dargestellte Schloss ist nicht mit allen Einzelteilen dargestellt, sondern es sind nur die für das Verständnis und die vorliegende Erfindung wesentlichen Teile dargestellt. An einer Schlossplatte 1, die an ihrem vorderen, also der Mündung der Waffe zugewandten Ende wie an sich bekannt breiter als an ihren hinteren Ende, im Hinterschaft aufgenommenen Ende ist, sind paarweise im Wesentlichen plattenförmige Lagerböcke 2, 3 angeordnet. An diesen sind jeweils ein Schlagstück 4 und eine Abzugsstange 5 um Achsen 6, 7 verschwenkbar gelagert. Das Schlagstück 4 ist in Fig. 1 in der gespannten Stellung gezeigt, wogegen das linke Schlagstück 4 in der entspannten bzw. ausgelösten Stellung gezeigt ist. Die Achsen 6 der Schlagstücke 4 liegen in einer Ebene parallel zur Ebene der Schlossplatte 1 und sind in einem Winkel α zueinander geneigt, der in der dargestellten Ausführungsform etwa 3,5° beträgt. Die Achsen 7 der Abzugsstangen 5 liegen ebenfalls in einer Ebene parallel zur Ebene der Schlossplatte 1 und sind ebenfalls im gleichen Winkel α zueinander geneigt.
[0016] Die Lagerböcke 2, 3 sind ebenfalls in diesem Winkel α zueinander geneigt, sodass die 1 /5 österreichisches Patentamt AT 13 839 Ul 2014-09-15 so gebildeten Lagereinheiten von vorne nach hinten konisch aufeinander zu verlaufen. Dadurch verlaufen die darin gelagerten Schlagstücke 4 und insbesondere die Abzugsstangen 5 ebenfalls nach hinten aufeinander zu, was deren Platzbedarf in der Waffe verringert. Andere im Schloss bzw. den Lagereinheiten gelagerte Teile, die der Übersicht halber nicht dargestellt sind, sind entsprechend schräg angeordnet und benötigen daher ebenfalls weniger Raum.
[0017] Die Schlagstücke 4 sind im Bereich der Achsen 6 zwischen den Lagerböcken 2, 3 aufgenommen und weisen auf ihrer Innenseite Rastvorsprünge 8 auf. An diesen greifen Rastnasen 9 der Abzugsstangen 5 an, die an den Außenseiten der inneren Lagerböcke 3 gelagert sind. Die Abzugsstangen weisen eine sich von vorne nach hinten im Wesentlichen keilförmig ver-schmälernde Breite auf und gleichen somit den nach hinten schmäler werdenden Raum zwischen den Lagereinheiten aus. Mit ihrem bezüglich der Achsen 7 gegenüber liegenden, hinteren Ende 10 liegen die Abzugsstangen 5 über Schlitzen 11 in der Schlossplatte 1, die parallel nebeneinander liegen. Durch die Schlitze 11 ragen von unten nicht dargestellte Abzugsblätter von Abzügen. Wird ein Abzug betätigt, wird die entsprechende Abzugsstange 5 durch das Abzugsblatt in Richtung des Pfeils in Fig. 3 gegen den Uhrzeigersinn verschwenkt, sodass die Rastnase 9 den Rastvorsprung 8 freigibt, wodurch das Schlagstück, angetrieben von einer nicht dargestellten Schlagfeder, in Richtung des Pfeils gegen den Uhrzeigersinn verschwenkt wird und auf einen Schlagbolzen schlägt, der die Patrone zündet. 2/5

Claims (10)

  1. österreichisches Patentamt AT 13 839 U1 2014-09-15 Ansprüche 1. Schloss für eine mehrläufige, insbesondere doppelläufige, Waffe mit wenigstens zwei Schlagstücken (4) und diesen zugeordneten Abzugsstangen (5), die um Achsen (6, 7) ver-schwenkbar an einer Schlossplatte (1) gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen (6, 7) der Abzugsstangen (5) zueinander geneigt sind.
  2. 2. Schloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen (6) der Schlagstücke (4) im gleichen Neigungswinkel (a) wie die Achsen (6, 7) der Abzugsstangen (5) zueinander geneigt sind.
  3. 3. Schloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Schlagstück (4) mit der zugeordneten Abzugsstange (5) in einer Lagereinheit gelagert ist.
  4. 4. Schloss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Lagereinheiten in einem Winkel (a) entsprechend dem Neigungswinkel (a) der Achsen (6, 7) zueinander geneigt sind.
  5. 5. Schloss nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede Lagereinheit im Wesentlichen plattenförmige Lagerböcke (2, 3) aufweist, welche parallel zueinander angeordnet sind.
  6. 6. Schloss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagstücke (4) zwischen den Lagerböcken (2, 3) einer Lagereinheit gelagert sind und die Abzugsstangen (5) an einer Außenseite eines Lagerbockes (3), die der anderen Lagereinheit zugewandt ist.
  7. 7. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsstangen (5) eine sich in Längsrichtung im Wesentlichen keilförmig verschmälernde Form aufweisen.
  8. 8. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Schlossplatte (1) angeordnete Schlitze (11) für Abzugsblätter der Abzüge parallel zueinander angeordnet sind.
  9. 9. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen (6) der Schlagstücke (4) und die Achsen (7) der Abzugsstangen (5) jeweils in einer parallel zur Schlossplatte (11) gelegenen Ebene liegen.
  10. 10. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen (7) der Abzugsstangen (5) und/oder die Achsen (6) der Schlagstücke (4) in einer Ebene parallel zur Ebene der Schlossplatte (1) liegen. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 3/5
ATGM291/2013U 2013-09-06 2013-09-06 Schloss für eine Waffe AT13839U1 (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20040128897A1 (en) * 2001-04-11 2004-07-08 Sergej Popikow Lock system for multibarrel guns
EP1630515A1 (de) * 2004-08-25 2006-03-01 S.A.T. Swiss Arms Technology AG Schlosssystem für eine mehrläufige Waffe

Patent Citations (2)

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