AT138620B - Verfahren zur Herstellung von Formkörpern für Werkzeuge aus schwer bearbeitbaren Stoffen, wie Karbide, deren Legierungen u. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Formkörpern für Werkzeuge aus schwer bearbeitbaren Stoffen, wie Karbide, deren Legierungen u. dgl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Formkörper für Werkzeuge aus schwerbearbeitbaren Stoffen, wie Karbide, deren Legierungen u. dgl., werden vielfach aus pulverförmigem Ausgangsmaterial durch Pressen und Sintern hergestellt. Für die Herstellung von kompliziert gestalteten Formkörpern, die nicht oder nur sehr schwierig durch Pressen in der Endform erhalten werden können, wurde bereits vorgeschlagen, Presskörper durch Vorsintern bei niedriger Temperatur in einen bearbeitungsfähigen festen Zustand zu bringen und nach Bearbeitung mit einem spanabnehmenden Werkzeug hochzusintern. Hiebei ist man gezwungen, auf genaue Einhaltung der Vorsinterungstemperatur zu achten, da der vorgesinterte Presskörper bei zu niedriger Vorsintertemperatur beim Bearbeiten leicht bröckelt und bei zu hoher Vorsintertemperatur infolge übergrosser Härte eine wirtschaftliche Bearbeitung ausschliesst. Diese bei der bisherigen Art der Herstellung der Formkörper entstehenden Schwierigkeiten und Übelstände lassen sieh vermeiden, wenn erfindungsgemäss vorerst in das pulverförmige Ausgangsmaterial, das in bekannter Weise aus Karbiden sehwerschmelzbarer Metalle oder Gemischen solcher Karbide mit leichter schmelzbaren Metallen, wie etwa Eisen, Kobalt oder Nickel, bestehen kann, vor oder nach dem Pressen ein bei gewöhnlicher Temperatur oder bei geringer Erhitzung erstarrendes Bindemittel eingeführt und darauf der Presskörper nach Erstarren des ihm eine hohe Festigkeit verleihenden Bindemittels durch mechanische Bearbeitung in die gewünschte Endgestalt übergeführt und dann endlich erst gesintert, u. zw. gleich hochgesintert wird. Die Beigabe von erstarrungsfähigen Bindemitteln bei durch Pressen und Sintern zu erzeugenden Formkörpern ist zwar an sich bekannt. Bisher wurde jedoch das Bindemittel nur zugesetzt, um das Ausgangsmaterial bzw. den aus dem Ausgangspulver und dem Bindemittel hergestellten Presskörper in plastischem Zustand verformen und damit in plastischem Zustand in die Endgestalt überführen zu können. Im vorliegenden Falle erfolgt demgegenüber die Beigabe des Bindemittels, um aus dem Ausgangsmaterial nach bewirktem Erstarren des Bindemittels ein starres, bearbeitungsfähiges Zwischenprodukt zu erzielen, wie es bisher nur durch Vorsintern erreichbar war. Dem so erzielten, starren und harten Zwischenprodukt können durch die anschliessende mechanische Bearbeitung Formen, beispielsweise scharfe Sehneidkanten, gegeben werden, die durch plastische Verformung eines mit einem Bindemittel versetzten Ausgangspulvers nicht erreichbar sind. Geeignet als solche zu einem starren bearbeitungsfähigen Zwisehenprodukt führende Bindemittel sind vornehmlich in organischen oder anorganischen Flüssigkeiten gelöste oder suspendierte Klebstoffe, Harze, Lacke oder auch Kitte, wie etwa Gummiarabikum, Dextrin, Sehellaek, Zellon, Kolophonium. Als besonders vorteilhaft hat sich die Zumischung einer 10 bis 30% igen alkoholischen Sehellacklösung zu den pulverförmigen schwerschmelzbaren Ausgangsmaterialien oder auch die Tränkung von bereits aus dem pulverförmigen Ausgangsmaterial gepressten Körpern mit einer derartigen Lösung erwiesen. Das Bindemittel braucht aber nicht unbedingt in gelöstem oder suspendiertem Zustande dem pulverförmigen schwerschmelzbaren Ausgangsmaterial beigemischt zu werden ; es kann beispielsweise auch ein gepulverter, bereits bei niedriger Temperatur erweichender I (leb-oder Verkittungsstoff, wie etwa Schellack, Kolophonium, leicht schmelzbare Metalle (z. B. Zinn. Blei) oder Metalloide, dem pulverförmigen schwerschmelzbaren Ausgangsmaterial beigemiseht werden. In letzterem Falle wird dann nach Herstellung des Presskörpers oder auch schon beim Pressen eine geringe für das Vorsintern des Ausgangsmaterials jedoch bei weitem nicht ausreichende Erwärmung angewendet, um das eingebrachte Bindemittel vor- <Desc/Clms Page number 2> übergehend in einen klebfähigen oder verkittungsfähigen Zustand zu bringen. Der durch das erstarrte Bindemittel in einen festen harten Zustand überführte Presskörper kann, wie ein vorgesinterter harter Presskörper, auf beliebige Weise mechanisch bearbeitet werden, beispielsweise durch Abdrehen, Bohren, Fräsen, Schleifen, Sägen und Feilen. Beim anschliessend an die mechanische Bearbeitung des Presskörpers stattfindenden einmaligen Sintern bei hoher Temperatur wird das beigegebene Bindemittel entweder vollkommen oder bis auf geringfügige, für das Fertigerzeugnis nicht schädliche Reste beseitigt. Das bei der mechanischen Bearbeitung abfallende Material kann bei der Herstellung weiterer Formkörper verarbeitet werden. Im Gegensatz zum bekannten Verfahren mit Vorsinterung wurde es keiner starken Erhitzung ausgesetzt, so dass seine Brauchbarkeit nicht beeinträchtigt wurde. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern für Werkzeuge aus schwerbearbeitbaren Stoffen, wie Karbide, deren Legierungen u. dgl., durch Pressen und Sintern eines mit einem erstarrungsfähigen Bindemittel vermischten pulverförmigen Ausgangsmaterials, dadurch gekennzeichnet, dass der Presskörper nach Erstarren des zugegebenen Bindemittels und vor dem Sintern bei hoher Temperatur durch mechanische Bearbeitung in die Endgestalt übergeführt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel im gelösten oder suspendierten Zustande dem pulverförmigen Ausgangsmaterial oder aber auch dem bereits gepressten Körper einverleibt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein gepulvertes leichtschmelzbares Bindemittel mit dem Ausgangspulver vermischt und während oder nach dem Pressen durch gelinde Wärmeeinwirkung in einen klebfähigen oder verkittungsfähigen Zustand übergeführt wird.
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