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Durchzugsstrcckwerk.
Bei dem den Gegenstand des Hauptpatentes bildenden Durchzugsstreckwerk ist ein um den oberen Mitteldruckzylinder geschlungene loses Band an einem Steg so geführt, dass sich die Bandcbleife um einen Teil des unteren Mittelzylinders legt. Der Steg sitzt gemäss dem Zusatzpatent Nr. 128652 an einem auf den Zapfen der fix gelagerten Rollerachse aufschiebbaren, gegen Verdrehung gesicherten Seitenblech und ist mit seinem freien Ende in ein Loch des Achsbundes eingesetzt.
Das Bestreben, die Stabilität der Streckwerksausrüstung zu erhöhen und den Umbau vorhandener Streckwerke zu vereinfachen und zu verbilligen, hat die Abänderung der im Zusatzpatent beschriebenen Ausgestaltung veranlasst, wobei von Bekanntem insofern Gebrauch gemacht wird, als die Führungsstege für das lose Band an einem auf der Mittelzylinderachse reitenden Rahmen angeordnet sind (Schweiz. Patentschrift Nr. 137 715, Fig. 8). Abweichend vom Bekannten ist aber der Rahmen gemäss der Erfindung gegen Verdrehung sowie gegen Verschiebung in der Längsrichtung der Achse gesichert, indem Querwände desselben nach Art von Federn in Nuten der Zylinderachse eingreifen. Ferner wird der Rahmen durch Gewiehtsbelastung auf der Zylinderachse niedergehalten.
Vorteilhaft lässt man die Gewichtsbelastung für den Mitteldruckzylinder auf den Rahmen einwirken, der zu diesem Zwecke im Mittel mit einer Brücke ausgestattet ist, an welcher der Drucksattel angreift.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung sei auf die Zeichnung verwiesen. Die Fig. 1 zeigt das Streckwerk gemäss der Erfindung im Querschnitt, die Fig. 2 ein Schaubild desselben, die Fig. 3 die Zylinderachse in Ansicht, teilweise im Schnitt, die Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3. Die Fig. 5--8 zeigen den Rahmen in Seitenansicht, Draufsicht, Schnitt und Stirnansicht.
Die Achse 1 des mittleren Druckzylinders ist mit abgeflachten Zapfen 2 in Nuten des Druckzylinderträgers eingesetzt und dadurch an der Drehung gehindert. Die Druckroller 3 sind, wie bekannt, durch Feder und Ringnut mit der Achse 1 verbunden. Im Mittelteil weist die Achse zwei Paare Nuten 4 auf, die zu den Flanken der Zapfen 2 parallel verlaufen.
Der Rahmen besteht aus den Querwänden 5, 6,'1, 8 und den Längswänden 9 und 10, die die Querwände vorne und hinten verbinden. Die Wand 9 ist zu Führungsstegen für die Bänder 11 ausgebildet.
Die Querwände sind mit Schlitzen 12 bzw. 13 versehen, um den Rahmen auf die Achse 1 aufsetzen zu können. Die Breite der Schlitze 12 in den beiden Stirnwänden 5 und 8 ist gleich dem Durchmesser der Achse 1 und die Breite der Schlitze 13 in den beiden Mittelwänden 6 und 7 ist gleich dem Abstand gegen- überliegender Nuten 4. Die Mittelwände sind nach Art von Federn in die Nuten 4 eingeschoben. Der Rahmen ruht mit den bogenförmigen Kanten 14 der Mittelwände 6 und 7 auf der Achse 1 auf. Hingegen lassen die Ausnehmungen den Endwänden 5 und 8 des Druckrahmens der Achse 1 etwas Spiel in der horizontalen Einstellung parallel zum unteren Riffelzylinder. Während die Querlage der Stege 9 im Streek- felde fixiert ist, kann die Höhenlage geändert werden, indem man die Schlitze 13 mehr oder weniger vertieft.
Durch Änderung der Höhenlage der Stege 9 kann der Krümmungshalbmesser der bremsenden Bandsehleife und damit der Bremsdruck geändert und der Qualität des zu verarbeitenden Materiales angepasst werden. *) Erstes Zusatzpatent Nr. 128652.
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übliche Streckwerksbelastung angreift. Die Belastung wird durch den Rahmen auf die Zylinderachse übertragen.
Der Drucksattel16 ist mit einer Nase 17 od. dgl. versehen und wirkt als Stütze für Putzwalzen 18, die auf den Bändern 11 aufruhen. Durch die Putzwalzen werden die Bänder von anhaltenden kurzen Fasern gereinigt.
Der Rahmen wird zweckmässig als ein Stück gegossen ; die Herstellungskosten sind daher sehr gering.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Durchzugsstreckwerk gemäss Patent Nr. 125501, bei welchem die das lose Band führenden Stege auf einem auf der Zylinderachse reitenden Rahmen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass Querwände (6, 7) des Rahmens mit Schlitzen (4) der Zylinderachse (1) nach Art von Feder und Nut zusammenwirken, wodurch der Rahmen gegen Verdrehung um die Achse und Verschiebung in der Längsrichtung der Achse gesichert ist.