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Die Erfindung betrifft ein Verschlussorgan für Gebäudeöffnungen, insbesondere ein Türblatt, einen Fensterflügel bzw. Flügelrahmen und/oder einen Stockrahmen für Türen und Fenster. Unter den Begriff "Verschlussorgan" sollen jedoch alle Teile fallen, mit welchen Öffnungen an der Aussenseite oder im Inneren des Gebäudes, die für das Betreten von Räumen in diesem Gebäude und für den Zutntt von Licht und Luft vorgesehen sind, also auch beispielsweise nicht offenbare, sondern fest in einer Gebäudeöffnung verankerbare Verschlussorgane, die jedoch beispielsweise einen Lichteinfall ermöglichen, verschlossen werden können.
Es ist bereits bekannt, sowohl Tür-und Fensterflügel als auch die zugehörigen, im Mauerwerk fest verankerten Stockrahmen aus einem Kem, insbesondere aus Holz, auszubilden, der, um ein formschönes Aussehen zu erzielen und um einen Schutz gegen Umwelteinflüsse, insbesondere Witterungseinflüsse, zu gewährleisten, mit einer Deckschicht versehen ist Diese Deckschicht kann beispielsweise von einer Lackierung oder einer Kunststoffbeschichtung gebildet sein.
Insbesondere dann, wenn der Kern aus Holz besteht, verformt sich der Kern infolge von Temperaturschwankungen, Änderungen der Luftfeuchtigkeit und sonstiger Umwelteinflüsse und es entstehen Spannungen und teilweise auch Risse im Kern, die sich auf die Deckschicht übertragen und diese beeinträchtigen.
Es kommt dabei häufig zu Rissen in dieser Deckschicht und teilweise auch zu einem Lösen der Deckschicht vom Kern, wodurch nicht nur das Aussehen des Verschlussorganes beeinträchtigt wird, sondern auch eine anschliessende Beschädigung des Kerns beispielsweise durch Eindringen von Niederschlagswasser erfolgt
Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die erwähnten Nachteile zu vermeiden und ein Verschlussorgan für Gebäudeöffnungen zu schaffen, welches ein formschönes Aussehen besitzt und bei welchem unerwünschte Umwelteinflüsse auf den Kein vermieden werden. Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass die Deckschicht aus einer Verkleidung aus faserverstärktem, insbesondere glasfaserverstärktem, Kunststoff besteht.
Durch die Faserverstärkung wird verhindert, dass Spannungen im Kem, die beispielsweise eine Folge von Dehnungen, Schrumpfungen, Verwindungen u. dgl. sind, eine Beschädigung der Verkleidung bewirken.
Besonders zweckmässig Ist es, wenn die Verkleidung aus einem, insbesondere durch Strangziehen, vorgeformten Kunststoffprofil besteht Das vorgeformte Kunststoffprofil wird auf den Kein aufgeschoben und durch ein Klebemittel, beispielsweise einem Kunststoffkleber, der vor dem Aufschieben auf den Kein und/oder auf die Innenseite des Kunststoffprofiles aufgebracht wurde, mit dem Kern verpresst und dadurch verbunden. Es entsteht in einem solchen Fall eine absolut wetterfeste Ausführung des Verschlussorganes, bel welcher der Kein auch nach längerer Benützung keinen schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt Ist Ausserdem ergibt sich eine formschone, dauerhafte Gestaltung der
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Oberfläche, die auch nach einem längeren Gebrauch des erfindungsgemässen Verschlussorganes keine Risse oder sonstigen Beschädigungen aufweist.
Ein derartiges Kunststoffprofil ist weiters leicht bearbeitbar und es sind im Gegensatz zu den bekannten, zur Gänze aus Kunststoff bestehenden Stockrahmen und Flügelrahmen keine Spezialwerkzeuge für die Bearbeitung erforderlich.
Insbesondere eignet sich die Erfindung für weisse Stockrahmen und/oder Türblätter, bei welchen Beschädigungen deutlich erkennbar sind. Das erfindungsgemässe Verschlussorgan kann aber auch eine andere Farbe aufweisen, wobei es selbstverständlich möglich ist, den Kunststoff entsprechend einzufärben. Sowohl die Herstellung des Kunststoffprofiles als auch die Lagerhaltung werden jedoch vereinfacht, wenn einheitlich eine Verkleidung in einer bestimmten Farbe, beispielsweise in weiss, hergestellt wird und diese Verkleidung je nach Wunsch an ihrer Aussenseite mit einem Anstrich, beispielsweise einer Lackierung versehen ist, die dann dem Verschlussorgan das gewünschte Aussehen verleiht. Dieser Anstrich kann hiebei vor oder nach dem Aufbringen der Verkleidung auf den Kein vorgenommen werden.
Als Kunststoffmaterial für die Verkleidung kann vorzugsweise Polyurethan, Polyesterharz oder Acrylharz verwendet werden.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht. Fig. 1 zeigt in Ansicht ein erfindungsgemässes Verschlussorgan in Form eines Türblattes und Fig. 2 stellt, in grösserem Massstab, einen Teilschnitt durch das Türblatt nach der Linie 11-11 in Fig. 1 dar.
Das in Fig. 1 gezeigte Türblatt 1 weist einen Ausschnitt 2 auf, der durch Sprossen 3 unterteilt ist, in welchen eine Verglasung 4 eingesetzt ist. An seinem Umfang besitzt das Türblatt 1 einen Falz 5.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, weist das Türblatt 1 einen Kein 6 aus Holz auf, der mit einer Verkleidung 7 aus glasfaserverstärktem Kunststoff versehen ist.
Die Verkleidung 7 besteht aus einem durch Tiefziehen vorgeformten Kunststoffprofil, das so ausgebildet ist, dass es den Falz 5 aufweist und mit einer Nase 8 in eine entsprechende Nut des Kerns 6 eingreift. Der Kein 6 muss hiebei nicht den Hohlraum innerhalb des Kunststoffprofiles vollständig ausfüllen, es kann vielmehr aus Gründen der einfacheren Herstellung und des leichteren Aufbringens der Verkleidung auch ein Raum 9 freigehalten sein.
Bei der Herstellung wird so vorgegangen, dass auf der Aussenseite des Kerns 6 ein Kunststoffkleber aufgebracht und anschliessend die Verkleidung 7 aufgeschoben und das Ganze in einer Presse verpresst wird.
Falls gewünscht, kann die Aussenseite der Verkleidung 7 mit einem Anstrich, beispielsweise einer Lackierung, versehen sein.
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Das Ausführungsbeispiel zeigt ein Türblatt. In gleicher Weise können jedoch auch Fensterflügel und vor allem auch die Stockrahmen von Türen und Fenstern ausgebildet und hergestellt werden.