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Tabellentafel.
Die Erfindung bezweckt das leichte Ablesen von Werten aus Tabellen, graphischen Darstellungen u. dgl. und ermöglicht, ohne die Übersichtlichkeit zu stören, die Unterbringung von mehr und engeren Spalten oder Linien in einer Tabelle, als dies bisher der Fall war. Daraus ergibt sich eine nicht unbeträchtliche Raumersparnis, der Wegfall von mehr als der Hälfte der lot-und waagrechten Linien und eine mannigfachere Verwendungsmöglichkeit von tabellenartigen Zusammenstellungen.
Durch die Umlegung der Spaltenbenennungen aus der lotrechten in die horizontale Richtung wird ausserdem das Neigen des Kopfes oder Verdrehen der Tabelle beim Ablesen vermieden, was die Übersichtlichkeit und Handlichkeit wesentlich verbessert.
In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungen dargestellt. In Fig. 1 waren Spalten (Rubriken), in Fig. 2 Linien zu benennen. Dies wird erfindungsgemäss in beiden Fällen dadurch erreicht, dass nur der Anfangsbuchstabe in besonders hervorgehobener Form über der Spalte oder Linie steht und die andern Buchstaben angereiht werden und nicht mehr in der Spalte oder über der zu beschriftenden Linie stehen. Dadurch wird ermöglicht, dass die Spaltenbreite bis auf die Breite eines Buchstaben verringert werden kann. Auch die Linien der Fig. 2 können so näher aneinander gerückt werden. Die stufenförmige Anordnung der Beschriftung ermöglicht dagegen, eine ausreichend grosse Buchstabengrösse zu wählen.
Die abzulesenden zugehörigen Tabellenwerte sind in Fig. 1 genau unter den Anfangsbuchstaben der Spaltenbenennung gestellt und ausserdem noch eingerahmt worden. Letzteres ist aber, besonders im Druck, nicht nötig. Von den Begrenzungslinien der Rubriken ist nur jede dritte ausgezogen, während die andern entfallen. Dadurch wird die Übersieht nicht nur nicht verschlechert, sondern verbessert.
Wählt man zwei oder mehrfarbigen Druck, wodurch die Übersichtlichkeit noch verbessert werden kann, dann werden Masszahlen, Anfangsbuchstaben der Spaltenbenennung und Benennung der Zeilen in der hervortretenden Farbe und alles andere weniger auffallend gedruckt.
Ein Beispiel aus Fig. l : Aus der Zeile Kartoffelsalat"ist zu entnehmen, dass die angegebene Menge für 4 Personen reicht und hiezu erforderlich sind : 1 dl Wasser, 2 dl Essig, 6 dkg Öl, je eine Prise Salz und Pfeffer, 1 Stück Zwiebel, 1 Stück Knoblauch und 75 dkg Kartoffel. Der Nährwert beträgt für jede Portion 18 Hektonem und die Zubereitungszeit (Koehzeit) 45 Minuten. Dabei ist die Zeile nicht ganz ausgefüllt und es bleibt genügend Raum zwischen den Zahlen, um durch Hinzufügung von Kurzzeichen auch andere Erfordernisse anzuführen, wie z. B. die Angabe der Reihenfolge, der Behandlung, der Temperatur u. a.
Beispiel Griesskoch"Flg. l : an erster Stelle (a) nehme man 5 dl Milch, lasse sie rasch auf-und langsam weiterkochen (bezeichnet durch die kleine Wellenlinie), dann werden 8 dkg Griess eingerührt (b und Spirale vor b). An dritter Stelle (e) werden noch je 2 dkg Zucker und Butter dazu gegeben.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung von Tabellen, graphischen Darstellungen u. dgl. lassen sich z. B. auf einer Seite der Blattgrösse 210 x297 mm (Onormformat A 4) 60 Kochrezepte mit 120 Zutaten im Tabellenkopf in genügend deutlicher Weise unterbringen. 1000 Rezepte also auf 17 Blättern.
Wenn der Kopf der Tabelle z. B. nicht auf jedem Blatt, sondern nur einmal auf der nach oben verlängerten dritten Umschlagseite erscheint, dann ergibt sich, dass beispielsweise das Wort"Salz"oder die Wortgruppe"eine Prise Salz"nur einmal im ganzen Kochbuch zu lesen ist bzw. gedruckt werden muss. In den üblichen Kochbüchern ist dies bei 1000 Rezepten nahezu ebenfalls 1000 mal gedruckt.
In manchen Fällen wird es vorteilhaft sein, jede Rubrik öfter als nur einmal zu benennen und dann in jeder Zeile durch ein Zeichen bei den betreffenden Zahlen oder durch besondere Stellung derselben
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anzudeuten, auf welchen Namen Bezug genommen wird. Als Beispiel sei angeführt, dass eine Rubrik dreimal benannt sei mit Griess, Reis und Mohn. Dann würde z. B. bedeuten : ein Strich über der Zahl 12, also ï2, dass 12 dleg der obersten Zutat, also Griess, zu nehmen sind. 12 ohne Strich würde auf die mittere Zutat, also 12 dkg Reis, hinweisen und der unterstrichen Zwölfer (B) würde 12 dlcg Mohn bedeuten.
In Fig 2 ist an Hand des bekannten graphischen Fahrplanes (Graphikon oder Bildfahrplan) die Anwendung der erfindungsgemässen Beschriftung der Linien dargestellt. Nur der besonders hervorgehobene Anfangsbuchstabe des Stationsnamens ist genau über die-betreffende Linie gesetzt (hier nicht in Negativschrift wie in Fig. 1), während die andern Buchstaben einfach angereiht sind, u. zw. in der zum Lesen richtigen waagrechten Anordnung. Auch hier ergibt sich die stufenförmige Stellung der Namen, die die Wahl einer genügend grossen Schriftgrösse ermöglicht, selbst bei eng aneinander liegenden Linien. Man ist gewohnt, bei Aufstellung von Schaulinienbildern den Ausgangspunkt (Nullpunkt) in die linke untere Ecke zu legen.
Die Einhaltung dieser Regel wird durch die erfindungsgemässe Beschriftungsart sehr erleichert, freilich nur für die eine Fahrtrichtung. Auch wird durch die Anordnung gemäss der Erfindung die Herstellung eines handlichen Formates ermöglicht, was bisher nicht so leicht möglich war.
So ist es z. B. möglich, den ganzen Inhalt der handelsüblichen Fahrpläne für das Bundesgebiet Österreich auf 5 Blättern (10 Seiten) von der Grösse 24x 75 cm unterzubringen. Diese werden im Zickzack (ziehharmonikaartig) gefaltet und ergeben dann die handliche Grösse von ungefähr 24x 13 cm. Das ist etwa die Grösse einer einmal gefalteten Zeitschrift.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich auch dadurch, dass die Blätter auch einzeln erworben werden können, was nicht nur mit einer Verbilligung der Anschaffung-Verbünden ist, sondern auch mit einer wahlweisen Zusammenstellung eines gewissermassen "wachsenden Buches". Das Unnötige kann dabei ausgeschieden werden und muss nicht als unnötiger Ballast immer mitgeführt werden. Dies gilt nicht nur für den Fahrplan, sondern sinngemäss auch für das Kochbuch und andere auf diese Art hergestellten Bücher.
Als weiterer Vorteil ergibt sich z. B. beim Kochbuch nach Fig 1, dass eine Übersetzung in andere Sprachen weitaus einfacher möglich ist, als bei den handelsüblichen Büchern.
Endlich wird noch der Tabellenkopf verschiebbar eingerichtet, so dass er an jede gewünschte Zeile herangedrückt werden kann, was ein besonders zweckdienliches Ablesen der Tabellenwert ermöglicht.
Hiezu wird der Tabellenkopf auf eine eigene Fahne gedruckt, deren Schmalseite umgebogen wird, so dass sie die Tabellentafel an einer Seite umfasst und so gleichzeitig geführt wird. Ist der Kopf vier-oder mehrzeilig bedruckt, dann wird der verschiebbare Kopf durch. einen Schlitz geteilt, und der Schlitz wird nun über die gewünschte Zeile gestellt. Es erscheint somit die gewünschte und sinngemäss eingestellte Zeile in dem Schlitz in der Mitte des Kopfes. Über diesem Schlitz kann ausserdem noch eine Stablinse derart befestigt werden, dass die Buchstaben und Zeichen der darunter liegenden Zeile vergrössert und-bei geeigneter Stellung der Tabellentafel zum Licht-gleichzeitig auch besser beleuchtet erscheint.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Tabellentafel zum Ablesen von Werten aus Tabellen, graphischen Darstellungen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass der entweder durch Fettdruck oder Negativdruck (lichte Linien auf dunklem Grunde) oder durch eine'andere Farbe besonders hervorgehobene Anfangsbuchstabe der Benennung (Stoffnamen, Ortsnamen od. dgl.) in die zu bezeichnende Spalte (Rubrik), oder genau über die zu benennende Linie gestellt wird und die restlichen Buchstaben des Namens derart angereiht werden, dass sie ausserhalb der betreffenden Spalte oder neben die betreffende Linie zu stehen'kommen.