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In eine Verbrauchsmittelleitung einzuschaltende selbsttätige Kassiervorrichtung, welche das Ab- sperren der Leitung als Zahlungszwang benutzt.
Da die städtischen oder staatliche Behörden vielfach Eigentümer oder Miteigentümer der Gas-, EIektrizitäts-, Wasser-od. dgl. Versorgungswerke für die Bewohner der Städte sind, bietet sich die Gelegenheit, die Lieferung dieser den Bewohnern durch bestimmte Leitungen zugeführten Verbrauchsmittel-wozu auch Telephon und Radio zu rechnen sind-mit der Einziehung von irgendwelchen Steuern usw. in Abhängigkeit zu bringen, derart, dass die Lieferung des betreffenden Verbrauchsmittels so lange verhindert wird, bis eine Schuld des Verbrauchers beglichen ist.
Die Erfindung betrifft eine für solche Zwecke geeignete, in eine Leitung für das Verbrauchsmittel einzubauende Kassiervorrichtung, die jedoch mit der Messung des Verbrauches dieses Mittels nichts zu tun hat und von einer Messvorrichtung-soweit eine solche überhaupt in Verwendung steht-örtlich vollkommen unabhängig angeordnet werden kann ; sie wird entweder in die Hauptleitung oder in eine dem Verbraucher schwerentbehrliche Zweigleitung verlegt.
Gemäss der Erfindung enthält diese in eine Verbrauchsmittelleitung einzuschaltende Kassiervorrichtung ein stetig laufendes oder in vorherbestimmtem Zeitmass impulsweise angetriebenes Fortschaltwerk, das zu vorherbestimmten, beliebig einstellbaren Tagesoder Wochenzeiten ein durch Münzeneinwurf positiv verstellbares, das Absperrorgan der Verbrauchsmittelleitung steuerndes Saldoorgan um je eine Einheit negativ verstellt. Die erfindungsgemässe Kassiervorrichtung ist sonach von dem neuen Gesichtpunkte aus ausgestaltet, durch sie eine Kassierung von Beträgen ausschliesslich in Abhängigkeit von der Tageszeit bzw. Wochenzeit zu ermöglichen, indem sie mit einem Fortschaltwerk ausgestattet ist, das vollständig unabhängig von der Einzahlung der den geforderten Zahlungen entsprechenden Münzen arbeitet.
Durch die jeweilige Einzahlung dieser Münze oder Münzen kann vielmehr bloss eine positive Verstellung (Kreditverstellung) des mit dem Fortschaltwerk auf negative Verstellung (Debetverstellung) gekuppelten Saldogliedes eines Vorgabewerkes um eine oder mehrere Einheiten-je nach der Höhe des entrichteten Betrages-bewirkt werden, nicht aber die Stillsetzung des Fortschaltwerkes selbst, das vielmehr ohne Unterbrechung oder in vorher bestimmtem Zeitmass absatzweise weiterläuft.
Dieser der erfindungsgemässen Kassiervorrichtung zugrunde liegende Erfindungsgedanke ist in Fig. 1 der Zeichnung schematisch erläutert. In Fig. l sind dabei nur die zum Verständnis des Erfindungsgedankens unbedingt erforderlichen Teile der erfindungsgemässen Kassiervorrichtung rein schematisch dargestellt, und es sind die starken gestrichelten Linien in Fig. 1 als schematische Symbole für Kraft- übertragungsglieder von beliebiger Art anzusehen, die den jeweiligen Erfordernissen entsprechend, aus Zahnrädern, Wellen, biegsamen Wellen, Mitnehmern, Bowdenzügen, Kupplungen, Hebeln, Kurbeln, Schubstangen u. dgl. bestehen können und deren besondere Darstellung als für das Verständnis des Erfindungsgedankens entbehrlich angesehen werden kann.
Mit 176 ist ein ähnlich wie bei Selbstverkäufern verwendetes Vorgabewerk bezeichnet, das von einem mehrgliedrigen Getriebe von geeigneter Bauart gebildet werden kann. Das Vorgabewerk kann z. B. von einem Zahnstangentrieb gebildet werden, bei dem eine beidseitig mit Zähnen versehene Zahnstange 179 mit zwei Zahnrädern 177 und 178 in Eingriff-steht, die zu verschiedenen Seiten der Zahnstange mit dieser kämmen. Hiebei stellt die Zahnstange 179 das Saldoglied, das Zahnrad 177 z. B. das Organ für die Kreditverstellungen, das das Saldoglied 179 aufwärts schiebt, und das Zahnrad 178 das Organ für die Debetverstellungen dar, das das Saldoglied 179 abwärts bewegt. Mit 183 ist das in die Verbrauchsmittelleitung 184-185 in Reihe eingeschaltete
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Mit 172 und 17. 3 sind die beiden Kupplungsteile einer Münzenschleuse bezeichnet, die auf gemeinsame Drehung durch eine in den Münzeneinwurfschlitz 170 eingeworfene Münze gekuppelt werden können, wobei die Münze die Stellung 171 einnimmt, in der sie zum Teil in einem Schlitz des äusseren Kupplungteiles 17. 3 und zum Teil in einem Schlitz des inneren Kupplungsteiles 172 der Münzenschleuse liegt. Einer der beiden Kupplungsteile 172 und 173, z. B. der innere 172, besitzt eine von ausserhalb der Vorrichtung her zugängliche Handhabe und bildet den treibenden Kupplungsteil der Münzenschleuse.
Die Drehung der Handhabe in Richtung des Pfeiles 174 um einen gewissen Winkel, der durch Anschläge begrenzt sein kann, bewirkt dann die Mitdrehung des andern Kupplungsteiles 17. 3 und ein Abfallen der Münze in die Geldlade 175, die der Gläubiger unter Verschluss hält. Die Rückstellung der Münzenschleuse kann z. B. durch Federn erfolgen.
Das Kreditorgan 177 ist durch die Kraftübertragung 180 mit dem getriebenen Kupplungsteil 273 in der Weise verbunden, dass die Einschleusung je einer Münze das Organ 177 um eine bestimmte Einheit verstellt, wodurch dann auch das Saldoglied 179 entsprechend einer Kreditverstellung aufwärts geschoben wird. Das Debetorgan 178 empfängt seinen Antrieb über die Kraftübertragung 182 von dem Antriebsorgan 181 her. Dieses Antriebsorgan ist also massgebend für das Abwärtsschieben, d. h. die Debetverstellung, des Saldogliedes 179. Sobald dieses durch das Debetorgan in die mit gestrichelten Linien dargestellte Nullpunktslage 0 gebracht ist, drückt es das Sperrorgan 183 in seine Sperrlage, derart, dass ein z.
B. von 184 nach 185 fliessendes Verbrauchsmittel (Gas, Wasser, Elektrizität, Telephon, Radio) nicht mehr seiner Verbrauchsstelle zufliessen kann.
Wäre nun unter dem Antriebsorgan 181 ein-Verbrauchsmesser zu verstehen, der den in der Leitung 184-185 fliessenden Verbrauch misst, so hätte man einen bekannten Selbstverkäufer vor sich, bei dem ausschliesslich vorbezahlte, abgemessene Mengen entnommen werden können. Wäre unter dem Antriebsorgan 181 eine Uhr zu verstehen, die mit dem übrigen Werk in der Weise zusammenwirkt, dass jede Münze die Vorbezahlung für eine bestimmte Benutzungszeit des in 184-185 strömenden Mittels bezweckt und die Uhr (über 182, 178, 179, 183) den Ablauf dieser Benutzungszeit kontrollierte, dann hätte man einen Selbstverkäufer nach Pauschaltarif vor sich, bei dem nur während vorbezahlter abgemessener Benutzungszeiten das Mittel aus der Leitung 184-185 entnommen werden kann.
Im Gegensatz dazu ist gemäss der Erfindung'unter 181 nur eine Antriebsvorrichtung zu verstehen, die mit der Messung des Verbrauchers in der Leitung 184-185 nichts zu tun hat, u. zw. weder mit der Messung nach Menge, noch mit der Messung nach Zeit. Es handelt sich also nicht um einen Selbstverkäufer, sondern um einen Selbstkassierer. Erfolgt in der betreffenden Anlage überhaupt eine solche Verbrauchsmessung, so hat sie mit der Vorrichtung gemäss der Erfindung keinen Zusammenhang. Der Gegenwert für die geleistete Zahlung stellt sich hier also nicht in der Lieferung einer unmittelbar auf die Zahlung folgenden Menge des in der Leitung 184-185 fliessenden Mittels dar, selbst wenn die Zahlung in irgendeiner entfernteren Beziehung zur allgemeinen Entnahme des Mittels steht.
Dem Antriebsorgan 181 kommt hingegen-nur die Aufteilung der Tageszeit in diejenigen Zahlungtermine zu, zu denen jeweils eine Rate bezahlt sein soll. Zu den Zahlungsterminen rückt es jedesmal das Debetorgan 178 um eine Einheit weiter und stellt somit das Saldoglied 179 um eine Einheit herab.
Der Schuldner hat durch rechtzeitige Einzahlungen dafür zu sorgen, dass sich das Saldoglied stets ausreichend im Kredit befindet. Denn wenn das Saldoglied auf Null (oder eben unter Null) kommt, dann wird die Leitung 184-185 automatisch gesperrt und der Schuldner kann seinen notwendigen Bedarf am Verbrauchsmittel nicht eher entnehmen, als bis er die aus dem Schuldverhältnis fällige Rate eingezahlt hat.
Das Saldoglied 179 kann so eingerichtet sein, dass es zwar bei Erreichung der Nullpunktslage das
Sperrorgan zu in Sperrstellung bringt, aber trotzdem eine Bewegungsmöglichkeit über die Nullpunktslage hinaus nach abwärts besitzt. Dadurch wird erreicht, dass, wenn der Schuldner eine (oder mehrere) Raten verabsäumt hat, die nächste Zahlung (bzw. Zahlungen) ihm nicht gleich wieder das Verbrauchsmittel freigibt, sondern dass erst die Nachzahlung der Rückstände nötig ist, um das Saldoglied wieder über die Nullpunktslage und damit zur Freigabe des Mittels zu bringen.
Das Antriebsorgan 181 kann z. B. ein Elektromagnet sein, und eine grosse Anzahl solcher auf die
Schuldner verteilter Kassiervorrichtungen kann an ein gemeinsames elektrisches Netz angeschlossen sein, durch welches einmal oder mehrmals täglich ein Stromstoss geschickt wird. Mit jedem Stromstoss wird ein Kassierungsvorgang bei sämtlichen Kassiervorrichtungen veranlasst. Dies hat zur Voraussetzung, dass alle Schuldner gleiche Zahlungstermine hätten. Es können aber auch Variationen vorgesehen sein, indem man die Schuldner gruppenweise zusammenfasst.
Es ist nicht immer erforderlich, dass besondere Leitungen zu den Schuldnern gelegt werden. Wenn die Schuldner an ein elektrisches Stromnetz angeschlossen sind, dann können die Elektromagneten daran angeschlossen werden, und es kann Vorsorge getroffen werden, dass die normale Stromart oder Spannung oder Periodenzahl den Elektromagneten nicht (oder nicht genügend) erregt, dass aber zu den Zahlung- terminen Impulse von überlagerten Strömen ins Netz gehen, die dann die gewünschte Wirkung ausüben.
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strom gegenüber blockiert sein, während ein überlagerter Gleiehstromimpuls hindurchgeht. Die Elektrotechnik verfügt noch über andere Mittel, die in einer Leitung überlagerten Ströme am Gebrauchsort wieder zu trennen.
Sollte die durch 183 zu sperrende Leitung an demselben Netz liegen, welches auch für den Antrieb von 181 benutzt wird, so muss selbstverständlich die Abzweigung nach 181 vor dem Sperrorgan 183 liegen, damit der Betrieb von 181 nicht durch die Sperrlage von 183 unterbrochen wird.
Als Antriebsvorrichtung 181 kann auch eine Uhr dienen, die in vorherbestimmter zeitlicher Folge die Zahlungstermine zur Geltung bringt, etwa indem sie täglich einmal oder auch mehrmals zu bestimmten Tagesstunden einen Mitnehmer od. dgl. an der Kraftübertragung 182 vorbeigehen lässt, der die Debetseite um eine gewisse Einheit vorrückt. Zweckmässig versieht man die Uhr dazu mit einer sich z. B. in 24 Stunden einmal umdrehenden Scheibe, auf welcher man Mitnehmer oder Schaltnocken in Gestalt verstellbarer und abnehmbarer Reiter vorsieht, auf der eine Einteilung in Tagesstunden angebracht ist.
Die Uhr kann mit Federlaufwerk, Gewichtslaufwerk, mit Ferrarismotor oder Synchronmotor oder sonstwie angetrieben sein. Es kann auch eine Federuhr sein, die mit irgendwelchen elektrischen Hilfsmitteln (Elektromagnet, Motor) aufgezogen wird, wobei sowohl der abgelaufene Zustand des Werkes den Neuaufzug einschalten kann, als auch der Aufzug durch die früher genannten und weiter unten erwähnten Impulse eingeleitet werden kann.
Das Antriebsorgan 181 kann auch so beschaffen sein, dass es an ein Rohrnetz für Gas oder Wasser angeschlossen wird und irgendein druckempfindliches Glied (z. B. Membrane) besitzt, an welchem sich der normale Betriebsdruck nicht weiter bemerkbar macht, wohl aber ein vorübergehender Über-oder Unterdruck. Ein solcher aus dem Rohrnetz eintreffender Druekimpuls gibt dann die gewünschte Bewegung direkt an 182 und 178 weiter, wenn er zu den Zahlterminen gegeben wird. Im allgemeinen aber gehört zu dem druckempfindlichen Gliede (Membran) eine Fortschaltvorrichtung, die ebenso wie bei der Uhr eine Zeitscheibe mit verstellbaren Schaltreitern treibt. Die Druckimpuls haben dann gewissermassen nur das Triebwerk zu ersetzen. Z.
B. können fünf Druekimpulse pro Tag die einmalige Drehung der Zeitseheibe veranlassen, und ein Sehaltreiter stellt täglich einmal das Debetorgan 178 um eine Einheit weiter.
Das Antriebsorgan 181 kann auch das Messwerk eines Elektrizitätszählers, Gasmessers oder Wassermessers sein, wenn dessen Lauf irgendwie dazu benutzt wird, zeitlich geregelte Kassierungsvorgänge zu veranlassen. Ob sie nebenher ihren normalen Messzweek ausüben oder nicht, ist gleichgültig.
Welches Mittel bei 189 gesperrt oder freigegeben wird, ist, wie schon gesagt, gleichgültig. Wird die Energie für das Antriebsorgan 181 aus einem Leitungsnetz genommen, so braucht die Sperrung bei 18. 3 nicht auf das Medium aus demselben Netz zu wirken. Auch kann die Zahlung, welche mit der Vorrichtung kassiert wird, sich auf etwas anderes beziehen als auf Entnahmen, welche durch das Sperrorgan 183 fliessen. Z. B. können die schuldigen Zahlungen eine Abzahlung auf Stromverbrauch sein, und die Leitung 184-185 kann eine Gasleitung sein. und das Antriebsorgan 181 kann eine von Hand aufzuziehende Federuhr sein.
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zeitig dient.
Die Fig. 2-5 zeigen eine beispielsweise Ausführungsform des an Hand von Fig. 1 im vorstehenden allgemein entwickelten Erfindungsgedankens. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist eine Zeitscheibe 154 vorhanden, durch welche die Zeitpunkte der Kassierung bestimmt werden. Für den Antrieb der Zeitscheibe ist aus den vorher schon erwähnten Antriebsmöglichkeiten der Antrieb durch ein Federlaufwerk ausgewählt, welches die Zeitscheibe in vorherbestimmtem Zeitmass, z. B. in je 24 Stunden, einmal umdreht.
Zu diesem Zweck wird ein Zahnrad 150 durch eine aufziehbar Feder 151 in Bewegung versetzt, wobei dieses Zahnard über Zwischenräder 152 die mit einer Verzahnung 153 versehene Zeitscheibe 154 im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers antreibt. Die Zeitscheibe 154 ist mit einer Tageszeiteinteilung versehen und so eingerichtet, dass man an ihr an beliebigen Stellen und in beliebiger Anzahl Reiter oder Anschlagbolzen 155 anbringen kann. Diese Anschlagbolzen 155 gelangen bei der Drehung der Zeitscheibe 154 aufeinanderfolgend zur Einwirkung auf einen drehbar angeordneten Auslösehebel156, der hiedurch jeweils zum Ausweichen gezwungen wird.
Mit dem Auslösehebel 756 ist ein Hebel 157 verbunden, dessen freies Ende 158 hakenförmig ausgebildet ist, während das andere Ende des Hebels 157, das mit dem Auslösehebel 156 verbunden ist, mit einer Zugfeder 160 in Verbindung gesetzt ist. Der Hebel 157 greift mit seinem hakenförmigen Ende 158 in ein grobgezahntes Rad 159 in solcher Weise ein, dass, wenn der Hebel 156 durch einen der Anschlagbolzen 155 der Zeitscheibe 154 zum grössten Hub veranlasst ist, der Hebel 157 mit seinem hakenförmigen Ende 158 über einen Zahn des Zahnrades 159 gleitet. Die hiebei gespannte Zugfeder 160 zieht sodann die Hebel 156 und 157 in ihre ursprüngliche Lage zurück, wobei das Rad 159 um einen Zahn zurückgedreht wird.
Das wiederholt sich so oft, als der Hebel 156 durch den Anschlagbolzen 155 aus seiner Ruhelage gebracht wird. Bei dem bisher geschilderten Vorgang wird das grobgezahnte Rad 159 jedesmal um einen Zahn zurückgedreht, u. zw. so weit, bis es durch einen nicht dargestellten Anschlag mit dem Kontakthebel161 in Eingriff kommt, der dann beim Fortschreiten der Bewegung den mit ihm mechanisch gekuppelten elektrischen Kontakt 168 öffnet und
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dadurch die Stromzufuhr zu den Verbrauchsgeräten, z. B. Glühlampen, unterbricht.
Ein Stillstand des Rades 159 braucht deshalb nicht einzutreten, weil durch die gelenkig gelagerten und unter der Einwirkung von Spannfeder stehenden Sperrklinken 166, 165 eine Drehung des Rades 159 im entgegengesetzten Uhrzeigersinn möglich ist.
Zur Aufhebung der Sperre ist es erforderlich, die entsprechende Anzahl von vorgeschriebenen Münzen einzuschleusen, bis der Kontakthebel 161, der beispielsweise durch einen in einer Nutenbahn des Zahnrades 159 gleitenden Stift mit diesem während der Sperre dauernd gekuppelt bleibt, wieder ausser Eingriff kommt. Dieser Vorgang gestaltet sich an Hand der Fig. 3-5 etwa folgendermassen :
Vor dem Einschleusen einer Münze verriegelt die Sperrklinke 162 eine Drehung des Rades 159 im Uhrzeigersinn, was einer Veränderung im Sinne eines Guthabens gleichkommen würde (vgl. Fig. 3).
Beim Einführen einer Münze in den Schlitz 164 der Fig. 5 trifft diese auf dem Wege in die Geldlade auf den Münzhebel 165 auf. Unter der Einwirkung ihres Gewichtes wird dabei die Verbindung dieses Hebels mit dem Anschlaghebel 66 gelost (vgl. Fig. 4).
Gleichzeitig wird während des Einschleusevorganges durch Drehung des Griffes 167 der Kontakthebel 161 angehoben, wodurch auch durch die Nase 162 dieses Hebels die Sperrklinke 166 mit dem Rad 159 ausser Eingriff gebracht wird, worauf dieses in bekannter Weise um eine Einheit im Saldosinne verstellt werden kann, worauf die Klinke unter Einwirkung der Zugfeder 168 wieder einfällt und sich das Spiel bei einer erneuten Einschleusung einer Münze wiederholt.
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damit täglich dreimal ein Kassierungsvorgang stattfindet und demnach bei ordnungsgemässer Einzahlung täglich 30 Groschen abkassiert werden ; andernfalls wird bei Nichteinzahlung dieses Betrages der weitere Bezug des Verbrauchsmittels, in dessen Zuleitung die Kassiervorrichtung eingeschaltet ist, unterbunden.
Man hat es natürlich in der Hand, die Zeitpunkte der Kassierung innerhalb des Tages beliebig einzustellen und auch die Zeitabstände zwischen mehreren Kassierungen beliebig zu wählen. Vorzugsweise wird man es so einrichten, dass die angenommenen drei Kassierungen nicht etwa gleichmässig auf die 24 Stunden eines Tages verteilt werden, sondern so, dass in der Zeit des grössten Bedarfes an Verbrauchsmitteln alle drei Kassierungen in etwa halbstündigem Abstand aufeinanderfolgen. Denn dann ist der Zwang zur Zahlung am unmittelbarsten und die Verführung für den Abnehmer, einen oder mehrere Kassiervorgänge erfolglos bei abgesperrter Leitung vorübergehen zu lassen, am geringsten.
Das Anwendungsgebiet ist nicht auf das genannte'Beispiel beschränkt. Es können selbstverständlich, wie bereits erwähnt, auch andere Beträge kassiert werden, als Gas-oder Stromrechnungen. Auch kann der Apparat in die Gasleitung eingebaut sein und im Nichtzahlungsfalle also die Gasleitung absperren, während sich der einzukassierende Betrag auf Strom bezieht, und umgekehrt. Ein Apparat kann auch mehrere Leitungen, z. B. Gas, Elektrizität und Wasser, absperren.
Man kann die Einrichtung so treffen, dass die Einzahlungen des Abnehmers sich in einem Vorrats- behälter als Guthaben sammeln und von dort aus durch den Apparat Stück für Stück in die Geldlade befördert werden. Man kann aber die Einrichtung in der bereits ausführlich erläuterten Weise auch so treffen, dass ein Vorgabewerk, ähnlich wie bei Selbstverkäufein,.
angeordnet wird, bei welchem der eingezahlte Betrag durch ein Saldoglied, das den einen Teil eines in entsprechender Weise verstellbaren Getriebes bildet, als Guthaben markiert wird, wobei dann natürlich unter"Kassiervorgang"bei der Kassiervorrichtung nach der Erfindung die Rückstellung (Debetverstellung) des Vorgabewerkes um die einer Münze entsprechende Einheit zu verstehen ist
Der Antrieb der Zeitscheibe braucht nicht aus derselben Leitung gespeist zu werden, welche im Nichtzahlungsfalle zur Absperrung dient. So kann die abzusperrende Leitung die Gasleitung sein, dennoch kann die Zeitscheibe durch einen elektrischen (z. B. Ferraris-) Motor angetrieben werden usw.
Die Kassiervorrichtung nach der Erfindung kann auch noch auf viele Arten ferngesteuert werden, z. B. durch Zentraluhranlagen. Zur Steuerung sind sowohl Gleich-, Wechsel-, Drehstrom, Frequenz- überlagerungen, Hochfrequenz, drahtlose Energien sowie Gas-und Wasserdruckwellen anwendbar.
Soll mit Druckwellen gesteuert werden, so ist dies entweder in vollkommen zentraler Anordnung oder Unterteilung möglich. Bei Gas muss jedoch auf die gegebenenfalls angeschlossene Strassenbeleuchtung
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