AT139U1 - Verfahren zur biologischen abwasserreinigung, mittel und vorrichtung hierfuer - Google Patents

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AT139U1
AT139U1 AT0010494U AT10494U AT139U1 AT 139 U1 AT139 U1 AT 139U1 AT 0010494 U AT0010494 U AT 0010494U AT 10494 U AT10494 U AT 10494U AT 139 U1 AT139 U1 AT 139U1
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AT
Austria
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wastewater treatment
pyrophyllite
mica
kaolin
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Norbert Dr Wamser Norbe Wamser
Harald Tropper Harald Tropper
Jochen Duerr Jochen Duerr
Klaus Wratschko Klau Wratschko
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Naintsch Mineralwerke
Knauf Ges M B H Knauf Ges M B
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F11/00Treatment of sludge; Devices therefor
    • C02F11/12Treatment of sludge; Devices therefor by de-watering, drying or thickening
    • C02F11/14Treatment of sludge; Devices therefor by de-watering, drying or thickening with addition of chemical agents
    • C02F11/143Treatment of sludge; Devices therefor by de-watering, drying or thickening with addition of chemical agents using inorganic substances

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Description

AT 000 139 Ul 70866
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verringerung des Schlammvolumens und zur Absenkung des Gesamtstickstoff- und Phosphatgehaltes in der biologischen Abwasserreinigung, worin Mineralien, wie Talk, Pyrophyllit, Kaolin und/oder Glimmer, mit einer definierten Teilchengröße in bestimmten Mengen zum Belebtschlamm zugesetzt werden. Insbesondere betrifft die Erfindung solch ein Verfahren, worin die Mineralien in Form von wäßrigen Suspensionen eingesetzt werden, sowie eine Vorrichtung zur Herstellung der erfindungsgemäßen Suspensionen.
Auf dem Gebiet der biologischen Abwasserreinigung ist der Einsatz von Talk, Pyrophyllit, Kaolin und/oder Glimmer bekannt, um insbesondere die Zusammensetzung und die Eigenschaften des Belebtschlammes, wie die Schlammdichte und die Absetzbarkeit, in einer für den biologischen Abbau günstigen Weise zu beeinflussen, und dadurch einen verbesserten biologischen Abbau der Schmutzfracht des Abwassers und eine Absenkung des Gesamtstickstoff- und Phosphatgehaltes im Ablauf zu einreichen.
Die eingesetzten Mittel weisen eine durchschnittliche Korngröße von 3 bis 100 ßm auf und werden in Mengen bis zu 2,0 g/1 Abwasser eingesetzt. Sie können allein, nacheinander oder in Vermischung miteinander verwendet werden. Ebenso können sie wahlweise in unbehandelter oder behandelter Form, beispielsweise kationisiert, eingesetzt werden.
Die Zugabe der Mittel kann sowohl vor dem Vorklärbecken als auch direkt in das Belebvingsbecken erfolgen. Als besonders vorteilhaft hat sich die direkte Zugabe in das Belebtschlammbecken erwiesen. Die Stelle der Kläranlage, an der die Mittel zur raschen Verringerung des Schlammvolumens am zweckmäßigsten zugesetzt werden, hängt vom jeweiligen Anlagenaufbau, wie beispielsweise den Beiüftungs- und Umwälzvorrichtungen der Klärbecken, ab. Diese Stelle kann jedoch bei Kenntnis der Anlage von einem Fachmann leicht ermittelt werden.
In der Praxis werden diese festen Mittel an der gewünschten Stelle der Kläranlage mittels Schaufeln oder durch Entleeren der Transportgebinde, wie Säcke, u.a., 2 AT 000 139 Ul diskontinuierlich in die Anlage zugesetzt. Aufgrund der dabei auftretenden Staubentwicklung stellt diese Weise der Zugabe sowohl eine mögliche Beeinträchtigung der Gesundheit der die Zugabe durchführenden Person als auch der Umwelt dar. Durch diese Zugabe der Mineralien hängt deren gleichmäßige Verteilung in der Kläranlage innerhalb einer verhältnismäßig kurzen Zeitspanne weitgehend von den Belüftungs- und Umwälz Vorrichtungen der Klärbecken ab.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ein Verfahren zu entwickeln, mit welchem die eingesetzten Mittel der Kläranlage einfach und in einer physikalischen Form zugesetzt werden können, welche sie für die Erfüllung ihrer Funktionen sofort geeignet macht. Ein weiteres Ziel besteht darin, ein derartiges Verfahren bereitzustellen, welches bei jeder beliebigen Kläranlage, insbesondere bei kleineren und mittleren Kläranlagen, ohne besonderen verfahrenstechnischen oder ökonomischen Aufwand, auch nachträglich zur Anwendung kommen kann.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß die Zugabe, der eingesetzten Mittel in optimaler Weise als Suspension mit einem Feststoffgehalt von bis zu 10 Gew.-% erfolgen, kann, welche Suspension durch eine Vorrichtung erhalten wird, die aus der Herstellung von Fertigputzen bekannt ist. Ein derartige Vorrichtung ist in Fig. 1 gezeigt und besteht aus einem bevorzugt konisch ausgeführten Silo 1, welcher Silo 1 mit einer Befülleitung 2 für die Feststoffe und einer Entstaubungsleitung 3 versehen ist und an seinem unteren Ende eine Auslauf klappe 4 aufweist, die unmittelbar' an eine mit einem Regelmotor 5 versehene Dosierstation 6 angeschlossen ist, welche über einen mit einem Deckel 7 versehenen, ebenfalls bevorzugt konisch ausgeführten Behälter 8 mit einer Mischstation 9 in Verbindung steht, worin eine Leitung 10 für
Wasser mündet und aus welcher eine mit einer Pumpe 11 versehene *
Leitung zur Ableitung der erhaltenen Suspension wegführt.
Wie bereits vorstehend erwähnt, ist eine derartige Vorrichtung aus der Herstellung von Fertigputzen bekannt. Bei Fertigputzen handelt es sich jedoch um Suspensionen mit einem wesentlich höheren Feststoffgehalt um 50 bis 70 Gew.-%, sodaß 3 AT 000 139 Ul die Eignung solch einer aus einem anderen technischen Gebiet bekannten und für wesentlich höhere Feststoffgehalte ausgerichteten Vorrichtung zur Herstellung der einen geringen Feststoffgehalt aufweisenden er f indungsgemäßen Suspensionen keineswegs nahelag. Die letztgenannten werden darüber hinaus zweckmäßigerweise mit Brauchwasser hergestellt, wogegen zur Herstellung von Fertigputzen selbstverständlich nur Frischwasser verwendet wird.
Als Silo 1 können herkömmliche Silos mit einem Fassungsvermögen bis zu 100 m3 verwendet werden. Die darin gelagerten Mineralien oder Mineraliengemische in Pulverform gelangen über die am unteren Ende des Silos l vorgesehene Auslaufklappe 4 in die Dosierstation 6. Die Dosierung wird von einem Regelmotor 5 gesteuert. über einen weiteren •verschließbaren und ebenfalls konisch ausgebildeten Behälter 8 gelangen diese schließlich in die Mischstation 9, wo sie mit Wasser, welches über die Leitung 10 zugeführt wird, mit Hilfe beispielsweise einer Schnecke (nicht gezeigt), vermischt werden. Die Pumpe 11 fördert die so erhaltenen Suspensionen schließlich in eine zur Kläranlage führende Leitung, aus welcher die Suspensionen an der gewünschten Stelle zudosiert werden können. Die Mischstation kann erforderlichenfalls beheizt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht so einen effizienteren Einsatz der Mineralien, welche darüber hinaus gleichmäßig über einen größeren Zeitraum- zugesetzt werden können, wobei die bekannten Vorteile der Verwendung von Mineralien, wie Talk, Pyrophyllit, Kaolin und Glimmer, in der biologischen Abwasserreinigung aufrecht erhalten bleiben. * 4

Claims (5)

  1. AT 000 139 Ul ANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Verringerung des Schlammvolumens und zur Absenkung des Gesamtstickstoff- und Phosphatgehaltes in der biologischen Abwasserreinigung, worin Mineralien, wie Talk, Pyrophyllit, Kaolin und/oder Glimmer, mit einer Teilchengröße von 3' /im bis 100 μτο. in Mengen von bis zu 2,0 g/1 Abwasser zum Belebtschlamm zugesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Mineralien in Form von wäßrigen Suspensionen . mit einem Feststoffgehalt von bis zu 10 Gew.-% zugefügt werden.
  2. 2. Mittel zur Verringerung des Schlaramvolumens und zur Absenkung des Gesamtstickstoff- und Phosphatgehaltes in der biologischen Abwasserreinigung, dadurch gekennzeichnet, daß es sich um wäßrige Suspensionen mit einem Feststoffgehalt von bis zu 10 Gew.-% an Mineralien, wie Talk, Pyrophyllit, Kaolin und/oder Glimmer, mit einer Teilchengröße von 3 μπι bis 100 μτα handelt.
  3. 3. Verwendung von wäßrigen Suspensionen mit einem Feststof fgehalt von bis zu 10 Gew.-% an Mineralien, wie Talk, Pyrophyllit, Kaolin und/oder Glimmer, mit einer Teilchengröße von 3 μτη bis 100 μτα als Zusatz zum Belebtschlamm in der biologischen Abwasserreinigung zur Verringerung des Schlammvolumens und zur Absenkung des Gesamtstickstoff- und Phosphatgehaltes im Ablauf.
  4. 4. Vorrichtung bestehend aus einem bevorzugt konisch ausgeführten Silo (1) , welcher Silo mit einer Befülleitung (2) für die Feststoffe und einer Entstaubungsleitung (3) versehen ist und an seinem unteren Ende eine Auslauf klappe (4) auf weist, welche unmittelbar an eine mit einem Regelraotor (5) versehene Dosierstation (6) angeschlossen ist, die über einen mit einem Deckel (7) versehenen, ebenfalls bevorzugt konisch ausgeführten Behälter (8) mit einer Mischstation (9) in Verbindung steht, worin eine Leitung (10) für Wasser mündet und aus
  5. 5 AT 000 139 Ul welcher eine mit einer Pumpe (11) versehene Leitung zur Ableitung der erhaltenen Suspension wegführt, zur Herstellung von wäßrigen Suspensionen mit einem Feststof fgehalt von bis zu 10 Gew.-%, bei welchen Feststoffen es sich um Mineralien, wie Talk, Pyrophyllit, Kaolin und/oder Glimmer, mit einer Teilchengröße von 3 μτη bis 100 μτα handelt. \ 6
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Derwent Accession Nr. 90-064043(09), Questel Telesystemes (WPI), Zusammenfassung Derwent Publications Ltd. London & JP-A-02017998 (DIAFLOCK KK) *

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