AT140184B - Glassatz und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Glassatz und Verfahren zu seiner Herstellung.

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AT140184B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Glassatz und Verfahren zu seiner Herstellung, 
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Barytglas unter Verwendung von Bariumsulfid als wesentlichen und vom Beginn an im Glassatz vorhandenen Bestandteil. Das Bariumsulfid, von dem beispielsweise   2--7%   verwendet werden, kann in beliebiger bekannter Weise gewonnen sein ; zweckmässig verwendet man aus Bariumsulfat durch Reduktion mit Kohlenstoff hergestelltes rohes Sulfid. 



  Gemäss der Erfindung wird dabei Bariumsulfat zunächst mit Hilfe des Kohlenstoffes zu Bariumsulfid reduziert und dieses Bariumsulfid wird sodann mit Kieselsäure und den übrigen Bestandteilen des Glassatzes verschmolzen. Ein so hergestelltes Glas weist eine besonders gute Bearbeitbarkeit, geringe Löslichkeit und richtige Härte auf und ist sehr geeignet für die Herstellung von Tafel-und Fensterglas, Pressund Hohlwaren, wie z. B.   Flaschen und Tafelgerät, sowie allgemein für maschinen-und handgeblasene Ware.   



   Es ist bereits bekannt, Bariumsulfat als Bestandteil des Glassatzes anzuwenden, u. zw. sowohl in Gegenwart als auch in Abwesenheit von Kohlenstoff oder andern Reduktionsmitteln. Fehlen diese letzteren, so ist die Anwendung nennenswerter Mengen von Bariumsulfat von dem Nachteil begleitet, dass sich beim Aufschmelzen des Glassatzes eine obenauf schwimmende Schicht von geschmolzenem   Sulfa, t   bildet, mit andern Worten, dass eine   unerwünschte Schaumbildung   auftritt. 



   Schmilzt man den Glassatz, in dem sich Bariumsulfat neben Kohlenstoff befindet, auf, so macht dies die gleichzeitige Anwendung eines Entfärbungsmittels unmöglich. So verdampft Selen, das man als Entfärbungsmittel anwendet, sogar in Abwesenheit von Kohlenstoff bei der hohen in Betracht kommenden Temperatur in sehr beträchtlichem Masse. Ist Kohlenstoff zugegen, so verdampfen etwa 95   %   des Selens ; es ist klar, dass man mit solchen Verlusten nicht arbeiten kann. 



   Diese Nachteile werden erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass man dem Glassatz von vornherein Bariumsulfid zusetzt und dass man, wenn man von Bariumsulfat ausgeht, die Reduktion des Sulfates zu Sulfid vollzieht, bevor das Aufschmelzen des Glassatzes erfolgt. Auf diese Weise wird die Anwendung grösserer Mengen von Barium als Glasbestandteil ermöglicht, womit ein sehr wirtschaftliches und zweckmässiges Arbeiten Hand in Hand geht.

   Es können niedrigere Schmelztemperaturen angewendet werden, als dies bei   ähnlichen   Gläsern möglich ist, die mit Hilfe von Bariumsulfat hergestellt werden ; ferner gestattet die Verwendung von Bariumsulfid eine weitere Verbesserung der Glasherstellung, da die so hergestellten Gläser leichter und zufriedenstellender durch Giessen, Blasen, Ziehen und Pressen oder sonst eine übliche Methode der Formgebung bearbeitet werden können und grösseren Glanz besitzen als Gläser ähnlicher Art, die unter Zusatz von Bariumsulfat in den Mengen, wie sie sich für den praktischen Gebrauch als   zweckmässig   erwiesen haben, hergestellt werden können. 



   Im folgenden werden Beispiele von Glassätzen gemäss der Erfindung angegeben. Das nach diesen Sätzen hergestellte Glas zeigt die erwähnten guten Eigenschaften und andere Vorteile. Vergleichsweise werden daneben Glassätze anderer Art gestellt. 



   Typischer Glassatz für Krüge oder Flaschen nicht nach der Erfindung hergestellt : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> Sand <SEP> kg <SEP> 40. <SEP> 36
<tb> Feldspat"0. <SEP> 90
<tb> Natriumkarbonat..,........, <SEP> " <SEP> 21. <SEP> 77
<tb> Natriumsulfat.............., <SEP> " <SEP> 0. <SEP> 45
<tb> Kalkstein.................., <SEP> " <SEP> 7. <SEP> 26
<tb> Arsentrioxyd <SEP> ................. <SEP> # <SEP> 0.03
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Sand <SEP> .............................. <SEP> kg <SEP> 45.36
<tb> Bariumsulfid <SEP> ................. <SEP> # <SEP> 1.81
<tb> Natriul11karbonat............ <SEP> " <SEP> 15. <SEP> 86
<tb> Kalkstein"8. <SEP> L6
<tb> Arsentrioxyd <SEP> (mit <SEP> oder <SEP> ohne). <SEP> " <SEP> 0. <SEP> 03
<tb> 
 Typisches Fensterglas bekannter Glassatz :

   
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> Sand <SEP> .............................. <SEP> kg <SEP> 25. <SEP> 36
<tb> Natriumkarbonat <SEP> ............ <SEP> # <SEP> 12.70
<tb> Natriumsulfat <SEP> ............... <SEP> # <SEP> 3.63
<tb> Kalkstein <SEP> .................... <SEP> # <SEP> 12. <SEP> 70
<tb> A. <SEP> rsentrioxyd................ <SEP> " <SEP> 0. <SEP> 03
<tb> 
 
 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 
<tb> 
<tb> Sand <SEP> ........................ <SEP> kg <SEP> 45.36
<tb> :

   <SEP> Natriumkarbonat <SEP> ". <SEP> "....... <SEP> " <SEP> 10. <SEP> 89
<tb> Bariumsulfid <SEP> ................. <SEP> # <SEP> 4.54
<tb> Kalkstein <SEP> .................... <SEP> # <SEP> 11.79
<tb> Arsentrioxyd <SEP> (mit <SEP> oder <SEP> ohne)."0. <SEP> 03
<tb> 
 
Bei der Verwendung von Bariumsulfid gemäss der Erfindung kann man einen Teil des Natriumkarbonats, das andernfalls erforderlich wäre und gewöhnlich in der Glasherstellung für   ähnliche   Zwecke verwendet wird, entbehren und dabei ein Glas von besseren Eigenschaften und mit geringeren Produktionskosten erzeugen ; nicht nur die Kosten der Glassatzbestandteile sondern auch die Schmelz-und Raffinationskosten sind zufolge der niedrigeren   Schmelz-und Raffinationstemperatur,   die mit der Verwendung von Bariumsulfid zusammenhängt, verringert. 



   Bei der praktischen   Durchführung   des Verfahrens muss das verwendete Bariumsulfid, wie bereits bemerkt, nicht ein vollkommen reines oder weitgehend gereinigtes Produkt sein, sondern kann insbesondere im Hinblick auf die Herstellungskosten in mehr oder weniger rohem Zustand angewendet werden. 



   Ein aus Bariumsulfat durch Erhitzen mit Kohle oder anderem   kohlenstoffhaltigem   Material in einem geeigneten Ofen unter Anwendung einer reduzierenden Flamme mit Öl oder Kohle als Brennstoff erzeugtes Produkt besteht in der Regel hauptsächlich aus Bariumsulfid, doch schadet die Anwesenheit 
 EMI2.6 
 stoffe nicht ; unter diesen kommen kleine Mengen von Bariumkarbonat oder-oxyd in Betracht. Zweckmässig soll aber Bariumsulfid verwendet werden, das nicht über   10%     Verunreinigungen   enthält und die Gegenwart von Bariumkarbonat ist vom Standpunkt maximaler Wirtschaftlichkeit unvorteilhaft, da es eine höhere Temperatur beim Aufschmelzen des Glassatzes nötig macht, um in Reaktion zu treten. Soferne sich diese also durchführen lässt, soll die Bildung und Anwesenheit von Karbonat möglichst vermieden werden.

   Die Anwesenheit von etwas Bariumsulfat als Begleiter des   Bariumsulfids   ist nicht in gleichem   Masse   schädlich. 



   Mit Glassätzen gemäss der Erfindung, welche keine nennenswerten Mengen von Kohle oder andern Reduktionsmitteln enthalten, welche die entfärbende Wirkung von Entfärbungsmitteln, wie z. B. Selen oder seine Verbindungen. herabsetzen (z. B. Natriumselenid oder Bariumselenid   oder Mangandioxyd),   
 EMI2.7 
 des Glases verwendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Glassatz, gekennzeichnet durch Bariumsulfid als wesentlichen und vom Beginn an im Glassatz vorhandenen Bestandteil, beispielsweise in der Menge von   2-7%.  

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung von Barytglas mit einem Glassatz nach Anspruch 1 unter Verwendung von Bariumsulfat und Kohlenstoff als Ausgangsmaterialien, dadurch gekennzeichnet, dass das Bariumsulfat zunächst mit Hilfe des Kohlenstoffs zu Bariumsulfid reduziert wird und dieses Bariumsulfid mit Kieselsäure und den übrigen Bestandteilen des Glassatzes verschmolzen wird.
AT140184D 1927-04-06 1928-04-05 Glassatz und Verfahren zu seiner Herstellung. AT140184B (de)

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