<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit an seinen vorderen und hinteren Enden am Wagenrahmen derart nachgiebig gelagertem Antriebsmotor. dass zwischen dem letzteren und dem Wagenrahmen eine Relativbewegung in allen Richtungen erfolgen kann.
Bekanntlich verursachen alle Brennkraftmaschinen gewisse Schwingungen, welche entweder durch die nicht hinreichend ausbalancierte Maschine, z. B. durch die sekundären nicht ausbalaneierten Trägheitskräfte der Antriebsmaschine. entstehen oder welche von Drehreaktionen oder von der natürlichen Schwingungsfrequenz bestimmter Rahmenteile, die mit der Schwingungsfrequenz der Maschine zusammenfällt, herrühren.
Das wesentliche Merkmal der Erfindung liegt in der. Anordnung von zwei im wesentlichen parallel
EMI1.2
rahmen, anderseits an einer Seite des Motorgehäuses befestigt ist und Bewegungen des Motors in seiner
Längsrichtung, jedoch nicht in den ändern Richtungen verhindert.
Ein weiteres Merkmal der erfindungsgemässen Motorlagerung liegt darin. dass die das Vorderende des Antriebsmotors tragenden Gummipolster auf einem auf der vorderen Querfeder des Fahrzeuges befestigten nachgiebigen Träger ruhen, so dass von den Gummipolstern nicht aufgenommene restliche Drehreaktionen vom nachgiebigen Träger und weitere von letzterem nicht ausgeglichene Drehreaktionen von der Querfeder ausgeglichen werden.
Eine bespielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt.
Fig.] zeigt eine Oberansicht eines Autorahmens mit der Motoranordnung nach der Erfindung ; Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt, wobei der Schnitt der Deutlichkeit wegen unmittelbar hinter dem linken Seitenrahmen geführt ist. Fig. 3 ist eine Vorderansicht der vorderen Motoranordnung wobei einzelne Teile
EMI1.3
Hinterachsen vorgesehen : die vorderen und hinteren Querteile sind an ihren Achsen mittels der vorderen und hinteren Querfedern abgestützt.
Der Motor 14 ist zwischen den Querteilen 11 und dz angeordnet. In der Zeichnung ist ein Vierzylindermotor dargestellt, es kann aber natürlich auch jeder andere Motor in gleicher Weise angeordnet sein. Er ist in bekannter Weise so gelagert, dass die Motoreinheit eine begrenzte Bewegung in allen Richtungen in bezug auf den Rahmen machen kann.
Die Fig. 3 zeigt die vordere Motorlagerung. Diese besteht aus einer mittels Kopfsehrauben 25 oberhalb der Kurbelwelle am vorderen Ende der Motoreinheit befestigten Konsole 24. welche sich zu beiden Seiten der Mitte erstreckt. Die Enden der Konsole haben Ausnehmungen zur Aufnahme je eines Polsters 28 (Fig. 4) aus weichem Gummi, welcher zwischen zwei konzentrischen Metallmuffen 26, 27 einvulkanisiert ist. Durch einen Schnappring 29 ist der Polster in der Konsolenausnehmung festgehalten.
<Desc/Clms Page number 2>
Bisher wurden derartige Polster gewöhnlich direkt am Wagenrahmen angeordnet. Nach der Erfindung ist hingegen eine unabhängige elastische Lagerung für diese Polster vorgesehen, welche nur am Mittelteil der vorderen Feder befestigt ist, so dass kleinere Schwingungen, welche durch diese Polster übertragen werden können, von der elastischen Lagerung, unabhängig vom Wagenrahmen, aufgenommen werden. Die elastische Lagerung besteht aus einem U- oder sattelförmigen Bügel 30, dessen Mittelteil am Mittelteil der vorderen Feder mittels eines Paares von U-förmigen Federbügelbolzen 37 befestigt ist. Der Bügel 30 besteht aus flachem Federstahl und erstreckt sich von der Federmitte radial nach rückwärts direkt unter die Muffen 26.
An den äusseren Enden des Bügels 30 sind mit diesem aus einem Stück Schraubenbolzen 32 gebildet, welche durch die Muffen 86 greifen. Muttern 33 auf den Bolzen halten die Muffen 26 in Stellung. Die Polster lassen, wie zu ersehen, eine begrenzte Bewegung des vorderen Teiles des Motors in allen Richtungen zu und wirken mit der rückwärtigen Motorlagerung im Sinne einer Beschränkung der Drehbewegung der Motoreinheit zusammen.
In den Fig. 5 und 6 ist eine abgeänderte Form der vorderen Motorlagerung gezeigt. Bei dieser Ausführungsform ist die Polsterlagerung eine umgekehrte. Die mittlere Muffe 26 ist an der Konsole 2-1
EMI2.1
Polster über dem Ende des Bügels 30 gehalten wird.
Es sind Motorlagerungen bekannt. bei denen die Motoreinheit eine begrenzte Bewegung in allen Richtungen mit Bezug auf den Rahmen machen kann. wobei sie eine Längsbewegung auf die durch das Wellenrohr 41 starr mit ihr verbundene Hinterachse überträgt, so dass eine Längsbewegung eines dieser Teile im Rahmen eine ähnliche Bewegung des andern Teiles hervorrufen würde.
Bekanntlich sind bei Wagen, bei welchen der Motor im Rahmen elastisch angeordnet ist, die Pedale am Rahmen angeordnet, so dass Schwingungen des Motors nicht auf die Pedale übertragen werden. Deshalb ist das Bremspedal 36 auf der Vorderseite des Querteiles 73 angelenkt, dabei ist das Pedal 36 durch ein Glied. 37 mit der Bremsquerwelle 3S verbunden, welche an der rückwärtigen Seite des Querstüekes 73
EMI2.2
Bei der bekannten elastischen Motoranordnung und Bremsvorrichtung liegt nun ein schwerwiegender Nachteil darin, dass, wenn die Bremsen angezogen sind, sich ein Schleifen der Hinterräder ergibt, welches die Hinterachse, das Wellenrohr 41 und den Motor im Rahmen nach rückwärts zu drücken sucht. Diese Tendenz ergibt sich aus der Trägheit der Masse und des Rahmens, welche über den Brems- mechanismus bei Verzögerung hinwegzukommen sucht. Dabei wird das rückwärtige Paar der Bremsstangen 39 einer grösseren Ausdehnung als durch das Pedal 36 ausgesetzt, so dass die rückwärtigen Bremsen die Tendenz haben zu sperren, sobald sie nur leicht angezogen werden, da das Schleifen der Bremsen ihr weiteres Anziehen verursacht.
Dieser grosse Nachteil kann nur durch die Verhinderung der Längsbewegung des Motors-gegenüber dem Rahmen vermieden werden.
Um nun die Längsbewegung des Motors mit Bezug auf den Rahmen zu verhindern und dabei doch die Bewegung des Motors in irgendeiner andern Richtung nicht ganz einzuschränken. sind zu
EMI2.3
eine genügend grosse Länge, um Drehschwingungen der Maschine nicht zu verhindern. und tatsächlich sind Bewegungen des Motors in allen Richtungen bis auf die Längsrichtung mit nur unwesentlicher oder gar keiner Einschränkung durch die genannten Stangen ermöglicht.
Die Anordnung. Konstruktion und Zusammenstellung der einzelnen Teile des Erfindungsgegen-
EMI2.4
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Kraftfahrzeug mit an seinen vorderen und hinteren Enden am Wagenrahmen derart nach-
EMI2.5
bewegung in allen Richtungen erfolgen kann, gekennzeichnet durch zwei voneinander unabhängige im wesentlichen parallel zur Kurbelwelle des Antriebsmotors verlaufende Radiusstangen (42), von denen jede einerseits am Fahrzeugrahmen, anderseits an einer Seite des Motorgehäuses befestigt ist und
EMI2.6