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Trommelmagazin.
Die Erfindung betrifft ein Trommelmagazin mit spiralförmig eingeordneten Patronen.
Die bekannten Trommelmagazine dieser Art hatten bei grossem Fassungsvermögen einen sehr hohen Raumbedarf und lagen bei Gebrauchsstellung einseitig zur Waffe, wodurch ihre Unhandlichkeit noch grösser wurde. Besonders war ihre Ausdehnung quer zur Waffenachse recht erheblich und damit gegebenenfalls ihr Luftwiderstand sehr hoch.
Gegenstand der Erfindung ist ein Trommelmagazin mit spiralförmig eingeordneten Patronen, das diese Nachteile nicht mehr hat. Zu diesem Zweck besteht es erfindungsgemäss aus zwei zum Ein- führungsstück mit dem Magazinmund symmetrisch liegenden Trommeln, die in der Gebrauchslage beiderseits der Waffe zu liegen kommen.
Magazine, deren Patronenvorrat8l'äume sich symmetrisch zum Einfsshrungsstunk mit dem Magazin-
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ausgebildet.
Die Grösse des Patronenvorrates bestimmt sich beim Magazin nach der Erfindung-wie bei
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Hälfte der Gesamtpatronenzahl kommt, sind auf einer Seite der Doppeltrommel weniger Spiralwindungen nötig als bei den bekannten einseitigen Trommeln, bei denen der gesamte Patronenvorrat auf einer Seite der Waffe liegt. Infolgedessen ist der seitlich der Waffe zur Unterbringung der Trommeln notwendige Raum bei Doppeltrommeln geringer als bei einseitigen Trommeln gleichen Patroneninhaltes.
Doppeltrommeln sind dah"r vor allem für Zwillingsgewehre sehr vorteilhaft, da dort zwischen den beiden Gewehren nur wenig Platz in der Breitenrichtung zur Verfügung steht.
Entsprechend der verringerten Zahl der Spiralwindungen auf jeder Seite der Trommel ist auch der Gesamtflächeninhalt der beiden Trommeln geringer als der Flächeninhalt einer einseitig ausgebildeten Trommd. Geht man z. B. von der üblichen 100-Schuss-Trommel aus und nimmt den normalen Durchmesser der einseitigen Trommel mit 180 mm an, so ergibt sich ein Flächeninhalt des Trommelbodens von 25.500 mrn2, während bei einer Doppeltrommel, bei der jede einzelne Trommel einen Durchmesser
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Gesamtflächeninhalt bei Anwendung einer einseitigen Trommel. Hiedurch wird auch der Luftwiderstand entsprechend herabgesetzt.
Das Magazin gemäss der Erfindung ist mit zwei getrennten Zuführern nebst Federn ausgerüstet, die abwechselnd in Tätigkeit treten. Beide Magazinhälften sind daher stets gleichmässig schwer, so dass der Schwerpunkt des gesamten Magazins unabhängig vom Füllungsgrad der Trommeln im wesentlichen die gleiche Lage beibehält.
Bei den bekannten Trommelmagazinen, die die Waffe einseitig belasten, ist dies nicht zu erreichen, so dass beim Schiessen dauernd das wechselnde Kippmoment, das durch die allmähliche Entleerung des Magazins hervorgerufen wird, ausgeglichen werden muss.
Da, wie bereits erwähnt, in jeder Einzeltrommel nur die Hälfte des gesamten Patronenvorrates Platz findet, so brauchen die Zuiuhrfedem nicht so kräftig zu sein wie eine einzige Feder, die den gesamten
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Vorrat vortreiben müsste. Infolgedessen ist auch der Druck der beiden Federn auf die Kammer nicht übermässig stark, und Hemmungen sind bei deren Hin-und Hergang nicht zu befürchten.
Die Verteilung des gesamten Patronenvorrates auf zwei gesonderte Trommeln macht es möglich. die Patronen in dem die Trommeln verbindenden Mittelteil nur einreihig anzuordnen, so dass dieser Mittelteil nur mit einer Patronenhöhe über die Oberkante des Waffengehäuses heraussteht, wenn das Magazin auf die Waffe aufgesetzt ist. Dadurch wird die Ausdehnung des Magazins quer zur Waffenachse und damit sein Luftwiderstand weiter herabgesetzt.
Gemäss weiterer Erfindung kann jede der beiden Trommeln noch mit einer Einrichtung zum absatzweisen Rückfahren des Zubringers von aussen ausgestattet werden, zum Zwecke, das Füllen der Magazine zu erleichtern. Die symmetrische Anordnung der beiden Trommeln macht es möglich, die Stellgriffe dieser beiden Einrichtungen so vorzusehen, dass sie mit einem Griff betätigt werden können, dagegen im Niehtgebrauchsfalle ausser Eingriff mit den Trommeln kommen und sieh daher beim Ablauf, d. h. beim Entleeren des Magazins, nicht mehr drehen.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. 1 zeigt in der rechten Hälfte eine Aussenansieht des Magazins, in der linken Hälfte das Innere der Trommel, Fig. 2 ist ein Schnitt durch eine Trommel, Fig. 3 ist eine Draufsicht auf das Magazin, Fig. 4 ist eine der Fig. 1 entsprechende Aussenansicht mit den Ladeeinrichtungen in Arbeitsstellung.
Die Gestalt des neuen Magazins ergibt sich am deutlichsten aus den beiden Fig. 1 und 4. Aus diesen geht hervor, dass das Magazin einen flachen Mittelteil hat, der das Einführungsstück mit dem Mundstück m enthält. An seinen beiden Enden ist das Magazin schneckenförmig zu Trommeln eingerollt, die den eigentlichen Magazinvorrat enthalten, wie insbesondere aus der linken Hälfte der Fig. 1 zu sehen ist. Die Patronen liegen in den beiden Trommeln nur in einer Reihe, und infolgedessen hat auch der Mittelteil nur die Höhe, die zur Führung einer Patrone erforderlich ist.
Zur Zufuhr der Patronen sind bogenförmige Zuführer o vorgesehen, die auf Drucktellern I sitzen.
Die Druckteller ?. sind ihrerseits auf Achsen c befestigt, die der Spannung der Spiralfedern k unterstehen.
Die Zufuhr der Patronen erfolgt abwechselnd. Hervorzuheben ist noch, dass eine Reihe blinder Patronen - nach Fig. 1 links sind es sechs-vorgesehen ist, die von den Zuführer o vorgeschoben werden. Bei entleertem Magazin liegt das freie Ende des Zuführers vor dem Eingang in das Einführungsstück.
Zur absatzweisen Rückführung des Zuführungsstückes o entgegen der Spannung der Federn k sind auf den beiden Trommeln Hebel a und b vorgesehen, die unter Vermittlung von federbelasteten
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Kapsel d umschlossen, die sich zusammen mit der Achse c dreht.
Die beiden Hebel l a und b sind radial zu den Trommeln verschiebbar, um ihre Klinken 71 in und ausser Eingriff mit den Rädern g zu bringen, und werden in ihrer Eingriffslage von Sperrklinken e gesichert, die von Federn n belastet werden. Der eine Hebel a ist mit einem Zapfen f und der andere Hebel b mit einer Handhabe i versehen. Wenn beide Hebel, wie in Fig. 4 dargestellt, ausgezogen sind und die Sperrklinken e eingerastet haben, liegt der Stift f des Hebels a über der Oberkante des Hebels b, so dass zur Aufwärtsbewegung der beiden Hebel ein Druck auf die Handhabe i genügt.
In der Nichtgebrauchslage, d. h. beim Entleeren des Magazins, sind die Hebel a und b, wie aus Fig. 1 rechts zu sehen, radial so weit zurückgeschoben, dass ihre Klinken h ausser Eingriff mit den Schaltscheiben g stehen. Die Hebel a und b machen also den Vorlauf des Zuführers o nicht mit und bleiben beim Schiessen also unbeweglich stehen.
Soll dagegen geladen werden, so werden die beiden Hebel a und b so weit nach aussen gezogen, dass die Sperrklinken ein sie einspringen. Die Schaltklinke h kommen dabei in Eingriff mit den Schaltscheiben g. Nunmehr werden die Hebel a und b mittels der Handhabe i entgegen der Spannung der Federn n nach oben gedrückt, bis sie die in Fig. 4 mit strichpunktierten Linien dargestellte Lage eingenommen haben. Dadurch werden unter Vermittlung der Sehaltklinken h die beiden Drehteller y und damit auch die auf der gleichen Achse c wie die Drehteller sitzenden Zuführer o gedreht. Die Drehung der beiden Teller g erfolgt dabei in der Richtung, dass die Zuführer zurückweichen und damit Platz zum widerstandslosen Einführen der Patronen geschaffen wird.
Ist dieser Platz ausgefüllt, so lässt man die beiden Hebel a und b nach, worauf sie unter dem Einfluss der Federn n abwärts gehen. Die Sehaltklinken h laufen dabei über die Scheiben g. Alsdann werden die Hebel a, und b nochmals aufwärts gedrückt wie vorher und weiterer Platz in dem Magazin zur Ein- führung neuer Patronen geschaffen.
Dieses Spiel wiederholt sich, bis die beiden Zuführer absatzweise unter allmählich sich steigender Spannung der Federn k bis in ihre Endstellung in beiden Trommeln geführt und diese vollständig gefüllt sind.
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